Kontrolle von Kontoauszügen / Kassenzetteln sowie temporäres überschreiten des Freibetrags (1 Betrachter)

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HintermHorizont

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Hallo,

ich habe zwei miteinander zusammenhängende Fragen, vielleicht kann mir hier jemand helfen.

1. Folgende (natürlich hypothetische!) Situation. Person X ist 25 Jahre alt und muss ALG2 beantragen. Sein Freibetrag liegt bei (25x150€+750€) 4500 Euro. Kratzt er alles zusammen, liegt er darunter, wenn auch knapp. Er stellt den Antrag eben frühzeitig. Der Antrag kommt durch.
Nach dem Abzug aller Kosten kommt er mit dem Geld ganz ordentlich hin, streicht eben Rauchen, Kino usw. Hin und wieder bleibt was über, wenn auch nur mal 50 Euro im Monat. Jetzt bekommt er Ende Januar das Geld für Februar und wie es der Zufall so will, hat er jetzt die ersten 3,4 Tage vom Februar plötzlich 4600 Euro auf dem Konto. Das ändert sich, als am 3ten Februar Miete, Versicherungen usw. abgehen und er ist wieder unter der Grenze.

Jetzt ist der gute Mann für 3,4 Tage mit geschlagenen 100 Euro über der Mindestgrenze. Was passiert nun? Wird die Arge beim Neustellen des folgeantrags (so er keinen job gefunden hat) den Finger heben und sagen "Aha! Sie waren 3 Tage über der magischen Grenze, das ziehen wir ihnen jetzt ab!) Oder ist ein temporäres Überschreiten irrelevant? Bekommt er nächsten Monat automatisch gleich was gestrichen?

Sicher, es ist eigene Dummheit des ALG2 beziehers, wenn er über die Grenze rutscht, aber wann wird wo kontrolliert und gegebenenfalls sanktioniert? Mittendrin? Nach den 6 Monaten?

2. Wenn ein ALG2 Bezieher Bargeld abhebt, kann die Arge von ihm Nachweise in Form von Kassenzetteln, Rechnungen etc verlangen? Sprich Supermarkt, Tankstelle, Kinokarten, Eis von der Eisdiele (nicht lachen, so ein Becher kostet über 10 Euro hier - bei zwei leuten sin das schon mal 20 euro!) usw. Ihr versteht bestimmt was ich meine.
Gibt es da eine derartige Überwachung, dass man das abgehobene Bargeld lückenlos oder beinahe lückenlos verbraucht haben muss und dafür eben überall Quittungen nachschieben muss?

Danke für die Antworten
 

ZynHH

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Zu 1. nö, passiert nix
Zu 2. es obliegt ganz allein dir, wie du deine 404,00 € verprasst.

Drittens, man hat kein Geld auf der Bank....:wink:
 

HintermHorizont

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Zu 1. nö, passiert nix
Zu 2. es obliegt ganz allein dir, wie du deine 404,00 € verprasst.

Drittens, man hat kein Geld auf der Bank....:wink:
Danke dir! Ja, ich hab halt schiss, dass wegen einem oder zwei Tagen ich dann prompt irgendwann den über-der-linie-betrag abgezogen bekomme, weil das ja dann für 2 tage verbrauchbares Vermögen wäre...

Naja, ich hab Geld auf der Bank wegen den Versicherungen und weil ich gerne mal Bücher online kaufe. Aber prinzipiell hast du natürlich recht. Wäre natürlich blöd, wenn ausgerechnet dann der alte Laptop die Bude + Bargeld abfackelt...

Wie wird das eigentlich gehandhabt? Kann ich innerhalb meiner 6 Monate ALG2 so viel Geld aufm Konto zwischenzeitlich bunkern, wie ich mag und erst beim Neuantrag wird abgerechnet? Sprich, ich beschließe die nächsten 6 Monate nicht mehr zu duschen, esse nur noch Toast und trinke Regenwasser, mache also jeden Monat "kräftig Plus" mit meinem immensen Reichtum - aber kurz vor Ende fliege ich halt mal für eine schöne Woche nach Dubai und bin dann prompt wieder unter der Grenze. (Natürlich hypothetische, wie beknacktes Beispiel - aber ich denke, der Sinn kommt rüber, oder?) Das wäre dann also in Ordnung? Oder muss / sollte ich penibel darauf achten, zu keiner Zeit irgendwie über der "magischen Grenze" von Lebensjahrx150+750=x zu gelangen?

lg
 

ZynHH

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Wenn dein Sparvermögen deinen Schonvermögensbetrag übersteigt, musst du das melden.

Wenn du nur vom 26.2 bis zum 3.3 zuviel Geld auf dem Konto hast, weil die Miete erst am dritten abgebucht wird, ist das unschädlich.

Grundsätzlich soll mit ALG II kein Vermögen geschaffen oder vergrößert werden. Das ist auch nicht möglich, da es dafür viel zu wenig ist.
 

ela1953

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Das eingehende ALGII ist dich kein Vermögen, sondern monatliches Einkommen.
 
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