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Kostenanteil für Eltern

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Tessa81

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#1
Hallo,

ich bin neu hier und hab auch gleich schonmal Rat nötig (aber wer hat das nicht im Bürokratie Land D...).

Es geht um folgendes:
Ich bin schön länger Arbeitslos und bekomme vom Amt ALG 2. Bin 27 und wohne notgedrungen noch bei den Eltern (da mir das Amt vor nem Jahr den Umzug in eine größere Stadt verwehrt hat!).
Ich bekomme daher vom Amt gerade mal 228 Euro (weil ich noch bei den Eltern wohne nicht den vollen Satz, obwohl ich eine eigene BG bin!). Das Problem ist das ich davon an meine Eltern keine Kosten zur Unterkunft beitragen kann und ich deswegen ein sehr schlechtes Gewissen habe. Da das Leben aber immer teurer wird hab ich mich gefragt ob man da nicht etwas machen könnte... Könnte ich in meiner jetzigen Situation zum Amt gehen und Kosten für Miete + Nebenkosten + Nachzahlung beantragen. Also praktisch sagen das meine Eltern von mir zukünftig einen Beitrag an der Miete verlangen? Übrigens, meine Eltern wohnen selbst nur zur Miete (ca. 560 Euro Warm/ 4 Zimmer)

Ich hab leider keinen Durchblick mehr welche Rechte ich da habe und wäre äußerst froh hier ein paar Tipps zu bekommen ehe ich auf's Amt maschiere und ich dort wieder abgekanzelt werde! Ich danke euch schonmal!

Tessa
 

Arania

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#2
Du kannst ausziehen da Du über 25 bist, einfach den Umzug beantragen
 

Tessa81

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#3
Ja das werde ich dieses Jahr auf jedenfall nochmal versuchen, aber bis es soweit ist möchte ich meine Eltern trotzdem solange unterstützen. :icon_wink:
 

Arania

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#4
Wenn Deine Eltern einen Mietanteil fordern müssen sie schriftlich mit Dir einen Vertrag darüber machen
 

merlano

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#5
Hallo Tessa,
mit ü25 bekommst du 'nen gekürzten Regelsatz!?
Da gibt es seit 01/2007 ein BSG-Urteil (Az: B 7b AS 6/06R), nachdem AL das ALG II nicht gekürzt werden darf, nur weil man noch bei seinen Eltern wohnt.
Und die (anteiligen) KdU MÜSSEN auch übernommen werden!
(Haste die damals nicht mit beantragt?)
Seit wann geht das denn schon so???
Unbedingt Überprüfungsantrag gemäß § 44 stellen und die gekürzten 123 Euro pro Monat sowie die nicht bewilligten (wenn beantragt!) KdU einfordern.

... und natürlich Aranias Ratschlag befolgen.
 

Tessa81

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#6
Arania sagte :
Wenn Deine Eltern einen Mietanteil fordern müssen sie schriftlich mit Dir einen Vertrag darüber machen
Was muss denn in so einem Vertrag alles drin stehen? Finde ich irgendwo vllt. ein Musterschreiben?

merlano sagte :
mit ü25 bekommst du 'nen gekürzten Regelsatz!?
Da gibt es seit 01/2007 ein BSG-Urteil (Az: B 7b AS 6/06R), nachdem AL das ALG II nicht gekürzt werden darf, nur weil man noch bei seinen Eltern wohnt.
Ja. Zuerst als ich noch U25 war bekam ich immer 345 Euro, dann kam wohl irgendwann das Gesetz das wenn man U25 ist und noch Zuhause wohnt keinen Anspruch mehr hat. Ich hab also ca. ein dreivierteljahr kein Geld mehr bekommen. Als ich dann 25 geworden bin hab ich wieder einen Antrag gestellt und bekam daraufhin dann 224 Euro. Hatte dann nachgefragt und es hieß laut neuem Gesetz wäre das wohl so (wie gesagt da ich mich mit den ganzen Gesetzen nicht auskenne hab ich es halt so hingenommen). Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht das jetzt von dir anders zu hören und werde der Sache auf den Grund gehen. Wo finde ich denn dieses Urteil genau?

merlano sagte :
Und die (anteiligen) KdU MÜSSEN auch übernommen werden!
(Haste die damals nicht mit beantragt?)
Seit wann geht das denn schon so???
Unbedingt Überprüfungsantrag gemäß § 44 stellen und die gekürzten 123 Euro pro Monat sowie die nicht bewilligten (wenn beantragt!) KdU einfordern.
Nein ich dachte das geht nur wenn man allein zur Miete wohnt. Deswegen war ich mir auch nicht sicher ob ich es beantragen kann und wollte mich erstmal erkundigen. Ich bekomme jetzt seit ungefähr 2 Jahren wieder ALG 2 bzw. diese ca. 224 Euro (müsste das aber erstmal in meinen Unterlagen nachsehen, hab ja zum Glück alles geordnet).

Werde auf jedenfall eure Tipps und Ratschläge beherzigen und gleich Recherchieren gehen! Vielen Dank euch beiden! :icon_daumen:
 

redfly

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#7
Du bist von der ARGE falsch beraten worden, zur Beratung ist sie aber verpflichtet. Das nächste Mal am besten nur mit Beistand dort hingehen.
 

merlano

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#8
Also, du hast in der Vergangenheit NIE KdU beantragt!?
Dann aber mal los.
Bzgl. des Mietanteils: Google mal "Untermietvertrag Musterschreiben"; oder bemühe hier die Forumsuchfunktion!

BSG-Urteil

Zuerst als ich noch U25 war bekam ich immer 345 Euro, dann kam wohl irgendwann das Gesetz das wenn man U25 ist und noch Zuhause wohnt keinen Anspruch mehr hat. Ich hab also ca. ein dreivierteljahr kein Geld mehr bekommen. Als ich dann 25 geworden bin hab ich wieder einen Antrag gestellt und bekam daraufhin dann 224 Euro. Hatte dann nachgefragt und es hieß laut neuem Gesetz wäre das wohl so
... da hast du dich ja richtig abspeisen lassen ...
Du hast ein 3/4 Jahr (überhaupt) kein Geld bekommen!?
Gibt es da evtl. einen ablehnenden Bescheid?
Äh, ein Unterhaltsrückgriff findet nur statt, wenn der Hilfebedürftige das 25. LJ noch nicht vollendet UND seine Erstausbildung noch nicht abgeschlossen hat.
Du hattest zu dem Zeitpunkt eine Erstausbildung abgeschlossen???

Also, nochmal:
Überprüfungsantrag gemäß § 44 SGB X stellen!

... und in Bezug auf Aus-/Umzug:
Art. 11 GG, Freie Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes
 

Tessa81

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#9
Hallo nochmal!


Leider hatte ich über 2 Monate keinen I-Net Anschluss mehr da mir unglücklicherweise noch die Festplatte kaputt gegangen ist und ich mir erstmal das nötige Kleingeld zusammensparen musste um mir eine neue holen zu können :icon_sad: Jedenfalls hab ich das mit dem KdU Antrag erstmal verschoben bis nun mein neuer Folgeantrag ins Haus geflattert ist.

Ich hab mir jetzt nochmal ein Musterschreiben ergoogelt aber bin mir nicht sicher ob das so ausführlich sein muss; Dort steht was von Anzahl der Räume, Größe usw. Muss das in so einen Untermietervertag alles reingeschrieben werden oder reicht ledeglich das ich ab Datum X dazu verpflichtet bin als Untermieter meiner Eltern für Unterkunft, Essen und Mitbenutzung aller Räume einen Pflichtanteil abzugeben (wenn ja muss ich dort auch eine Summe benennen die ich ihnen abgeben muss oder wird das automatisch errechnet?)

Meine nächste Frage ist folgende... Ich hab hier mal etwas gelesen und mir hat sich die Frage gestellt ob so ein "Untermietvertrag" auch Konsequenzen hat, z.B. ob ich dann wieder sämtliche Einkommens-/Rentenbescheinigungen meiner Eltern, Bruder usw. beschaffen muss (Im Haushalt leben meine Eltern; Mein Vater bezieht Frührente. Und mein älterer Bruder, mit einem festen Einkommen)?

Du hast ein 3/4 Jahr (überhaupt) kein Geld bekommen!?
Gibt es da evtl. einen ablehnenden Bescheid?
Nein den hab ich damals glaub ich weggeschmissen... dummerweise :icon_neutral:

Äh, ein Unterhaltsrückgriff findet nur statt, wenn der Hilfebedürftige das 25. LJ noch nicht vollendet UND seine Erstausbildung noch nicht abgeschlossen hat.
Du hattest zu dem Zeitpunkt eine Erstausbildung abgeschlossen???
Ich hatte zu dem Zeitpunkt meine Ausbildung in der Probe schon abgebrochen und war ganz "normal" als Arbeitssuchend gemeldet...

Überprüfungsantrag gemäß § 44 SGB X stellen!
Werde ich auf jedenfall gleich mitstellen. Mal sehen mit was für Ausreden/ Sprüche die mir dann kommen! Am besten wäre es ich ginge dort mit Beistand hin weis aber nicht wo ich den herbekomme. Ob es dafür entsprechende Stellen gibt an die ich mich wenden kann? Tipps nehme ich diesbezüglich gerne entgegen!

Also vielen Dank nochmal!
 

Erolena

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#10
Ich hab mir jetzt nochmal ein Musterschreiben ergoogelt aber bin mir nicht sicher ob das so ausführlich sein muss; Dort steht was von Anzahl der Räume, Größe usw. Muss das in so einen Untermietervertag alles reingeschrieben werden oder reicht ledeglich das ich ab Datum X dazu verpflichtet bin als Untermieter meiner Eltern für Unterkunft, Essen und Mitbenutzung aller Räume einen Pflichtanteil abzugeben (wenn ja muss ich dort auch eine Summe benennen die ich ihnen abgeben muss oder wird das automatisch errechnet?)
Hallo Tessa, wozu benötigst Du einen Untermietvertrag? Du wohnst mit Deinen Familienangehörigen. Du erhältst keine Unterstützung von diesen. Punkt um. Damit stehen Dir Dein voller Bedarfssatz (weil über 25) und dein Anteil an den Wohnkosten zu (Miete+NK/HK geteilt durch 4 Wohnungsbenutzer.). Meiner Meinung nach benötigst Du nur die Bescheinigung vom Vermieter über Miethöhe und Höhe der HK-Vorauszahlung (Antragsblätter ALG II). Weiter nichts. Mit der Miete hast Du sicher keine Schwierigkeiten, weil die ja sehr niedrig ist für Dich als Einzelperson. Damit kommt die ARGE viel günstiger, als wenn Du eine eigene Wohnung hättest. Eine Bescheinigung, das Du etwas für Essen abgeben musst, benötigst Du meiner Ansicht nach nicht. Auch an den anfallenden Nachzahlungen für Nebenkosten oder Heizkosten musst Du Dich beteiligen, also jeweils bei der ARGE ein paar Zeilen abgeben. "Ich beantrage die Übernahme der anteiligen Nebenkosten aus der NK/HK-Abrechnung vom xx.xx.2009 als Kosten der Unterkunft in Höhe eines Betrages von (z.B.) 40 Euro (Gesamtbetrag der NK-Nachzahlung: 160 Euro : 4 Bewohner der Wohnung = Mein Anteil 40 Euro)". Eine Kopie der NK-Abrechnung beifügen. Soweit ich gehört habe, will die ARGE nicht wissen, ob Du etwas abgeben musst, sondern ob Du etwas bekommst. Z.B. unentgeltliches Essen oder mehr als gelegentliche Geschenke. Die Antwort ist nein. Damit dürfte sich alles erledigt haben - auch wenn die ARGE sich nicht darüber freut, muss sie Dir doch die Leistung bewilligen. Aber vielleicht sehe ich das zu einfach? Gruß Erolena
P.S. Wenn Du eine kaputte Festplatte hattest und Dir dadurch alte Schreiben an die ARGE verloren gegangen sein sollten, dann lass sie Dir in der ARGE noch einmal kopieren aus Deiner Akte. Auch die alten ALG- II-Anträge sind dort vorhanden.
 
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