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Kosten für Unterkunft zu gering ?

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Brombin

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#1
Hallo Zusammen ,
folgendes Problem :

Ich hab meinen neuen Bewilligungsbescheid bekommen , darin werden mir für Heizung und Unterkunft 260 € bewilligt.

Ich lebe allein ( Berlin ) und zahle eine Miete von 245 €.
In meiner Wohnung ( 35,90 qm ) habe ich eine Gas-Therme , worüber Heizung und Warmwasser erhitzt werden.

Ich muss monatlich einen Gas Abschlag von 74 € und Strom ( ohne den geht die Heizung ja auch nicht ) von 27€ zahlen.

Wenn ich nun von den 260 € die Miete abziehe , zahlt mir das Amt grade 15 € für Heizung.

Ich kenne mich leider nicht so aus , aber ist das nicht zu wenig ? Muss ich bei Gas den gesammten Restbetrag von 59€ von meinem Lebensgeld bestreiten ? Oder hat das Amt einen Berechnungsfehler gemacht ?

Ich wäre sehr dankbar wenn jemmand der sich damit auskennt , antwortet.
 

gelibeh

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#2
Berlin ist ja so ein Sonderfall. Aber ich habe auch das Gefühl, dass die zuwenig zahlen. Maximal zulässige Warmmiete(Miete+Betriebskosten+Heizkosten) für eine Einzelperson sind 378€.
Nachzulesen hier: http://www.harald-thome.de/media/files/KdU/KdU-Berlin---10.02.2009.pdf

Ich würde Widerspruch einlegen, oder, wenn die Frist schon abgelaufen ist, einen Überprüfungsantrag.
Kosten für die Warmwasserbereitung dürfen die mit 6,79€ monatlich von den Heizkosten abziehen. Fehlende Übernahme Strom für Gastherme würde ich in den Widerspruch mit reinschreiben. Ich klage gerade deswegen.
 
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#3
Auch wenn die Berliner es so machen, ist es immer noch rechtswidrig.
Betriebs-/Heizkosten entziehen sich naturgemäß einer Angemessenheitsbetrachtung.
Auch die Beliner haben die tatsächlichen Heizkosten zu übernehmen. Betriebsstrom gehört auch dazu.

Zusätzlich gibt es hier noch das Problem, dass der Antragsteller mit dem ang. im Regelsatz enthaltenen Haushaltsstrom- und Warmwasseranteil auskommt. Zur Belohnung darf dieser den nicht verbrauchten Teil der ARGE spendieren als KdU.
Ich sehe hier Widerspruch und eine hirnstrapszierende Urteilsbegründung des SG-Richters.
 

Mario Nette

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#4
Wohnungsgröße zählt in Berlin nicht. Machen wir es uns mal einfach und ignorieren vorerst die Stromkosten der Gastherme. Ignorieren wir auch das Warmwasser. Dann hat ARGE 245 € + 74 € zu übernehmen. Rechnen wir jetzt doch wieder die Warmwasserpauschale mit rein, hat ARGE immer noch 245 € + 74 € - ~6,50 € zu übernehmen. Die Grenze für übernahmefähige KdU liegt in Berlin - interessieren wir uns mal noch nicht für die Rechtswidrigkeit der in der AV Wohnen vereinbarten Bruttowarmmiete - für einen Single bei 378 €. Die bei Brombin entstehenden Kosten der Unterkunft durchbrechen diese Grenze nicht. Selbst wenn wir annehmen, im Regelsatz sind für Haushaltsenergie nur rund 20 € enthalten und rechnen die restlichen 7 € also den KdU zu (245 € + 74 € - ~6,50 € + 7 €), durchbrechen wir die Angemessenheitsgrenze nicht. Kommt hinzu, dass dies ein Erstantrag ist, ist die Angemessenheitsgrenze sowieso nicht sofort anzuwenden.

@Brombin
Seit wann geht das so?

edit: Wenn man der "richtigen" Kammer des SG Berlin mit seiner Klage zugewiesen wird, bekommt man ein entsprechendes Urteil, welches die AV Wohnen einfach im Regen stehen lässt. :icon_smile: Ist aber leider vom Zufall abhängig.

Mario Nette
 

Merkur

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#5
Klamme Städte wollen Zwangsabgabe vom Bürger

Finanznot: Klamme Städte wollen Zwangsabgabe vom Bürger - Im Westen - DerWesten
Vorgeschlagen wird als „temporärer Bürgerbeitrag” eine Erhöhung der Grundsteuer B. Damit würden nicht nur Haus- und Grundbesitzer belastet, sondern über höhere Nebenkosten auch die Mieter.
Wenn die Mieten steigen wird bei vielen wieder die KdU zu hoch sein und das Umziehen beginnt erneut. Hier ist nichts aber auch gar nichts
sicher. Die Menschen werden in die Enge getrieben.
 
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