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Konsequenzen bei Ablehnung der Jobvermittlung vor Arbeitslosigkeit und während einkalkulierter Sperre

jschips

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#1
Hallo zusammen, ich bin gerade ratlos und freue mich, wenn ihr mir weiterhelfen könnt.

Ich habe vor einigen Wochen eigenmächtig gekündigt und werde zum 15. Oktober 2018 arbeitslos sein (3 Monate Kündigungsfrist). Mir ist bewusst, dass eine Sperrzeit von bis zu 3 Monaten eintreten kann/wird. Ich rechne also damit, 3 Monate kein ALG I zu erhalten. Nun habe ich ein Jobvermittlungsangebot von einem Jobcenter aus einem anderen Viertel (für mich ist jedoch die Arbeitsagentur in meinem Viertel zuständig) erhalten, bei dem ich mich umgehend bewerben soll. Ich weiss nicht so recht, wie ich hier vorgehen soll. Ist es rechtens, dass das Arbeitsamt mich jetzt schon zu Jobvermittlungen bewegt ohne, dass ich arbeitslos bin und überhaupt einen ALG I Antrag gestellt habe?

Ich arbeite in einem Bereich, in dem es mehr Jobs als Bewerbende gibt, könnte möglicherweise sehr schnell einen Job suchen und finden. Allerdings befinde ich mich gerade in einer Phase, in der ich nach 19 Jahren Vollzeitarbeit gerne zur Ruhe kommen würde, um mich ggfs. neu zu orientieren.

Da die Jobangebote von der Arbeitsagentur oft Firmen sind, die sehr niedrigen Lohn bezahlen und bei denen wahrscheinlich viele Menschen nicht arbeiten wollen, wollte ich fragen, mit welchen Konsequenzen ich rechnen muss, wenn ich eh schon eine Sperrzeit von 3 Monaten haben werde? Können die jetzt schon weitere Sperren verhängen, obwohl die Sperre noch nicht mal angefangen hat? Was passiert in der 3 monatigen Sperrzeit, muss ich in der Zeit auch Jobvermittlungsangebote annehmen?

Vielen Dank schon mal.
 

Nena

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#2
Hallo.

Hast Du Dich (sofort nach Deiner Kündigung) bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet? Hast Du mit dem Jobcenter (zuständig für ALG2=Hartz 4) irgendwas zu tun?

Ja, Du unterliegst auch während der Sperrzeit und auch schon jetzt der Pflicht, Dich zu bemühen, Deine Arbeitslosigkeit zu beenden (hast Du übrigens auch "unterschrieben").

Riskiere es lieber nicht, Dich (grundlos) nicht zu bewerben.

Bist Du informiert darüber, wieviel Gehaltseinbußen Du hinnehmen musst bei einer neuen Stelle?
 

jschips

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#3
Hallo Nena,

vielen Dank für deine Fragen.

Hast Du Dich (sofort nach Deiner Kündigung) bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet?
Ja, ich habe meine Kündigung sofort telefonisch einen Tag nachdem ich meine Kündigung beim Arbeitgeber eingereicht habe gemeldet.

Hast Du mit dem Jobcenter (zuständig für ALG2=Hartz 4) irgendwas zu tun?
Nein, ich habe nichts mit ALG2 zu tun, für mich wäre erst die Arbeitsagentur zuständig.

Ja, Du unterliegst auch während der Sperrzeit und auch schon jetzt der Pflicht, Dich zu bemühen, Deine Arbeitslosigkeit zu beenden (hast Du übrigens auch "unterschrieben").
Verstehe, unterschrieben habe ich aber noch garnichts, da ich noch nicht arbeitslos bin und auch noch keinen ALG I Antrag gestellt habe.

Riskiere es lieber nicht, Dich (grundlos) nicht zu bewerben.
Du meinst, ich soll mich trotzdem bewerben, obwohl ich keine Erfahrungswerte habe bei den Anforderungen, die sie stellen? Das ist wie wenn sie mich bitten griechisch zu sprechen, obwohl ich nur franzoesisch kann.

Bist Du informiert darüber, wieviel Gehaltseinbußen Du hinnehmen musst bei einer neuen Stelle?
War da nicht die ersten 3 Monate Regelung, dass ich ablehnen kann, wenn ich 20% weniger verdiene?
 

Kerstin_K

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#4
Wenn der VV keine Rechtsfolgebelehrung enthält, musst du dich nicht bewerben. Wenn du wichtige Qualifikationen für die Stelle nicht hast, musst du dich auch nicht bewerben.

Zur Zumutbarkeit schau dir mal den § 140 SGB III an.
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