Konten mit Geld 1,5 Jahre vor Alg-II-Antrag aufgelöst

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argeld

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Wie würde es in folgendem theoretischen Fall aussehen: Man muss Alg II bentragen und hat vor 1,5 Jahren Konten mit einem insgesamt mittleren fünfstelligen Betrag aufgelöst (ein Betrag, der also das Schonvermögen weit übersteigt). Quittungen für große Ausgaben kann man allerdings nicht vorweisen.

Bekommt man dann trotzdem Alg II?
Wäre es rechtlich okay, das Geld in diesem Zeitraum ohne größere Anschaffungen einfach verlebt zu gaben?
Oder sagen die, es gibt nix, so lange Sie uns nicht nachweisen können, dass Sie es ausgegeben haben?

Theoretisch gebe es ja auch Sachen wie Zurückzahlung eines Privatkredits oder Spielautomaten-Sucht, die nicht eindeutig nachweisbar sind.
 

ZynHH

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Das Konto war schon 1,5 Jahre aufgelöst bei Beantragung von ALG /ALG II ?
Aufgelöst heisst, das Konto ist nicht mehr existent!
Woher sollte das JC dann davon erfahren?
 

Paolo_Pinkel

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Bei Erstantrag prüft das arge Gesindel i.d.R. nur die letzten 6 Monate. Es sei denn, du verplapperst dich und erzählst denen das, was du hier geschrieben dann. Dann hast du natürlich den Jackpot gezogen. Und selbst wenn das mal rauskommt. Das Geld ist weg, verlebt. 1 Teil für Frauen und Alkohol und den Rest hast du verprasst:icon_cool:
 

argeld

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Die Konten sind in dem theoretischen Fall tatsächlich komplett aufgelöst. Aber das JC erfährt doch auch von Zinserträgen und Freistellungsaufträgen aus der Vergangenheit?

Man liest hier andauernd von Leuten, die Briefe von der Arge bekommen, weil sie vor 1 oder zwei Jahren noch Zinserträge hatten. Und wesentlich kleinere als in meinem Beispiel. Wird nicht 10 Jahre rückwärts mit dem Bundesamt für Finanzen abgeglichen, wenn irgendwas auffällig ist?

Wenn bei Erstantrag wirklich nur die letzten 6 Monate geprüft werden, wär das zwar gut, aber kann man sich darauf verlassen? Du schreibst ja auch "idR".
 
X

xyz345

Gast
argeld, wenn Konto nicht mehr existent, warum wieso weshalb wozu und wie sollten die Grauenvollen denn davon wissen / erfahren ???
Denk doch mal nach!

Ansonsten... siehe vorherige Antworten.

Grüße :biggrin:

===========

Das ist alles Schnee von gestern.
Wir alle oder fast alle hatten mal bessere Zeiten erlebt, bevor wir uns mit den Grauenvollen abgeben mussten. Das kapiert sogar das Mobcenter.

Bei dir sind die Konten aufgelöst, die Gelder schon lange verbraucht.
Was weg ist, ist weg. Aus. Ende. Finit. Erledigt. Basta!
Mach dir keinen unnötigen Kopp!

************

Zitat: "Wäre es rechtlich okay, das Geld in diesem Zeitraum ohne größere Anschaffungen einfach verlebt zu gaben?"

Mal überleg:
Ich habe große schöne luxuriösen Auslandsreisen gemacht. Arschteuer!
Ich war in Las Vegas (oder war es in Monaco?) enorm viel Geld im Casino verprasst. (War mal spielsüchtig. Bin aber nun eh zwangsweise geheilt. Ohne Moos nix los.)
Einmal wurde ich von Wegelagerern ausgeraubt.
Meine Frau ist mit meiner Kohle und dem Tennislehrer durchgebrannt.
Meine Freundin hat mir dann den Rest gegeben - äh... hat sich dann den Rest genommen.
....
 

pinguin

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und hat vor 1,5 Jahren Konten mit einem insgesamt mittleren fünfstelligen Betrag aufgelöst
Das betrifft Dich persönlich hoffentlich selbst, und Du hast auch die Konten selbst mal eröffnet?

(Immerhin soll es mal die Möglichkeit gegeben haben, daß bspw. ein Großvater Konten auf den Namen des Enkels eröffnete, ohne daß dieser was davon wusste; dementsprchend dürfte es auch die Möglichkeit gegeben haben, daß dieser gleiche Großvater diese Konten wieder aufgelöst hat).

Bekommt man dann trotzdem Alg II?
Kannst Du in die Zukunft schauen? Hast Du 1,5 Jahre vor dem ALG2-Bezug gewusst, daß Du 1,5 Jahre später mal ALG2 beziehen wirst?
 
E

ExitUser

Gast
Laut Grundsicherungs-Datenabgleichsverordnung wird nur das Quartal geprüft, in dem Leistungen bezogen werden.

Allerdings kenne ich Fälle beim BAFÖG, wo auch das Vorjahr der Antragsstellung mit abgeglichen wurde. Beim Alg II (gleiches Verfahren) wäre es damit auch nicht ausgeschlossen.


Wenn es sich aber 1,5 Jahre vor der Antragstellung nicht gerade um ein riesen Vermögen handelt, würde ich mir keine Sorgen machen.
Man muss und will ja auch leben...
Nur spenden, verschenken usw. wäre kritisch.
 

argeld

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Danke erstmal für eure Einschätzungen.

Naja, für Hartz-Verhältnisse ist ein mittlerer fünfstelliger Betrag sicher ein Vermögen, Patenbrigade.

Würde euch ja gerne sofort glauben, aber man findet überall im Netz Fälle, wo das JC bei Leuten sehr lange zurückverfolgt und Ärger gemacht hat und eben aufgrund von Zinserträgen o.ä. darauf gekommen ist.

Hier ist zum Beispiel vom Abgleich der letzten 5-10 Jahre die Rede:
https://www.sozialleistungen******/...levant-bei-der-frage-nach-vermoegen-5781.html

Hier wollte die Arge noch 4 Jahre später einen Nachweis über die Verwendung von Geld:
Wieviel Jahre darf die Arge Rückwirkend über Vermögen nachfragen? - Erwerbslosenhilfe online


Hier wird gesagt, dass die Arge bis 3 Jahre vor dem Leistungsbezug die Konten einsehen kann:
https://www.sozialleistungen******/...ruefung-rueckwirkend-belege-fehlen-12819.html

*Verwirrt* Wieso ist die Haltung hier Forum so eindeutig, dass es kein Problem ist und man dennoch immer wieder über solche Probleme liest?
 

ZynHH

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*Verwirrt* Wieso ist die Haltung hier Forum so eindeutig, dass es kein Problem ist und man dennoch immer wieder über solche Probleme liest?

Das Konto ist aufgelöst, und das 1,5 Jahre bevor du den Antrag stellst. D.h., es werden auch keine Zinsen mehr ans Finanzamt gemeldet, somit erfährt das JC auch nicht durch einen automatischen Datenabgleich davon.

Solange du nicht hergehst, und es ihnen erzählst, werden sie dich nicht danach fragen.

War bei den anderen von dir verlinkten Fällen auch das betroffene Konto aufgelöst?
 
G

gast_

Gast
*Verwirrt* Wieso ist die Haltung hier Forum so eindeutig, dass es kein Problem ist und man dennoch immer wieder über solche Probleme liest?
Weil bisher erst die geantwortet haben, die nicht wissen, was ein schlechtes Gewissen ist :)

Ich müßte erst nachschauen, wonach im Antrag gefragt wird: Da sollte man keine falschen Angaben machen. Betrügt man und kommt es raus, werden die Bescheide rückwirkend aufgehoben.
Aber insofern haben alle grundsätzlich recht:

Was man nicht angeben muß, davon erzählt man auch nichts!

Und wenn die was wissen wollen, sollte man erst genauestens prüfen, ob es die was angeht.
 

Heidschnucke

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Jetzt mal ehrlich als Du vor 18 Monate die Konten aufgelöst hast, hast Du da schon mal daran gedacht das Du H4 beantragen musst, bei all den vielen schönen Maßnahmen in unseren Land die es gibt dich in Arbeit zu vermitteln!

Aber natürlich hättest Du mal Deine Kristallkugel Fragen können wie es in den folgenden Jahren mit Dir weiter geht, aber die war wohl grade zum Ölwechsel in der Werkstatt.

Also ich würde sagen da gibt es nichts zu befürchten.
 

argeld

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Ja, genau Kiwi, eine der Fragen ist: Muss man im H4-Antrag auch aufgelöste Konten der letzten Jahre angeben?

Eine weitere ist: Werden auch Zinserträge und Freistellungsaufträge der vergangenen Jahre von ausgelösten Konten an das JC gemeldet. Und ich befürchte nach allem, was ich irgendwelche Foren gelesen habe: ja. Aber speziell den Fall hab ich natürlich nicht gefunden.
 
X

xyz345

Gast
@argeld: Du befindest dich in einem Erwerbslosenforum. Stell dir vor, dass wir hier überwiegend selbst Antragsteller sind. Hat irgendwer jetzt geschrieben, dass er selbst Trouble hatte, weil er ein vor Jahren erloschenes Konto in seinem Antrag aufführen MUSSTE?

Mach dir keinen Kopp um ungelegte Eier!
 
E

ExitUser

Gast
Ja, genau Kiwi, eine der Fragen ist: Muss man im H4-Antrag auch aufgelöste Konten der letzten Jahre angeben?

Die Frage ist hiermit leicht zu beantworten:

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...dleistung/Publikation/Anlage-VM-Vermoegen.pdf

Ich finde da nur Punkt 8:
Schenkung/Spende/Übertragung
Wurde Vermögen einer in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen in den letzten 10 Jahren im In- oder Ausland verschenkt, gespendet oder auf eine andere Person übertragen.
"NEIN" ankreuzen, fertig!

Tipp:
Immer dieses Formular verwenden. Einige JCs haben selbstgestrickte, da gibt es zusätzlich dumme Fragen.

Fallstricke gibt es trotzdem. Ein falsches Wort, eine kritische Antwort reichen und es wird u.U. auf Vorjahre geprüft.
Meines Wissens kann das JC bis zehn Jahre vor Antragstellung rückwirkend die Vermögensverhältnisse auf Schenkungen, Übertragungen ohne Gegenleistung usw. prüfen.

Im konkrteten Fall sehe ich aber keine Probleme. Das JC müsste nachweisen, dass man sein Geld absichtlich verjubelt hat um bedürftig zu werden. Bei Schenkungen wäre das machbar, bei einem großzüglichen Lebensstil allerdings wohl nicht.
 

Kikaka

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-Mensch @argeld ,haste schon Alzheimer...

- Du hattest doch in besagter Höhe von ........ Geld gepumpt, und das hast Du doch vor Antragstellung ordnungsgemäß zurückgezahlt.

-Such mal nach dem Kreditvertrag und nach der schriftlichen Bestätigung das Du die Kohle ordnungsgemäß zurückgegeben hast..
-Den Kreditvertag hattest Du vor anderthalb Jahren abgeschlossen,wo haste den abgelegt.......falls JC Querelen anfängt legst Du denen das vor.

- Öhms, falls ich Dich jetzt mit irgendjemand anderem verwechsle,der das hier im Forum kundgetan hatte, laß Milde walten..
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es gibt auch Lottomillionäre die nach ein paar Jahren dann Sozialhilfe bekommen haben weil alles weg war. Das abgehobene Geld ist dir nach und nach durch die Finger gerieselt. Wenn reiche Leute bedürftig werden, kann Hartz IV oder Sozialhilfe nicht abgelehnt werden.
 
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