Konto im Minus

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Gabi

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Hallo,

ich habe ja von Hartz IV eher keine Ahnung und frage deswegen heute einmal konkret dazu. Meine Bekannte hat seit ca. zwei Jahren ihr Konto um 7.000,-€ im Minus. Jetzt überprüft die Arge ihre finanzielle Situation, u.a. ihre Sparverträge. Die festgelegten Sparverträge ergeben ein "Vermögen", welches knapp 50,-€ unter dem Betrag liegt, den sie haben darf. Nun hat sie Angst, en Detail zu den 7000,-€ Minus Auskunft geben zu müssen, nach dem Motto "wenn sie das verliehen haben, fordern sie das zurück und somit liegen sie über den für sie gültigen Satz und Alg2 wird eingestellt".

Frage nun konkret:
Muss sie angeben, warum sie 7000,-€ Schulden hat?? Darf danach lt. Datenschutz gefragt werden??
 

wolliohne

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Selbstverständlich ist das anzugeben!

Schliesslich muss sie ihre Sparverträge auflösen um die Schulden zu begleichen,oder wie lange soll das noch gutgehen ?

Vorher gibt es von der ARGE keinen Cent !

Tut mir Leid,aber es gibt keine andere Lösung!


Alles Gute
 

kleinerDummer

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Hallo wolliohne,

wo liest du Sparverträge auflösen?

Gabi schreibt doch:

Die festgelegten Sparverträge ergeben ein "Vermögen", welches knapp 50,-€ unter dem Betrag liegt, den sie haben darf

ciao
 

Gabi

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kleinerDummer meinte:
Hallo wolliohne,

wo liest du Sparverträge auflösen?

Gabi schreibt doch:

Die festgelegten Sparverträge ergeben ein "Vermögen", welches knapp 50,-€ unter dem Betrag liegt, den sie haben darf

ciao
Jo, genauso isses.

Soweit ich herausgehört habe, hat sie das Geld vor zwei Jahren ausgegeben. Dieses Konto im Minus über zwei Jahre wäre so auch nachweisbar. Unterm Strich - Plus/Minus - wäre also alles in Ordnung. Nun hat sie aber Panik, dass man nach dem Grund für das Minus fragt und ihr dann Sorglosigkeit, Fahrlässigkeit oder was auch immer vorwirft. Da die ganze Frau einfach nur noch aus Panik besteht wenn die Arge sich meldet, habe ich sie gefragt, wo denn steht, dass sie solche Auskünfte geben muss .... und das wollte ich jetzt genau wissen ;) .

Ist das schonmal irgendwo niedergeschrieben?? Datenschutzmäßig oder so?? .... ich meine die Frage, ob eine Frage nach dem Grund von Schulden beantwortet werden muss.
Ich habe ihr angeboten, mit zur Arge zu gehen, wenn ihr SB insistiert ... ich würde da gerne notfalls mit etwas Schriftlichem winken können :mrgreen: .
 

Silvia V

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Hallo Gabi,


das hat die Arge nicht zu interessieren.Von dort könnte höchstens die
Empfehlung kommen,eine Schuldnerberatung aufzusuchen.
Aber das wird ja wohl nicht nötig sein,da ja noch Geld auf anderen Konten
vorhanden ist,welches nur umgebucht werden muß.

Ich würde mir deshalb nicht so viele Gedanken machen.Das Amt hat viel mehr Interesse an Konten,die so richtig hoch im Haben sind.


Gruß

Silvia
 

Gabi

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Danke erstmal ... das wird sie beruhigen. Ich werde ihr einmal zeigen, wie man sich in einem Forum anmeldet; dann kann sie selbst einmal lesen und auch hier hinein schreiben ... vielleicht wird sie dann etwas sicherer.
 
A

Arco

Gast
Re: Konto im minus

Habe da etwas "bauchschmerzen" oder ich blicke nicht durch.

"Sie hat Vermögen, das gerade 50 Euro unter der Schongrenze liegt."

"Sie hat seit 2 Jahren ein minus von 7.000 Euro auf dem Konto."

"Die Frau steht unter Panik, wenn die Arge sich meldet."



Bitte sieht das jetzt nicht falsch, aber etwas seltsam kommt mir das vor !

Gut wir wissen nicht wie hoch das Schonvemögen ist, aber ich wundere mich schon, das die Bank seit 2 Jahren die 7.000 Euro minus bei einer Alg2-Empfängerin hinnimmt ohne auf die Nullstellung zu drängen wenn ein Vermögen in Sparverträgen dagegensteht.

Auch die Überziehungszinsen von etwa 12 % stehen nicht im Vergleich zu den Ertrag der Sparverträgen.

Da wundert es mich nicht, das die Arge da etwas Klarheit haben will.

Oder hat die Arge erst jetzt von den Sparverträgen durch Datenausgleich KENNTNIS erlangt ?

Oder wurden die 7.000 Euro vor 2 Jahren, evtl. kurz vor Antrag auf Alg2 aufgenommen um einen Sparvertrag aufzufüllen ?

Entschuldigung, aber diese Fragen könne im Raum stehen. Und da wundert es mich nicht, wenn da die Arge nachhakt.

Ob die Arge konkret nachfragen darf warum das Konto auf Minus steht, kann ich so jetzt nicht beantworten.
 

Hennes K.

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Hallo,

woher die Schulden resultieren will die ARGE nicht wissen, solange die ARGE die nicht übernehmen soll. (zB Strom oder Mietschulden)

7000€ Sparvertrag und 7000€ Dispo überzogen ergeben kfm. Schwachfug. :kinn:
Logisch wäre ein Ausgleich.

Gruß
Hennes
 

Gabi

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Ich weiß, dass das logisch wäre ... ist aber nicht mein Problem und auch nicht meine Frage ;) .

@ Arco:
Die Arge hat nicht "nachgeharkt"; die Arge könnte aber nachharken und deswegen meine Frage. Ob jetzt jemand hier 5000 Schulden hat und dort gleichzeitig 5000 Guthaben ist letztendlich egal und kein Grund, die Flöhe husten zu hören. Mir ging es grundsätzlich darum, ob die Arge nach Gründen für Schulden fragen darf, bzw. ob man da antworten muss.
 

peter_S

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omg,

Konto 7.000 € im Minus ? Habt ihr mal ausgerechnet was Ihr für den spass an Zinsen bezahlt ?

Redet mal mit eurer Bank zwecks einer Umwandlung.
 
A

Arco

Gast
Re: Konto im minus

Gabi meinte:
Ich weiß, dass das logisch wäre ... ist aber nicht mein Problem und auch nicht meine Frage ;) .

@ Arco:
Die Arge hat nicht "nachgeharkt"; die Arge könnte aber nachharken und deswegen meine Frage. Ob jetzt jemand hier 5000 Schulden hat und dort gleichzeitig 5000 Guthaben ist letztendlich egal und kein Grund, die Flöhe husten zu hören. Mir ging es grundsätzlich darum, ob die Arge nach Gründen für Schulden fragen darf, bzw. ob man da antworten muss.

Na gut, will mal meine "Bauchschmerzen" zurückstellen. :shock:

Ich habe mal in versch. Gesetzen etc. gewühlt und eigentlich keine Möglichkeit gefunden das die Arge Auskunft über den Grund von Schulden erhalten muß, zumal die ja (?) vor Alg-Antrag vorhanden waren.

Warum deine Bekannte aber jeden Monat das Geld zu haben scheint etwa 70 Euro Überziehungszinsen zu zahlen, von Alg2, ist mir immer noch ein Rätsel, aber du hast RECHT, das geht uns ja auch nichts an.

Nur deine Bemerkung " die Arge könnte ja mal nachhaken" spricht doch Bände. Sage deiner Bekannten, das durch Datenausgleich zwischen den Behörden und den Banken etc. manches rauskommt, was man evtl. lieber verschwiegen hätte und im Zweifel dann doch lieber herausgrückt hätte. Stichwort "Sozialbetrug".

Wie gesagt, nur ein Hinweis.
 

Gabi

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Re: Konto im minus

Arco meinte:
Nur deine Bemerkung " die Arge könnte ja mal nachhaken" spricht doch Bände. Sage deiner Bekannten, das durch Datenausgleich zwischen den Behörden und den Banken etc. manches rauskommt, was man evtl. lieber verschwiegen hätte und im Zweifel dann doch lieber herausgrückt hätte. Stichwort "Sozialbetrug".

Wie gesagt, nur ein Hinweis.
Den Hinweis kannst Du Dir klemmen! Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Gründe für ein überzogenes Konto nicht preisgeben zu wollen. Mein Gott, in was für einer Welt leben wir eigentlich *Kopfschüttel*.
 
A

Arco

Gast
Re: Konto im minus

Gabi meinte:
Den Hinweis kannst Du Dir klemmen! Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Gründe für ein überzogenes Konto nicht preisgeben zu wollen. Mein Gott, in was für einer Welt leben wir eigentlich *Kopfschüttel*.
Hallo Gabi, ich habe geklemmt :klatsch: :klatsch:
Wenn du noch immer nicht verstanden hast wie ich die ganze Sache gemeint habe - na dann :|
 

Eka

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Hallo Arco,

dann solltest du deine Aussagen vielleicht so schreiben, das sich niemand angegriffen fühlt. Aber wie du einige Sätze formulierst, würde ich mich auch so fühlen wie Gaby.




Eka
 
E

ExitUser

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Hallo Gaby,

wenn Deine Bekannte den Alg-2-Fragebogen ausfüllt, muß sie alle ihre Konten angeben und das Geld, das darauf ist.

Und jetzt kommt der Clou: Die Arge interessiert einen Deibel, was deine Bekannte für Schulden hat. Sie interessiert nur das Vermögen. Man kann es nicht gegeneinander aufrechnen. Es ist immer die Formel 200,- € pro Lebensjahr + 750,- € Ansparsumme.

Wie alt ist denn deine Bekannte? für 7000,- € müßte sie mindestens 32 Jahre alt sein. (7000 - 750 = 6250 : 200 = 31 und ein bißchen)
 

Gabi

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Barney meinte:
Wie alt ist denn deine Bekannte? für 7000,- € müßte sie mindestens 32 Jahre alt sein. (7000 - 750 = 6250 : 200 = 31 und ein bißchen)
Sie ist wesentlich älter .... da wir die Formel kannten, konnten wird uns das schon ausrechnen, danke ;) . Die Arge fängt jetzt an, Bescheinigungen der Banken einzufordern, darum geht es. Das können sie ja auch gerne machen; es gibt da nix zu verheimlichen. Konstruieren wir aber mal beispielsweise den Fall, dass ich mit einigem Geld vor ein paar Jahren meinem Kind aus der Patsche geholfen habe ... habe sogar gesagt "brauchst Du nicht zurückzuzahlen, komm erstmal auf die Füße", dann wäre es für mich schon interessant, ob die Arge sagen kann "Fordern sie das zurück".

... aber das haben wir ja jetzt geklärt :) .
 

medea

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konto im minus

hallo gabi !
aus eigener erfahrung weiss ich das die arge nur dann an schulden interessiert ist, wenn sie deswegen ein zinsloses darlehen zur verfügung stellen muss. miet.- strom.- z.b.. habe auch schulden oe. und so, aber das hat die arge bisher noch nie interessiert. das einzige weshalb sie bei die eventuell nachhacken würde, wäre das du 70,00€ im monat zinsen zahlst wie du dir das leisten kannst bez. deine bekannte und warum sie die schulden nicht mit einer umbuchung begleicht. sie könnten auf die idee kommen, dass sie von irgendwem finazielle unterstützt wird, wenn sie monatlich 70.- quasi zum fenster rauswirft. die frage warum sie diese schulden gemacht hat, muss sie soweit ich weiss nicht beantworten. ausserdem, hat sie keine phantasie .... einmal spielbank und nie wieder oder so

:stern: bey medea
 
A

Arco

Gast
Gabi meinte:
Die Arge fängt jetzt an, Bescheinigungen der Banken einzufordern, darum geht es. Das können sie ja auch gerne machen; es gibt da nix zu verheimlichen.
... aber das haben wir ja jetzt geklärt :) .
Dann ist es ja gut so und warum die ganze Aufregung.

Kurz zu Eka (Posting von 21:38 am 03.03.) "Hallo Arco,
dann solltest du deine Aussagen vielleicht so schreiben, das sich niemand angegriffen fühlt. Aber wie du einige Sätze formulierst, würde ich mich auch so fühlen wie Gaby. "

:) ich bin halt so direkt !!! Und mal ganz ohne Bezug auf diese Sache, es gibt Menschen die machen gerade in solchen Dingen die Augen zu und sind ganz erstaunt wenn was passiert. Dann heißt es immer > ich habe das nicht gewußt < oder man wollte es nicht wissen.
Da hilft manchmal nur die direkte Art .
Besonders wenn man keinen direkten Kontakt, Wissen und Einfluß hat.

Also entschuldigung :daumen: :daumen: OK
 
E

ExitUser

Gast
Gaby, wenn deine Bekannte die 7000,- € auf einen Schlag von ihrem Konto geräumt hat, könnte natürlich das Amt auf die Idee einer Schenkung kommen. Und wenn diese Schenkung den "Vermögens"höchstbetrag überschreitet, dann können die darauf bestehen, dass das Geld zurückgefordert wird. Soweit mir bekannt ist, können 10 Jahre zurückliegende Schenkungen zurückgefordert werden. Erst nach 10 Jahren nach Bedürftigkeitsbeginn ist gem. § 529 BGB der Herausgabeanspruch des Leistungsträgers ausgeschlossen.

Innerhalb der 10 Jahre steht dem Schenker selbst der Anspruch auf Herausgabe der Schenkung selbst zu, er geht mit der Überleitung nach § 33 Abs. 1 SGB II auf den zuständigen Träger über, der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erbracht hat bzw. erbringt. Der Leistungsträger fordert das Vermögen in Höhe der erbrachten Leistung beim Beschenkten zurück.

Sollte die Hilfebedürftigkeit im Rahmen einer Schenkung herbeigeführt worden sein, besteht ein Rückforderungs- bzw. Rückübertragungsanspruch.

Wenn der Beschenkte allerdings nicht wußte, dass der Schenker dadurch hilfsbedürftig wird, kann er eine Einrede machen. Macht er sie nicht, muß er zurückzahlen.

Wenn die Schulden aber so nach und nach entstanden sind, mal hier was Teures, mal da ne Reise, Spielbank, Lotto und wasweißich, dann interessiert das nicht.
 
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