Kosten der Unterkunft werden nicht komplett übernommen, da die Wohnung angeblich zu groß ist. Was soll ich tun? Kein Geld, die Differenz zu übernehmen

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HattemaleinWald

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Hallo liebes Elo Forum,

Ich bin hier in einer 1 Personen Wohnung mit 52m² (Angeblich) und das Amt übernimmt die Kosten nicht komplett.
Miete beträgt 340€, 70€ Heizkosten vorausszahlung, 70€ für sonstige Betriebskosten also gesamt 480 €

Das Amt schreibt:
Aus den §§ 3 und 4 der Satzung "xy Gebietes" zur Bestimmung der Angemessenheit der Aufwendung für Unterkunft ergibt sich, dass für Ihre aus einer Person bestehende Bedarfsgemeinschaft ein Betrag von 323 € für die Bruttokaltmiete (Nettokaltmiete zzgl. der kalten Betriebskosten) angemessen ist.

Ihre Tatsächliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Nettokaltmiete 340€
Kalte Betriebskosten 70€
Bruttokaltmiete 410 €

Die tatsächliche Unterkunftskosten übersteigen somit die angemessene Aufwendungen.

Ab dem xy wird daher nur die angemessene Brurrokaltmiete in Höhe von 323 € berücksichtigt.
Die Differenz der restlichen kosten von 87€ ist von Ihnen zu vergleichen.

Mir fehlen jeden Monat diese 87€ udn ich komme nicht damit klar. Hatte vergessen einen alten 2 Jahres zu Kündigen, der sich jedes Jahr automatisch verlängert.
Sprich ich habe 117€ weniger von meinem Geld und damit komme ich nicht klar.

Zur Wohnung:
Was mich stört ist, das in der Dachgeschoß Wohnung überall Schrägen drinnen sind.
Jetzt wollte ich mich hier an euch wenden um eure Meinung zu höhren bzw. wie oder was ich tun kann damit ich die 87 € nicht selber bezahlen muss.
Von meiner Seite aus gesehen ist die Wohnung zu groß.
Anhand der Bilder seht ihr ja, im anderen Zimmer ist ein Pfosten im mitten des Zimmers.
Auf Wunsch zeige ich die anderen Schrägen, manche gehen von der Decke... schräg hinunter und so tief das noch nicht mal ein Kleinkind drunter stehen könnte und vom Wand anfang > Fenster < Wand ende.

An wem kann ich mich da Wenden, Vermieter sagt Pech gehabt Sie haben die Wohnugn gesehen, ich aber würde gerne Geld sparen, weil ja nicht die Gesamte Wohnung begehbar ist und ich außerdem einen ganzen raum nicht benutze.
Kann man sich an das Amt wenden einen Gutachter mit einem Lot kommen lassen und ausrechnen ?

Was haltet ihr davon ?
 

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Nena

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Du möchtest weniger Miete zahlen, weil Du einen Raum nicht nutzt?
Du möchtest weniger Miete zahlen, weil Du jetzt plötzlich entdeckt hast, dass Schrägen und ein Pfosten in Deiner Wohnung sind?


Hatte vergessen einen alten 2 Jahres zu Kündigen, der sich jedes Jahr automatisch verlängert.
Einen was????

Du könntest einen Teil der Wohnung untervermieten, Deinen Vermieter um günstigere Miete bitten, umziehen. Um diese 87 Euro nicht zahlen zu müssen.
 

zieku

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Es gibt Regeln zur Berechnung des Wohnraums->Nachmessen. Sollte eine Differenz zwischen angegebenen qm und nachgemessenen Wonraum bestehen:
1. Sofern im Mietvertrag ein qm-Preis angegeben ist neuberechnen, falls nicht: 340 durch 52 mal gemessene qm.
2. Freundlicher Brief an Vermieter mit Bitte um Korrektur des Mietvertrages.
3. Neuen Mietvertrag einreichen.
 

HattemaleinWald

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Ich wusste das hier schrägen drinne sind, was ich aber nicht wusste das nur bis 50m² Wohnfläche vom Amt bezahlt wird.
Deswegen wollte ich die Wohnung ja nachmessen lassen wegen diesen 2m².
Danke dir Cha,
werde mich da Freitag Mittag mal schlau machen.

Danke zieku,
das hätte ich schon längst gemacht, allerdings habe ich Angst ärger mit dem Vermieter zu bekommen. Er wohnt Unter mir, er hatte das Grundstück gekauft und ist mit seine Familienangehöhrigen im ganzen Wohnblock (11 Wohnungen) eingezogen.
Wenn ich da ärger mache, schmeißt er mich raus.
Aber das mit den freundlichen Brief ist eine gute Idee, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen, dachte ich müsste das mit dem Amt klären.
 

ela1953

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Du kannst die Quadratmeter auch selber ausrechnen.

https://www.google.com/url?sa=t&sou...FjAAegQIAhAB&usg=AOvVaw1FPsv9EaGeFPN3DxmPACPg

Ab 10 % weniger kann man die zu viel gezahlte Miete zurück bekommen.

Allerdings ist deine Wohnung aich mit 50 m2 zu teuer.
Die Kaltmiete + Nebenkosten darf nur 323 Euro sein. Du zahlst über 400.

Zieht man deine 70 Euro Nebenkosten von den erlaubten 323 Euro ab, dürfte deine Wohnung nur ca. 250 Kaltmiete haben. Das wären bei dir dann ca 41m2.
 

gila

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Die Größe einer Wohnung ist erst einmal nicht wirklich relevant - es kommt immer auf die "angemessenen" Mietkosten an, die
dein JC übernimmt - sprich: die sog. "örtlichen Richtlinien" - schau ob dein Ort hier dabei ist: Örtliche Richtlinien

Wenn deine Wohnung "zu teuer" ist, kann das JC nicht einfach bestimmen, dass ab XX dir die volle Miete nicht mehr gezahlt wird,
sondern es muss dir auch damit verbunden eine "Aufforderung zur Kostensenkung" schicken - i.d.R. mindestens 6 Monate hier Zeit geben und dich INFORMIEREN, wie der Hase läuft!
Heißt auch: in den meisten Textbausteinen steht drin, man solle prüfen, ob man untervermieten kann (wer wohnt schon so?) - oder sich eine neue Wohnung suchen soll - dazu gehört eigentlich auch die Info, wie das vonstatten geht ... dass man Angebote von Wohnungen zur Prüfung vorlegen muss OHNE einen Mietvertrag zu unterschreiben etc. ... gespickt mit den passenden Rechtsgrundlagen.

Hast du IRGENDWAS in dieser Art erhalten?
Wie ist die Frist (bitte Datum!) ab wann nicht mehr gezahlt werden soll?
Ist das ein BESCHEID mit einer RECHTSFOLGEN-Belehrung und Nennung von RECHTSMITTELN?

Schließlich muss man sich gegen sowas ja auch zur Wehr setzen können ... und: wenn das Amt einen Umzug für notwendig hält,
und anders die Kosten nicht zu senken sind, müssen sie auch für gewisse Kosten aufkommen!
 

gila

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Eine kostensenkungsaufforderung kann man sich nicht wehren. Das geht erst, wenn die Miete tatsächlich gekürzt wird.

Das ist schon klar - ich fragte ja auch, ob der Bescheid, den TE hier erhalten hat, und laut dem die KdU ja definitiv gekürzt werden soll ab einem Zeitpunkt XY - entsprechend ausgestattet ist.

Siehe:
Ab dem xy wird daher nur die angemessene Brurrokaltmiete in Höhe von 323 € berücksichtigt.
Die Differenz der restlichen kosten von 87€ ist von Ihnen zu vergleichen.


Der TE müsste sich melden und die Fragen klären ...
 

HattemaleinWald

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Hallo liebe Elo User und hallo gila,

Entschuldige das ich mich erst jetzt melden konnte.
laut der KDU ist 50m² angemessen und die Nettokaltmiete pro m² beträgt 4,84 €. Sprich Bruttokaltmiete (323,00 € Nettokaltmiete und Kalte Betriebskosten).

Ich habe ein Brief bekommen das die Kosten der Wohnung zu hoch sind und das nur 323€ angemessen sind. Die 87 € was zu viel ist, wird also direkt vom Lebensunterhalt abgezogen.

Ich hatte zuvor mit jemanden in einer anderen Wohnung gelebt, diese wurde nur zu 50% vom Amt übernommen, da mein Mittbewohner Arbeitsfähig war. Im August ist der Mittbewohner ausgezogen und ich sollte mich nach einer neuen Wohnung umschauen, weil die alte mit ihren 76m² zu viel für eine Person sei.

Mein Vermieter bot mir die Wohnung obendrüber an. Er füllte eine Mietbescheinigung aus (gelber Zettel) und dies reichte ich dem Amt.
Eine Woche später bekam ich ein Brief vom Amt das ich eine Kopie des unterschriebenen Mietvertrages binnen 2 Wochen vorlegen sollte. Genau am gleichen Tag wo ich den Brief bekam das die Wohnung zu teuer sei. Hab ihn also unterschrieben und er ist seit Oktober gültig.

Nein eine Kürzung oder sowas habe ich ja nicht bekommen, gila. Nur dachte ich das die 87€ nicht so weh tuen würden, was sie aber leider tuen, ich bis dahin vlt eine Arbeit gefunden habe.
Hab mich ja nun an euch gewendet um Rat einzuholen, ob man was sparen könnte wenn da einer mal genau messen würde (und um evtl. Ärger mit Vermieter zu vermeiden)
 

gila

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Also irgendwie ist das alles ein wenig "durcheinander" geschildert worden.

Wenn ich das nun richtig verstehe aus deinen Infos hier:
Mein Vermieter bot mir die Wohnung obendrüber an. Er füllte eine Mietbescheinigung aus (gelber Zettel) und dies reichte ich dem Amt.
Eine Woche später bekam ich ein Brief vom Amt das ich eine Kopie des unterschriebenen Mietvertrages binnen 2 Wochen vorlegen sollte. Genau am gleichen Tag wo ich den Brief bekam das die Wohnung zu teuer sei. Hab ihn also unterschrieben und er ist seit Oktober gültig.

Nein eine Kürzung oder sowas habe ich ja nicht bekommen, gila. Nur dachte ich das die 87€ nicht so weh tuen würden, was sie aber leider tuen, ich bis dahin vlt eine Arbeit gefunden habe.


stellt sich mir das Ganze wie folgt dar - ich versuche mal eine Reihenfolge - bitte Rückmeldung, ob so richtig:

  • Wohnung 1 hast du verlassen, nachdem der Mitbewohner auszog.
  • Hierzu hat der Vermieter dir eine preiswertere Wohnung über der alten angeboten - jetzige Dachwohnung
  • Der Vermieter füllte eine Mietbescheinigung (mit der "zu hohen" Miete) aus, was du dem Amt eingereicht hast
  • Das JC verlangte mit Schreiben den UNTERSCHRIEBENEN Mietvertrag?
  • das war bereits im OKTOBER 2018?
  • Am gleichen Tag kam das Schreiben, die Wohnung sei zu teuer - 87 Euro müsstest du selbst zahlen?
  • also war das auch im OKTOBER 2018?

... folglich hast du das Schreiben/Bescheid, dass die Miete zu hoch ist, gar nicht AKTUELL bekommen, sondern parallel zum eingereichten
unterschriebenenMietvertrag im OKTOBER 2018?

und WAS soll man da JETZT erst dagegen tun können?

So wie du eingangs schreibst, ist man der Meinung, du wohnst in der Bude länger und hast AKTUELL diesen Schrieb bekommen,
sie wäre zu teuer. Ohne eine Aufforderung zur Kostensenkung oder Umzug. DANN wäre das SEHR WOHL eine KÜRZUNG und ein Bescheid, gegen den man vorgehen muss.

Das JC schreibt nicht, dass die Wohnung "zu groß" ist, sondern zu teuer. Dafür gibt es diese örtlichen Richtlinien.
Wenn du eine Wohnung innerhalb dieser Richtlinien hast, ist es zunächst mal "wurscht", ob die 50 oder 55 qm etc. hat.
Es zählt erstmal die Richtlinie.

Ich frage mich nun, was da überhaupt falsch gelaufen ist, denn normalerweise muss ein Wohnungsangebot vom JC ZUERST
geprüft werden und dazu legt man einen NICHT unterschriebenen Mietvertrag vor.
DANN werden die KdU (Kosten der Unterkunft) entweder bewilligt - oder eben abgelehnt.
Das KANN gar nicht so laufen, wie es bei dir gelaufen ist: gleichzeitig Mietvertrag UNTERSCHRIEBEN vorlegen und dann die
Ablehnung!

Wenn nun diese Reihenfolge so stimmt, sehe ICH nur den Weg über einen Anwalt und einenÜberprüfungsantrag, ob damals (Oktober 18)
die Angelegenheit nicht grundsätzlich falsch gelaufen ist, und das JC "fälschlicherweise" einen unterschriebenen Mietvertrag verlangt hat, sowie dann auch in der Folge der GLEICHZEITIGE Bescheid über die Nichtübernahme der Restkosten nicht auch falsch war.

Schau dir den alten SChriftverkehr nochmal GENAU an - wann was wie gelaufen ist (tabellarisch aufstellen), wann du was einreichen
solltest, wirklich UNTERSCHRIEBEN? - und an welchen Tagen genau was eingegangen ist!

Es ist ja auch so, wenn dir nicht die gesamte KdU einer Wohnung als angemessen bewilligt wird, hilft dir auch keiner bei den Umzugskosten.
Bei einer angemessenen Wohnung und einer nachträglichen Teuerung und Aufforderung zur Kostensenkung ist das ein ganz
anderes Ding ...
 
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