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Kontopfändung trotz Restschuldbefreiung

Seiltaenzer

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#1
Meine Bank, ich nenne diese mal "Scherzbank“ hat mich wirtschaftlich lahmgelegt.

Die Fakten:

In dem Restschuldbefreiungsverfahren wird mir gem. § 300 InsO Restschuldbefreiung erteilt. Die Laufzeit der Abtretungserklärung endet mit Ablauf der Wohlverhaltensperiode am 17.08.2017. Zugestellt wurde mir die Ausfertigung am 21.09.2017.

Bei der Scherzbank habe ich ein P-Konto.

Am 09.11. 2017 legte ich der Scherzbank die o.g. Ausfertigung des Amtsgerichts vor. Die freundliche Bankangestellte machte sich Kopien und schlug mir vor, mein P-Konto in ein normales Konto umzuwandeln. Dies tat ich dann auch. (Später sollte ich erfahren, dass noch Pfändungs- und Einziehungsverfügungen von zwei Insolvenzgläubigern gegen mich vorliegen.)

Am 17.11.2017 erhielt ich von der Scherzbank eine Mitteilung, dass am 15.11.2017 eine Lastschrift meines Stromanbieters mangels Deckung nicht eingelöst wurde. Dies konnte ich mir nicht erklären, weil mein Konto über ausreichend Deckung verfügte.

Als ich am 20.11.2017 erneut bei der Bank vorsprach, wurde mir mitgeteilt, dass die Sache an den entsprechenden Sachbearbeiter weitergeleitet. Eine baldige Erledigung, sowie ein Rückruf bei mir, wurden mir zugesichert.

Am 23.11.2017 wurde mein Guthaben vom Konto der Scherzbank auf ein Zwischenkonto übertragen.

Gestern, 24.11.2017 erschien ich erneut bei der Scherzbank. Es wurde mir mitgeteilt, dass noch Pfändungen (siehe oben) gegen mich vorliegen und die Scherzbank da nichts machen könne. Das Geld wäre erst mal Pfutsch. Die Scherzbank müsse nun die Gläubiger anschreiben und auf deren Antwort warten.

Man riet mir, mein Konto wieder in ein P-Konto umzuwandeln, damit ich über künftige Geldeingänge wieder frei verfügen kann. Dies tat ich dann auch.

Meine Frage an Euch. Was kann ich tun, damit ich wieder über mein (eingefrorenes Guthaben verfügen kann?

Der Name Scherzbank ist von mir erfunden. Sollte sich dieser rein zufällig auf den Namen einer real existierenden Bank reimen, ist das voll beabsichtigt!
 

axellino

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#2
Hallo,

nach Ablauf des Insolvenzverfahrens und erteilter Restschuldbefreiung ist das Konto aufgrund der ggfls. weiterhin draufliegenden Pfändungen nach wie vor eingeschränkt.
Die Forderungen der Gläubiger sind zwar nicht mehr durchsetzbar, dies berührt aber die Wirksamkeit der Pfändungen nicht, obwohl sich diese eigentlich nur auf Beträge beziehen könnten, die vor Eröffnung des Verfahrens auf dem Konto waren.

Es ist eigentlich auch immer empfehlenswert bei einen verbrannten Konto auf den Pfändungen liegen, sich nach erteilter RSB oder auch schon einige Zeit vorher ein neues zu suchen, denn die darauf liegenden Pfändungen, auch wenn die Forderungen von der RSB erfasst worden sind, verschwinden nicht einfach so und gammeln solange auf den verbrannten Konto rum, bis der Pfändungsgläubiger selbst oder das Gericht gegenüber der Bank diese als aufgehoben erklärt.

Hier ist jetzt sofort der Pfändungsgläubiger zu kontaktieren, was die Bank wohl auch gemacht hat und dieses könntest Du natürlich auch zusätzlich tuen, indem Du diesen eine Kopie der RSB schickst und ihn aufforderst, das er gegenüber der Bank erklären möge, wonach er keine Rechte mehr aus der Pfändung herleitet.

Sollten sich Bank und/oder Pfändungsgläubiger nicht kooperativ verhalten, sollte man mit dem zuständigen Vollstreckungsgericht Rücksprache halten, ob man gegen die Pfändung mit Erinnerung gegen die Art und Weise der Zwangsvollstreckung § 766 ZPO oder über eine Klage vorgehen kann. Gerichte handhaben dies durchaus unterschiedlich. Das Gericht wird die Pfändungen dann aufheben, soweit sie sich auf Guthaben beziehen, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahren entstanden sind.
 
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