Kooperation gegen deutsche Wirtschaftsvormacht ist nötiger denn je

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Wenn es nicht gelingt, eine linke europäische Kooperation gegen die Politik des deutschen Hegemons zu bilden, wird die nationalistische Rechte weiter auf Erfolgskurs bleiben

https://www.heise.de/tp/features/Merkels-doppelter-Sieg-3705443.html

Zwar haben die Rechtsradikalen ganz schöne Schlappen einstecken müssen in den letzten Monaten, die Wahl des Lieblings der deutschen Wirtschaft, Macron, dürfte aber die Gegensätze zwischen arm und reich noch verschärfen.
Gute Nachrichten aus der Wirtschaft : Deutschlands Exporte und Importe im März auf Rekordhoch - FOCUS Online

Welche grosse Chance wurde vertan, Melenchon als kraftvollen Gegenpart gegen die deutsche Wirtschaftsstärke als Präsidenten Frankreichs aufzustellen!!!!

Dem durch Macron unterstützten Ausbeutermodell gilt es konzertiert entgegenzutreten, damit die deutsche Wirtschaft , die durch ihre Billiglohnattitüde für unappetitliche politische Folgen gesorgt hat, gestoppt werden kann..

Dazu auch:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1050423.macron-bekommt-deutsche-eu-sicht-zu-spueren.html
 
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Welche grosse Chance wurde vertan, Melenchon als kraftvollen Gegenpart gegen die deutsche Wirtschaftsstärke als Präsidenten Frankreichs aufzustellen!!!!

Das sehe ich vollkommen anders. Ob nun extrem-links, wie Mélenchon, oder extrem-rechts, wie Le Pen, Wilders oder Höcke. Alle Extreme sind sche*ße!

Ich bin - weiß Gott - nicht für Angela Merkel und deren Politik, die ich in der Tat als ursächlich für einige der gewichtigen Probleme in Europa halte. Und ja, auch ich sehe die Exportstärke Deutschlands sowie das wirtschaftliche Ungleichgewicht und die Austeritätspolitik kritisch.

Aber den Jean-Luc Mélenchon jetzt als Heilsbringer auf den Schild zu heben ist genauso schwachsinnig und naiv wie in der AfD die Lösung für alle Probleme zu sehen.

Der Mann, der seine Schäfchen wahrscheinlich schon im Trockenen hat, ist einfach weltfremd. Den auf mehr als 2000 Milliarden Euro gewachsenen Schuldenberg Frankreichs will er der Europäischen Zentralbank aufbürden und seine Landsleute anschließend auf Pump mit neuerlichen sozialen Wohltaten beglücken: mit der Rente ab 60, einer Erhöhung des Mindestlohns um 16 %, der 32-Stunden-Woche, einer zusätzlichen Woche bezahlten Jahresurlaub, kostenloser Gesundheitsversorgung. Es dürfte doch wohl jedem einleuchten, dass derartige Vorhaben finanziell nicht zu schultern sein dürfte. Und wenn Mélenchon dann auch noch Diktatoren wie Mao, Hugo Chavez und Fidel Castro als Inspiration und Vorbilder nennt, der dürfte doch spätestens jetzt sehen, welch Geistes Kind der Mann ist.

Aktuell sieht man in Venezuela doch, wie die Erben von Chavez das Land mit Vollgas gegen die Wand fahren, so wie es in der Vergangenheit bereits in anderen Ländern der Welt geschehen ist.

Wenn die Geschichte etwas gezeigt hat, dann das, dass der Sozialismus/Kommunismus nicht funktioniert bzw. funktionieren kann, da Sozialismus, Kommunismus und andere "kooperative Ökonomien", die auf Selbstlosigkeit und Solidarität gegenüber einer anonymen Masse basieren, einfach nicht in der Natur des Menschen liegen.

Je größer und anonymer eine kommunistische/sozialistische Gesellschaft wird, desto abhängiger wird es von Funktionären mit all ihren menschlichen Schwächen. Ob Sowjetunion oder DDR, ob Nordkorea oder Rumänien, ob China oder Jugoslawien: Stets haben sich die Funktionäre verhalten wie die Gruppe der Schweine in George Orwells "Animal Farm".

Eine Planwirtschaft wird immer scheitern, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben werden, um effizient zu wirtschaften.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückt man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Der Kommunismus wollte u. a. den Egoismus abschaffen. Der Egoismus ist aber durchaus ein starker Antriebsmotor , der in der Natur (durchaus auch in der menschlichen) als ein Antrieb unter vielen verankert ist .(Das hat nichts mit falschverstandenem Darwinismus zutun. In der Natur und bei Darwin haben andere Antriebe z. B. Liebe durchaus Erfolgchancen)

Ideologien, die gegen die Prinzipien der Natur des Menschen handeln, sind nun mal auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt.

Schon die Theorie des Kommunismus ist weltfremd. Der Kommunismus behauptet, alle Menschen seien gleich und sollten gleich viel bzw. gleich wenig besitzen. Es ist aber eine Tatsache, dass alle Menschen verschiedene Individuen mit unterschiedlichen Interessen und Begabungen sind. Des Weiteren muss auch beachtet werden, dass es in der Natur des Menschen liegt, Besitz zu erwerben. Er will für seine geleistete Arbeit gerecht entlohnt werden. Es gibt dem Menschen ein natürliches Gefühl der Zufriedenheit, wenn er beispielsweise ein eigenes Haus hat, das er sich selbst erarbeitet hat. Nach kommunistischer Ideologie aber hätte jeder Mensch eine gleich kleine oder große Wohnung, egal wie viel er arbeitet. Wer eins und eins zusammenzählen kann, erkennt, dass schon hier die ersten Ungerechtigkeiten beginnen. Man könnte unzählig viele weitere Beispiele aufzählen.

Der Kommunismus ist pure Utopie, die mit der Natur des Menschen nicht vereinbar ist.

Wo bisher in der Geschichte hat die Linke dauerhaft ein Erfolgskonzept vorzuweisen? Links ist ein Synonym für wirtschaftliche Verelendung, Korruption und Diktatur. Links und neoliberal gehören zusammen wie Pech und Schwefel.

Genauso wenig ist rechts hilfreich. Während links mit gutmenschlichen Idealen menschenverachtende Politik umsetzt, hält sich rechts mit sowas gar nicht erst auf und fängt gleich mit menschenverachtenden Idealen an.

Wer heute neue Schulden fordert soll mir bitte erklären, wie er sie morgen zurückzahlen will. Das Kunststück ist nämlich bislang kaum jemanden gelungen.
 

flandry

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Zitat Wer heute neue Schulden fordert soll mir bitte erklären, wie er sie morgen zurückzahlen will. Das Kunststück ist nämlich bislang kaum jemanden gelungen.

Na ist doch ganz einfach: Die melden Insolvenz an. Damit bleiben die Gläubiger auf ihren Schulden sitzen und müssen die Verluste auf Kosten der Sparer ausgleichen. Natürlich können die Banken ihrerseits Insolvenz anmelden. Damit würde das verlagert und es gäbe einige Arbeitslose mehr.

Nur die Verantwortlichen, die Politiker, die das beschlossen haben, bleiben ungeschoren. In der freien Wirtschaft würde ganz schnell der Staatsanwalt wegen Insolvenzverschleppung, Betrug, Veruntreuung ermitteln.
Das ist eben der Unterschied zwischen Staat und den Bürgern.
Bürger kommt übrigens von Burg, der Einrichtung des Staates in der die Schutzlosen Schutz suchen.
 
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Ob nun extrem-links, wie Mélenchon, oder extrem-rechts, wie Le Pen, Wilders oder Höcke. Alle Extreme sind sche*ße!

Das Problem ist nur, dass das Programm von Melenchon gemäßigt sozialdemokratisch war. Bei uns ist es ja nicht anders. Fordert man die Rückkehr zur Steuerpolitik eines Helmut Kohl oder zur Entspannungspolitik einse Willy Brandts, wird man vom Verfassungsschutz beobachtet und in der öffentlichen Meinung als linksextrem kategorisiert.

Wo sind die linksextremen Positionen? Selbst die "sozialistischen" Regierungen in Lateinamerika handeln im Rahmen einer demokratischen Verfassung. Von Neuordnung der Eigentumsverhältnisse keine Spur ...

Letztendlich ist es egal, wer regiert, solange der Konsens übergeordneter Strukturen auf marktliberale Reformen besteht. Die Entscheidungen im Hintergrund trifft längst eine "autoritäre Wirtschaftsregierung", die über den Wählerwillen nur noch müde lächelt.

Die Frage ist heute nicht mehr links oder rechts sondern Demokratie oder Fremdbestimmung.

Aktuell sieht man in Venezuela doch, wie die Erben von Chavez das Land mit Vollgas gegen die Wand fahren, so wie es in der Vergangenheit bereits in anderen Ländern der Welt geschehen ist.

So, sieht man das? Dann sollte man vielleicht mal die Wahl der Informationsquellen überdenken. Ich sehe einen korrupten Staatsapparat, der seine Privilegien mal mit linker mal mit rechter Unterstützung sichert und eine nach wie vor einseitig auf Ausbeutung von Bodenschätzen orientierte Wirtschaft in starker Abhängigkeit von den Terms of Trade.
 
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Gast
Wir werden es wahrscheinlich nicht mehr erleben aber wir sehen und sahen es ja schon das immer weniger Menschen von den Unternehmern gebraucht werden bis gar keine mehr gebraucht werden.
Dann werden sich die Reichen eingebunkert haben und die restlichen Menschen verhungern lassen.
 

ZynHH

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Ideologien, die gegen die Prinzipien der Natur des Menschen handeln, sind nun mal auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt.
Tschüss Kapitalismus.....:peace:

Na ist doch ganz einfach: Die melden Insolvenz an.

Ganz genau, schaut doch mal nach, wieviele kapitalistische Staaten schon und wie oft den Bankrott gemeldet haben....und vor allem warum....weil Kapitalismus eben nur eine Zeitlang ohne Kriege auskommt....bis man wieder ein Wirtschaftswunder benötigt....
 
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Die Linke ist viel zu schwach um sich gegen das Deutsche wirtschaftsfaschistische -fälschlich als 'neoliberal' bezeichnete System anzustinken. Tatsächlich wird dieses System sich selbst auffressen (Brexit als Warnung!) - die europäische Rechte verdankt ihre Stärke einer antideutsch-nationalen Haltung.
 
Z

ZarMod

Gast
Wenn die Geschichte etwas gezeigt hat, dann das, dass der Sozialismus/Kommunismus nicht funktioniert bzw. funktionieren kann, da Sozialismus, Kommunismus und andere "kooperative Ökonomien", die auf Selbstlosigkeit und Solidarität gegenüber einer anonymen Masse basieren, einfach nicht in der Natur des Menschen liegen.
Das sehe ich anders. In Ansätzen hat der Sozialismus schon funktioniert. Wenn ein Gesellschaftsmodell an seiner Durchführung scheitert, heißt das noch lange nicht, daß es schlecht sein muß. Ich messe ein Modell an seinen Zielen.
Je größer und anonymer eine kommunistische/sozialistische Gesellschaft wird, desto abhängiger wird es von Funktionären mit all ihren menschlichen Schwächen.
Dann muß das Modell der Führung verändert werden. Und zwar durch ein gesellschaftlich offenes Parlament, welches nicht durch Einzelne, sondern durch Alle getragen wird. Und zwar so, daß es nicht korumpierbar wird.
Eine Planwirtschaft wird immer scheitern, weil in ihr weder für die Individuen noch für die Unternehmen die richtigen Anreize gegeben werden, um effizient zu wirtschaften.
Und als solche Anreize gilt nur der Vorteil gegenüber dem Anderen?
Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückt man unternehmerisches Wagnis und Innovation.
Mit Verlaub, das ist eine Huldigung an das Profitdenken. Ersetze mal das Wort "unternehmerisch" durch "kreativ" und "Gewinne" durch "Fortschritt". Dann paßt der Satz nicht mehr.
Der Kommunismus wollte u. a. den Egoismus abschaffen. Der Egoismus ist aber durchaus ein starker Antriebsmotor , der in der Natur (durchaus auch in der menschlichen) als ein Antrieb unter vielen verankert ist.
Eine schöne Entschuldigung für menschlich schlechte Charaktereigenschaften. Und deswegen sollte man sie also fördern?
Wäre es dann nicht auch besser, Vergewaltigungen zu legalisieren?
Es liegt doch in der Natur des Menschen sich zu vermehren und die Tiere stellen sich doch auch nicht zimperlich an...?
Schon die Theorie des Kommunismus ist weltfremd. Der Kommunismus behauptet, alle Menschen seien gleich und sollten gleich viel bzw. gleich wenig besitzen. Es ist aber eine Tatsache, dass alle Menschen verschiedene Individuen mit unterschiedlichen Interessen und Begabungen sind. Des Weiteren muss auch beachtet werden, dass es in der Natur des Menschen liegt, Besitz zu erwerben. Er will für seine geleistete Arbeit gerecht entlohnt werden. Es gibt dem Menschen ein natürliches Gefühl der Zufriedenheit, wenn er beispielsweise ein eigenes Haus hat, das er sich selbst erarbeitet hat. Nach kommunistischer Ideologie aber hätte jeder Mensch eine gleich kleine oder große Wohnung, egal wie viel er arbeitet.
Deswegen ist es auch eine Theorie. Wenn man aber so eingeschränkt denkt und nur an einer einzelnen Theorie festhält (die wann entwickelt wurde?), dann wird das nichts.
Und wenn Du schreibst, daß der Kommunismus etwas behauptet, dann hast Du sehr wenig verstanden. Kommunismus ist ein Wort für das Modell eines Gesellschaftssystems.
Wie er in seiner Theorie dargestellt wird oder in Ländern bereits falsch praktiziert wurde/wird, kann er natürlich nicht funktionieren. Aber was spricht dagegen, einzelne Ziele entsprechend den gesellschaftlichen Erfahrungen herauszuarbeiten und daraus ein tragfähiges Gesellschaftsmodell zu entwickeln? In der DDR konnten sich viele (nicht alle) ein eigenes Häuschen bauen, aber das Grundstück gehörte ihnen deswegen nicht. Wenn es nicht alle konnten, lag das am Mangel der Verteilung. Auch das kann geregelt werden. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, Besitz zu erwerben, sondern Erarbeitetes zu nutzen. Das ist ein wesentlicher Unterschied, denn Erwerbs- und Besitzdenken sind mit dem Geldsystem entstanden und haben sich mit der Einführung des Zinssystems zum Krebsgeschwür entwickelt. Was die Vergesellschaftung angeht, darfst Du nicht egoistisch eingeschränkt denken, sondern immer mit Hinblick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen. Das Geldsystem ist als Tauschsystem berechtigt, das Zinssystem führt dasselbe aber ins absurde. Nur durch dieses konnten die ehrenwerten Handelsbörsen zu verbrecherischen Spekulationsbörsen mutieren.

Wenn es um Besitzlosigkeit geht, ist nicht Dein Haus oder Dein Auto gemeint, sondern die überlebensnotwendige Infrastruktur, wie Land, Wasser, Wald, Verkehrsstruktur, Rohstoffressourcen usw..
Das gilt ebenso für den Besitz an Produktionsmitteln. Wie kann ein einzelner Mensch ganze Industrieanlagen besitzen, die er garnicht selbst geschaffen haben kann?
Wer hat denn die Anlagen geschaffen und warum gehören sie nicht denen, die sie wirklich geschaffen haben?
Gebe dem Industriearbeiter rechtmäßige Anteile an den von ihm miterschaffenen Anlagen und schon hast Du privatwirtschaftlichen Besitz in gesellschaftlichen- verwandelt.
Dann darfst Du soziale Marktwirtschaft sogar sozialistische Marktwirtschaft nennen. :wink:
 

Unterprivilegiert

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Das sehe ich vollkommen anders. Ob nun extrem-links, wie Mélenchon, oder extrem-rechts, wie Le Pen, Wilders oder Höcke. Alle Extreme sind sche*ße!

Du darfst da sicherlich deine Meinung äußern und haben, aber Wilders, Höcke und Le Pen solltest du trotzdem nicht mit Melenchon in einem Atemzug nennen. Melenchon ist ein linker, kein Kommunist, kein Marxist, sondern tatsächlich links-sozial. Die vorher genannten sind rechts-konservativ bis national-konservativ und fremdenfeindlich. Das ist nicht diesselbe Liga.

Der Mann, der seine Schäfchen wahrscheinlich schon im Trockenen hat, ist einfach weltfremd. Den auf mehr als 2000 Milliarden Euro gewachsenen Schuldenberg Frankreichs will er der Europäischen Zentralbank aufbürden und seine Landsleute anschließend auf Pump mit neuerlichen sozialen Wohltaten beglücken: mit der Rente ab 60, einer Erhöhung des Mindestlohns um 16 %, der 32-Stunden-Woche, einer zusätzlichen Woche bezahlten Jahresurlaub, kostenloser Gesundheitsversorgung. Es dürfte doch wohl jedem einleuchten, dass derartige Vorhaben finanziell nicht zu schultern sein dürfte. Und wenn Mélenchon dann auch noch Diktatoren wie Mao, Hugo Chavez und Fidel Castro als Inspiration und Vorbilder nennt, der dürfte doch spätestens jetzt sehen, welch Geistes Kind der Mann ist.

Ach, die alte Leier mit den Schulden. Staatsschulden sind ein völlig irrelevantes Merkmal in der Wirtschaft. Staaten müssen sich zwangsläufig verschulden, jedem Euro Staatsschulden steht ein ein Euro Vermögen entgegen. Die Summe aus Schulden und Guthaben beträgt immer 0. Und solange Zentralbanken Geld drucken können, haben Schulden keinerlei Relevanz für das Finanzsystem. Dazu muss man unbedingt noch beachten, dass die Staatsverschuldung in Europa nicht wegen "Sozialleistungen", "Renten" oder "Asylanten" entstanden ist, sondern weil die Staaten Banken gerettet haben, die sich vollständig verkalkuliert hatten.
Und weiterhin musst du dir vorhalten lassen, dass du keine Ahnung hast wie Volkswirtschaften funktionieren. Frankreich kann sich das problemlos leisten, solange Löhne und Produktivität im Einklang sind. Frankreichs Produktivitätszuwächse sind im Schnitt noch über denen der Deutschen. Da liegt also überhaupt kein Problem.
Wenn man sich Kuba anschaut, kann man Fidel als Staatsmann schon mal loben. Gute Sozialversicherung, gutes Gesundheitssystem und trotz jahrzehntelanger Boykotte durch die USA eine relativ stabile Wirtschaft.
Als Mensch sollte man ihn trotzdem kritisch sehen. Nur sollte man bei sowas nicht zu viel Aufwand machen. In der Politik ist es üblich Leute zu loben,die einem wohlgesonnen sind. Die Russen haben ihren Assad, die Amis hatten ihren Hussein, usw.

Aktuell sieht man in Venezuela doch, wie die Erben von Chavez das Land mit Vollgas gegen die Wand fahren, so wie es in der Vergangenheit bereits in anderen Ländern der Welt geschehen ist.

Chavez hat das Land nicht selbst an die Wand gefahren. Das war die Weltwirtschaftskrise gepaart mit dem niedrigen Ölpreis. Er hatte einen Anteil daran, aber ein Land, dass größtenteils von der Ölindustrie lebt, verkraftet entsprechend keinen Preissturz dieser Größenordnung.

Durch die Vergesellschaftung der Gewinne unterdrückt man unternehmerisches Wagnis und Innovation.

Basierend auf deinen Aussagen über Schulden, tut der aktuelle Kapitalismus etwas ähnliches. Wir haben hochverschuldete Staaten und viele Unternehmen und Privatpersonen, die auf Milliarden Dollar sitzen und diese nicht investieren.

Der Kommunismus behauptet, alle Menschen seien gleich und sollten gleich viel bzw. gleich wenig besitzen.

Selbiges steht in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, im Grundgesetz und an vielen anderen Stellen. Und natürlich ist es mehr als erstrebenswert, dass alle "gleich viel besitzen". So funktionieren Stammeskulturen seit Jahrtausenden.

Es ist aber eine Tatsache, dass alle Menschen verschiedene Individuen mit unterschiedlichen Interessen und Begabungen sind. Des Weiteren muss auch beachtet werden, dass es in der Natur des Menschen liegt, Besitz zu erwerben. Er will für seine geleistete Arbeit gerecht entlohnt werden. Es gibt dem Menschen ein natürliches Gefühl der Zufriedenheit, wenn er beispielsweise ein eigenes Haus hat, das er sich selbst erarbeitet hat. Nach kommunistischer Ideologie aber hätte jeder Mensch eine gleich kleine oder große Wohnung, egal wie viel er arbeitet. Wer eins und eins zusammenzählen kann, erkennt, dass schon hier die ersten Ungerechtigkeiten beginnen. Man könnte unzählig viele weitere Beispiele aufzählen.

Diese Schlussfolgerung ist eben nicht richtig. Es gibt und gab Gesellschaftssysteme ohne egoistische Individuen, weil es Völker gibt, die keinen Sinn darin sehen Besitz anzuhäufen. Es sind die Gesellschaften, die Dinge wie Besitz in den Vordergrund stellen, nicht der Mensch selbst.

Der Kommunismus ist pure Utopie, die mit der Natur des Menschen nicht vereinbar ist.

Gewagte These.

Wo bisher in der Geschichte hat die Linke dauerhaft ein Erfolgskonzept vorzuweisen? Links ist ein Synonym für wirtschaftliche Verelendung, Korruption und Diktatur. Links und neoliberal gehören zusammen wie Pech und Schwefel.

Kuba hat recht gut funktioniert für einen sozialistischen Staat. Im Übrigen ist es sehr schwer zu argumentieren, wenn du links, marxistisch, kommunistisch, sozialistisch und neoliberal in einen Topf wirfst. Das ist alles nicht dasselbe.

Genauso wenig ist rechts hilfreich. Während links mit gutmenschlichen Idealen menschenverachtende Politik umsetzt, hält sich rechts mit sowas gar nicht erst auf und fängt gleich mit menschenverachtenden Idealen an.

Auch rechts ist nicht das Gegenteil von links, sondern aufgespalten in konservativ, national, usw. (siehe oben)

Wer heute neue Schulden fordert soll mir bitte erklären, wie er sie morgen zurückzahlen will. Das Kunststück ist nämlich bislang kaum jemanden gelungen.

Reden wir hier von Schulden von Personen, Unternehmen oder Staaten?
 

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Ein Satz aus TELEPOLIS, den man sich 1000x durchlesen sollte und verinnerlichen:

Dass sich in Deutschland anders als in Ländern der europäischen Peripherie keine linke Alternative zur Austeritätspolitik etablieren konnte, liegt an der Rolle Deutschlands als Hegemonialmacht in der EU.

https://www.heise.de/tp/features/NR...chtsrucks-in-Deutschland-3714498.html?seite=2

Schon deshalb muss die "Wirtschaftsmacht Deutschland" eingehegt und möglichst klein werden.Zu unser aller Wohl und dem Frieden in Europa..
2 Weltkriege hat Deutschland schon vom Zaum gebrochen, einen dritten wollen und brauchen wir alle nicht.

Nur wie?? Ich habe keine Antwort.


Mit der Wahl von Trump wurde Merkel auch von liberalen und grünennahen Medien zur Verteidigerin der freien Welt ausgerufen. Sie wurde als demokratische Lichtgestalt im Vergleich zu Putin, Erdogan und Trump gefeiert und Deutschland wurde als das Land der Freien ausgerufen. Wer noch von Niedriglöhnen, Armut in den Städten und der Ausbreitung der Billigjobs in Deutschland redete, wurde bestenfalls belächelt.

Der Wirtschaftsnationalismus ist schon in weite Teile von SPD und GRÜNEN eingedrungen wie eine Krankheit.In die Köpfe der Deutschen sowieso, was nicht nur die Wahl der CDU zur stärksten Partei aufzeigt, sondern auch das grauenhaft "gute" Abschneiden von AFDP.

Nur die LINKE ist ihm noch nicht verfallen.. Darum ist das schwache Ergebnis der LINKEN in NRW eine ziemliche Ernüchterung für mich.
 

AsbachUralt

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Warum ist denn Deutschland nach dem Krieg so erfolgreich geworden?
Es lag am Fleiß, der Disziplin und dem Innovationswillen der Menschen.

Und Nein, damals gab es kaum Zeitarbeit oder Minilöhne. Trotzdem lief die Wirtschaft super und wir konnten vor Allem beim Export zum Weltmeister aufsteigen.
Und plötzlich sollen wir uns für unsere Erfolge schämen und einen Gang zurück schalten, weil andere Länder dies nicht geschafft haben? Erfolg soll also bestraft werden?
Für solche Schuldgefühle ist Deutschland ja ein prima Ziel, bei den Chinesen käme niemand auf solche Ideen. Und deren Erfolg beruhte bisher auf niedrigsten Löhnen, Industriespionage und dem Kopieren.
Aber es ist ja bei uns so üblich, alles in Frage zu stellen, was unsere Vorfahren erreicht haben, dabei sollte man darüber froh sein, nicht in einem Land wie Griechenland, oder Portugal usw. zu leben, denn dort ist das soziale Netz sehr weitmaschig.

Übrigens, beim Ersten Weltkrieg sehen die Historiker Deutschland nicht unbedingt als Schuldigen an.
 

Zupo

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Das Problem was Deutschland zurzeit hat ist. das wir nicht nur für uns schauen müssen sondern global. Wir sind imgrunde Kindergärtner der Welt.
 
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Warum ist denn Deutschland nach dem Krieg so erfolgreich geworden?
Es lag am Fleiß, der Disziplin und dem Innovationswillen der Menschen.
Ein Scherz ? Deutsche sind nicht fleißiger etc als andere.
Nach dem Krieg wurde diese Verbrechernation -um diese gegen die US-SU-Front einzugliedern-, die Kriegsschulden erlassen, die Industrie im Westen nicht demontiert. Auf Kosten anderer (wieder einmal) konnte sich die so BRD etablieren.
 

AsbachUralt

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Klar, deshalb sind z.B. deutsche Automobilhersteller wegen ihrer Qualität weltweit so erfolgreich.

Da kann man schon fragen, warum sind die Italiener, Franzosen, Russen oder Amerikaner nicht genauso erfolgreich bei der Automobil Herstellung?
Wieviele russische Marken, ausgenommen Moskovskaja, Antonov, Lada oder Kaspersky kannst Du nennen?

Noch immer hat Made in Germany in der Welt einen sehr guten Ruf.
Die reicheren Chinesen sind z.B. verrückt nach Küchen und E-Geräten von Miele, das ist dort ein absolutes Prestigeprodukt. Oder die Produkte von Beiersdorf uva.
Leider hat der Ausverkauf schon lange begonnen und auch die ehemaligen Kopisten werden selbst immer innovativer, so ist abzusehen, wann Deutschland wirtschaftlich immer weiter zurückfällt.
Und das wird dann schlimme Auswirkungen für alle(ausgenommen der Reichen die das Land dann schnell verlassen werden) haben, zuerst wird dann das Soziale Netz schrumpfen. Denn wenn die Steuereinnahmen zurückgehen, wo kürzt man dann?
Wenn es eintrifft, dann unterhalten wir uns nochmal. Dann wird keiner mehr über Exportüberschüsse jammern, er wird sie sich zurück wünschen, dann ist es aber zu spät.

Darf ich fragen, wieso Du eigentlich in dieser "Verbrechernation" lebst?
 
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Das Wirtschaftswunder beruhte nicht unbedingt auf Qualitätsprodukte oder fleißige Menschen, sondern eher auf Massenkonsum und gesteigerte Nachfrage durch kriegerische Konflikte. Nicht zu vergessen der Wiederaufbau der Infrastrukturen.

Sicher hat man damals auch in die Qualifizierung der Menschen investiert und wer gut entlohnt wird, dem fällt es nicht schwer fleißig zu sein. Ich kenne allerdings auch Geschichten von während der Arbeit strickenden Sekretärinnen etc. Das hat damals niemanden gestört, solange die Arbeit gemacht wurde. Heute wäre das ein Kündigungsgrund.

Deutschland fällt vor alle durch seine starke Angebotsorientierung zurück. Das ist ganz richtig, dass der Exportüberschuss uns sehr krisenanfällig macht, denn irgendwer muss die Waren ja auch bezahlen können.

Das Problem was Deutschland zurzeit hat ist. das wir nicht nur für uns schauen müssen sondern global. Wir sind imgrunde Kindergärtner der Welt.

Das ist aber lieb von dir, dass du die Welt durch deine Erziehungsleistung besser machen willst. Möglicherweise finanziert das Amt dir einen Kurs "Schwarze Pädagogik I"
 

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Das Problem was Deutschland zurzeit hat ist. das wir nicht nur für uns schauen müssen sondern global. Wir sind imgrunde Kindergärtner der Welt.
In Sachen Finanzen, also wenn andere an unseren Geldbeutel wollen, schon. Reiche im Inland in der gesamten EU finanziert, USA und Israel gepampert, jetzt noch immense Kosten für die Flüchtlingsströme. Ohne die schiere Leistungs- und Leidensfähigkeit, die in einer wahnsinnig hohen Produktivität resultiert, hätte so ein Aderlass schon wie bei jeder anderen Nation zum Exituts geführt.


Deutschland fällt vor alle durch seine starke Angebotsorientierung zurück. Das ist ganz richtig, dass der Exportüberschuss uns sehr krisenanfällig macht, denn irgendwer muss die Waren ja auch bezahlen können.
Nicht nur das, er kreiert, jedenfalls für Export in die EU per Euro, nur staatlichen Scheinreichtum. Am Ende platzen die ganzen ausländischen Kredite und Target-was-weiß-ich-für-Salden.
In spätestens 20 Jahren wird die Bereinigung vollzogen sein und dann bleibt beim Deutschen kein Auge mehr trocken.
 
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