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Konstanz: Gefeuert wegen Maultaschen

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Master of Desaster

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#1
"...entflammt vom Feuer der Nächstenliebe"

so lautet der Wahlspruch Klick der katholischen Spitalstiftung Konstanz, welches einer Mitarbeiterin kündigte, weil diese 4 Maultaschen mit nach Hause nahm, die sonst in den Abfall gewandert wären. Die Kündigung wurde heute per Urteil des Arbeitsgericht Radolfzell bestätigt.

Das sind die Menschen, die so menschenverachtend handeln,
und angeblich ihre Arbeit in den Dienst der Nächstenliebe stellen.: Klick

Interessant ist hier zu auch zu sehen, dass in der Verwaltung der Spitalstiftung Konstanz 4 Menschen mit Aufgaben der Verwaltung, die das Stift direkt betreffen, befasst sind, sich aber 14 Leute mit Grundvermögen und Finanzen beschäftigen.

Ich kann garnicht so viel essen wie ich kotzen möchte.
 

Akos

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#2
AW: "...entflammt vom Feuer der Nächstenliebe"

so lautet der Wahlspruch Klick der katholischen Spitalstiftung Konstanz, welches einer Mitarbeiterin kündigte, weil diese 4 Maultaschen mit nach Hause nahm, die sonst in den Abfall gewandert wären. Die Kündigung wurde heute per Urteil des Arbeitsgericht Radolfzell bestätigt.

Das sind die Menschen, die so menschenverachtend handeln,
und angeblich ihre Arbeit in den Dienst der Nächstenliebe stellen.: Klick

Interessant ist hier zu auch zu sehen, dass in der Verwaltung der Spitalstiftung Konstanz 4 Menschen mit Aufgaben der Verwaltung, die das Stift direkt betreffen, befasst sind, sich aber 14 Leute mit Grundvermögen und Finanzen beschäftigen.

Ich kann garnicht so viel essen wie ich kotzen möchte.
Hallo, das ist Alltag. Ich durfte für 1,-- Euro in nem Altersheim von AWO arbeiten und mußte in der kleinen Küche auch helfen wegen dem Mittagessen. Reste kamen in den Schweineeimer und wehe Du wagst es davon was zu essen. Oft blieb was übrig und ich hatte echt hunger, aber wir sind nur der Dreck unterm Fingernagel und die AWO ist auch nicht so sozial wie die immer tun-von wegen ArbeiterWohlfahrt... Für Arbeitskleidung wird beim Amt ein Antrag gestellt und die bekommen die Kleidung bezahlt verlangen aber von mir, daß ich am Ende alles wieder abgebe--eigentlich gehört das ja mir, da die einmalige Beihilfe für Arbeitskleidung mir bewilligt wird.:icon_neutral:
 

Kaleika

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#3
Konstanz: Gefeuert wegen Maultaschen

Weil sie ein paar Maultaschen einsteckte, erhielt eine Mitarbeiterin eines Konstanzer Seniorenpflegeheims die fristlose Kündigung. Nun beschäftigt der Fall das Arbeitsgericht.
(...) [/QUOTE]
suedkurier.de | Gefeuert wegen Maultaschen
 
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#4
Liebe Leute.
Ich hatte 1994 in einem Pflegeheim gearbeitet und mir ein paar Scheiben Brot mitgenommenn die sonst ebenfalls in den Schweineeimer gewandert wären....
Ich bekam daraufhin auch die fristlose Kündigung..... aber das lag wohl eher daran, daß ich a) nach dem Tarifvertrag gefragt (wozu brauchen Sie den denn... O-Ton Betriebsrätin) und mich b) gewundert hatte, daß Diabetiker als ZM gezuckerten Joghurt bekamen...... :eek:
Vorm Arbeitsgericht wurde dann alles zurückgezogen und, da ich noch in der Probezeit war, in eine fristgerechte Kündigung umgewandelt.
Also, alles nix Neues....... wir haben wohl zu lange gewartet uns zu wehren.
 

Kaleika

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#5
Heutzutage gilt so etwas "Altmodisches" wie Ethik und Moral offenbar nur noch gegenüber der Arbeitnehmerschaft. Offenbar sind Arbeitgeber davon ausgeschlossen!

Kaleika
 

Arania

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#6
Die Arbeitswelt hat sich geändert, die Arbeitgeber suchen heute förmlich nach Gründen Leute rausschmeissen zu können

Sicher man muss sich an geltendes Recht halten, aber man kann auch alles übertreiben
 

Clint

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#7
Hallo Ihr Lieben,
und wenn ichs mir mit Euch allen verderbe..........
Meine nicht sonderlich gemochte Schwägerin hatte einen 1€ Job in nem AWO-Pflegeheim und erzählte wie das Personal den Alten die
Schinkenspargelröllchen weggefressen hat. Und wenns stimmt, daß es am Schwarzenbrett gestanden hat: Du sollst nicht! Ist das ne Provokation gegen den Chef.
Ansonsten halte ich jeden der für ne Flasche Bier oder ne Frikadelle kündigt für den Sohn einer Hure ( umgehung der Zensur).

LG

Clint
 

pulcher

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#9
Hallo zusammen

ja, diese Urteile zeigen doch einmal wieder, auf wessen Seite der liebe Überwachungsstaat steht ! ERst Recht nach dem Regierungswechsel, aber wir, die Wähler (innen) und Arbeitnehmer (innen) sind wohl selbst daran schuld, man lässt sich halt viel zu viel gefallen ! Man müsste eigentlich jeden Tag auf die Straße gehen und protestieren!
(kritisiere mich da auch gerne selbst !).

Jedenfalls bin ich fast sprachlos vor Wut angesichts dieser ungerechten Urteile, wenn man bedenkt, welche Skandale sich die Großkopferten zuletzt geleistet haben, Stichwort Banken und Finanzkrise, aber auch der liebe Vater Staat mit seinen Aber-Milliarden Schulden und die Steuergeschenke und Steuerverschwendungen, wieviel Bedürftigen hätte man mit all dem Geld helfen können,
Und diese kommen ohne Richter ungeschoren davon, dabei haben sie doch auch unser vielzitiertes Vertrauen verspielt, worauf sich die armen , geprellten Arbeitgeber mit ihren fristlosen Kündigungen jetzt berufen wollen, ja Vertrauen verspielt, das ich nicht lache.

Aber Justitia ist halt auf einem Auge blind !

Aber es bildet sich wohl langsam aber sicher eine 2 - oder 3- Klassengesellschaft heraus, wie bei einer Bahnfahrt, zeig mal dein Ticket her, was da steht ja, du bist nur 2. Klasse oder 3. Klasse , verschwinde hier sofort, und die in der 1. Klasse sitzen , wie auch immer sie zu diesem Ticket gekommen sind, dürfen die Sau raus lassen, sie zahlen ja auch gut, das ist die Scheinheiligkeit des sogenannten humanen Lebens in fast allen Staaten dieser Erde.

Wer zahlt, oder eben einen gutbezahlten Job hat, hat Recht, wer nicht zahlt , hat Unrecht. Auch die (in keinem Verhältnis zum Geleisteten gezahlten Gehälter , die in der Wirtschaft und Politik gezahlt werden, bringen mich zur Weißglut.

Ich jedenfalls habe höchsten Respekt vor guten Handwerkern, die ihre ehrliche Arbeit tun, und dabei den Mund halten und ab und zu in die Stulle ihres Arbeitgebers beißen, im Vergleich zu den Schönrednern in der Politik und Wirtschaft, die sich immer mit einem zynischen Lächeln vor die Kamera stellen und iuns immer nur zu Tode dummschwätzen und erst Jahre später kommt ans Licht, wie sie uns für dumm verkauften, und wieviel Dreck am Stecken sie wirklich hatten, aber die sind dann mit ihrer Millionen-Abfindung und/oder Pension schon längst auf den Bahamas oder sonstwo auf ihrer Jacht und lachen über uns, das dumme, gemeine Volk.

Aber Gorge Orwell hat das ja im Roman 1984 schon beschrieben, das sogenannte einfache Volk zerfleischt sich gegenseitig, brüllt und krakehlt in den Kneipen während sich die sogenannte Oberschicht ins Fäustchen lacht , sie kann weiter machen wie bisher, siehe jeden Tag unsere lieben scheinheiligenBanker und Politiker, die fast nie zur Verantwortung gezogen werden und der kleine Angestellte ist gelähmt vor Angst, etwas falschzumachen und schleppt sich auch noch todkrank (siehe Bildzeitung von heute, es gibt jetzt Prämiern für Arschkriecher und Angsthasen)

Mich kotzt das alles sooo an, sorry ich musste mir hier mal einfach Dampf ablassen, auch wenn das Ganze teilw. vielleicht ein bissl wirr rüberkommt !

schönen Gruß und weiter so mit Volldampf in den Abgrund !

Pulcher

PS: Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gerne behalten !


-----------------------------------Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter ! --------------------------------------------------
 

pulcher

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#10
Hallo zusammen

ja, diese Urteile zeigen doch einmal wieder, auf wessen Seite der liebe Überwachungsstaat steht ! ERst Recht nach dem Regierungswechsel, aber wir, die Wähler (innen) und Arbeitnehmer (innen) sind wohl selbst daran schuld, man lässt sich halt viel zu viel gefallen ! Man müsste eigentlich jeden Tag auf die Straße gehen und protestieren!
(kritisiere mich da auch gerne selbst !).

Jedenfalls bin ich fast sprachlos vor Wut angesichts dieser ungerechten Urteile, wenn man bedenkt, welche Skandale sich die Großkopferten zuletzt geleistet haben, Stichwort Banken und Finanzkrise, aber auch der liebe Vater Staat mit seinen Aber-Milliarden Schulden und die Steuergeschenke und Steuerverschwendungen, wieviel Bedürftigen hätte man mit all dem Geld helfen können,
Und diese kommen ohne Richter ungeschoren davon, dabei haben sie doch auch unser vielzitiertes Vertrauen verspielt, worauf sich die armen , geprellten Arbeitgeber mit ihren fristlosen Kündigungen jetzt berufen wollen, ja Vertrauen verspielt, das ich nicht lache.

Aber Justitia ist halt auf einem Auge blind !

Aber es bildet sich wohl langsam aber sicher eine 2 - oder 3- Klassengesellschaft heraus, wie bei einer Bahnfahrt, zeig mal dein Ticket her, was da steht ja, du bist nur 2. Klasse oder 3. Klasse , verschwinde hier sofort, und die in der 1. Klasse sitzen , wie auch immer sie zu diesem Ticket gekommen sind, dürfen die Sau raus lassen, sie zahlen ja auch gut, das ist die Scheinheiligkeit des sogenannten humanen Lebens in fast allen Staaten dieser Erde.

Wer zahlt, oder eben einen gutbezahlten Job hat, hat Recht, wer nicht zahlt , hat Unrecht. Auch die (in keinem Verhältnis zum Geleisteten gezahlten Gehälter , die in der Wirtschaft und Politik gezahlt werden, bringen mich zur Weißglut.

Ich jedenfalls habe höchsten Respekt vor guten Handwerkern, die ihre ehrliche Arbeit tun, und dabei den Mund halten und ab und zu in die Stulle ihres Arbeitgebers beißen, im Vergleich zu den Schönrednern in der Politik und Wirtschaft, die sich immer mit einem zynischen Lächeln vor die Kamera stellen und iuns immer nur zu Tode dummschwätzen und erst Jahre später kommt ans Licht, wie sie uns für dumm verkauften, und wieviel Dreck am Stecken sie wirklich hatten, aber die sind dann mit ihrer Millionen-Abfindung und/oder Pension schon längst auf den Bahamas oder sonstwo auf ihrer Jacht und lachen über uns, das dumme, gemeine Volk.

Aber Gorge Orwell hat das ja im Roman 1984 schon beschrieben, das sogenannte einfache Volk zerfleischt sich gegenseitig, brüllt und krakehlt in den Kneipen während sich die sogenannte Oberschicht ins Fäustchen lacht , sie kann weiter machen wie bisher, siehe jeden Tag unsere lieben scheinheiligenBanker und Politiker, die fast nie zur Verantwortung gezogen werden und der kleine Angestellte ist gelähmt vor Angst, etwas falschzumachen und schleppt sich auch noch todkrank (siehe Bildzeitung von heute, es gibt jetzt Prämiern für Arschkriecher und Angsthasen)

Mich kotzt das alles sooo an, sorry ich musste mir hier mal einfach Dampf ablassen, auch wenn das Ganze teilw. vielleicht ein bissl wirr rüberkommt !

schönen Gruß und weiter so mit Volldampf in den Abgrund !

Pulcher

PS: Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gerne behalten !


-----------------------------------Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter ! --------------------------------------------------

Um das Ganze auf den Punkt zu bringen, ist mir noch ein Satz (Spruch) eingefallen, der wahrscheinlich schon seit der Steinzeit gilt:

-------------Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen !-------------------
 

HartzDieter

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#11
...
Sicher man muss sich an geltendes Recht halten, aber man kann auch alles übertreiben
Du verharmlosest die Sache Arania. Es geht um die nackte Existenz.


Wer sorgt denn für dieses 'geltende Recht'? Es sind wohl irgendwelche gelernte Juristen, die auch noch im Bundestag sitzen oder über Lobbyisten im Bundestag tätig werden und dem 'GesetzGEBER' ähm,hm,tja...
 
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#12
Ganz so einfach ist der Fall nun auch nicht,jedes Ding hat 2 Seiten:

Die Frau war im April nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit entlassen worden, weil sie mehrere Stücke der schwäbischen Spezialität für den eigenen Verzehr verborgen in einer Stofftasche mit nach Hause nehmen wollte. Sie habe damit in das Eigentum des Arbeitgebers rechtswidrig eingegriffen, urteilte das Gericht. Die Altenpflegerin habe gegen das Verbot verstoßen, wonach Essensreste der Bewohner nicht mitgegenommen werden dürfen. Sie hätte ein Personalessen zu einem Preis von 3,35 Euro in Anspruch nehmen können. Diese Art der Verpflegung werde von Mitarbeitern auch genutzt, erklärte das Arbeitsgericht.

Es handele sich bei sechs Maultaschen zwar noch um eine geringwertige Sache; der materielle Wert liege zwischen drei und vier Euro, urteilte das Gericht. „Dennoch bestimmt allein der Arbeitgeber darüber, wie mit seinem Eigentum verfahren wird und zwar selbst dann, wenn er die Reste der Entsorgung zuführt.“ Der einzelne Beschäftigte könne nicht seinen Willen nach Gutdünken und gegen ein bestehendes Verbot über denjenigen des Arbeitgebers stellen.
...
http://www.focus.de/panorama/vermisc...id_445312.html

Was würde ein Sohn sagen,dessen Mutter in einem Pflegeheim ist und deren Betreuerin hier und da von den zugeteilten Portionen etwas wegnimmt um zuhause Verpflegungskosten für ihre eigene Familie zu sparen?

Unter Berufung auf eine Erhebung der Versicherung Euler Hermes beziffert das Blatt die Zahl der entsprechenden Delikte im Jahr 2002 auf rund 960.000. Das häufigste Delikt war mit rund 59 Prozent der Diebstahl am Arbeitsplatz. 14 Prozent der Schäden resultierten aus Unterschlagung, zehn Prozent entstanden durch Veruntreuung und sieben Prozent durch Betrug. Bei jedem fünften Fall lag der Schaden bei mehr als 50.000 Euro
Wenn ein Mitarbeiter täglich einen Firmenkuki mitnimmt erscheint der Schaden als Bagatelle,wenn das Unternehmen aber 1000 Mitarbeiter hat,von denen 30 % so handeln wird der Schaden am Jahresende nicht unerheblich sein.Und diese Mitnahme Mentalität existiert schon immer und der Kuli ist da noch harmlos.
Es gab schon Fälle,da wurden Firmen von Mitarbeitern regelrecht ausgeplündert und in die Insolvenz getrieben,den Schaden hatten dann die Unschuldigen Kollegen,die den Arbeitsplatz verloren.
Es geht nicht darum ob es 50 Cent oder 500 000 € sind,es gehrt ums Prinzip,oder wer will dann die Grenze setzen ab der es bestraft wird?

Natürlich sehe ich auch das in letzter Zeit dieses auch von den AG ausgenutzt wird um mit Bagatellen wie der Frikadelle eine teuere Mitarbeiterin loszuwerden,aber die Richter sind an Gesetze gebunden und Duiebstahl bleibt Diebstahl.Da gibt es keinen Spielraum.Hat im Fall Kaiser sogar das BArbG bestätigt.
 

HartzDieter

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#13
Ganz so einfach ist der Fall nun auch nicht,jedes Ding hat 2 Seiten:

http://www.focus.de/panorama/vermisc...id_445312.html

...
Wenn ein Mitarbeiter täglich einen Firmenkuki mitnimmt erscheint der Schaden als Bagatelle,wenn das Unternehmen aber 1000 Mitarbeiter hat,von denen 30 % so handeln wird der Schaden am Jahresende nicht unerheblich sein..
Die Maultaschen sollten im Abfall landen. Wo ist da ein immenser Schaden, wenn 300 Mitarbeiter jeweils eine Maultasche mitnehmen, die sonst im Biomüll gelandet wären? Oder wird das Zeugs an einen Bauern für die Schweine verkauft?
 

HartzDieter

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#14
Die Maultaschen sollten im Abfall landen. Wo ist da ein immenser Schaden, wenn 300 Mitarbeiter jeweils eine Maultasche mitnehmen, die sonst im Biomüll gelandet wären? Oder wird das Zeugs an einen Bauern für die Schweine verkauft?
Und selbst wenn das Zeugs nicht im Müll landet, dann sieht es doch so aus:

Jahrelang nehmen und kosten die Mitarbeiter von den Speisen. Es war also bisher kein Schaden, sonst hätte man schon reagiert.
Und wenn es dann doch schadet, hätte der Unternehmer doch eine allgemeine Info oder Anweisung rausgegeben, in etwa:
Leute, es hat sich so gegeben, daß man von den Speisen ißt,bzw. mitnimmt. Das wurde zur Gewohnheit und kann in Zukunft aus folgenden Gründen nicht mehr toleriert werden...

Damit wäre die Sache im Bewußtsein der Mitarbeiter und ab jetzt könnte man bei Fehlverhalten dirtekt mit Ermahnungen reagieren.

Aber im obigen Fall wurde einfach gekündigt.
 
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#15
Und selbst wenn das Zeugs nicht im Müll landet, dann sieht es doch so aus:

Jahrelang nehmen und kosten die Mitarbeiter von den Speisen. Es war also bisher kein Schaden, sonst hätte man schon reagiert.
Und wenn es dann doch schadet, hätte der Unternehmer doch eine allgemeine Info oder Anweisung rausgegeben, in etwa:
Leute, es hat sich so gegeben, daß man von den Speisen ißt,bzw. mitnimmt. Das wurde zur Gewohnheit und kann in Zukunft aus folgenden Gründen nicht mehr toleriert werden...

Damit wäre die Sache im Bewußtsein der Mitarbeiter und ab jetzt könnte man bei Fehlverhalten dirtekt mit Ermahnungen reagieren.

Aber im obigen Fall wurde einfach gekündigt.
Die Altenpflegerin habe gegen das Verbot verstoßen, wonach Essensreste der Bewohner nicht mitgegenommen werden dürfen. Sie hätte ein Personalessen zu einem Preis von 3,35 Euro in Anspruch nehmen können
!
 

Rounddancer

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#16
Ich denke, der Fall hat eine etwas andere Qualität, als die Sache mit dem 10cent-Brotaufstrich,- auch wenn vier bis sechs Fabrik-Maultaschen beim Discounter zusammen nur 99 cent kosten (und es werden sicher Fabrik-Maultaschen gewesen sein, nehme ich an).
Aber: In dem Fall hatte schon öfter Essen, das zu den Bewohnern sollte, gefehlt,- hieß es aus dem Umfeld,- und man hatte deswegen mal ein Auge darauf gehabt, um die Ursachen zu finden.
Außerdem hat der Arbeitgeber der Dame ihr 18.000 Euro angeboten, wenn sie die Kündigung akzeptiere, - und, das wiegt da noch schwerer, das Gericht hatte im Vorfeld ihr eine Summe von 25.000 Euro angeboten,- dieser Vorschlag wäre von dem Arbeitgeber auch akzeptiert worden. Nur die Dame lehnte ab. In beiden Fällen wäre der Kündigungsgrund nicht im Zeugnis erschienen, sondern man hätte auf die lange Zeit im Betrieb lobend hingewiesen.
Wenn der Gütetermin-Vorschlag eines Gerichts von einer der Prozeßparteien abgelehnt wird, dann ist das Gericht da m.E.n. nicht gerade erfreut, da kommt dann nicht selten ein Urteil, bei dem der, der den Gütevorschlag ablehnt, schlecht davonkommt. (So, wie wenn ein Kind die Wahl zwischen zwei Eissorten hat,- und sich nicht entscheiden will oder kann, schleckig ist,- dann sagt die Mutter: "Dann gehört dir die Zunge geschabt!", und das Kind kriegt gar nichts). Und so scheint es auch im Maultaschenfall gelaufen zu sein.
Klingt mir danach, als sei die Dame da falsch beraten worden.
Dann hat sie jedoch auch bim LAG nicht wirklich gute Karten, fürchte ich.
 

pulcher

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#17
Sorry ! Was soll die ganze ERbsenzählerei und Kleinkariertheit,
Gesetz hin oder her, ich sag doch, die Justizia ist auf einem Auge blind, es fehlt ganz einfach die Verhältnissmäßigkeit !

Wer hat denn zB bei den Bankern in der Finanzkriese ganz genug mit der Lupe hingeschaut ? Und wieviel Köpfe sind gerollt ? So gut wie keine !

Also ! Wie ich schon gesagt habe, die Kleinen hängt man, und die Großen lässt man laufen !

So lange die Kleinen nicht mit geballter Macht und vereint auf die Barikaden gehen, wird sich leider nicht viel ändern. Siehe all die unterbezahlten Minijobs, die Arbeitgeber denken halt, na ja, wenn du nicht willst, nehme ich halt diejenigen , die schon vor der Türe stehen und warten und sich auf deinen Job freuen.

So entsteht all das schwachsinnige Gerangel und Geprügel (Konkurrenz ) unter den Arbeitnehmern und Bewerbern, der Chef kann sich vergnügt zurücklegen und verlangen, was er will. Unter den Bewerbern und Arbeitnehmern wird doch schon genug gemoppt (als Beispiel). Wie beim Zickenkrieg unter den Models !

Der lachende Dritte ist der Arbeitgerber.

Und wer immer noch nicht kapiert hat, was ich meine, na, habt ihr denn nicht oben gelesen ? Die sogenannten Kollegen verpfeifen sich auch noch gegenseitig bei den Vorgesetzten, statt zusammenzuhalten.
So nach dem Motto, wenn meine Kollegen den Arbeitsplatz verlieren, wird meiner sicherer. Geschnallt ?

Es ist immer wieder das gleiche Bild:
Das Schlachtvieh tut dem Schlachter nix, aber untereinander sind sie aggressiv und zerfleischen sich.

Die Arbeitgeber nützen nur die Angst der Untergebenen aus, warum arbeiten denn so viele für einen Hungerlohn, oder lassen sich erniedrigen oder gehen gar krank zur Arbeit.

Also: die Arbeitgeber können verlangen , was sie wollen, es finden sich schon genug Dumme, die es machen und die ihm die Stiefel lecken.

((Und wer noch mehr über meine Wirtschaftstheorie wissen will:

Die Wurzel allen Übels ist die unendliche Gier des Menschen nach immer mehr, oder wie stand es in meinem Wirtschaftslehrbuch:
Die Bedürfnisse des Menschen sind unbegrenzt !
Das ist die Grundlage allen wirtschaftlichen Handelns !
Wann kapiert die Menschheit endlich, dass es nicht immer nur Wirtschaftswachstum geben kann !
ja ja, ich weiß , das hat mit dem Thema hier eigentlich nichts zu tun, aber es musste mal wieder gesagt (geschrieben) werden.))

Schöne Grüße

Pulcher

PS: Wer Rechtschreibfehler entdeckt, darf sie behalten
 
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#18
OK ich bin wohl aufgrund meines Jahrganges 1950 oberkorrekt, bin immer eine leidenschaftliche Verfechterin ( BR gewesen ) der Arbeitnehmerrechte.
Uns mutet es ev. wie eine lächerliche Bagatelle an, wie "die 2 Brötchen oder der eine Radiergummi.." aber hier geht es um etwas Grundsätzliches.
Mein Grundatz lautete immer: Gebe nie deinem Feind etwas in die Hand, was er gegen dich verwenden könnte.
Auch wenn es liebe Chefs gibt, aber ich habe immer ein gesundes Misstrauen gegen meine Vorgesetzten gehabt, habe sie immer als meine natürlichen Feinde in freier Wildbahn angesehen.
Auch bei scheinbaren netten Verbrüderungskontakten bei Betriebsfeiern usw. sollte man als stolzer Arbeitnehmer nie meinen, man hätte ein gleichrangiges Verhältnis zu seinem Boss.
Bei der erstbesten Gelegenheit wird er dir eins reinwürgen, so schnell kannst du nicht gucken, auch wenn er leutselig mit dir früh einen Kaffee im Büro trinkt und Schwänke erzählt.
Vor diesem Hintergrund also habe ich niemals auch nur einen Kuli oder ein Kopierblatt mit nach Hause genommen.
Streng genommen zählt auch zu Diebstahl, daß du dein Handy lädst im Büro, daß dur fotokopierst oder gar im Internet privat surfst.
Ich finde auch nicht, daß wir die Sache mit den Getränkebons oder Maultaschen verteidigen sollen, dies nährt nur die Vorurteile, die die Chefs sowieso gegen uns haben nach dem Mlotto: " Die klauen doch sowieso alle wie die Raben "
Ich verurteile auch nicht den Bagatelldiebstahl sondern eigentlich die Blödheit die einige meines Standes an den Tag legen.
Wie kann man sich wegen ein paar Cents in die Gefahr begeben seinen Arbeitsplatz zu verlieren ?

Außerdem haben wir es im Betrieb immer so gehandhabt, daß wie erst einen Vorgesetzten gefragt haben, ob wir z. B. einen ausrangierten Bürostuhl oder alte Aktenkörbchen mit nach Hause nehmen könnten, die auf dem Müll gelandet wären.
Die haben in der Regel nie nein gesagt und uns einen Wisch unterschrieben.
Auch übriggebliebene Brötchen hätten sie uns überlassen aber dazu muss ich sagen, daß ich da meinen Stolz habe und lieber bis zu Abend hungern wüde, bevor ich die übriggebliebenen Brosamen von der großen Tafel der Bosse fressen würde.
Aber das ist wohl Ansichtssache.

Ich merke, ich sterbe aus.......
 

Akos

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#19
Die Arbeitswelt hat sich geändert, die Arbeitgeber suchen heute förmlich nach Gründen Leute rausschmeissen zu können

Sicher man muss sich an geltendes Recht halten, aber man kann auch alles übertreiben
Guten Morgen, oft versuchen einige Arbeitgeber besonders zu teure Mitarbeiter los zu werden um billigere zu bekommen wie es auch bei Kaufland war und die haben doch bei mir glatt versucht das kostenlose Praktikum zu verlängern. Dreimal habe ich einen 6Monate Vertrag bekommen und dann Kündigung, denn eigentlich hätten sie mir einen festen Vertrag geben müssen nach 18 Monaten.:icon_dampf:
 

Akos

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#20
OK ich bin wohl aufgrund meines Jahrganges 1950 oberkorrekt, bin immer eine leidenschaftliche Verfechterin ( BR gewesen ) der Arbeitnehmerrechte.
Uns mutet es ev. wie eine lächerliche Bagatelle an, wie "die 2 Brötchen oder der eine Radiergummi.." aber hier geht es um etwas Grundsätzliches.
Mein Grundatz lautete immer: Gebe nie deinem Feind etwas in die Hand, was er gegen dich verwenden könnte.
Auch wenn es liebe Chefs gibt, aber ich habe immer ein gesundes Misstrauen gegen meine Vorgesetzten gehabt, habe sie immer als meine natürlichen Feinde in freier Wildbahn angesehen.
Auch bei scheinbaren netten Verbrüderungskontakten bei Betriebsfeiern usw. sollte man als stolzer Arbeitnehmer nie meinen, man hätte ein gleichrangiges Verhältnis zu seinem Boss.
Bei der erstbesten Gelegenheit wird er dir eins reinwürgen, so schnell kannst du nicht gucken, auch wenn er leutselig mit dir früh einen Kaffee im Büro trinkt und Schwänke erzählt.
Vor diesem Hintergrund also habe ich niemals auch nur einen Kuli oder ein Kopierblatt mit nach Hause genommen.
Streng genommen zählt auch zu Diebstahl, daß du dein Handy lädst im Büro, daß dur fotokopierst oder gar im Internet privat surfst.
Ich finde auch nicht, daß wir die Sache mit den Getränkebons oder Maultaschen verteidigen sollen, dies nährt nur die Vorurteile, die die Chefs sowieso gegen uns haben nach dem Mlotto: " Die klauen doch sowieso alle wie die Raben "
Ich verurteile auch nicht den Bagatelldiebstahl sondern eigentlich die Blödheit die einige meines Standes an den Tag legen.
Wie kann man sich wegen ein paar Cents in die Gefahr begeben seinen Arbeitsplatz zu verlieren ?

Außerdem haben wir es im Betrieb immer so gehandhabt, daß wie erst einen Vorgesetzten gefragt haben, ob wir z. B. einen ausrangierten Bürostuhl oder alte Aktenkörbchen mit nach Hause nehmen könnten, die auf dem Müll gelandet wären.
Die haben in der Regel nie nein gesagt und uns einen Wisch unterschrieben.
Auch übriggebliebene Brötchen hätten sie uns überlassen aber dazu muss ich sagen, daß ich da meinen Stolz habe und lieber bis zu Abend hungern wüde, bevor ich die übriggebliebenen Brosamen von der großen Tafel der Bosse fressen würde.
Aber das ist wohl Ansichtssache.

Ich merke, ich sterbe aus.......
:icon_evil:Guten Morgen, Du liegst da ein bischen falsch, denn die Arbeitgeber kennen genug Tricks wie sie einem Unschuldigen was anhängen können... Es ist schon oft vorgekommen wie z.B. Bericht von Schlecker. Der Arbeitgeber findet immer einen Grund wenn er sich auskennt.:icon_twisted::icon_neutral:
 

Akos

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#21
Guten Morgen, wenn ich 1,--Euro die Stunde bekomme, wie soll ich dann 3,35 Euro für eine Mahlzeit aufbringen???:icon_dampf:Ich verdiene 4 Euro am Tag und muß dann jeden Tag 3,35 Euro für ein Essen bezahlen. Das ist ne sauerrei, denn einem 1Euro-Jober wird alles abverlangt und nichts gegönnt...
 

Akos

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Sorry ! Was soll die ganze ERbsenzählerei und Kleinkariertheit,
Gesetz hin oder her, ich sag doch, die Justizia ist auf einem Auge blind, es fehlt ganz einfach die Verhältnissmäßigkeit !

Wer hat denn zB bei den Bankern in der Finanzkriese ganz genug mit der Lupe hingeschaut ? Und wieviel Köpfe sind gerollt ? So gut wie keine !

Also ! Wie ich schon gesagt habe, die Kleinen hängt man, und die Großen lässt man laufen !

So lange die Kleinen nicht mit geballter Macht und vereint auf die Barikaden gehen, wird sich leider nicht viel ändern. Siehe all die unterbezahlten Minijobs, die Arbeitgeber denken halt, na ja, wenn du nicht willst, nehme ich halt diejenigen , die schon vor der Türe stehen und warten und sich auf deinen Job freuen.

So entsteht all das schwachsinnige Gerangel und Geprügel (Konkurrenz ) unter den Arbeitnehmern und Bewerbern, der Chef kann sich vergnügt zurücklegen und verlangen, was er will. Unter den Bewerbern und Arbeitnehmern wird doch schon genug gemoppt (als Beispiel). Wie beim Zickenkrieg unter den Models !

Der lachende Dritte ist der Arbeitgerber.

Und wer immer noch nicht kapiert hat, was ich meine, na, habt ihr denn nicht oben gelesen ? Die sogenannten Kollegen verpfeifen sich auch noch gegenseitig bei den Vorgesetzten, statt zusammenzuhalten.
So nach dem Motto, wenn meine Kollegen den Arbeitsplatz verlieren, wird meiner sicherer. Geschnallt ?

Es ist immer wieder das gleiche Bild:
Das Schlachtvieh tut dem Schlachter nix, aber untereinander sind sie aggressiv und zerfleischen sich.

Die Arbeitgeber nützen nur die Angst der Untergebenen aus, warum arbeiten denn so viele für einen Hungerlohn, oder lassen sich erniedrigen oder gehen gar krank zur Arbeit.

Also: die Arbeitgeber können verlangen , was sie wollen, es finden sich schon genug Dumme, die es machen und die ihm die Stiefel lecken.

((Und wer noch mehr über meine Wirtschaftstheorie wissen will:

Die Wurzel allen Übels ist die unendliche Gier des Menschen nach immer mehr, oder wie stand es in meinem Wirtschaftslehrbuch:
Die Bedürfnisse des Menschen sind unbegrenzt !
Das ist die Grundlage allen wirtschaftlichen Handelns !
Wann kapiert die Menschheit endlich, dass es nicht immer nur Wirtschaftswachstum geben kann !
ja ja, ich weiß , das hat mit dem Thema hier eigentlich nichts zu tun, aber es musste mal wieder gesagt (geschrieben) werden.))

Schöne Grüße

Pulcher

PS: Wer Rechtschreibfehler entdeckt, darf sie behalten
Guten Morgen, daß die Arbeiter aufeinander los gehen ist in manchen Branchen wo es gilt auszudünnen vielleicht sogar gewollt, damit es leichter ist welche los zu werden. :icon_pause:
 
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#23
Guten Morgen, wenn ich 1,--Euro die Stunde bekomme, wie soll ich dann 3,35 Euro für eine Mahlzeit aufbringen???:icon_dampf:Ich verdiene 4 Euro am Tag und muß dann jeden Tag 3,35 Euro für ein Essen bezahlen. Das ist ne sauerrei, denn einem 1Euro-Jober wird alles abverlangt und nichts gegönnt...

Jetzt wollen wir doch beim aktuellen Thema bleiben.
Die Frau war langjährige Mitarbeitern,die Firma hat ihr 17000 €,das Gericht sogar 25 000 € Abfindung angeboten, welche sie aus irgendwelchen Gründen ablehnte.
Diese Abfindungen gibt es aber kaum bei einem 1 € Job.
 

Hexe45

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#24
Guten Morgen, wenn ich 1,--Euro die Stunde bekomme, wie soll ich dann 3,35 Euro für eine Mahlzeit aufbringen???:icon_dampf:Ich verdiene 4 Euro am Tag und muß dann jeden Tag 3,35 Euro für ein Essen bezahlen. Das ist ne sauerrei, denn einem 1Euro-Jober wird alles abverlangt und nichts gegönnt...
Von daher ist die Moral der Geschicht:- Tue nie einen Eurojob nicht.

NIcht nur das dir alles abverlangt und nichts gegönnt wird, du hilfst auch mit entlohnte Arbeit zu pulverisieren.
Außerdem besitzen die meisten von uns nur Ihre Arbeitskraft, die sie verkaufen können. Und diese sollte man nicht für einen € verramschen.

Und irgendwie muß man ja entlohnte Menschen loswerden, um Platz für € Jobber zu schaffen.

Da kommen, Brotaufstrich, Frikadellen und last but not least ja Maultauschen grade recht.

LG
Hexe
 

Arania

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#25
Jetzt wollen wir doch beim aktuellen Thema bleiben.
Die Frau war langjährige Mitarbeitern,die Firma hat ihr 17000 €,das Gericht sogar 25 000 € Abfindung angeboten, welche sie aus irgendwelchen Gründen ablehnte.
Diese Abfindungen gibt es aber kaum bei einem 1 € Job.

so ist es, hier geht es nicht um 1-Euro-Jobs
 
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ExitUser

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#26
...Wer sorgt denn für dieses 'geltende Recht'? Es sind wohl irgendwelche gelernte Juristen, die auch noch im Bundestag sitzen oder über Lobbyisten im Bundestag tätig werden und dem 'GesetzGEBER' ähm,hm,tja...
Gesetze sind frei von Emotionen, egal wer da gerade regiert.
 

edy

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#27
a) Arbeitsrecht: Sechs Maultaschen als Kündigungsgrund

„Pfandbon für 1,30 Euro, eine Frikadelle mit zwei Brötchenhälften - die
Reihe von Kündigungen wegen Bagatellen geht weiter: Nun trifft es eine
Altenpflegerin, die sechs Maultaschen abzweigte - und zwar hart.
Radolfzell. Wegen sechs Maultaschen im Wert von drei bis vier Euro
verliert eine 58-jährige Altenpflegerin in Konstanz ihren Job. Das
Arbeitsgericht Radolfzell am Bodensee hat entschieden, dass die
Beschäftigte eines Seniorenheims wegen Diebstahls zu Recht entlassen
worden ist. Gegen die fristlose Kündigung nach 17 Jahren
Betriebszugehörigkeit hatte die 58-Jährige geklagt. Die Klage ist nun
abgewiesen worden, wie das Gericht mitteilte…“ Artikel in Frankfurter
Rundschau vom 16.10.2009
Arbeitsrecht: Sechs Maultaschen als Kündigungsgrund | Frankfurter Rundschau - Wirtschaft

b) Maultaschen-Kündigung: Verdi wettert über "Schandurteil"

Weil sie bei der Arbeit sechs Maultaschen mitgehen ließ, verlor eine
Altenpflegerin ihren Job - laut Arbeitsgericht zurecht. Für die
Gewerkschaft Verdi ein Skandal. Artikel bei Stern online vom 16. Oktober
2009
http://www.stern.de/panorama/maultaschen-kuendigung-verdi-wettert-ueber-schandurteil-1515050.html

Aus dem Text: „… Harte Töne wählte die Gewerkschaft Verdi. Für sie ist der
Richterspruch ein "Schandurteil". "Eine Kündigung wegen einer solchen
Nichtigkeit ist menschenverachtend", sagte Berthold Maier, der zuständige
Verdi-Bezirksleiter der Deutschen Presse-Agentur (DPA). "Dieses Urteil
öffnet den Arbeitgebern Tür und Tor, unliebsame Beschäftigte
rauszuschmeißen, ohne sich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen." Der
Vertreter des Arbeitgebers betonte dagegen, die Mitarbeiterin habe illoyal
gehandelt. "Eine Abmahnung hätte das Vertrauensverhältnis nicht wieder
hergestellt", sagte Anwalt Georg Jauch. Nicht der Wert der gestohlenen
Waren sei maßgeblich, sondern die Unehrlichkeit. "Die Arbeitnehmerin hat
sich am Eigentum des Arbeitgebers vergriffen, das darf man nicht
bagatellisieren."..:“

c) Pressestimmen zum "Maultaschenurteil": "Vertrauen keine Einbahnstraße"

„Im sogenannten Maultaschenurteil sind sich die Kommentatoren weitgehend
einig: Eine Abmahnung hätte als Strafe gereicht. In Arbeitsklagen bei
derartigen Bagatellfällen liege der Verdacht nahe, Unternehmen wollten
ältere Mitarbeiter loswerden…“ Artikel bei FDT online vom 16. Oktober 2009
FTD.de | Pressestimmen zum "Maultaschenurteil": "Vertrauen keine Einbahnstraße"
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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