Kontrolle von Krankschreibungen

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99Engel

Elo-User*in
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Vor einiger Zeit hörte ich in den Medien, dass die Jobcenter mittlerweile Krankschreibungen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen kontrollieren lassen wollen. Wer hat Erfahrungen, wie dass nun mittlerweile in der Praxis gehandhabt wird? Betrifft es nur Arbeitslose die zu Hause sind oder auch welche die sich in einer Maßnahme befinden und sich beim Maßnahmeträger krank melden? Ich habe eine Fernbeziehung zu der ich am Wochenende fahre. Wenn ich krank bin möchte ich auch nicht verzichten sie zu sehen. Falls der medizinische Dienst plötzlich vor der Tür steht, könnte das problematisch werden. Eigentlich verzögere ich ja keine Krankheit, ob ich mich nun zu Hause oder woanders ins Bett lege. Habe ich also nur die Wahl, krank zu arbeiten, bzw. zur Schule zu gehen oder ein Risiko einzugehen?
 

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Das bedeutet aber auch nur, das die begutachtung des MDK aussagt wie die gesundheit zum Zeitpunkt der begutachtung ist.
Also kann der MDK keine aussage machn wie es zum Zeitpunkt der besagte AU aussah.
 
E

ExitUser

Gast
Das bedeutet aber auch nur, das die begutachtung des MDK aussagt wie die gesundheit zum Zeitpunkt der begutachtung ist.
Also kann der MDK keine aussage machn wie es zum Zeitpunkt der besagte AU aussah.

Das ist nur die Halbwahrheit, - es wird nach Aktenlage beurteilt, selbst wenn du vor ihnen sitzt.
D.h. du wirst zur Mitwirkung aufgefordert, die entsprechenden Krankenakten an den Amtsarzt zu überbringen und wirst dann aufgrund dessen was dein Hausarzt notiert, gemessen und für tauglich befunden.

So hat man mir die chronische nicht näher bestimmbare Magendarm-Erkrankung die mich seit Jahren quält, aberkannt und hält mich für vollerwerbsfähig.
Dass jedwede Nahrungsaufnahme nur einmal pro Tag geht und danach auch keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht, für den Rest des Tages ist irrelevant.



Wenn jemand deine AU kontrollieren will, darf er sich bitte an die Ärztekammer wenden und mag erfragen warum der Arzt der sie ausgestellt hat, Arzt ist und der Sachbearbeiter nur Sachbearbeiter.
 
D

Don Vittorio

Gast
Wenn jemand deine AU kontrollieren will, darf er sich bitte an die Ärztekammer wenden und mag erfragen warum der Arzt der sie ausgestellt hat, Arzt ist und der Sachbearbeiter nur Sachbearbeiter.

Das interessiert die Ärztekammer doch einen feuchten Kehricht.
Im übrigen dürfen Arbeitgeber diese Prüfung durch den MDK schon immer über die Krankenkassen beantragen.
 

Anna B.

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so ist...

das interessiert die Ärztekammer gar nicht...

es ist gesetzlich festgelegt, dass ein Arbeitsloser ...au ist..wenn....

dafür gibt es die ARbeitsunfähigkeitsrichtlinien..

wenn nun ein SB des JC oder der Afa "berechtigte Zweifel" an der AU äußert, dann kann er die KK auffordern, dieser AU mal nachzugehen..und ggf. eine MDK-Begutachtung anzuleiern...

es gibt auch hier im Forum bereits das einschlägige Auftragsformular für die KK...

die KK prüft dann, um welche Erkrankung es sich handelt...und ob au-Bescheinigungen vorliegen..

wenn der SB der KK meint: ohje, das dauert eh noch viel länger..die Diagnose läßt nichts Gutes ahnen..
dann teilt die KK mit: es besteht weiterhin au..

wenn nun auch die KK zweifelt, dann können sie den MDK einschalten..der erhält in der Regel nur die AU-Bescheinigungen, die der KK vorliegen, sowie eine Fragebogen, den der beh. Arzt vorher auszufüllen hat..
es wird dann nach Aktenlage begutachtet...

dir und deinem beh. Arzt wird dann mitgeteilt: Herr X ist ab ....wieder arbeitsfähig...

nun ist es an deinem Arzt, dich weiterhin zu unterstützen, wenn er der Meinung ist, dass noch au vorliegt....er wird dann einen Widerspruch aufsetzen...und du solltest das dann auch machen...gegen diese Art der "Gesundschreibung"..

man kann natürlich auch, als ALG II-Empfänger das über sich ergehen lassen...wenn der Arzt dann mitspielt, läßt man sich nach ner Woche erneut AU schreiben..

das ist immer alles auf den Einzelfall zu beziehen und kann nicht auf alles gerichtet werden...

aber vor der Tür stehen..am Samstag oder Freitag..wird kein MD der KK....
 

Muzel

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Zyn , du hast recht, bei mir wollten sie Dienstunfähigkeit Erwerbsunfähig gleich setzen. Das hat das Gericht nicht mitgemacht.
 
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