Kontrolle angekündigt wegen angeblich zu hoher Heizkosten - Bekannter in Not

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Maneki Neko

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Moin Ihr Lieben,

ich hoffe Ihr könnt mir oder besser gesagt einen Kumpel von mir helfen. Stellvertretend frage ich jetzt mal von ihn aus

er hat vor ein paar tagen Post vom Amt bekommen daß sie eine Kontrolle hinschicken weil er angeblich zu verschwenderisch heizt oder angeblich zuviel Wasser verbraucht.

er ist Jahrgang 58, wohnt in Altbau direkt über den Keller, Haus ist nicht gut saniert, ist ein Nachkriegsbau

er hat 2 Herzinfarkte hinter sich wo er verständlicherweise Blutdrucksenkende Medikamente zu sich nehmen muss, welche das weiß ich allerdings nicht nur daß sie den Blutdruck senken

hinzukommt daß er eine Titanplatte im Kopf hat aufgrund schweren Eiterinfekt Ende der Neunziger

er hat einen GDB von 75%

generell ist er sehr temperaturempfindlich besonders auf Kälte, er hat eine Teilerwerbsminderungsrente die KDU zahlt das Jobcenter

ist die Kontrolle nun berechtigt? Kommt das jetzt auch auf alle anderen zu die eben mehr heizen müssen?

was genau geschieht bei der Kontrolle? Wie kann er sich drauf vorbereiten und nötigst Konflikte und Missverständnisse vermeiden

ich hab eine ähnliche Geschichte weil ich Antiepileptika nehmen muss und die sehr blutdrucksenkend sind daher habe ich auch Probleme bei Kälte

bitte nur ernstgemeinte Ratschläge, keine dummen Kommentare, etc.

er steht jetzt auf den Schlauch

ich danke allen im voraus fürs Lesen und für sinnvolle Beiträge

Maneki Neko
 

Regensburg

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Hu Hu Gemeinde :)

ich frage mich nur - was die Kontrolle eigentlich feststellen soll?

- Anzahl der Heizkörper ? (man kann ja einige rausreisen lassen)
- Ob der Bewohner mindestens 2 Winterjacken trägt?

Was soll die S*C*H*E*I*ß*E ?????

Einziges was die Feststellen können ist die tatsächliche Temperatur beim Kontrolbesuch - aber - was wollen die damit anfangen?

Es sind die Tatsächliche KDU - die Amt übernehmen muss.
Sind sie zu hoch - soll das Amt ein bessern Energieeffizienten Wohnung anbieten.

PS: das selbe gilt auch für Wasser. Dein Kumpel kann ja beim Kontrollbesuch alle Wasserhähne voll aufdrehen - dann ist er auf sichere Seite (ist selbstverständlich nur ein Witz....)

LG aus der Ostfront
 

Seepferdchen 2010

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er ist Jahrgang 58, wohnt in Altbau direkt über den Keller, Haus ist nicht gut saniert, ist ein Nachkriegsbau
Was genau zahlt er an Miete bzw. wie hoch sind seine Abschläge bei Nebenkostenabrechnung und den Heizkosten?

Wie kann er sich drauf vorbereiten und nötigst Konflikte und Missverständnisse vermeiden
Auf jeden Fall mit Beistand bei diesem Termin.

Und wie sieht es bei den örtlichen Richtlinien aus?

Schau bitte mal in diesen Link und der Stadt........

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Ob die Kontrolle berechtigt ist, kann so nicht beantwortet werden, ohne die Werte zu kennen.

Was diese Kontrolle nun bringen soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen, schon alleine der Zustand vom Haus siehe
Baujahr ohne Wärmedämmung ergibt schon einen höhren Bedarf.

Wurde schon mal ein Antrag auf Mehrbedarf gestellt?

Und hat er schon mal eine schriftliche Aufforderung bekommen seine Kosten
zu senken?

:icon_pause:
 

gelibeh

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Erhöhter Wärmeverbrauch kann ja viele Gründe haben. Schlechte Bausubstanz, Einfachverglasung, gesundheitliche Gründe etc. Ich bezweifel aber, dass die beurteilen können, wie die Bausubstanz ist. Zumindest sollte er jemanden als Zeugen dabei haben.
 
E

ExitUser

Gast
Frieren ist subjektiv, das kann man einem Besucher nicht vermitteln. Ubd Leute mit extrem niedrigem Blutdruck haben da größere Probleme, als der Kontrolleur in voller Manneskraft, dem jedes Vorstellungsvermögen über das Krankheitsbild des Betroffenen fehlt. Insofern darf man davon ausgehen, daß die Kontrolle "in die Hose" geht. Von einer offensichtlichen Unbewohnbarkeit der Wohnung (im Zerfall befindliche Fenster, defekte Heizung) ist ja hier keine Rede.

Die Kontrolle ist insofern unnötig und unwirtschaftlich, als sie nichts zutage fördern kann, was nach Lage (fußkaltes Erdgeschoß), Baujahr und Sanierungszustand nicht ohnehin bekannt ist. Man darf davon ausgehen, daß der Besuch nur dazu dient, das Kostensenkungsverlangen zu untermauern. Insofern ist es völlig egal, was der Kontrolleur da sieht, empfindet oder mitgeteilt bekommt - es kommt nur darauf an, daß jemand vom Amt dagewesen sei.

Dem Bekannten raten, daß er die Kontrolle ablehnt mit der Begründung, daß dem medizinisch ungebildeten Kontrolleur des JC zwangsläufig die Sachkenntnis fehlen müsse, seine gesundheitlich bedingten Mehrbedarfe zu erfassen. Und schauen, ob er - vielleicht mit Hilfe des VdK - ein Attest bekommt, wonach diese Wohnung für ihn tatsächlich (zumindest nach den Verbrauchsvorgaben des JC) unbewohnbar ist.
 

Roter Bock

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Formal ist es so, das der Hausbesuch das letzte Mittel des Amtes darstellt, wenn der Sachverhalt nicht aus der Akte zu ermitteln ist.

Ist das der Fall? Ich denke nicht. Auf der anderen Seite kann das Amt unter dem Vorwand "mangelnder Mitwirkung" auch den "Hahn" zudrehen. Es sollte also ein Beistand da sein, wenn das Amt kommt - am besten gleich mehrere Beistände.

Wie streitbereit ist er?

Mit 75 % Behinderung kann man an Ihn auf keinen Fall die gleiche Messlatte anlegen wie bei eine gesunden Menschen. Mit Blutdrucksenkern friert er auch eher.

Im Zweifel wird man Probleme mit dem Amt erst gerichtlich lösen können, wenn die KDU gekürzt wird. In dem Fall könnte es ausnahmsweise unter der Bedingung "Beistand" sinnvoll sein wenn er die Leute reinlässt. Prüfauftrag zeigen lassen, Namen der Personen vom Amt auf schreiben.

Ich ahne das ich dafür hier gesteinigt werde - aber ich denke taktisch schon an ein eventuelles gerichtliches Nachspiel, wenn das Amt mit dem Argument kommt, man hätte die Tatsachen nicht feststellen können.

Roter Bock
 

ela1953

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Vielleicht haben die ja auch diese Maßnahme "Energieberater" und wollen, dass der was zu tun hat.

Ich würde fragen, wer denn da geschickt wird.

Als meine Heizung defekt war, sollte auch der AD rauskommen - irgendwann in einer Woche.
Als ich dann fragte, ob der mir dann die Heizung repariert und was ich mache, wenn bis dahin die Leitungen eingefroren sind, wurde drauf verzichtet und ich konnte sofort einen Installateur bestellen.
 

hope40

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offenbar wurde der hausbesuch ja schriftlich angekündigt .

das is schon mal gut ...hat das schreiben aber auch ne RECHTSGRUNDLAGE aufgeführt ?????????????????

wenn ne rechtsgrundlage aufgeführt is , kann man diese ja überprüfen ..trifft die rechtsgrundlage nicht zu , würde ich , SCHRIFTLICH nachfragen , auf welcher (richtigen )rechtsgrundlage dieser hausbesuch passieren soll , was festgestellt werden soll /kann /muss , was man nicht anderweitig (akten /bescheinigungen ....)prüfen /nachweisen ...kann , denn in diesem falle hat ja ein mieter weder einen einfluss auf die bausubstanz , noch auf die art des heizens !

im rahmen der auskunfts,-beratungsPFLICHT Hartz IV: Beratungspflicht der Argen würde ich mal nachfragen(immer SCHRIFTLICH) , in welchen grössenordnungen in dieser stadt /dem landkreis ..heizkosten als wirtschaftlich angesehen werden , auch welche wasserverbräuche als "angemessen "gelten und ob der hausbesuch verhältnismässig/wirtschaftlich ist und welche qualifikaton die "hausbesuchler "haben um das zusammenspiel baulicher zustand der wohnung /heizaufwand fachlich korrekt beurteilen zu können .

vielleicht schickense ja e bauingeneur :icon_party::icon_party:

im allgemeinen , wenn man fragen stellt , wird abstand von hausbesuchen genommen , weil man so(indirekt ) mitteilt , das man sich nicht "übern tisch "ziehen lässt .

nun hat dein bekannter 2 möglichkeiten :

er lässt die tür zu (was konsequenzen haben kann )und verweist drauf , das eben nichts festzustellen ist /wäre, was man nicht aus der jahresabrechnung/mietvertrag erlesen könnte (nur...heizkosten sind ja ein zusammenspiel aus der lage der wohnung im haus /isolierung des hauses /wie fenster /türen gedämmt /abgesichtet /beschaffen sind, ob das haus frei steht, oder in vielen häusern eingebettet ist .. )..ebenso unterliegt der wasserverbrauch einigen faktoren , wie zB. gesundheitlichen erfordernissen , deswegen wäre es wichtig zu wissen , wo die grenzen sind, so das man von "unwirtschaftlichen verbrauchsverhalten "sprechen könnte ..also, NACHFRAGEN und wetten , die wissens selber nich :icon_evil:)und /oder er lädt e paar beistände auf ne tasse kaffee ein:icon_pause:und machts den "hausbesuchlern "so ungemütlich wie nur irgend möglich !

auch schilder wie "diese wohnung wird videoüberwacht "und das offene hinlegen eines(offensichtlich videofähigen ) handys (in deiner wohnung kannste filmen , wie du willst )bringen erfolg ..denn es geht sicher NICHT um wasserverbrauch /heizverhalten !

ausweis (sollte der bekannte den hausbesuch dulden )zeigen lassen , UNBEDINGT ..demonstrativ namen aufschreiben (und auf dem ausweis vorhandene daten und SOFORT aufn amt telefonisch nachfragen , ob die personen legitimiert sind )..denn es sind auch betrüger unterwegs, die die angst von menschen vorm amt (allgemein )ausnutzen ..die meisten "reissen" ja die türen auf , aus angst , wenn sie hören "ich komme von amt x/ y" und ich denke, es ist keine hürde für kriminelle , rauszufinden , wer ggf. im leistungsbezug steht und wer nicht !
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
weil er angeblich zu verschwenderisch heizt oder angeblich zuviel Wasser verbraucht.

er ist Jahrgang 58, wohnt in Altbau direkt über den Keller, Haus ist nicht gut saniert, ist ein Nachkriegsbau
Wenn dem JC die Heizkosten zu hoch sind, dann sollen sie höhere Mieten übernehmen. Mit den vorgegebenen KdU kann man nun mal nicht die modernsten Wohnungen anmieten. :icon_neutral:
er hat 2 Herzinfarkte hinter sich wo er verständlicherweise Blutdrucksenkende Medikamente zu sich nehmen muss, welche das weiß ich allerdings nicht nur daß sie den Blutdruck senken

hinzukommt daß er eine Titanplatte im Kopf hat aufgrund schweren Eiterinfekt Ende der Neunziger

er hat einen GDB von 75%
Beim JC alles bekannt?
generell ist er sehr temperaturempfindlich besonders auf Kälte
Hat er dazu was Schriftliches vom Arzt? Evtl. noch besorgen.
was genau geschieht bei der Kontrolle? Wie kann er sich drauf vorbereiten und nötigst Konflikte und Missverständnisse vermeiden
Beistand etc., da steht hier im Thread schon genügend. :icon_wink:
Was dieser Hausbesuch bringen soll, erschließt sich mir aber auch nicht. Vielleicht mal schriftlich beim JC anfragen, welche leistungsrelevanten Sachverhalte genau geklärt werden sollen.
 
E

ExitUser

Gast
Wie streitbereit ist er?

Mit 75 % Behinderung kann man an Ihn auf keinen Fall die gleiche Messlatte anlegen wie bei eine gesunden Menschen.

Und selbst Gesunde frustrieren ihre Berater oft genug, indem sie nicht bereit sind, einen aussichtsreichen Rechtsstreit gegen eine Behörde durchzuziehen und die dafür nötige Vollmacht zu erteilen.

Im Zweifel wird man Probleme mit dem Amt erst gerichtlich lösen können, wenn die KDU gekürzt wird. In dem Fall könnte es ausnahmsweise unter der Bedingung "Beistand" sinnvoll sein wenn er die Leute reinlässt. ...

Ich ahne das ich dafür hier gesteinigt werde - aber ich denke taktisch schon an ein eventuelles gerichtliches Nachspiel, wenn das Amt mit dem Argument kommt, man hätte die Tatsachen nicht feststellen können.

Man könnte vom Gericht auch die Rechtswidrigkeit der Maßnahme feststellen lassen, in der Wohnung rumzuschnüffeln, wenn dem JC die wesentlichen Tatsachen vorher bereits bekannt waren. Es kann aber auch sein, daß der Richter daheim keine Ofenheizung hat (ziemlich wahrscheinlich) und ihm deshalb die Lebenserfahrung einer fußkalten Wohnung fehlt.

Ein Außendienstler, der dafür ausgebildet ist, das Vorhandensein eines Doppelbettes festzustellen, ist mit der Aufgabenstellung offensichtlich überfordert. Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß so ein Mensch etwas Zweckdienliches feststellt und wenn, daß das dann auch den Weg in die Akte findet. Ob das Ergebnis der Hausdurchsuchung dann nicht mehr Ärger bereitet, als die fehlende Mitwirkung, ist die Frage.

Wenn man also den Besuch grundsätzlich nicht in Frage stellt, dann wäre beim Amt nachzufragen, welchen Sachverständige es beauftragt hat, bei welcher Körperschaft man sich über seine Qualifikationen im Bauwesen erkundigen kann (die Sachverständigen werden bekanntlich von den Kammern öffentlich bestellt) und was er genau feststellen soll. Möglicherweise bedarf es hierfür langfristiger Messungen mittels spezieller Meßinstrumente.
 

Maneki Neko

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also ich sehe ihn erst Ende der Woche, ich hab ihn gesagt daß er mir mal alle genauen Daten durchgeben soll

ich habe ihm vorgeschlagen, mich als Beistand bereitzustellen

er ist nicht besonders konfliktbereit weil er es mit den Herz hat

er hat eine Betreuerin die ihn aber öfters mal im Stich lässt wo er dann finanziell auf den Schlauch steht wie jetzt gerade
 

Alter Sack

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generell ist er sehr temperaturempfindlich besonders auf Kälte, er hat eine Teilerwerbsminderungsrente



Wer krankheitsbedingt viel zuhause ist, muss auch mehr heizen. ALG II-Empfänger haben ein Recht darauf, dass die höheren Heizkosten von der ARGE übernommen werden müssen. Die Richter haben ebenfalls anerkannt, dass sich Langzeitarbeitslose deutlich länger in ihrer Wohnung aufhalten als erwerbstätige Personen. Somit müssen sie auch mehr heizen.
(SG Duisburg S 10 AS 136/07 ER)
 

Atze Knorke

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An die Forumsrunde, hallo Maneki Neko,

der Betroffene hat eine Teilerwerbsminderungsrente - also 6 Stunden erwerbsfähig bei ZWEI Herzinfarkten und einer Titanplatte im Kopf mit einer 75 GdB ohne Merkzeichen? - ist das eine Arbeitsmarktrente?

Das JC zahlt die tatsächlichen KdU - wie lange schon und auch die järhlichen Betriebs- und Heizkostennachzahlungen?

Ich gehe mal davon aus, das JC betont ausdrücklich, dass der Hausbesuch zur Prüfung der Voraussetzungen des aktuellen Heizbedarfs und des erhöhten Verbrauchs erforderlich ist.:icon_evil:
Die Antwort liegt so nahe, dass ist schon durch den GdB und der Teilerwerbsminderungsrente begutachtet und dargelegt!

Das JC hat dem vollumfänglich Rechnung zu tragen, denn bei kranken und behinderten Menschen ist ein erhöhter und zusätzlicher Wärmebedarf zu berücksichtigen.

Dazu folgendes noch:

Quelle: Urteil des Landessozialgericht NRW, Aktenzeichen:
L 7 B 284/07 AS ER

Datum der Entscheidung: 19.12.07 Paragraph: § 60 SGB I, Art. 13 GG
Entscheidungsart: Beschluss
Überschrift: Besichtigung der Wohnung muss nicht geduldet werden
Instanz 1: Sozialgericht Detmold
Instanz 2: Landessozialgericht NRW
Instanz 3:
Redaktioneller Leitsatz:
1. Hilfeempfänger muß die Besichtigung seiner Wohnung nicht dulden, denn das Gewähren des Wohnungszutritts bzw. das Dulden eines Hausbesuchs wird von § 60 Abs. 1 SGB I nicht erfasst.
2. Eingriffe in Grundrechte bedürfen stets einer gesetzlichen Grundlage. Für die Unverletzlichkeit der Wohnung stellt dies Artikel 13 Abs. 7 GG klar. Es existiert, wie erwähnt, keine gesetzliche Grundlage, nach der es einem Arbeitsuchenden obliegt, Zutritt zu seiner Wohnung zu gewähren. Spezielle Mitwirkungsobliegenheiten hat die Gesetzgebung vor dem Hintergrund des Rechts auf körperliche Unversehrtheit (Art. 1 Abs. 2 Satz 1 GG) insbesondere für körperliche Untersuchungen vorgesehen (§ 62, § 65 Abs. 2 SGB I), nicht jedoch eine Regelung geschaffen, die einen Eingriff in Artikel 13 GG rechtfertigt.

Wie so oft liegt der wahre Grund woanders.

Der Betroffene hat eine BETREUERIN, die sich NICHT adäquat kümmert?
Wie sieht dazu die Vollmachtserklärung aus? Sind umfangreiche Kenntnisse im rechtlichen sowie medizinischen Bereich ausreichend vorhanden?
Das Amtsgericht ist sowohlalsauch SOFORT zu informieren! Grundsätzlich ist auch eine "Vorsorgevollmacht" zu bedenken. Ist der Betroffene nicht mehr voll geschäftsfähig?

Der FALL scheint komplexer zu sein - so geht das überhaupt nicht!

Hier ist vieles im ARGEN! :icon_kotz: :icon_neutral:

Wann ist der Kontroll- und Hausbesuch terminiert? Dem Hausbesuch unverzüglich schriftlich aus gesundheitlichen Gründen (exorbitante Belastungssituation) widersprechen und um die Sachlage (besondere Umstände) zu ordnen sowie konkret abzuklären, sich einen Zeitpuffer verschaffen!

(wie schon von u. a. @hope genannt, die Rechtsgrundlage vom JC zu benennen.)

Auch ist der Vermieter in der Pflicht (Wohnstandard, Erdgeschoss- oder Dachwohnung, feuchte Wände (Baumängel?), kalter Hausflur, ungedämmte Wohnung, zu teure Heizungsarten?)! Mietvertragsverhältnis steht auf guten Fundament? Wie sieht die Kommunikation hier aus?

Ansonsten empfehle ich umgehend, einen kompetenten RA einzuschalten.
 

hope40

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also ich sehe ihn erst Ende der Woche, ich hab ihn gesagt daß er mir mal alle genauen Daten durchgeben soll

ich habe ihm vorgeschlagen, mich als Beistand bereitzustellen

er ist nicht besonders konfliktbereit weil er es mit den Herz hat

er hat eine Betreuerin die ihn aber öfters mal im Stich lässt wo er dann finanziell auf den Schlauch steht wie jetzt gerade

eben....deswegen ist es immer gut , wenn man nen BEISTAND organisieren kann , der ein auge auf das tun des hausbesuchlers hat , sollte der hausbesuch geduldet werden .

so e beistand is e gewisser schutz ..und in MEINER wohnung kann sich aufhalten wer will , solange ich das will und kann sagen was er will, solange ich das will, denn ICH bin HERR im HAUS und der "hausbesuchler "ist ein (unerwünschter )gast !

und da ich mir meine gäste im allgemeinen einlade ...und e hausbesuchler ist eben NICHT eingeladen , muss ich auch keine "gastgeberqualitäten "zeigen !

und...ich kann in meiner wohnung tun /lassen was ich will , das geht ein amt nen sch....d..an , ergo ...

es gibt in diesem forum x-threads zum thema "hausbesuch ", ich denke, da findet sich auch was, was dieser , konkreten situation , in der sich dein bekannter befindet , ähnelt und somit als "handlungsleitfaden "verwendung finden könnte, zur abwehr dieser UNNÖTIGEN belästigung kranker zu hause , zum zwecke der feststellung von tatsachen , die sich durch ne besichtigung nich feststellen lassen und die eh schon bekannt sind durch das , was man zwingend beim amt vorlegen soll /muss ..den mietvertrag .

@atze knorke hat zwar den richtigen weg beschrieben , allerdings denke ich , man muss das im vorfeld nicht ganz so "hoch anbinden "..denn noch steht nirgend geschrieben , das man , nur weil ggf. die miete komplett vom amt übernommen wurde , NICHT mehr der vertragspartner des vermieters ist und somit eben kein hausrecht in seiner wohnung hat !

und dieses hausrecht würde ich auch in anspruch nehmen ...über meine schwelle kommt nur, wen ich einlade /reinbitte ...genug "gesetzesfutter "zur abwehr haste ...die wohnung ist nun mal unverletzlich und man kann /könnte das gut begründen , warum man schnüffler nicht rein lässt !

auch kranke haben das recht auf unverletzlichkeit der wohnung und eben das recht , selbstbewusstsein zu haben und "NEIN "zu sagen , wenn das "NEIN "(dem amt gegenüber )begründet ist /werden kann ...einen rechtsanwalt würde ich mir "aufheben ", sollte die weigerung , einen hausbesuch zu zu lassen , konsequenzen mit sich bringen oder, wenn man den hausbesuch zu lässt , im nachhinein noch konsequenzen hat !

allerdings, ne VORSORGEvollmacht kann nie schaden , unabhängig vom hausbesuch des amtes, sollte man sich damit befassen /beschäftigen !

sollte der betreuer immer mit abwesenheit /unerreichbarkeit "glänzen "..nun ist ja schon ein betreuer eingesetzt , wäre ggf. ein weg , einen betreuerwechsel anzustreben ...naja, da kann ein anwalt sehr hilfreich sein , wenn man sich das selbst nicht zutraut !

bin mal gespannt, wies ausgeht ...
 

Maneki Neko

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so, Update:

habe vorhin erst erfahren daß bei ihm Kontrolle heute war er hat ja kein Guthaben auf den Handy und von daher habe ich nix von ihm gehört.

Betreuerin war wieder nicht da

die haben ihn wegen Mehrbedarf an Wasser und Heizung kontrolliert ob da auch ne 2. Person mit ihm Haushalt ist was nicht der Fall bei ihm ist

duckmäuserisch hat er klein beigegeben und die haben sich notiert daß er es mit den Herz hat und daß er deswegen viel Heizen muss

sie haben auch zur Kenntnis genommen daß er nicht umziehen kann wegen Gesundheit aber ich denke mal wenn die wollen daß er umzieht, dann tut er es auch seinen Herzen zuliebe damit er Ruhe vor denen hat duckmäuserisch

Energieversorger habe ich ihn geraten zu wechseln mal sehen ob er sich auch beraten lässt

ich finde es schlimm, daß man sich sowas bieten lassen muss

Heizen ist Grundrecht und jeder ist anders. Ich hab so ne Wut daß sie ihn drangsalieren schon aus dem Grund weil ihm seine Betreuerin dauernd im Stich läßt

er hat auch wie ich Angst vor Obdachlosigkeit
 

Maneki Neko

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Es wäre zu klären, welche Aufgaben sie hat. Vermögenssorge? Dann muss sie bei solchen Terminen dabei sein!
Der Bekannte hat bestimmt in seinen Unterlagen etwas vom Amtsgericht, wo ihre Aufgaben festgelegt sind.

ich geh mal davon aus daß er die hat aber er lässt sich zuviel gefallen vom Amt und Betreuerin er will keinen Streß weil das sein Herz stark belastet
 

Maneki Neko

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zur Zeit nix neues aber ich will ihn helfen aber er lässt sich von uns nicht helfen, jetzt wäscht er auch nicht mehr auf aus Angst vor Obdachlosigkeit und ist mehr draußen als drinnen wegen den Heizkosten er traut sich kaum noch zu heizen

ich muss auch heizen wegen meinen Blutdruck (starke Medikamente) und wie wehre ich mich dann gegen so eine Kontrolle? Immerhin gab es zig Widersprüche wegen Heizkosten und sogar zu einer (gewonnenen) Gerichtsverhandlung.

ich glaube auch wenn es momentan "ruhig" im Briefkasten ist ich rechne jeden Tag wieder mit so einen tollen Brief vom Amt ja ich habe regelrechte Angst vorm Briefkasten daß sowas auch bei mir kommt ich mag keine Fremden in meiner Wohnung schon gar keine von dem Amt
 

hippo

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Hallo,

Immerhin gab es zig Widersprüche wegen Heizkosten und sogar zu einer (gewonnenen) Gerichtsverhandlung.

Wäre es Dir möglich das Protokoll,
oder dem Gerichtbescheid einzuscannen?

Hab auch mit ungemessener KdU zu kämpfen,

könnte für alle hier lehrreich sein,
wie es bei anderen LE`s im
gewonnenem Verfahren gelaufen ist!
:icon_daumen:

LG
 

hartaber4

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Kontrolle durch das JC (oder anderen LT) ?

Bei mir: Klares NEIN ! Und damit Ende der Diskussion im Verwaltungsverfahren...

Mithin hätte ja das JC mittels ordnungsgemäßer Kostensenkungsaufforderung hier die Option zu handeln.... hat es das gemacht ? Nein? Das macht sich aber gut vor Gericht....flöööt

Ggf. "Kontrolle" im Gerichtsverfahren durch gerichtlich bestellten Sachverständigen im Beweisverfahren.


Ferner:

Ich hatte jahrelang direkten Blick auf das hiesige JC (ist dann in neuen "Prachtbau" umgezogen...hihihi)-

Sommer wie Winter fiel mir ein während der Dienstzeiten ein permanent offenes Fenster auf (da dort hauptsächlich geraucht wurde... und das oft...die Pausenzeiten müssen generös sein beim JC).

Hier möchte ich mal die Abrechnung kontrollieren, warum in einer "Dachkammer" (Heizung muss dort vorhanden gewesen sein, weil dort auch SB-Büros waren) der Ablese-Eumel so horrende Werte aufweist.... durch moderne Thermostate dürfte ja auch ausgeschlossen sein, dass das Ganze auf real "Null"-Heizwert gedreht war...Stichwort: Frostwächter/*)

Wenn das hier der Steuerzahler wuppen darf, warum denn nicht auch bei einem Elo?

In dem o.a. geschilderten Fall kommen ja auch noch gesundheitliche Aspekte dazu... hier ggf. schön alles ärztlich bestätigen lassen und ins "Äktli" packen.....macht sich immer gut im Sinne der Glaubhaftmachung für das Gerichtsverfahren.
 

Maneki Neko

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Hallo,



Wäre es Dir möglich das Protokoll,
oder dem Gerichtbescheid einzuscannen?

Hab auch mit ungemessener KdU zu kämpfen,

könnte für alle hier lehrreich sein,
wie es bei anderen LE`s im
gewonnenem Verfahren gelaufen ist!
:icon_daumen:

LG

werd ich machen, hippo, das kommt dann aber in den Threadbereich Urteile und Protokolle aber ich anonymisiere es da es manche SBs gibt, die hier gern mal "spitzeln"
 

gizmo

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zur Zeit nix neues aber ich will ihn helfen aber er lässt sich von uns nicht helfen, jetzt wäscht er auch nicht mehr auf aus Angst vor Obdachlosigkeit und ist mehr draußen als drinnen wegen den Heizkosten er traut sich kaum noch zu heizen

ich muss auch heizen wegen meinen Blutdruck (starke Medikamente) und wie wehre ich mich dann gegen so eine Kontrolle? Immerhin gab es zig Widersprüche wegen Heizkosten und sogar zu einer (gewonnenen) Gerichtsverhandlung.

ich glaube auch wenn es momentan "ruhig" im Briefkasten ist ich rechne jeden Tag wieder mit so einen tollen Brief vom Amt ja ich habe regelrechte Angst vorm Briefkasten daß sowas auch bei mir kommt ich mag keine Fremden in meiner Wohnung schon gar keine von dem Amt

Mal ein wenig Info:

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/wohnnebenkosten-heizung-118148/index2.html#post1549084

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/122637-leidiges-thema-heizkosten.html#post1585684

https://www.elo-forum.org/kosten-un...ng-jc-heizkosten-uebernehmen.html#post1570012

Mehr dann wenn Fragen auftauchen
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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