Konversation mit einer Anwältin für Sozialrecht (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Habe eine Terminanfrage zu einer Rechtsanwältin für Sozialrecht per Mail gesendet. Daraufhin habe ich das am Nachmittag bekommen:

Sehr geehrte Frau Bergfrau,
diese Woche kann ich Ihnen nur noch am Donnerstag um 09.15Uhr einen Termin anbieten. Ich weise darauf hin, dass ich derzeit aufgrund Arbeitsüberlastung keine Beratungshilfemandate mehr annehme und daher nur auf Honorarbasis abrechne. Für die Erstberatung sind daher bereits im Termin €250,00 Vorschuss zu zahlen.
Wenn Sie den Termin unter diesen Bedingungen in Anspruch nehmen möchten, bitte ich um kurze Bestätigung, damit ich den Termin notieren kann.
MfG Rechtsanwältin (Sozialrecht)
Ich schrieb ihr, weswegen ich einen Anwalt brauche und dann muss ich ihre Antwort lesen, dass sie eigentlich mich gar nicht mehr helfen kann, wenn ich den PKA und Beratungshilfe beantrage, dass sie mich dann vertreten und für mich arbeiten kann.

Ich finde sowas schon dreist und frech.
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.042
Ich finde sowas schon dreist und frech.
@ Bergfrau,

auch wenn ich deinen Ärger nachvollziehen kann, möchte ich dennoch darauf hinweisen, dass es in Deutschland Vertragsfreiheit gibt. Dies gilt auch für Anwälte. Es gibt sicherlich noch andere Anwälte in deiner Gegend.
 
E

ExitUser

Gast
@ Bergfrau,

auch wenn ich deinen Ärger nachvollziehen kann, möchte ich dennoch darauf hinweisen, dass es in Deutschland Vertragsfreiheit gibt. Dies gilt auch für Anwälte. Es gibt sicherlich noch andere Anwälte in deiner Gegend.
In der Stadt, wo diese Anwältin ist, gibt es noch ein oder zwei andere Anwälte, die Sozialrecht machen. (40km entfernt).

Werde Morgen noch das Telefon in die Hand nehmen.

Bei dieser Anwältin, die jetzt nur noch auf Honorarbasis arbeitet, hab ich mich schon im Juli/August gemeldet und ihr per Telefon oberflächlich den Fall geschildert, daraufhin bin ich dann zum Amtsgericht und wollte Beratungshilfe beantragen. Aber weil ich ja schon beim Sozialgericht die Sache hatte, stand mir die Beratungshilfe nicht mehr zu. Dies teilte ich der Anwältin mit und sie meinte, ich könnte mich ja nochmal melden, wenn es etwas neues gebe.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
6.408
Bewertungen
15.379
Gemäß § 49a BRAO ist der RA eigentlich dazu verpflichtet, auch Beratungshilfemandate zu übernehme und darf diese nur aus wichtigem, einzelfallbezogenem Grund ablehnen.
Das Problem dabei ist, dass du der Anwältin jetzt nachweisen müsstest, dass ein wichtiger Grund nicht besteht und könntest dann auf Übernahme bestehen. Das ist in der Praxis aber nahezu unmöglich.
 
C

ckl1969

Gast
Das Problem dabei ist, dass du der Anwältin jetzt nachweisen müsstest, dass ein wichtiger Grund nicht besteht und könntest dann auf Übernahme bestehen. Das ist in der Praxis aber nahezu unmöglich.
Und selbst wenn es in der Praxis möglich wäre, wäre es wohl kaum sinnvoll bzw. erstrebenswert. Da würd man dann wohl dennoch ohne Anwalt vor Gericht erscheinen, selbst wenn er/sie direkt neben einem sitzt.
 
E

ExitUser

Gast
Hab dann zusätzlich noch das Problem, dass ich erst um 16Uhr oder 17Uhr Feierabend habe und erst dann zu Terminen fahren kann. Gerade wenn man irgendwo neu anfängt zu arbeiten, kann man ja nicht einfach früher gehen.
 
E

ExitUser

Gast
Es begegnet einem leider immer wieder im Leben, dass man terminlich lange warten muss oder nicht übereinkommt.
Für einen persönlich kann das bisweilen schmerzlich und utragbar sen, doch erzwingen kann man nur gewisse Dinge. Beispiel aus meinem Leben: Ich warte seit über 2 Jahren auf einen Therapieplatz zur Traumatherapie.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.824
Bewertungen
23.289
Gemäß § 49a BRAO ist der RA eigentlich dazu verpflichtet, auch Beratungshilfemandate zu übernehme und darf diese nur aus wichtigem, einzelfallbezogenem Grund ablehnen.
Das Problem dabei ist, dass du der Anwältin jetzt nachweisen müsstest, dass ein wichtiger Grund nicht besteht und könntest dann auf Übernahme bestehen. Das ist in der Praxis aber nahezu unmöglich.
Naja, wenn man einen Rechtsanwalt erst zwingen muss, ein Mandat zu übernehmen, dürfte sich das nicht gerade positiv auf das Engagemnt auswirken.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
6.408
Bewertungen
15.379
@ TazD,

wäre denn die Arbeitsbelastung durch zu viele Mandate nicht ein solcher wichtiger Grund?
Mit Sicherheit. Aber auf Honorarbasis kann sie ja anscheinend noch Mandate annehmen, also kann es nicht an der Arbeitsbelastung liegen. :wink:

Naja, wenn man einen Rechtsanwalt erst zwingen muss, ein Mandat zu übernehmen, dürfte sich das nicht gerade positiv auf das Engagemnt auswirken.
Habe ich nie behauptet, stimme dir aber voll und ganz zu.
Ich habe lediglich die rechtliche Seite dargestellt.
 
E

ExitUser

Gast
Mit Sicherheit. Aber auf Honorarbasis kann sie ja anscheinend noch Mandate annehmen, also kann es nicht an der Arbeitsbelastung liegen. :wink:


Habe ich nie behauptet, stimme dir aber voll und ganz zu.
Ich habe lediglich die rechtliche Seite dargestellt.
Man sollte keinen Anwalt trauen, der sonstwas schreibt, erzählt.
 

hunter11

Elo-User*in
Mitglied seit
21 September 2013
Beiträge
248
Bewertungen
28
In welcher Stadt befindet sich denn deine (beinahe) Anwältin ?
PLZ 48xxx ? Deine Erfahrungen könnten nämlich so ähnlich auch von mir stammen.

Leider wird sich generell viel zu wenig über "gute" Anwälte im Sozialrecht ausgetauscht - vielleicht gibt es auch gar keine, die den Spagat zwischen komplexer, teils frustrierender Materie und schlechter Honorierung annehmen...
 
E

ExitUser

Gast
In welcher Stadt befindet sich denn deine (beinahe) Anwältin ?
PLZ 48xxx ? Deine Erfahrungen könnten nämlich so ähnlich auch von mir stammen.
Sie war im PLZ Gebiet 21xxx . Hat auch keinen sonderlich Informationsreichen Internetauftritt.

Leider wird sich generell viel zu wenig über "gute" Anwälte im Sozialrecht ausgetauscht - vielleicht gibt es auch gar keine, die den Spagat zwischen komplexer, teils frustrierender Materie und schlechter Honorierung annehmen...
Sie war im PLZ Gebiet 21xxx . Hat auch keinen sonderlich Informationsreichen Internetauftritt.
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
1.006
Bewertungen
550
Guten Abend.

Also ich bin mit meiner Anwältin zufrieden bisher wurden alle Sanktionen beseitigt. Und eine wo sich das Gericht lange Zeit gelassen hat wurde jetzt entschieden das die rechtswiedrig war.

Da bekomme ich dann noch ne Nachzahlung.
 
Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten