Kontoauszüge als Kopie einreichen? - Welche Dinge darf man schwärzen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Mirila

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Hallo,

ich habe einen Brief erhalten, wo ich gebeten werde alle Kontoauszüge der letzten 3 Monate als Kopie einzureichen.
Ist es zulässig das so zu machen, eigentlich reicht doch eine Einsichtnahme.

Dann habe ich noch eine Frage zu Zahlungseingängen. Ich hatte ein paar Dinge die ich besessen habe, verkauft.
Kann es da Probleme geben?
Es waren meisten geringe Eingänge einmal um die 40€. Die Dinge waren aber schon länger in meinem Besitz.

Welche Dinge darf man schwärzen? Darf man die Namen in den Zahlungseingängen unkenntlich machen?

Mir wäre es am liebsten, wenn ich die Auszüge nur vorlege. Nun habe ich aber eine Frist genannt bekommen bis zu der ich die Kopien einreichen muss(unter 2 Wochen).

Eine weitere Frage habe ich noch. Hier im Jobcenter ist es schwierig überhaupt jemanden außer die am Empfang zu sprechen.
Ist es okay, wenn man mehrere Wochen auf einen Termin warten muss oder kann ich darauf bestehen, dass ich mit den Sachbearbeiter sprechen möchte?
 

Seepferdchen 2010

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Dann habe ich noch eine Frage zu Zahlungseingängen. Ich hatte ein paar Dinge die ich besessen habe, verkauft.
Kann es da Probleme geben?
Es waren meisten geringe Eingänge einmal um die 40€. Die Dinge waren aber schon länger in meinem Besitz.
Wenn es Sachen waren die zu deinem Haushaltsstand gehören, dann ist das eine
Vermögensumwandlung, lies hier im Post 3 nach nach:

https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/96541-vermoegensumwandlung.html

und zum Thema Kontoauszüge kannst du hier nachlesen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/110154-monate-kontoauszuege-vorlegen.html

oder hier Post 4 von @Willy V

https://www.elo-forum.org/antraege/46552-kontoauszuege-erstantrag-kopieren-nur-vorlegen.html

Ist es okay, wenn man mehrere Wochen auf einen Termin warten muss oder kann ich darauf bestehen, dass ich mit den Sachbearbeiter sprechen möchte?
Mach das bitte schriftlich und reiche das gegen Empfangsbestätigung auf der Kopie
vom Schreiben beim JC ein und bitte um schriftliche Bestätigung für einen Termin.

https://www.elo-forum.org/antraege/40698-position-bmas-thema-empfangsbestaetigung.html

und in diesem Beitrag zum Thema Kontoauszug schwärzen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/121734-darf-alles-ausser-lohnzufluss-kontoauszug-schwaerzen-kontostand.html
 

Mirila

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Danke für deine Antwort. Das hilft mir schonmal weiter. Ich werde sie dann doch als Kopie einreichen und den Eingang bestätigen lassen. Ich kann ja auch später ein schreiben aufsetzten zur Löschung der erhobenen nicht erforderlichen Daten stellen.

Hier wurde manchen das Bestätigen des Eingangs mittels Stempel verwehrt.
Reicht ein Stempel des Jobcenter aus oder muss dort zusätzlich eine Unterschrift gemacht werden?
 

Seepferdchen 2010

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Reicht ein Stempel des Jobcenter aus oder muss dort zusätzlich eine Unterschrift gemacht werden?
Stempel und Datum sind auch aufreichend, wei der Stempel beinhaltet folgenden
Abdruck: jobcenter/ Empfang, Datum: muß extra eingetragen werden,also aktuell und darunter Org./Z
Unterschrift.

Zusätzlich gebe ich dir das mal mit auf den Weg:

"Der Verwaltungsträger ist verpflichtet,die Vorsprache auf Verlangen schriftlich zu bestätigen. Aufgrund der in Abs. 2 S 1 zum Ausdruck kommenden Bedeutung des Antrags auf der einen und der den Hilfebedürftigen treffenden objektiven Beweislast auf der anderen Seite ergibt sich ein solcher Anspruch auch ohne ausdrückliche Normierung bereits aus dem allgemeinen verwaltungsverfahrensrechtlichen Grundsätzen."


Frank in Hohm § 37 Rn 30
GK-SGB II 3 Mai 2008 Seite 15
SGB II Gemeinschaftskommentar zum SGB II - Grundsicherung für Arbeitsuchende

Herausgegeben von Dr. Karl-Heinz Hohm
Luchterhand
Quelle:Tacheles Forum: Frank in Hohm § 37 Rn 30

Die meisten JC halten sich daran, wie zum Beispiel Berlin.
 

Mirila

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Nun ist die Antwort auf die eingereichten Auszüge da. Und zwar möchten sie gerne die SB-Zahlungseingänge erklärt haben.
Es handelt sich um Einzahlungen um Rechnungen von Käufen oder um Miete zu bezahlen. Geld wird ja wie es geht abgeholt und nicht auf dem Konto belassen und dann eingezahlt, wenn eine Rechnung kommt.

Was soll man denn dazu schreiben?
 

Seepferdchen 2010

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Es handelt sich um Einzahlungen um Rechnungen von Käufen

Hmm @Mirila wenn du Geld einzahlst um eine Rechnung zu bezahlen, dann muß
doch demzufolge eine Gegenbuchung zum eingezahlten Betrag vorhanden sein.

Ergo der Betrag X wird dann am Tag X von dir überwiesen, richtig?

um Miete zu bezahlen.
Wie jetzt, die Miete muß immer am 3 Werktage gebucht/gezahlt werden, was ich nicht verstehe, du holst dein Geld vom Konto, sprich auch die Miete, um sie dann wieder einzuzahlen, mal abgesehen vom Mehraufwand samt Kosten, kann ich das nicht nachvollziehen.

Was soll man denn dazu schreiben?
Zum ersten Problem ,eine Rechnung zahlen, muß wie erwähnt dann die Abbuchung/Überweisung vorhanden sein, als hättest du hier eine nachvollziehbare
Erklärung.

Zum Punkt Miete kann ich dir nicht ganz folgen, warum du das so umständlich machst,
auch hier muß ja dann die Mietabbuchung des jeweiligesn Monat vorhanden sein.

Das muß doch auf den Kontauszügen nachvollziehbar sein, von daher
verstege ich die Aufforderung vom SB nicht.
Jede Abhebung,Überweisung bzw. Einzahlung.

Nun ist die Antwort auf die eingereichten Auszüge da.
Kannst du bitte mal den Text abtippen, was genau steht in dem Schreiben?
 

Mirila

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Miete war eigentlich überflüssig zu erwähnen, das stimmt. Ich zahle eine Mietpauschale, die ich selber überweise, dieses Geld wird aber auch nicht abgeholt, sondern wird direkt überwiesen.

Die anderen Zahlungseingänge wurden nicht beanstandet. Vielleicht kommt das daher, da ich die Empfänger und Verwendungszweck entfernt habe.
Die Antwort habe ich von einem anderen SB erhalten. Kann sein, dass dort was schief läuft, sind ja schon einige Schreiben angeblich nie angekommen, obwohl ein Zeuge dabei war.

Im Prinzip steht im Schreiben nur das folgende, alles andere sind Androhungen von Geldleistungsentzug usw.

Erklären Sie bitte schriftlich die mtl. SB-Zahlungseingänge.
Ich weiß ja nicht, ich hebe Geld ab und wenn ich was kaufe für's Rad oder so, zahle ich das Geld ein und überweise den Betrag, das ist auch ersichtlich. Einmal wurde was zurückgeschickt zu Amazon und das Geld kam dann zurück, dort steht dann halt nicht Retoure oder Rücküberweisung, sondern eine lange Nummer.
Sonstige SB-Zahlungseingänge sind Münzen, wo dummerweise die Gebühr höher war, als der eingezahlte Wert, weil die einfach was geändert haben ohne es mitzuteilen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die die Auszüge allenfalls überflogen haben.
 

SanIker

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Bisschen kompliziert wie du das machst.
Du hebst also alles ab bis auf Miete und wenn eine Rechnung kommt zahlst du wieder Geld ein ums zu überweisen?
Warum lässt du das Geld nicht auf dem Konto und holst bei Bedarf was ab.
 

Seepferdchen 2010

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wenn ich was kaufe für's Rad oder so, zahle ich das Geld ein und überweise den Betrag, das ist auch ersichtlich.
Also zahlst du gegen Rechnung, somit muß doch der Betrag X eingezahlt, als Überweisung
mit Buchungstext bezogen auf die Rechnungsnummer erscheinen, hast du das geschwärzt wie du schreibst.

Einmal wurde was zurückgeschickt zu Amazon und das Geld kam dann zurück, dort steht dann halt nicht Retoure oder Rücküberweisung, sondern eine lange Nummer.
Hier hast du eine Gutschrift bekommen für zurückgesendete Ware, das wäre dann
eine Vermögensumwandlung.

Sonstige SB-Zahlungseingänge sind Münzen, wo dummerweise die Gebühr höher war, als der eingezahlte Wert,
Hmm du hast Hartgeld eingezahlt und dafür eine Gebühr zahlen müßen, richtig.

weil die einfach was geändert haben ohne es mitzuteilen.
Wer hat was verändert, auf was bezieht sich das, auf deine Einzahlung Hartgeld?
 
R

RedHotChili

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@Mirila: ich würde das möglichst ausführlich und am besten für "ganz Dumme" so erklären, wie Du es hier auch erklärt hast.

Meiner Erfahrung nach sind die beim Jobcenter mit allem überfordert, was nicht "Schema F" entspricht. Und ungewöhnlich ist es schon, das Konto komplett leer zu räumen und dann später, wenn man online was einkauft, wieder Geld einzuzahlen, um die Überweisung tätigen zu können.

Aber wenn Du nicht mehr einzahlst, als Du abgehoben hast, dürfte das keine Probleme geben. Ist doch Dein gutes Recht, so zu verfahren. (Auch wenn ich persönlich das ein wenig umständlich finde.)

Ich hatte auch mal eine Nachfrage wegen einer Einzahlung am Terminal. Da hab ich wahrheitsgemäß geantwortet, dass das Geld aus meiner Spardose (war angegeben als Vermögen) kam und eingezahlt wurde, um die Stromrechnung zahlen zu können. Damit war das dann erledigt.
 

Mirila

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Ich habe Münzen eingezahlt im Münzautomaten und dafür wurden dann 3,50€ Gebühren erhoben. Die Dame an der Kasse sagte mir es sei zu lesen gewesen, war es aber bis vor kurzem nicht, war auch immer gebührenfrei gewesen, bis Oktober. Sie meinte das sei eine Gebühr, weil viel Münzgeld eingezahlt wird...meine Güte, dafür ist der Automat doch da. Ist aber nebensächlich.

Ich hebe das Geld immer ab, warum soll ich Geld drauf lassen, wenn ich es so brauche.
Für Rechnungen die ich vorher nicht weiß zahle ich dann am Geldautomaten das Geld ein und überweise dann den Betrag. Wenn ich 20€ einzahle, was ich am Automaten so nur machen kann und 16,95€ überweise bleibt halt der Rest auf dem Konto. Keine Ahnung ob das für die verständlich ist oder nicht. Ich führe halt kein Onlinegeldkonto, sondern brauche das Geld so. Wenn was extra anfällt wird's eingezahlt, dachte das sei nichts außergewöhnliches, aber anscheinend ist es das doch.

Ich schreibe einfach wie RedHotChili sagt einen Brief und kläre das dort auf.
 

hellucifer

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Bisschen kompliziert wie du das machst.
Du hebst also alles ab bis auf Miete und wenn eine Rechnung kommt zahlst du wieder Geld ein ums zu überweisen?
Warum lässt du das Geld nicht auf dem Konto und holst bei Bedarf was ab.
Dafür muss man sich nicht rechtfertigen.

Es reicht und tut nicht weh, wenn man dem Jobcenter mitteilt, dass man das Geld selbst auf das eigene Konto eingezahlt hat, damit Überweisungen vorgenommen werden können. Aber selbst diese Frage muss man nicht beantworten.
 
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