Kontopfändung Was jetzt?

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StefanS

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Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage:
Habe am 01.02.08 einen Pfändungs- u. Überweisungsbeschluss für mein Girokonto über 2.362,99 Euro erhalten. Eine Versicherungsgesellschaft will Beiträge von mir haben. Warum ist die Summe so hoch, fragt Ihr Euch sicherlich? Ich habe vor einem Jahr schonmal eine Kontopfändung gehabt, allerdings nur ca. 360,- Euro. Diese habe ich mit Raten abbezahlt. Kurz nach Bezahlung der SChlussrate, kam ein Brief der Versicherung, indem Sie sich für die Bezahlung der offenen Beiträge bedanken. Die Versicherung ruhte und nun wollen Sie doch die Beiträge, die angefallen sind, während die Unfallversicherung ruhte einziehen.(=ca. 1.800 Euro) Ich habe sofort dort angerufen und schriftlich Stellung genommen. Bei meinen Anrufen wurde mir versichert, dass sich gekümmert wird, meine Briefe wurden ignoriert. Insbesondere mein Hinweis, dass ich finanziell nicht in der LAge bin die Unfallversicherung weiterzubetreiben. Es kam ein Brief der Versicherung, dass ich meinen Pflichten nachkommen soll.

Ich beziehe kein ALG, verdiene aber fast weniger (ein 400-Euro-Job und ein Job als Übungsleiter in einem Sportverein 150,- Euro) 550 Euro sind mein monatl. Einkommen. Davon bezahle ich 190,- Miete und 50 Nebenkosten (wohne in einer WG) von dem Rest bestreite ich meine Lebenshaltungskosten.

Ich kann jetzt für Februar meine Miete usw. nicht bezahlen. Ich bin völig am Ende und weiß nicht mehr was ich machen soll! Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich zumindest meine Miete bezahlen kann, sprich wie ich die Pfändung weg bekomme???

Die Versicherung und die Anwälte wissen aus der Pfändungssache vor einem Jahr, dass ich im SChuldnerregister des Amtsgerichts stehe, da ich auch noch andere Verbindlichkeiten (Summe ca. 4.000 Euro) habe. Trotzdem haben die erste ein Inkassounternehmen mit zusätz. Gebühren beauftragt, dann eine Anwaltskanzlei mit Gebühren, Mahn. u. Vollstreckungsbescheid mit Gebühren und nun die Pfändung mit weiteren Gebühren. Die Hauptforderung liegt bei 1.800 Euro, inzwischen sind über 560,- Euro gebühren angefallen. Trotz meiner Eigenbemühungen für eine Einigung, wurde das Verfahren ohne Rücksicht auf Verluste fortgesetzt. Was kann ich da tun? Danke Euch schon jetzt für einen Tipp oder Ratschlag, bin echt fix und fertig.
 

Musterfrau

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"Atlantis" hat ein paar Themen weiter hierzu etwas geschrieben.

Was Deine gesamte Schuldensituation anbelangt, rate ich dringend, eine Schuldnerberatung (bei kirchl. Institutionen kostenfrei) aufzusuchen. Offenbar hast Du schon ein wenig den Überblick verloren.

Bei freiwilligen Zahlungen auf Schuldenbeträge kann ich immer wieder nur predigen, daß man als Schuldner unbedingt in der Überweisung/Einzahlung angeben sollte, daß man zunächst auf die HAUPTFORDERUNG zahlt, weil´s sonst nach Zinsen, Kosten, Hauptforderung verrechnet wird. Von den Schulden kommt man dann nicht so leicht ´runter, weil die Zinsen ja munter weiterlaufen, sich die Hauptforderung aber kaum oder gar nicht verringert. Ist übrigens der Grund, warum manche Schuldner den Eindruck haben, daß der Betrag trotz regelmäßiger Zahlung so gar nicht geringer wird.
 

StefanS

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Danke für eure Tipps, werde es morgen früh gleich probieren und ggf. berichten.

@ Musterfrau: Deinen Ratschlag befolge ich bereits, jedoch ohne Erfolg. Diese RA´s und Inkassobüros verrechnen meine Raten immer zuerst auf die Kosten, obwohl ich in der Überweisung geschrieben habe, dass die Zahlung der Rate auf die Hauptforderung erfolgt. Die Begründung o. g. "Verbrecher": Es gibt ein Gesetz, in dem steht, dass Teilzahlungen immer erst auf die Zinsen und Kosten verrechnet werden. So die Aussage o. g. Damen und Herren!
Worauf kann ich mich denn berufen?
 

Schluss jetzt!

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Hallo StefanS.

Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich mich zunächst einmal mit dem/den Gläubiger/n in Verbindung setzen und ihnen deine Lage erklären.
Bei einem Einkommen von gerade einmal 550 € monatlich, liegst du m.E. unterhalb der Pfändungsgrenze und müsstest eigentlich gar nichts bezahlen, bis sich dein Einkommen nicht ändert.
In Anlehnung dessen, sollte deinen/m Gläubiger/n klar sein, dass sie keine Zahlung/en mehr von dir zu erwarten haben, wenn sie auf deine Zahlungsvorschläge nicht eingehen.
Ich würde das auch knallhart durchziehen, sollte/n er/sie nicht einlenken und deine Zahlungsvorschäge akzeptieren.
Denn was bitte will ein Gläubiger denn mehr, als einen Schuldner mit einer so guten Zahlungsmoral, wie du sie hast?

Fazit:
Akzeptieren sie deine Ratenzahlungsvereinbahrung nicht, würde ich sämtliche Zahlungen sofort ganz einstellen!
Bei deinem Einkommen sind (Konto)-Pfändungen nämlich nicht erlaubt.
 
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