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Konnte jemand einen Job aufnehmen?

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Martin Behrsing

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#1
. Wir würden gerne wissen, ob jemand von Euch einen Job aufnehmen konnte. Wenn ja, bitten wir um eine kurze Rückmeldung mit den Angaben: Beruf, Alter, Region (reicht ungefähr z.B. Umkreis Stuttgart, Geschlecht, Bezahlung angemessen, Zeitarbeit, fest angestellt oder prekär beschäftigt, dauerhaft aus ALG1, ALG2 raus). Hintergrund ist, dass führende Vertreter fest behaupten, der Arbeitsmarkt würde gerade für ältere Arbeitnehmer brummen". Wir nehmen hierzu eine Woche die Antworten entgegen. Bitte aber Erfahrungen mitteilen, wo sich vermeintliche Jobangebote als Flop herausgestellt haben. Bitte auch hierzu ein paar Angaben. Die Auswertung würde im Focus veröffentlich werden.

weil steht nicht wo die Info zu 2! hinsoll und welche Angaben ihr Genau benötigt...

Gelernte Berufe: Industriekaufmann und IT-Systemelektroniker, Derzeit ausgeübter Beruf: Produktionshelfer, Alter: 41, am 23. Mai 42, Region Aachen, Geschlecht Männlich, Bezahlung nicht angemessen genau 952.60€ Netto/Monat incl. Sonderzahlung Urlaubs und Weihnachtsgeld in Höhe von 8% die monatlich mit dem Lohn ausgezahlt werden, Steuerklasse I, Grundlohn ohne diese 8% 1203.70€ Brutto. bei 40 Std./Woche. Studenlohn Durschschnitt 6.94€ Brutto.

Es war erst Zeitarbeit (Okt-Dez. 2006) bei 7.-€/Stunde Brutto und 40 Std. Woche wovon 7 Std. ausgezahlt wurden, der Rest ging unbezahlt auf ein Zeitkonto. Da bekam ich netto 811.13€ raus. HartzIV vorher 693 €.... Also ergänzte ALGII meine Bezug. Ab Ende Dez. wurde ich mit 1 Jahresvertrag "übernommen".

Ergänzend zum jetzigen Lohn könnte ich noch ca. 10-20.-€ weiterhin von der ARGE bekommen, worauf ich wegen des Aufwandes derzeit freiwillig verzichte.

Bin jetzt seit Ende Dezember aus Hartz IV raus, wobei mir noch für 6 Monate ab Okt ( beginn Zeitarbeit) 172.50€ Einstiegsgeld von der ARGE gewährt wurde. Ab dann habe ich dann nur noch die 952.60€ Netto. Mein Arbeitsvertrag ist befristet für 1 Jahr.

Mit dem Einstiegsgeld zusammen ging es. Da dieses jetzt wegfällt und ich Kosten durch die Ausübung der Arbeit habe (u.a. Fahrtkosten, Verpflegung, Kleidung) nenne ich die Arbeitsstelle einen Flop, da ich immer noch Ansprüche an die ARGE stellen könnte, weil ich Netto zu wenig Geld verdiene, meine Ausbildungen dabei ausser acht lassend und mit HartzIV und einem 1€ Job nicht viel weniger Geld bei viel weniger Arbeitsstunden hätte. Meine Ausbildungen wurden in keiner Weise berücksichtigt, ich führe unter und mit meist sehr viel Jüngeren Mitarbeitern Hilfsarbeiten aus, so dass man von einer Förderung oder einem angemessenen Verdienst in meinem Alter wohl kaum reden kann.

Ich muss derzeit mit dem Bus unterwegs um 06.00 aufstehen, Fahrtzeit insgesamt ca. 1.5 Stunden hin und 1.5 Std. zurück, heisst ungefähr 19.10 Uhr bin ich wieder zuhause. Arbeitszeit dabei von 09.00 bis 17.30 Uhr.

Es heisst immer, es würden Fachkräfte gebraucht, gerade in der Zukunft. Aber ich bin nicht die Einzige Fachkraft, die am Rande des Existenzminimums und als Hilfsarbeiter arbeitet.

Falls ihr diese Beiträge woanders hin haben wollt lieber Martin... Bitte verschieben in die richtige Kategorie. Ich fand keine passendere jetzt.

Das Arbeitsangebot kam von der ARGE.
 

Kaleika

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#2
Ich bin immer dafür, eine Öffentlichkeit über die Schweinereien der Hartz-Gesetze und -Betroffenen herzustellen. Doch habe ich auch eine gewisse Vorsicht, Skepsis in mir, wenn ich mir ausmale, wie die das darstellen könnten. Damit kann ich natürlich volkommen falsch liegen, alles möglich. Ich gab es auch nur zu bedenken.
Kaleika
 
E

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#3
Geht es insbesondere nur um "ältere" AN oder ab wann gilt mensch als "älter"? Wie sieht es bei TZ aus, ist das auch gefragt?

Grüsse
Emily
 

rom22

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#4
Ich bin eine, die seit Anfang diesen Jahres wieder arbeitet. Wohin sollen die Infos kommen? In diesen Thread?

LG rom22
 

Martin Behrsing

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#6
Geht es insbesondere nur um "ältere" AN oder ab wann gilt mensch als "älter"? Wie sieht es bei TZ aus, ist das auch gefragt?

Grüsse
Emily
alles muss hier rein. Älter gilt ab 40 Jahre, weil die Chancen da erheblich schlechter sind. Aber Erfahrungen von jüngerne sind auch willkommen.
 

rom22

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#7
okay, also dann werd ich mal:

Ich war ein Jahr lang (ALG I) und einen Monat (ALG II) arbeitslos, da mir nach meiner Erziehungszeit (drei Jahre) sofort gekündigt wurde. Ich habe viele Bewerbungen geschrieben und auch viele Vorstellungsgespräche absolviert, die oft an den nach meinem Sohn orienterten Arbeitszeiten und auch an sehr schlechten Verdienstaussichten scheiterten. Ich habe mir die neue Stelle selbst gesucht. Mein erlernter Beruf ist Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte, ich bin knapp 40 Jahre alt, alleinerziehend und wohne in Berlin.

Ich habe meine neue Stelle auf eine Stellenausschreibung in einer Tageszeitung hin gefunden. Es handelt sich um eine unbefristete Tätigkeit in einem großen überörtlichen Anwaltsbüro, also eine Tätigkeit in meinem erlernten Beruf, und zwar arbeite ich in einer 35-STunden-Woche (von 40 dort üblichen Stunden). Die Bezahlung ist eigentlich ein Einstiegsgehalt in diesem Beruf. Ich erhalte monatlich 1765 EUR (wohlgemerkt nach fast 18 Jahren Berufserfahrung) und ein 13. Monatsgehalt. Aber ich hoffe, dass ich mich da noch verbessern kann. Die tägliche Fahrzeit beträgt insgesamt ca. 1 bis 1,5 Autofahrstunde(n), die Arbeitszeiten sind für mich gut zu realisieren mit meinem Kind.

Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten - es war eine Totalumstellung in jeglicher Hinsicht nach fast fünf Jahren Berufspause - habe ich mich sehr gut eingefunden nach nunmehr dreieinhalb Monaten, und der Job macht mir auch Spass. Das Betriebsklima ist hervorragend, man mag es kaum glauben.

So, wenn ich noch etwas vergessen habe, bitte ein Hinweis, dann trage ich das nach.

LG rom22
 

gabini

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#8
Hallo,

ich bin gelernte Ind.-Kauffrau, 52 Jahre alt und lebe im Main-Kinzig-Kreis. Bereits im Okt. 2005 habe ich einen 400 Euro-Job als Kfm. Angestellte/Sekretärin gefunden.

Im Aug. 2006 wurde der Job zu einer Halbtagsstelle ausgeweitet. Die Bezahlung ist in Ordnung, allerdings bin ich natürlich noch auf ergänzendes ALG II angewiesen. Der Vertrag ist auf 1 Jahr befristet, wird aber 100%ig verlängert. Ich rechne sogar damit, dass ich jetzt einen unbefristeten Vertrag bekomme. Da es mit meiner Firma in den letzten Monaten ganz gut aufwärts gegangen ist, hoffe ich, irgendwann auch noch mehr Stunden arbeiten zu können.

Gruß gabini
 

Icefire

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#9
Hallo ich bin 25 und von beruf maler und Lackierer lebe in einer bg mit freundin und einer 2 jahrigen tochter

am 10.04.2007 habe ich über eine zeitarbeisfirma wieder arbeit als Lackierer in einem Grossen werk bekommen bekomme 9,20 brutto plus 6 euro am tag steuer freies fahrgeld werde ca 1400 brutto haben was wir an ergänzendem ALG bekommen weis ich noch nicht mein sb sagte es werden nur 700 des netto lohns angerechnet

Ps da ich zur aufnahme des arbeitsplatzes ein fahrzeug brauche um hin zu kommen bezahlt mir das arbeitsamt dahrlehnsweise einen pkw bis 3000 euro sollte ich eine zeit dort weiter arbeiten brauche ich nur 50 % zurück zahlen vorraussetzung ist alerdings ein unbefristeter vertrag

wünsche allen anderen das sie bald wieder in arbeit stehen

ps bei uns im werk sind ehr wenig ältere leute so wie mir mal ein paar feste angestellte dort sagten werden ältere menschen nicht so gehrne genommen weil sie öft körperlich nicht mehr der belastung standhalten die ein jungerer leisten kann gibt ja viele die im hohen alter dan gicht reuma usw bekommen so das alles was sie machen nur unter schmerzen gemacht werden kann

wobei ich auch zugeben muss das einige die in meinem alter auch nicht gerade belastbar sind fangen an zu arbeiten 2 tage später krank oder mekern nach 3 std mir tut der rücken weh oder sonst was des weiteren sind manche jugentliche nicht bereit in schichten zu arbeiten oder mal etwas länger zu arbeiten wir arbeiten z.b bis 14 uhr und bei vielen fällt dan auch der hammer auch wenn die arbeiten nicht fertig sind soviel ma dazu
 

ladydi12

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#10
Hallo zusammen,

ich meld mich hierzu auch wieder einmal. Habe ja über euch indirekt eine Weiterbildung im Bereich Luftfahrttechnik laufen (den Artikel "Luftfahrttechnik sucht" vom Berliner Tagesspiegel habt ihr ja im Forum veröffentlicht, daher das "über euch"), die am 20.04 mit Erfolg für mich enden wird und danach schon zwei Stellenangebote durch die Schule bekommen. Nächste Woche wirds vielleicht ein weiteres....
Rest sieht man dann und ich berichte gern weiter, wenn ihr wollt

Liebe grüße
ladydi12
 

Paula06

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#11
Guten Morgen zusammen,

ich bin 44 Jahre alt, alleinerziehend, stamme ursprünglich aus dem Ruhrpott und lebe seit über einem Jahr im Rhein-Sieg Kreis.
Meine Tochter ist 5 Jahre alt, meine anderen 3 Kinder sind schon erwachsen und haben ihren eigenen Hausstand.

Ich bin gelernte Bäckereifachverkäuferin durch eine 18. monatige Umschulung mit Eintrag in die Handwerkskammer.
Nach dem Erziehungsurlaub konnte ich nicht mehr in meinen Beruf zurück da in der Regel in einer Bäckerei von 6 Uhr bis um 20 Uhr in 2 Schichten gearbeitet wird.

Seit 2,5 Monaten arbeite ich auf 400 € Basis in einer Gebäudereinigung. Dieses wurde mir durch eine Bekannte vermittelt.

Zuvor habe ich den 1 € Job gemacht aber auf freiwilliger Basis in einer Schulküche für knapp 3 Monate. Habe mir gedacht das ist besser als zu Hause zu verblödeln J

Einen Flop habe ich letztes Jahr erlebt als ich mich als Zimmermädchen in einem Hotel bewarb in Bonn.
Laut Stellenbeschreibung sollte es sich um eine mindestens 25 Stunden Woche handeln.
Nettolohn laut Aussage des Chefs 6.65 € !!!!!
Nach Adam Riese wären das monatlich 665 € Netto gewesen bei 100 Stunden im Monat.
Mit mir fing gleichzeitig auch eine andere Frau an.
Die ersten 2 Wochen sollten auf Probe laufen für 4 € die Stunde. Anstelle von 25 Wochen brauchten wir aber nur 15 Stunden die Woche arbeiten :confused:

Nach 2 Wochen harter Arbeit stellte es sich dann heraus das es ein 400 € Job sein sollte!!!
Wurde uns dann eben mal so im vorbeigehen mitgeteilt.
Damit war diese Arbeit für mich dann beendet, ebenso für die andere Frau, da wir ja unter ganz anderen Voraussetzungen dort angefangen hatten. Und wenn man dann schon gleich so belogen wird stimmt das Vertrauensverhältnis nicht mehr.
Ich habe zwar jetzt auch einen 400 € Job aber das wusste ich von Anfang an weil mir das genauso mitgeteilt wurde.

Meine Unterlagen die ich dort abgegeben hatte, habe ich bis zum heutigen Tage nicht zurück erhalten, angeblich gingen sie verloren.

Also hatten wir 2 Wochen lang jeden Tag gearbeitet für einen Stundenlohn von 4 € die
Stunde. Sowas nenne ich Ausbeuterei und dazu dann noch so eine Verlogenheit.

Das einer einen 400 € Job als 6.65 € Netto vorstellte, ist mir noch nie vorher untergekommen aber bei einer Stundenzahl von 15 Std. pro Woche, also 60 Std. im Monat, passte das dann zusammen !!! Muß man erstmal drauf kommen!!!

Mir persönlich wäre es lieber ich käme ganz weg von der Arge und könnte meine Tochter und mich alleine ernähren aber das ist wohl irgendwie Utopie.
Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf und bewerbe mich weiterhin um wenigstens einen Halbtagsjob zu bekommen.

Gruß

Paula06
 
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10 Jan 2007
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#12
Aufschwung?

Noch nicht gemerkt.
Alter: 47
Beruf: Immobilienfachwirt
Vermittlungshemmnisse: nicht leicht einschätzbar, sonst keine
Bewerbungsvorschläge: 0 in den letzten 23 Monaten
Sonstiges meiner ARGE: NIX
Geldeingang: immer pünktlich, nie weniger als beschieden

Ich habe meine Ruhe.
Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich schon die Grundsicherung. Dauert ja nur noch knapp zwanzig Jahr´.


Das Rheinland grüsst
 

kyra54

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#13
von befristet mittlerweile in unbefristetem Arbeitsverhältnis

habe seit Okt. 05 wieder einen Job - Teilzeit (bin 55 Jahre). Zuerst war die Befristung 3 Monate, danach kam eine Weiterbeschäftigung befristet für 6 Monate, im Anschluß daran folgte das unbefristete Arbeitsverhältnis. Bei der Arbeitsstelle handelt es sich um ein Projekt in Bibliotheken, das heißt, ich bin von einer Aussenfirma dort im Einsatz. Die Bezahlung ist nicht der absolute Hammer, da Grundgehalt und Provision, auf jeden Fall ca 200 € netto mehr als wie bei ALG II, daher aus ALG II raus. Mit meiner teilweisen Erwerbsunfähigkeitsrente (wegen Berufsunfähigkeit) ist es mit dem Gesamteinkommen möglich, einigermaßen klar zu kommen. Das Lebenswertgefühl hat sich bei mir gebessert, trotzdem muß man ab und an mal eine Faust in die Tasche machen. Ich nehme jeden Tag dafür eine Fahrzeit von gut zweieinhalb Stunden in Kauf (öffentliche Verkehrsmittel, da Jobticket). Es war, wie ich schon oft zu mir selbst gesagt habe, wirklich ein Glücksfall, in dem Alter diesen Job zu bekommen. Ich selber bin allerdings der Überzeugung, daß Ältere es nach wie vor nicht einfach haben werden, wieder in Arbeit zu kommen, auch wenn von den hohen Herren alles schöngeredet wird. Die Stelle habe ich mir selber gesucht, vom Arbeitsamt kam ein Angebot innerhalb von mehr als zwei Jahren (aber erst auf eine Nachfrage meinerseits und dann übte man massiv Druck auf mich aus, was mich zu der Zeit psychisch ganz herunter gemacht hat), von der Arge kam gar nichts.
 

Grobi

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#14
Alter: 30.
Familienstand: Verlobt. Weibchen und 2 Kinder (6 & 10) mit in der BG.
Bin Jan 2003 aus der Selbstständigkeit heraus Arbeitslos geworden.
Seitdem nur 6 monate (Jul bis Dez 03) ohne "Suchend" Status beim AA weil das damalige Sozialamt mir den Erhalt der Wohnung unmöglich gemacht hat, ansonsten immer brav gemeldet.
Angebote f. Arbeit, Vollzeit: bis heute kein einziges.
Angebote f. Arbeit, Teilzeit: bis heute kein einziges.
Angebote f. Arbeit, Minijob: bis heute kein einziges.
Angebote f. sinnvolle Massnahmen: bis heute kein einziges.
Angebote f. unsinnige Massnahmen: EIN Ein-Euro-Job. Erfolgreich abgesessen, anschliessend Rechtliche Schritte gegen Träger eingeleitet, läuft noch.
Angebote f. Schulungen, Umschulungen, Weiterbildung, Ausbildung, was auch immer: bis heute keine.
Anträge auf Förderung, sinnvolle Massnahmen, Führerschein usw.: Alles abgelehnt.
Eigenbewerbungen bis heute: Weit über 650. Werden jedes Jahr weniger, da mir die Firmen im Umkreis langsam ausgehen - ich bewerbe mich nur auf Wunsch mehrfach bei der gleichen Truppe.

Beobachtungen in all der Zeit:
Keiner der für mich zuständigen weis, was die anderen machen.
Gesetze & Vorschriften werden nur als "Grobe Richtlinien" interpretiert.
Gesetzbücher dienen als Umkipp-Bremse für wichtigere Bücher.
Akten sind flexibel und gehen auch in teilen gerne verloren. Dies ist grundsätzlich Schuld des Leistungsempfängers, da er die Unterlagen nie abgegeben hat.
Was in Akten stehen ist belanglos, wenn der Leistungsempfänger dafür durch die Stadt gejagt werden kann.
Alkoholismus/Drogenkonsum wird auch von Beamten/Angestellten als normale ALG-Begleiterscheinung gesehen und daher pauschal unterstellt. Gleiches gilt für Sozialbetrug, Leistungsmissbrauch und dergleichen.
Nur wer durch vorlage des Kindes dessen Existenz beweist kann beim ALG2-Erstantrag auf vereinfachte Bearbeitung hoffen.
Wer Hilfe/Unterstützung beim Amt sucht wird verar***t.
 
E

ExitUser

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#15
Alter: 23

Familienstand: ledig

Wohnsituation: alleine bewohne ich eine 30 qm Wohnung.

Region: Kreis Mettmann bei Düsseldorf (NRW)

Berufliche Laufbahn:

01.08.2000 - 02.12.2002 Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann (abgebrochen durch Arbeitgeber)

03.12.2002 - 22.07.2003 arbeitssuchend

23.07.2003 - 10.10.2003 Zeitarbeit (Vermittlung vom Arbeitsamt)

14.10.2003 - 29.04.2004 Zeitarbeit (Vermittlung vom Arbeitsamt)

30.04.2004 - 17.06.2004 arbeitssuchend

18.06.2004 (Selbst gesucht)

19.06.2004 - 04.07.2004 arbeitssuchend

05.07.2004 - 09.04.2004 Zeitarbeit (selbst gesucht)

10.04.2004 - 26.08.2004 arbeitssuchend

27.08.2004 - 18.02.2005 Zeitarbeit (Selbst gesucht)

19.02.2005 - 11.05.2005 arbeitssuchend

12.05.2005 - 27.07.2005 Zeitarbeit (Vermittlung vom Arbeitsamt)

28.05.2005 - 07.09.2005 arbeitssuchend

08.09.2005 - 19.09.2005 Zeitarbeit (Vermittlung vom Arbeitsamt)

20.09.2005 - 14.09.2006 arbeitssuchend

15.09.2006 - 22.09.2006 Zeitarbeit (Selbst gesucht)

23.09.2006 - 05.03.2007 arbeitssuchend bzw. ausbildungssuchend

Zwischenzeitlich in der Zeit der Arbeitslosigkeit versucht durch meine Arbeitsvermittler die Chance zu erhalten meine Lehre zu beenden. Keine Chance. Man sagte mir durch den Grund der damaligen Kündigung sei es meine Schuld und ich solle mir das abschminken.

Wurde in endlose Massnahmen reingesteckt und zuletzt wurde ich aufgrund des 1 euro Jobs körperlich krank und man fand heraus das dies alles ein seelisches Problem sei.

Nun habe ich endlich die Chance.

Aber habe auch Angst das ich finanziell kaputt gehe da es jede Menge Anträge zum ausfüllen gibt und die positive Entscheidung minimal ist.

06.03.2007 - 04.03.2008 Ausbildung zum Verkäufer. Anrechnung von einem Jahr da ich vorher ja schon eine Lehre angefangen hatte.Ist eine überbetriebliche Ausbildung

Problem:

Wird kein ALG 2 mehr gezahlt sondern BAB. Fallmanager ist sehr mitmenschlich und sagt bis das BAB durch ist kriegste ALG 2.

BAB Antrag läuft und kann lange dauern

Kindergeld ist beantragt und kann auch dauern

Bei BAB und auch bei Kindergeld sind die Anträge schwer gestellt, da ich auch sachen einholen muss die meine Eltern betreffen. Mit denen hab ich einen schweren Stand.

Ach ja ich verdiene nur 296,10 im Monat (Stundenlohn 1,68) :icon_rolleyes:

Daher muss ich den ganzen Mist beantragen da es ja eine überbetriebliche und von der Bundesagentur für Arbeit finanzierte Ausblidung ist die über eine "Gemeinnützige Jugendwerkstatt" läuft.

Naja kann nur besser werden...

Hoffe konnte helfen
 

hansklein

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#16
Hallo Martin

Das Problem wird sein, dass der Focus hier nicht annähernd eine Beschreibung der Realitäten bekommen wird.

Dazu müsste er vor Ort gehen, wo betroffene Arbeitnehmer arbeiten und dort gucken, ob sie eine ehrliche Antwort bekommen von den betroffenen. Auch in den Zeitarbeitsfirmen müssten sie Gucken, heisst es ich bin auf Zack(q) oder auch in einem Jobwerk... Was immer es da gibt...

Viele haben kein Internet. Kein Geld dazu, gerade die Singles wie ich, bin schon ne Ausnahme weil vielke das Geld nicht dazu haben. Die erreicht so keiner. Da müsste man leider vor Ort gehen, dort nachhaken oder Initativen starten mit Bevölkerungsumfragen in Ballungszentren und vor den ARGEN...

Viele werden jetzt zwangsreingedrückt in irgendwelche Jobs, doch diese werdet ihr hier so nicht erreichen. Da wären andere Wege angesagt.

Doch wer sollte sie beschreiten? Es wird wohl kaum jemand geben, der sih freiwillig als "Reporter" zur Verfügung stellt und mal wirklich "vor Ort" geht um zu gucken, was wirklich Sache ist und um die zu erreichen, um die es gehen soll. Wen interessiert das in der Realität auch wirklich ausser die Betroffenen?

Da müsste auch mal ernsthat recherchiert werden, wo die Leute hinvermittelt werden, ein paar freiwillige ALGII Empänger im entsprechenden Alter könnten da Aufklärung bringen, die sich da vermitteln lassen und dann mal schaun, wo sie so landen und unter welchen Arbeitsbedingungen.

Das würd viell. den einen oder anderen Aufrütteln und mal der Realität entgegenbringen ;-)
 

ofra

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#17
Eigenbewerbungen bis heute: Weit über 650. Werden jedes Jahr weniger, da mir die Firmen im Umkreis langsam ausgehen - ich bewerbe mich nur auf Wunsch mehrfach bei der gleichen Truppe.
genau das problem hab ich auch. je länger man am suchen ist, desto schwieriger wird es, noch firmen zu finden, wo man sich noch bewerben kann. auf der webseite des arbeitsamtes findet man kaum noch angebote, und in den zeitungen nur noch vereinzelt. und da kommen dann auf eine stelle hundert bewerber ...
mehr als fünfmal pro firma hat wohl keinen sinn wenn man sich bewirbt.
die merken das ja auch und dann wird man erst recht nicht genommen! - denk ich mal ...
(man erfährt ja nie, was der grund war, warum man abgelehnt wurde.)
so wird die bewerbungs-dichte im laufe der zeit automatisch weniger. früher hab ich pro woche mindestens 2 bewerbungen geschrieben. das würde ich heute auch noch gerne tun. aber es mangelt an angeboten.
habs auch mit initiativ-bewerbungen versucht bei firmen, wo ich gerne arbeiten würde oder branchen, die mich interessieren - kein erfolg!
 

al

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#18
Beruf, Netzwerk-Admin
Alter, 25
Region Rhein-Main
Geschlecht, M
Bezahlung angemessen, sehr gut
Fest angestellt
dauerhaft aus ALG1, ALG2 raus: War in ALG1. Aufbauendes ALG2 fast beantragt.
Jobbe da: Ende März




Um mal Leuten Mut zu machen: Was tun, hilft!

Kurz meine Story:

Mitte 2006 meine Ausbildung hinter mir. Wurde nach 3 Jahren nicht übernommen. Schade. Hat mir sehr dort gefallen. AUsbilder war sehr zufrieden, Cheff mochte mich aber nicht - ich ihn auch nicht. Aufgeblasener wichtigtuer, der nur redet und nix arbeitet.

Hatte mich direkt nach der Abschlussprüfung beworben. Etwa 2 Monate bevor meine AB zu ende war. War etwas knapp, ich weiss. Nur Fullpower-Bewerben udn für ne einmalige-wichtige Prüfung pauken geht nicht. Dann lieber nen Monat arbeitslos sein, dacht ich mir - der Gedanke war richtig.

2 Tage nach Auslauf des AB vertrages konnt ich schon in ner anderen Firma anfangen. War bissel Mundpropagande von nem Freund. Bissel Gespräche. Job war Müll und Nerv. Ich hatte mich nach 2 Wochen weiter beworben.. Nein.. Nix mit Zähne zusammenbeissen: War wirklich schlimm.

ca 1 Monat später hatte ich, 10 min vor meiner Haustür, schon nen neuen Arbeitgeber.

Da war es sehr stressig. Hat mir aber sehr gefallen! Nach 6 Wochen kam Kündigung mit Freistellung... Stelle wurd rationalisiert. Echt mies.. Zumal ich für den Job-in-town viele andere VOrstellungsgespräche absagte.

Machte danach in der Winterzeit den Fehler nur regional zu suchen - maximal 50 km.
Es ging bis in Januar rein. Irgendwann, ihr kennt es ja, ist man verzweifelt, hat geldnöte und zukunftssorgen. Als dann nix mehr half, hab ich mich richtung Frankfurt beworben. Mit voller-Power gings ran. Hatte sogar einmal 6 (!) Vorstellungsgespräche in einer Woche. Als ich noch regional suchte, 2 pro Monat..

Die Sache lief. Zum Ende hatte ich sogar zwei Verträge. Aber man überlegt nicht lang, wenn Job besser und Kohle mehr als beim anderen Arbeitgeber sind und man dafür "grad mal" 20 min pro Weg im Stau steht und man eh bereit ist, umzuziehen.

Meine "statistik" ist dementsprechend gut. Seit Ende Ausbildung grad mal 64 Bewerbungen geschrieben. Ca 25 Vorstellungsgespräche bei *unterschiedlichen* Firmen. Rechnet man die Eigenkündigung, Fremdkündigung, Absage des angebotenen Vertrages und Zusage zu, 4 Arbeitgeber, die mich fest wollten. Bei einem 5. war ich in Schlussverhandlungen.

Ich kann euch folgende Tipps geben, auch wenn ich mit fast 25 doch frisch bin, hab ich leider viel im letzten Jahr lernen müssen, was ich nicht jedem wünsche:

Bewerbt euch auf DAS, was ihr könnt. Der Grund der guten Statistik und der mageren Zahl der Bewerbungen liegt dadrin, dass ich mich auf das Beworben hab, was ich will und kann.

Guckt eure Bewerbungen durch! Das ist eure VIsitenkarte.

Bewerbt euch überregional. Die weiteste Stelle war 180 km/Tag Pendelweg!!! Da war ich in schlussverhandlungen. Ihr müsst nicht wirklich auswandern.

Bleibt am Ball!

Haltet nen Tagesrhytmus.

Geht spazieren, an Frische luft, macht sport. Behebt Depressionen.

Lasst euren Kummer raus. Freunde, bekannte, Foren!

Initiativbewerbungen / Telefonieren brachte bei mir garnix. Nutzt monster.de als Eure VIsitenkarte.

Macht nen guten Eindruck. Per Post, Email, Telefon und Vor Ort.

Bildet euch nebenbei weiter!

Das Amt hat mir garnicht geholfen. Da bin ich froh drüber. Ich hatte nix erwartet und wollte nix. Ausser ALG1, Reisekosten und Bewerbungskosten wollte ich nix und hab nix bekommen.

Keine Zwangsjobs oder sonstiges.
 

jessejames

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#19
Job im Vertrieb

Hallo bin 41 J. alt und war bis Mitte April Arbeitslos. Fand eine Stelle im Ad Vertrieb von Schul- und Bürobedarf, am 16.04 angefangen, gestern hat man mich wieder gekündigt! kein Umsatz da fliegste sofort von weegen Schonfrist, war grad mal 2 Wochen alleine Unterwegs Schulen, Kitas Kigas usw, Ämter Rathäuser, alles Kunden. Da zählt man nicht als Mensch aber die rühmen sich mit ihrer sozialen Ader dort bei Rahmqvist aus Schweden. Von wgen man kann sich melden wenn man Hilfe braucht alles gelogen schon beim Vorstellungsgespräch
 

burki

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#20
Hi,
Alter: 44
Beruf: Dipl.-Physiker
Region: Oberbayern
arbeitslos: seit 2 Jahren und da vorher schon 10 Jahre selbstständig sofort Hartz IVler

Vermittlungsvorschläge seitens ARGE ausschliesslich Hilfsarbeiten (Tierheim, Recyclinghof, Lager, ...) zumeist bei Zeitarbeitsfirmen, doch dafür vorallem in den letzten Monaten in rauhen Mengen.
Ebenso entsprechende "Massnahmen" und EEJs.
Keinerlei Profiling (wobei ich da einige Male auf "meinen" Fallmanager zugegangen bin und auch keine EGV.
O-Ton Fallmanager: "Ihre Bewerbungen sind eh sinnlos...".
Versuch als "offizieller" Lehrer (hatte schon einige Jahre als Lehrer in einer privaten beruflichen Ausbildungsstätte gearbeitet) einzusteigen, scheiterte leider in letzter Instanz an meinem Alter.
Trotzdem viele Eigenbemühungen, die aber erst ab etwa Ende letzten Jahres langsam Wirkung zeigten.
Nach etwa 50 Vorstellungsgesprächen, vielen Tests und Probearbeiten nun ab 1.6. eine vernünftige Stelle in der Softwareentwicklung und Administration.
Gruss
burki
 
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#21
Hab mir mal die Aufgliederung von Grobi geklaut. ;)
Alter: 32.
Familienstand: Noch verheiratet, aber getrennt lebend seit 2001. 3 Kinder (7, 9 & 13) mit in der BG.
Beruf: KFZ.-Mechanikerin, anschließend KFZ.-Aufbereiterin.
Region: Rhön-Grabfeld/ Unterfranken
Seit 1.1.2005 bekomme ich ALG II
Angebote f. Arbeit, Vollzeit: bis heute kein einziges.
Angebote f. Arbeit, Teilzeit: bis heute kein einziges.
Angebote f. Arbeit, Minijob: bis heute kein einziges.

Angebote f. sinnvolle Massnahmen: Existenzgründerseminar. Die Konzeptphase wurde erfolgreich beendet und der Dozent hat mir die Tragfähigkeit bescheinigt. ArGe hat mich dann vorzeitig aus dem Seminar genommen, weil ich nur ein Nebengewerbe hatte und damit nicht zu erkennen ist, daß ich irgenwann auf eigenen Füßen stehen will. Super Begründung.

Angebote f. unsinnige Massnahmen: Sinnloser Kurs mit verschiedenen Praktikas und dollen Gesprächen teilweise über sexuelle Praktiken dazwischen. Hab mich an die Presse gewendet und mich bei ArGe beschwert. 3 Monate Kampfzeit, durfte raus aus dem Mist.
1. EEJ Altenheim: War am Vorstellungstermin krank, hat sich erledigt.
2. EEJ Altenheim: Vorstellungstermin. Dort erfahren, sie suchen Vollzeitkräfte! Altenheim hatte Einsicht, mit Kindern nicht möglich, hat sich erledigt.
3. EEJ Kindergarten: "Zwangseinweisung" in EEJ. Kampf gegen ArGe läuft noch...

Angebote f. Schulungen, Umschulungen, Weiterbildung, Ausbildung, was auch immer: bis heute keine.
Anträge auf Förderung, sinnvolle Massnahmen, Führerschein usw.: Wollte gerne einen PC-Kurs (Html oder sowas in der Richtung). Antwort der Sachbearbeiterin, da ich eine kleine Ebayagentur habe: "Sie können doch schon ALLES!" Klar, ich bin die absolut perfekte, alles wissende PC-Fachfrau! *grumml*
In dem ersten unsinnigen Kurs wurde der Staplerschein angeboten. Durfte ich nicht mitmachen, weil ich nur halbtags da war. Ebenso den Erste-Hilfe-Kurs.

Meine Jobsituation aktuell:
Minijob Zeitungszustellerin, selbst gefunden 2003. Seitdem ohne Urlaub durchgearbeitet.
Nebengewerbe Ebayagentur, Designerin für Kettenkleidung, Produktion von selbstentwickelten Brettspielen. Keine Hilfe von ArGe, bekomme eher Steine in den Weg gelegt. Selbstständigkeit ist zur Zeit stillgelegt, da ich das zeitlich mit dem EEJ nichtmehr auf die Reihe kriege.
Fulltimejob Mutter: Ein Sohn mit Sprachschwierigkeiten, einer hochbegabt und der dritte in der Pubertät.
Wie man sieht, sitze ich also den ganzen Tag nur faul rum und darf deshalb jetzt eben den EEJ machen. Das ist das Einzige, was mir die ArGe besorgen kann...

Beobachtungen in all der Zeit (Kompliment an Grobi, geil geschrieben! *grins*):
"Vermittlung" läuft hier scheinbar eher über Leute aus ALG II herausmobben. Hilfe für die Selbstständigkeit gibt es nicht, wenn man nicht nach der Nase der ArGe tanzt. "Fördern" wird hier ganz klein geschrieben, dafür "Fordern" umso größer...
Alkoholismus/Drogenkonsum wird auch bei uns von den Vorgesetzten in dem EEJ als normale ALG-Begleiterscheinung gesehen und daher pauschal unterstellt. Deshalb auch langwierige Vorträge darüber, statt sinnvoller Qualifizierung... Da ALG II Empfänger aber scheinbar prinzipiell blöd sind, steht uns demnächst auch noch ein Vortrag über AIDS ins Haus. Schöne vorurteilsfreie ALG-II-Welt...
 

Wernersen

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#22
Arbeitsplätzchen für Herrn Wernersen

Hallo Martin,

Alter:48
Familienstand:Ledig
Wohnung:40 qm Miete:205 €(kalt) NK:105 €(Monat / Strom, Gas)
Arbeitslos:01.07.02 - 28.02.2007 (nur unterborchen von einer 7-monatigen befristeten Beschäftigung, Gehalt 2600 € Brutto)
Arbeitplatz: Seit 01.03.07(Probezeit sechs Monate)
Tätigkeit: Netzwerkadmin
Gehalt: 13 Monatsgehälter(2800 € Brutto derzeit)
Urlaub:30 Arbeitstage
Arbeitszeit:Gleitend 40 Stundenwoche(Mo - Fr)
Die Arbeitsstelle hab ich mir selbst im Internet gesucht.
Kurse vom AAmt in dieser Zeit: 3(2003, 2004 und 2006) alle erfolgreich abgeschlossen, erworbene Zertifikate:LPI1(Linux), CCNA(Cisco), MCSE(Microsoft)
Vom Arbeitsamt in dieser Zeit vorgeschlagene Stellen:5 davon war eine berufsfremd, eine bereits vergeben, von einer nix mehr gehört und zwei Absagen(eine innerhalb von zwei Minuten, nachdem die E-Mail weggeschickt war.
Bewerbungen geschrieben mit PC:100
Bewerbungen Online geschrieben:100

Liebe Grüße Wernersen
 

RobertKS

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#23
Hallo zusammen,

Also das der Arbeitsmarkt für ältere brummt hab ich auch nicht gemerkt.

Ich bin 45 Jahre alt, komme aus Kassel, und eigentlich gelernter Steuerfachangestellter, leider ohne Berufspraxis, mangels Arbeitsplatz 1996 bis heute.Bewerbe mich derzeit als Bürofachkraft (logischerweise auch ohne Berufspraxis), aber leider erfolglos.Bin seit 1996, mehr oder weniger arbeitslos, da ich durch Lehrgänge im Computer - sowie kaufmännischen Bereich unterbrechen konnte.Stellenangebote vom Amt gleich null, daher suche ich im Internet nach Stellenangeboten.Habe bisher fast 550 Bewerbungen geschrieben.
Vermittlungshemmniss: Wirbelsäulenproblem (Lumbalgie)

Gruß Robert ;)
 

bert62

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#24
Manchmal geht wenigsten ein Stück was....

Ich hatte eine Rehamaßnahme (da Bandscheiben-OP) "zur Teilhabe am Arbeitsleben" vermittelt vom Arbeitsamt (damals ALG1), finanziert von damals LVA (mit Übergangsgeld), als ich 42 Jahre war und eine Umschulung auf Grund meines Alters abgelehnt wurde (über 40).
Ich hatte mich darauf eingelassen, weil ich dachte o.k.
Es war sinnlos, Praktikas in Betrieben die nur Urlaubsüberbrückungen oder Hilfskräfte für Saisonaufträge brauchten und mir schon am ersten Tag sagten-keine Übernahme.
Habe mir jetzt selber was gesucht (Bildungsträger) und als jetziger ALG2-Empfänger einen Bildungsgutschein beantragt.
Morgen kann ich ihn nach 2 Monaten ALG2 abholen und vom Bildungsträger ausfüllen lassen.
Dann gebe Gott, daß ihn die ARGE genehmigt und ich habe wenigsten eine Weiterbildung.Ich kriege weiter ALG2 zum "Leben" und die Kosten der Maßnahme+(meines Wissens) Fahrgeld.
Wenn ich nach 10 Monaten fertig bin und bestanden habe, hoffe ich nur das ich damit Arbeit finde.
Der Bildungsträger arbeitet wieder mit Firmen in meiner Weiterbildungs-Fachrichtung zusammen, wo während der Maßnahme auch Praktikas durchgeführt werden.
Vielleicht ist das diesmal was reales trotz meines "fortgeschrittenen" Alters von dann 46 Jahren.
Fazit: Nicht was vom Amt "drauf drücken" lassen (die wollen einen nur los werden), sondern versuchen selbst was zu finden, dann geben die auch einen Bildungsgutschein, damit man aus der Statistik raus ist.
Damit kommt man, glaube ich weiter.

ALSO, DIE HOFFNUNG STIRBT ZU LETZT !

P.S.: Die ganze Geschichte spielt sich hier in Dresden/Sachsen ab und zieht sich jetzt über ca.5 Jahre.ALG1-Übergangsgeld-Krankengeld-ALG2.

Ähnliche Erfahrungen, auch aus anderen Bundesländern wären interessant.

mfg Bert
 

Zap

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23 Mai 2007
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#25
Bin Neu hier + bei Hartz4........

tach zusammen,

bin 52 j. (alt/jung...;--))) und nach 32 berufsjahren beim puff-peter-hartz4 gelandet/gestrandet.
gelernter industriekaufmann (ab 15j); seit ca. 27 jahren selbständug (Taxi+dann Versicherungsvertreter).

schon beim ersten auftritt in der arge sagte ich denen, das ich weder millionen bewerbungen for nothing schreibe noch irgendwelche "massnahmen" for nothing mache - ich bin immer noch MENSCH....*!

bis dato (seit 19.12.06.) werde ich nicht behelligt; aber meine freundin (45) wird nun trangsaliert mit 1-euro-scheisse und aqa-massnahmen.

will nur sagen, macht euch nicht immer so klein und lasst euch die amts--scheisse nicht immer gefallen.

ich lese hier sehr viele sachen, die man(n) mit mir NICHT machen könnte...!!!

ich muss zur kenntnis nehmen, das für mich KEIN adäquater job in greifbarer nähe ist UND: ich verkaufe mich NICHT unter preis.

macht euch grade und organisiert euch regional; ich bin da auch gerade aktiv und für mich ist das auch ALLES erstma neuland.

mehr wollte ich garnicht sagen......;--))

herzzlichst
Zap*
 

legia

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#26
ich gehöre aufgrund meines alters (unter 25) zu der besonders geförderten gruppe, gleich bei alg2 antragstellung wurde ich in eine massnahme vermittelt, in die alle neukunden vermittelt werden. entsprechend ist auch das publikum. von menschen die weder rechnen noch schreiben können bis hin zu uni-absolventen ist alles dabei und natürlich sind alle teilnehmer für die dauer der massnahme weg aus der arbeitslosenstatistik. nächste woche neigt sich für mich die massnahme (4 wochen, vollzeit) dem ende zu und ich habe immer noch keine rückmeldung bezüglich meines alg2 antrages. leider hat die arge abends auch nicht offen, um mal nachzufragen und ob die nachweise die ich nachreichen sollte, aufgrund der massnahme geht es nur über den arge-briefkasten, angekommen sind, weiß ich auch nicht. am ende der massnahme kriegt jeder eine bewertung über die verschiendesten disziplinen die es so gibt und natürlich fort- und weiterbildungsvorschläge an die arge, der träger der massnahme kann jedoch auf die weiteren entscheidungen der arge keinen einfluss nehmen.
 

Helena

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#27
Hallo,
ich bin 42 Jahre alt, alleinerziehend mit 2 großen Kindern, gelernte Bürokauffrau ohne "Erfahrung". Da meine Kinder statt Unterhalt Sozialhilfe bekommen haben, ist seit 2005 nicht mehr das frühere Arbeitsamt für mich zuständig, sondern Amt für Soziales. Seitdem bin ich total vergessen, bekomme keine Stellenangebote, keine Einladungen, lediglich ganz selten unsinnige 1-Euro-Jobs. Ich suche nicht mehr in meinem gelernten Beruf, sondern alles Mögliche, vom Verkäuferin bis zur Putzfrau. Ich bin sehr verzweifelt, denn ich bekomme NICHTS! Keine einzige Einladung zum Vorstellungsgespräch. Inzwischen weiß ich, es liegt an meinem Namen und meiner Herkunft. Obwohl ich Deutsche bin und als 17jährige mit meinen Eltern damals nach Deutschland kam. Es ist die reinste Diskriminerung! Obwohl ich seit 25 Jahren in Deutschland lebe, gibt man mir nicht die Chance, in Würde zu leben. Eine andere Erklärung finde ich leider nicht. Es ist auch bewiesen, warum gibt es in Frankreich und anderen EU-Ländern inzwischen eine anonyme Bewerbung? Warum wird es in Deutschland nicht praktiziert? Seit meiner Scheidung lebe ich total zurückgezogen, ohne soziale Kontakte, hoffe eine Stelle durch eigene Bemühungen zu finden. Wie es aussieht, ohne "Beziehungen" läuft es nicht. Ich bin total am Ende. Mit etwas Kleingeld würde ich längst auswandern, schon alleine wegen der Kinder, damit sie ohne Probleme eine Ausbildung bekommen. Hier bekommen sie trotz Abitur keine.

Liebe Grüße

Helena
 

Zappelelse

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#28
Hallo,

Ich hab mich hier heute mal eingefunden.

Scheint das erste Forum zu sein in den man nicht beschimpft wird nur weil man H4 bekommt.

Auch mal von mir kurz meine Arbeitsgeschichte

ich bin am 12.01.2000 in den Mutterschutz gegangen, mein Arbeitsvertrag war befristet und endete am 24.01.2000

Mein Mann hat mir nie von seinen Finanziellen Problemen erzählt, ich habe regelmäßig mit seinem Gerichtsvollzieher Kaffee getrunken.

Nachdem ich kein Erziehungsgeld mehr erhalten habe habe ich meine Tochter in die Krippe gebracht, ging zum Arbeitsamt und fing an mich zu bewerben. Ich hab auch sofort einen 400,-€ Job gefunden.

Dann bekam ich eine Weiterbildung vom Arbeitsamt. Man dachte ich ging das alles schnell.
Ich hab diesen ECDL - Computerführerschein gemacht und Wirtschaftsenglisch.

Ich Glaubte nun reißt sich der Arbeitsmarkt um mich.
zuerst hab ich alle Zeitarbeitsfirmen abgeklappert.
Das Resultat war niederschmetternd, ich sei zu lange aus meinem beruf ich hätte keine Chance vermittelt zu werden, ausserdem fehle mir die Berufserfahrung.

Also bewarb ich mich allein.

Dann wurde mein Mann arbeitslos, weil sein Betrieb aufgab.
Jetzt bewarb ich mich auch auf Vollzeitstellen in allen möglichen Bereichen.
Ich habe in den letzten 2,5 Jahren 467 Bewerbungen geschrieben und nur 221 Absagen erhalten, ( hab ich in exel dokumentiert )
von dem Rest hab ich nie was gehört.
Ich bin 40% Gehbehindert, ich kann nicht jeden Job ausüben.

Seit 2,5 Jahren bin ich von meinem Mann getrennt
Ich mußte meinen geliebten 400,-€ Job aufgeben ( ich hatte keine Betreuung für mein Kind von 17:30 - 23:30 Uhr )

Das war gerade noch Sozialamt nicht H4 ich bekam damals noch Arbeitslosenhilfe

Früher war ich toll, taffe Hausfrau. Um Kind und Mann kümmern und fürs eigene Vergnügen ein bisschen Jobben gehen, die absolute ideallösung.

Tja dann war ich Alleierziehend und Arbeitslos.
Plötzlich war ich so ne typische Hartz4 Empfängerin, ich könne ja arbeiten gehen.
Und überhaupt, warum trennst du dich von deinem Mann wenn du das gar nicht alleine Finanzieren kannst.

Das war eine schlimme Zeit, ich hab eine Bewerbung nach der anderen geschrieben, war zum bewerbungscoatch.
Am inhalt meiner Bewerbung liegt es nicht.

Das Loch in das man fällt wird von absage zu absage tiefer.

Ich stehe seit 2,5 jahren auf der Warteliste für einen 1,-€ Job
ich würde in die Luft springen vor Glück wenn ich einen bekomme.

Ich hab versucht Ehrenamtlich arbeit zu finden, auch nichts
 
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13 Nov 2006
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#29
Hiho

Melde mich auch gerne zu dieser Umfrage:

Alter: 46, alleinerziehend
Eine Tochter mit 13, zwei Töchter erwachsen
Seit zweieinhalb Jahren arbeitslos
Arbeite seit einem Jahr bei der AWO als ehrenamtliche Mitarbeitern, damit mir zuhause nicht die Decke auf dem Kopp fällt und ich ein paar euro nebenher habe, die ich dringend brauche.

Habe ab dem 15. Juni eine 50% Stelle in einem Altenheim im Umkreis Stuttgart als Stationshilfe gefunden. Bezahlung nicht gerade toll:-( grade mal 625 Euro. Da mir aber die AWO meine ehrenamtliche Tätigkeit in einen 400 Euro Job umwandelt und ich dann mehr Stunden machen kann, werde ich es wohl schaffen aus dem Hartz 4 Getöns aussteigen zu können. Krieg jetzt auch net mehr als 700 Euro. Das werde ich wohl mit den beiden Verdiensten überschreiten und bin somit aus dem Bezug raus.
Bedeutet für mich aber auch neue Schulden, da ich wohl ein Darlehen beantragen muss, um im Juli Geld für meine Miete zu haben.

Ansonsten hab ich auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chancen, da ich keine volle Ausbildung habe und drei Kinder erzogen habe, von der ARGE kam so gut wie NICHTS, ein einziger Vorschlag in all der Zeit.

Liebe Grüße

Ela
 

Hallodrio

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#30
Ja,

war fast 3 Jahre AL, davon ca 6 Monate ALG2

Arbeit seit Feb. 2007, Chef weiss nix von AL2

Arbeit nur über Eigeninitaitve erhalten über einen privaten Vermittler, Vermittlungsgutschein, auch Eigeninitative

Vom Amt kam so gut wie nie was, Meldung nur alle 3 Monate, wenn mal ein Arbeitsangebot gesendet wurde war es absolut unbrauchbar.

Ich, 32, w, ungebunden
 

alpha

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#31
Alter: 35.
Familienstand: ledig
Ausbildungen: a) Fachlagerist (damals hieß das noch Handelsfachpacker) und b) Industriekaufmann

Fortbildungen/Kurse/Praktika: 3 Praktika im Bereich IT (PCs zusammenschrauben etc.) ,Handel (Hiwi Arbeiten) und Industrie (Stahlwerk-Materialwirtschaft), Wirtschaftsenglisch, Cambridge FCE, Verkaufstraining, Rhetorik+französisch Kurs VHS, Sprachen: Englisch: gut, Französisch: rudimentär

Dem deutschen Staat (*lach*) treu gedient bei Bundesluftwaffe

Bin Jan 2003 arbeitslos geworden (Fa. mußte Personal abbauen wegen "Umstrukturierung" sowie der Feststellung eines sog. Logistikers, dass die Personalkosten zu hoch wären)
Seitdem: Schaden am Knie, konnte urspr. Tätigkeit nicht mehr machen, nach ca. 7 Monaten Bearbeitungszeit des AA konnte ich Umschulung machen (2 Jahre). Erfolgreicher Abschluss - aber keine Stelle im kaufmännischen Bereich zu finden. Hätte Lagerarbeiter machen können (Zeitarbeit ca. 7€), aber aufgrund körperl. Einschränkung nicht möglich. Call Center Agent in Niederlanden wäre möglich gewesen, aber aufgrund neu aufgetauchter familiärer und persönlicher Probleme kein Umzug möglich. Mehrere Bewerbungen nach UK, Irland + NL geschrieben, festgestellt, dass die Firmen dort überwiegend -> vernünftiger und respektvoller <- mit Bewerbern umgehen als die deutschen !!

Angebote f. Arbeit, Vollzeit: bis heute ca. 8-9, auf alle beworben, 2 waren schon besetzt, 2 waren total ungeeignet.. aber immerhin.
Angebote f. Arbeit, Teilzeit: bis heute kein einziges.
Angebote f. Arbeit, Minijob: bis heute kein einziges.
Angebote f. sinnvolle Massnahmen: - (Ausser eines Bewerbungstrainings, was ich selber vorgeschlagen hatte, nach ca. 20 erfolglosen Bewerbungen)
Angebote f. unsinnige Massnahmen: -
Angebote f. Schulungen, Weiterbildung, Ausbildung, was auch immer: - (alles selber gesucht und bezahlt - Volkshochschule mit Sozialtarif zB)
Anträge auf Förderung, sinnvolle Massnahmen, Führerschein usw.: Ein Vorschlag meinerseits für SAP Schulung wurde nicht weiterverfolgt.

Eigenbewerbungen bis heute: Ca. 100-110. Werden weniger, da mir die Firmen im Umkreis langsam ausgehen.

Beobachtungen in der Zeit von 06/06 - heute:
Vermittlung: "Meine" Arge arbeitet rel. gründlich, kaum was geht verloren (bisher)
Meine Vermittlerin ist rel. okay, jung und hat das Problem, dass sie einfach überfordert ist mit den vielen versch. Berufsgruppen die sie bearbeiten muss. Kennt zB. nicht das SAP Programm..weil bei Arge die "Kunden" per Nachnahme den Vermittlern zugeteilt werden, nicht nach Berufen. Arbeitstellen für Leute wie mich können sie dort natürlich auch nicht schaffen.
Leistungen: Ebenfalls rel. junge SB, die schon darauf achtet möglichst Geld zu sparen. Allerdings wurden mir bisher die Leistungen pünktlich überwiesen. Wegen 10€ oder so, die ich eigentl. mehr bekommen müsste, nach meinen Berechnungen, habe ich aber keinen Aufstand gemacht, da ich das halbwegs "gute" Verhältniss mit Arge nicht riskieren will. Können einem ja, wenn sie wollen, das Leben noch mehr verderben. Behandlung bei Arge: Angemessen, man wird sogar auf Flur gegrüßt.

Ich denke als H4 ist es sehr schwer wieder in Arbeit zu kommen, ausser Niedriglohn, Sklavenarbeit o. 1€ Job. Sogar meine in Eigeninititive durchgeführten Fortbildungen interesieren die Arbeitgeber hier kaum.
 

ladydi12

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#32
Hallo zusammen,

obwohl ich jobmäßig erst guter Hoffnung war, sieht es bei mir jetzt total traurig aus. Im klartext: Nix aber absolut NIX!! in aussicht.

meint ladydi12
 

alpha

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#33
Da fällt mir noch eine Frage ein: Ab wann ist man eigentl. eine "Fachkraft"... nur mit Studium, 1er Noten, 25 Jahre jung + 10 Jahren Berufserfahrung und dem Willen auch für Niedriglohn zu arbeiten ??

Normale Ausbildungen + Fortbildungen zählen anscheindend kaum noch und Abi habe ich auch net (nur qual. FOR).... wahrsch. wird man bald als Fensterputzer studiert haben müssen und div. Diplome vorweisen müssen...

Ausserdem wollte ich noch hinzufügen, dass sich inzwischen auch bei mir (wahrsch. durch längere Arbeitslosigkeit bedingt) das nicht zurücksenden von (teuren) Bewerbungen häuft..habe für diesen Monat (bedingt durch Gasrechnung, KFZ-Versichung+Steuer - man muss ja mobil sein) noch ca. 90€ zum Leben.
 

corazon1311

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#34
Will mich hier auch mal kurz einreihen.

Bin 44 Jahre, weiblich, geschieden.
Alleinerziehende von zwei Teenies.
Raum östliches Ruhrgebiet.

Suche seit meiner Trennung (3 Jahre!!) eine Arbeit, die uns drei über Wasser hält. Bevorzugt in meinem erlernten Beruf, den ich bis zur Geburt meiner Kids ausgeübt habe (Bürokauffrau, Buchhaltung u. Büroallroundkraft).

Von Arbeitsamt oder Arge kam in der ganzen Zeit ein einziges Angebot.
Aber dort war man wohl auch nicht scharf auf eine Alleinerziehende.

In 2004 hat man beim Arbeitsamt alles versucht, um mir eine Fortbildung als Berufsrückkehrerin zu verwehren. Dumm gelaufen.......habe das Haus nicht verlassen, bis ich einen Bildungsgutschein für 12 Monate in der Hand hatte......:))

Trotz toller Schulung (Buchhaltung aufgefrischt, DATEV u. ECDL) keine Chance.

Zwischenzeitlich bei einem Möbelhaus im Restaurant ausgeholfen --> eigene Initiative.

Auf Vorschlag der Arge habe ich auch Call-Center versucht ("Schulungsmaßnahme", mit Versprechungen, die einfach unwahr waren) ---> unmöglich!! 50 km Anreise mit Zug und klappte nicht mit den Kids. Sohn hat in der Zeit Therapie geschmissen.

Am 18.07.07 trete ich nun eine minderbezahlte Stelle (30 Std/Woche, 1.100,- Euro brutto, 2 Jahre befristet) in meiner Nähe an. Entspricht nicht meinem Können, aber ich hoffe immer noch, etwas Besseres zu finden.

Bewerbungen in schriftlicher Form bis dahin um die 100.
Unzählige mündliche Versuche kommen dazu.

Ich denke, dass ich damit erstmal raus bin aus ALG II. Kann das auch nicht mehr.......dieses ständige Rechtfertigen, nach deren Pfeife tanzen usw.

Wünsche allen anderen hier viel Glück und viel Erfolg!!!!

corazon
 

redfly

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#35
Hallo corazon1311,

ich habe nur mal ein Frage, wie kann man mit 1.100 € Brutto den Bedarf mit 3 Kindern plus die Unterkunftskosten decken ? Ich denke Dir steht trotz der neuen Beschäftigung aufstockendes ALG II zu.


mfg ft60user
 

Arwen

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#36
Hallo

Wenn noch Kindergeld für drei Kids, evtl. Unterhalt und vielleicht Wohngeld dazu kommen, ginge das... irgendwie...


Gruß, Arwen
 

corazon1311

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#37
Hallo ft60user, hallo Arwen,

stimmt, zu meinem Lohn kommt Kindergeld für zwei Kids und zweimal Mindestunterhalt hinzu.

Ob mir noch Wohngeld zusteht, müßte ich mal klären. Ich weiß, dass ist nicht gerade viel, aber irgendwie kommt man damit schon hin.

Meine Kids und ich haben keine großen Ansprüche (kein Auto etc.). Das Einzige, was mir im Magen liegt, sind zwei Klassenfahrten im kommenden Schuljahr, die nun kurzfristig beschlossen wurden. Macht zusammen mal eben schlappe 550-600 Euro incl. Taschengeld. Ersparnisse haben wir keine mehr (104 Euro....das wars).

Na ja.....wir werden sehen.

Grüße

corazon
 

ofra

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#39
wie sich immer wieder zeigt, kommt von der ARGE so gut wie nix an stellenangeboten. wenn man mal dort gelandet ist, ist es vorbei mit förderung jeglicher art.
ich hab vor mehr als einem jahr weiterbildung+praktikum gemacht. seither nix mehr an angeboten erhalten. vielleicht im herbst wieder eine neue weiterbildung.

ich habe auch den eindruck, wie manche andere hier, dass eigeninitiative und weiterbildungen keinen eindruck mehr machen auf arbeitgeber.
ich frage mich oft, welche art von mitarbeitern die sich eigentlich wünschen?
eine höhere bezahlung aufgrund besserer qualifikation kann man sich ja auch nicht erwarten.
 

Arwen

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#40
E

ExitUser

Gast
#41
Aus PR Sozial:

ARGE kann Klassenfahrten auch ohne Hartz IV fördern Donnerstag, 28. Juni 2007 Auch wer kein Arbeitslosengeld II (ALG II)/Sozialgeld bezieht, kann von der örtlichen ARGE (im Kreis Soest: aha) einen Zuschuss zu den Kosten einer Klassenfahrt bekommen. Darauf hat jetzt der DGB-Ortsverband Anröchte-Erwitte-Geseke (DGB A-E-G) hingewiesen. "Wenn das Familieneinkommen für einen regelmäßigen Bezug von ALG II zu hoch ist, kann die Familienkasse mit den Kosten für einen mehrtägigen Schulausflug überfordert sein. Dann muss die aha einspringen!", betont Ortsverbandsvorsitzender Holger Schild. Weil dazu immer wieder Fragen an die Gewerkschafter herangetragen wurden, haben sie eine entsprechende Information an die Schulen in Anröchte, Erwitte und Geseke gesandt - an die Schulleitungen, die Elternpflegschaften und die Schülervertretungen. "Wir hoffen, damit für mehr Klarheit zu sorgen", wünscht sich der DGB-Ortsverband.
In einer Antwort auf eine Anfrage im Bundestag hat die Bundesregierung betont, dass eine finanzielle Unterstützung für pädagogisch wertvolle, mehrtägige Klassenfahrten zusätzlich zu den Regelsätzen erbracht wird. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen. Ein entsprechendes Gerichtsverfahren hat die für den Kreis Soest zuständige ARGE vor dem Dortmunder Sozialgericht verloren. Sowohl die Antwort der Bundesregierung als auch das Gerichtsurteil gegen die aha dokumentieren die heimischen DGBler auf ihrer Internet-Homepage unter www.DGB-Ortsverband.de.
"Grundsätzlich kann und sollte jeder einen Antrag auf ALG II/Sozialgeld stellen, der über ein nur geringes Einkommen verfügt", empfehlen die Gewerkschafter. Wenn besondere, einmalige Belastungen anstehen, ist das besonders dringend zu empfehlen: Bei Klassenfahrten ebenso wie bei der Geburt von Kindern oder einem Umzug in eine andere Wohnung. Das kann - und sollte - auch bei einem abgelehnten Antrag auf ALG II/Sozialgeld passieren.
Gewerkschaftsmitglieder können sich dazu vom DGB oder ihrer Gewerkschaft individuell beraten lassen. Allen Bürgerinnen und Bürgern steht neben den örtlichen Arbeitslosenberatungsstellen auch die aha für die Beantwortung der Fragen zur Verfügung: "Umfassende Beratung und Aufklärung über individuelle Ansprüche ist der aha ein Herzensanliegen", weiß Holger Schild. Außerdem sei die aha zu der umfassenden Information und Beratung gesetzlich verpflichtet.
Voraussetzung für finanzielle Unterstützung durch die aha ist aber immer ein entsprechender Antrag. Den sollte man unbedingt stellen, auch wenn das Anliegen schon mündlich abgewiesen wird. "Nur mit einem schriftlichen Bescheid kann man nachprüfen, ob die Beurteilung der aha richtig ist und nur gegen einen solchen Bescheid kann man kostenlos Widerspruch einlegen", so die heimischen Gewerkschafter. Falsche aha-Entscheidungen können natürlich auch auf dem Rechtsweg überprüft werden.

Holger Schild
Holger.Schild@DGB-Ortskartell.de


Viele Grüße,
angel

 

burki

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#43
Hi,
wie sich immer wieder zeigt, kommt von der ARGE so gut wie nix an stellenangeboten. wenn man mal dort gelandet ist, ist es vorbei mit förderung jeglicher art.
ich hab vor mehr als einem jahr weiterbildung+praktikum gemacht. seither nix mehr an angeboten erhalten. vielleicht im herbst wieder eine neue weiterbildung.

ich habe auch den eindruck, wie manche andere hier, dass eigeninitiative und weiterbildungen keinen eindruck mehr machen auf arbeitgeber.
ich frage mich oft, welche art von mitarbeitern die sich eigentlich wünschen?
eine höhere bezahlung aufgrund besserer qualifikation kann man sich ja auch nicht erwarten.
auch wenn ich hier schon geschrieben habe, eine Anmerkung:
"Meine" ARGE hatte mir in den letzten Monaten etwa 50 "Jobangebote" geschickt, die eben den Bodensatz (max. Stundenlohn 7 EUR, fast durchwegs nur mit PKW erreichbar, alle über 50 km entfernt, primär 3 Schichten, ...) darstellten.
Da ich Physiker mit sehr gutem Diplom und langjahriger Berufserfahrung bin (bin nur aufgrund familiären Gründen - habe meine krebskranke Schwester gepflegt - aus der Selbstständigkeit ins ALGII hineingerutscht), fanden diese Zwangsbewerbungen bei den Firmen zum Glück kaum Gehör.
Praktika (z.B. als Packhelfer) wurden mir auch aufgezwungen, doch glaubt ihr wirklich, dass die Massnahmen einer ARGE qualifizierend sind?
Natürlich hat sich ein Grossteil der Arbeitgeber bei den Einstellungskriterien in einen gewissen Wahn hineingesteigert, doch meine ich immer noch, dass die Eigeninitiative mehr oder minder der einzigste Weg raus aus Hartz IV ist.
Ihr glaubt nicht wie sehr ich gejubelt habe, als ich vor 2 Monaten meinen jetzigen Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Dabei ging es mir weniger um die Kohle, als um das Freihheitsgefühl, bzw. das Gefühl endlich wieder Mensch sein zu dürfen und nicht ständig von völlig ungeeigneten ARGE-Mitarbeitern drangsaliert zu werden.
Gruss
burki
 

corazon1311

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#44
Hallo Kerstin,

ich komme erst heute dazu hier vorbei zu schauen.

Ganz lieben Dank für den Link (liess sich bei mir einwandfrei öffnen).
Diese Info war mir neu. Ich werde dies berücksichtigen, wenn die Schule mit den endgültigen Daten und Zahlen um die Ecke kommt.
Ich finde es toll, dass einem hier so selbstverständlich weitergeholfen wird.:icon_daumen:

Liebe Grüße
corazon
 

Fortunatus

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#45
Der Aufschwung ist da, nach fünf Jahren schlecht bezahlter geförderter Jobs, Fortbildung, Bewerbungskurs, 1-Euro-Job und ehrenamtliche Arbeit, habe ich ab Montag für 7 Monate wieder einen Job. Zwar nur ein Aushilfsjob, dafür aber eine recht anspruchsvolle kaufmännische Tätigkeit, die gut bezahlt ist. Alternativ hatte ich noch folgende Angebote die letzten 2 Wochen: 1 Halbtagsjob für 1 Jahr oder 2 Zeitarbeitsjobs, auch beide befristet. Na ja, aber ich frage mich halt, was ist dann nach den sieben Monaten? Dann geht der ganze Fu.. mit der ARGE wieder los. Als ein Bekannter neulich meinte, jetzt ist die Zeit endlich wieder richtig Fuß zu fassen, da sagte ich, dass eine Wahl zwischen Halbtags oder befristeter Aushilfstätigkeit ohne Übernahmemöglichkeit wirklich der Aufschwung schlechthin ist, Angie ich danke Dir, Du bist so toll! Zumindest 7 Monate Ruhe vor den Menschen, die einem helfen wollen sich subterran zu verwirklichen
 

Kolja1963

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#46
Fast geschafft

Hallo bin neu hier,

Alter: 43
Abschluss: Sparkassenbetriebswirt
seit 30.06.2002 arbeitslos, erst ALG1, dann ALGII und Hartz IV
verheiratet, 1 Kind 2 J. (ab Dezember 2. Kind)

Dank eines "vernünftigen" Fallmanagers wenig Probleme. Nur wirklich sinnvolle Bewerbungen geschrieben. (insg. ca. 50). Keine Weiterbildungsangebote erhalten, da sowieso überqualifiziert. Diverse Vermittlungsangebote über ARGE.

Jetzt ist es passiert!!!:icon_biggrin:
Jobangebot über Arbeitgeberservice Agentur Halle/Saale (ca. 160 km Entfernung, rd. 3 Std. mit dem Auto)

unbefristet und fair bezahlt !!!!! Zusage am 16.07.2007, Vertrag am 20.07.2007.
Problem: soll/kann am 01.08.2007 dort anfangen

ABER

Zahlung H4 vorläufig eingestellt (Brief kam gestern (Sa.)). Mobilitätshilfen beantragt, noch kein Bescheid. Logischerweise kein Geld für die Fahrt, die 2. Unterkunft, das Leben an sich etc.

Geld bei Verwandten und Bekannten leihen fällt flach, da erst vor einer Woche mein ur-altes Auto den TÜV nicht überzeugen konnte und die liebe Verwandtschaft mich/uns beim Erwerb eines (halb-)alten Autos unterstützt hat.

Morgen früh ohne Termin Aufschlag bei der ARGE geplant um den Job doch noch zu retten.

Hoffentlich noch ein Happy-End

Grüße an alle Hoffenden

P.S.: kann auch ganze Sätze schreiben, hält aber beim lesen zu sehr auf.

Nachtrag:

Habe gerade den Thread gelesen, dass die ARGE tatsächlich das Recht hat die Leistungen einzustellen, obwohl der gesunde Menschenverstand sagen müsste, dass bis zu einer nachträglichen Lohnzahlung der Arbeitswillige und seine BG ggfs. schon verhungert ist, oder die Arbeit gar nicht aufnehmen kann etc. Auch ein Vorschuss vom zukünftigen Arbeitgeber bringt bei genauem Nachdenken natürlich überhaupt nichts, weil sich das Problem damit nur verschiebt, falls überhaupt ein AG bereit ist einem neuen MA einen Vorschuss zu gewähren. Bleibt nur das Darlehen, falls es bewilligt wird (oder gibt es da einen "Rechtsanspruch").
 

Der Kutscher

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#47
Hallo Ex-Kollegen !

Ja, ich hab grad nen Job gefunden - bzw. gleich mehrere !

Bin ein 40jähriges Männchen aus Kiel, gelernter Maschinenschlosser, hab aber jahrelang als Kraftfahrer gearbeitet.
Vom Arbeitsamt oder Jobcenter kam in 2 1/2 Jahren EIN Jobangebot, für ne Leihfirma....
Nun sollte ich nen 1€-Job kriegen, hab daraufhin mal ernsthaft gesucht, und massenhaft Stellen gefunden, und alle so gut oder sogar besser bezahlt als früher ! Hätte überall sofort anfangen können ! :biggrin: Keine Ahnung warum...aber ich finds gut !

Wünsche Euch allen auch so viel Glück und Gute Besserung !!!
 

zeppi

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#48
Hallo,
bin auch neu hier... ist zwar schon etwas länger her, aber hier mal die Daten zur Umfrage :

Alter : 34
Beruf : System Engineer
Ort : Zürich ( CH )
Anstellung : Vollzeit, unbefristet
Gehalt : ca. 3750 Euro (netto, je nach Umrechnungskurs CHF-EUR )
Urlaub : 25 Tage
tägl. Fahrweg : 13 km einfach
ALG II : raus
Familienstatus : ledig

Ist mittlerweile schon 1 Jahr her...aber von der ARGE war ich trotzdem enttäuscht.

Mitte 2004 habe ich meine IT-Firma verkauft und bin dann direkt 2005 in ALG II abgerutscht. Ich wollte von Anfang an eine Weiterbildung in der IT-Branche, da ich dort selbständig war. Allerdings war dafür zuerst bei dem Arbeitsdamt ( so hiess es 2004 noch ) nie Geld vorhanden. Nach ca. 1 Jahr warten und Nichtstun, gabs dann ab September 2005 wirklich einen Bildungsgutschein. Nach Abschluss der Bildungsmassnahme hatte ich dann innerhalb von 2 Wochen in der Schweiz ( wo ich von Anfang an auch hin wollte ) einen Job.
Hilfe vom Arbeitsamt : null
Stellenangebote : null ( hab ich nicht danach gefragt )
Auswahl der Weiterbildung und Erörterung, was alles darin sein sollte : ARGE = null ( hab ich mich selbst darum gekümmert ).

Ich bin immernoch sauer, weil ich 1 Jahr hingehalten wurde und ich wenn ich das vorher gewusst hätte, die Massnahme selbst bezahlt hätte. Ich verstehe auch die Logik nicht : So kam der Staat 1 Jahr für mich auf ( incl. Bildungsmassnahme natürlich etwas länger... ) und ich habe dem Amt auch exakt erklärt, was ich machen will und wie gut die Chancen in der Schweiz stehen...bzw. schon damals standen...

Grüsse

Peter
 

Debra

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#49
In diesem Jahr ist es besser geworden. Die Firmen stellen wieder ein und haben auch das Alter heraufgesetzt (bisheriges absolutes Limit für Büro: 45, jetzt nehmen sie auch drüber).

Insgesamt hatte ich mehrere Stellenangebote, zu unterschiedlichen Konditionen. (Angebote von der ARGE: nicht akzeptabel, da dann SOFORT der Lohn gedrückt wird, so dass man netto gerade so viel hat wie ALGII.) Viele waren aber nur über ZA (Urlaubsvertretung etc.), also prekär.

2 Vorstellungsgespräche, die ich selbst vermasselt habe, für permanent, direkt vom Arbeitgeber.
Nun habe ich eine auf etwas über 1 Jahr befristete Tätigkeit an der Uni. Bezahlung: einigermaßen ok.

Inzwischen wurde ich aber wieder von einer ZA in Frankfurt angerufen, es geht um eine direkte Vermittlung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Diese Firma wollte mich schon einmal einladen, das überschnitt sich aber leider mit einem Vorstellungsgespräch in Hamburg. Jetzt ist die Stelle offenbar wieder zu vergeben, denn verschiedene ZA suchen gerade auf allen Seiten nach jemandem dafür (leicht zu erkennen an der ungewöhnlichen Arbeitszeit). :icon_wink:

Beruf: Fremdsprachen-/Anwaltssekretärin
Alter: 46
 

Debra

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#50
Ihr glaubt nicht wie sehr ich gejubelt habe, als ich vor 2 Monaten meinen jetzigen Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Dabei ging es mir weniger um die Kohle, als um das Freihheitsgefühl, bzw. das Gefühl endlich wieder Mensch sein zu dürfen und nicht ständig von völlig ungeeigneten ARGE-Mitarbeitern drangsaliert zu werden.
Gruss
burki

Ging mir auch so. :icon_wink:
 

peter_S

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#51
Alter 40
Arbeitslos von Juli 2004 - Juli 2007
kaufmännische Ausbildung, Weiterbildung im Netzwerktechnikbereich
Unterstützung seitens der ARGE: keine
Vermittlungsangebote der ARGE: keine (ich komme aus dem Bundeland mit der geringsten Arbeitslosenquote *g*)
Fortbildungs-, Weiterbildungsangebote der ARGE: keine
MAE-Angebote der ARGE: keine
Geschriebene Bewerbungen: ~200/Jahr (übernommene Kosten seitens der ARGE: 0 €)
Gesamtanzahl der Einladungen zur ARGE incl. ALG I: 6 in 3 Jahren

Habe nun einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma, unbefristeter Arbeitsvertrag, aber zumindest nach BAZ-Tarif (der höchste den es gibt) ich verdiene knapp über Hartz-4-Niveau aber bin zumindest nach Müntefering-Definition kein Sozialschmarotzer mehr.

Anders wie bei vielen hier habe ich wohl richtig Glück gehabt mit meiner Zeitarbeitsfirma, Arbeitsvertrag ist nicht befristet, Bezahlung ist zwar unter aller Sau, jedoch für ZAF-Verhältnisse sehr hoch, momentan bin ich bei einem internationalen Unternehmen in der Produktion eingesetzt wo ich fast genau die Hälfte verdiene wie die Stammbelegschaft *g*. Die finden das übrigens nicht sonderlich toll weil die Anzahl der Zeitarbeiter in dem Unternehmen rasant steigt und die Anzahl der Stammbelegschaft stetig sinkt.
 
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#52
weibl., 51, AL seit 2000, Bewerbungen: hab bei der 1300-sten aufgehört zu zählen

hatte vom Arbeitsamt: 2 Weiterbildungen, 12 Jobangebote in dieser Zeit

1 Weiterbildung selbst finanziert

Seit Mai in einer "ABM-Maßnahme" als Bürohilfe. Befristet bis März 2008. 40h/W
Bruttogehalt: 955,- €
So schönt man die Statistik ..........
 

robby_46

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#53
46 Jahre Männlich, seit 1 Jahr Zuhause
Habe 2000 Ausbildung zum Elektroniker abgeschlossen, nach Ausbildung bis 2003 gearbeitet Chef ging Pleite.
2003 Weiterbildung Fachinformatiker
2005 Arbeitslos
2006 Praktikum von halben Jahr das ich selbst gesucht habe
seither wieder Buchstabendreher und Bewerbungstipper

Aussage der Arge bin überqualifiziert Schönen Dank
Absagen und Bewerbungen , Zähle nicht mehr die Zahl nur noch MB auf Festplatte sind nun 50 MB Daten von Bewerbungen Bundesweit.
Profil erstellt (in meinen Beisein) von Arge Mitarbeiterin in Portal Arbeitsagentur von mir war so was von Falsch, da stand Bürokaufmann usw noch so zeugs dass ich nie war. Durfte zwar damals Fragen beantworten , aber nicht bei Ihr auf Bildschirm kucken.
Hatte das erst durch zufall gefunden, da die Anzeige ja anonym darin stand.
Selbst angemeldet bei Monster.de

Seither habe ich Aussicht als EDV Mann in Irland zu Arbeiten, das Angebot kam von dort .
Verdienst 30.000 € p.a
 

Steve35L

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#54
. Wir würden gerne wissen, ob jemand von Euch einen Job aufnehmen konnte. Wenn ja, bitten wir um eine kurze Rückmeldung mit den Angaben: Beruf, Alter, Region (reicht ungefähr z.B. Umkreis Stuttgart, Geschlecht, Bezahlung angemessen, Zeitarbeit, fest angestellt oder prekär beschäftigt, dauerhaft aus ALG1, ALG2 raus). Hintergrund ist, dass führende Vertreter fest behaupten, der Arbeitsmarkt würde gerade für ältere Arbeitnehmer brummen". Wir nehmen hierzu eine Woche die Antworten entgegen. Bitte aber Erfahrungen mitteilen, wo sich vermeintliche Jobangebote als Flop herausgestellt haben. Bitte auch hierzu ein paar Angaben. Die Auswertung würde im Focus veröffentlich werden.

weil steht nicht wo die Info zu 2! hinsoll und welche Angaben ihr Genau benötigt...
Hallo!

Informatikkaufmann, 41, Kassel, männlich, 11 Euro/Std. (als Anlernkraft) - allerdings erstmal für die Dauer von DREI Wochen! Danach wird entschieden, ob ich länger arbeiten darf.
 

Bruno1st

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#55
Hallo!
Informatikkaufmann, 41, Kassel, männlich, 11 Euro/Std. (als Anlernkraft) - allerdings erstmal für die Dauer von DREI Wochen! Danach wird entschieden, ob ich länger arbeiten darf.
als was wirst du da "angelernt" ?
 

Flex39

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#56
Also, ich hab diese Woche nen Job bekommen. Per Stellenangebot von der Arge. Da die ja meist Müll sind, habe ich halt ne Standartbewerbung versendet. Cheffe rief an, komm morge vorbei, dann hatte ich den Job. Ist auch gleich um die Ecke, Bezahlung stimmt auch. Ist sicherlich nicht für die Ewigkeit, weil Fenstermontage. Ich bin jetzt 43 und bis zur Rente den Job machen zu können ist wohl ein Illusion ;). Najo, Arbeit hat der jede Menge imo, dann mal schauen wie es weiter geht.
Davor knapp 1,7 Jahre Arbeitslos. Anfang 2007 Weiterbildung zum Baumaschienenführer und LKW Fahrer für 6 Monate. Aber ohne Praxis sehr schwer da rein zu kommen.
Die Arbeit macht bisserl Spass. Endlich wieder Blasen an den Händen und Muskelkater ohne Ende ;). Is halt normal wenn man lange nix gemacht hat.

Das der Markt für Ältere brummt wie Martin angemerkt hat halte ich mal für grossen Mist. Habe einige bekannte die die 50 schon überschritten haben und eigentlich auf die Rente warten, trotz guter Qualifizierung.
 

franp191

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#57
Hallo
Seit juni 07 wieder in Arbeit in Berlin auf dem Bau als Fliesenleger
11€ die Stunde ich 31
ist gut der Job vorallem er wurde mir über einen privaten AV gesucht das ist selten. Aber mal sehen wie lange ich den job noch habe gerade bei der Zahlungsmoral heute. (der Auftragsgeber) chef zahlt pünktlich
 

ALGohol

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#58
weibl., 51, AL seit 2000, Bewerbungen: hab bei der 1300-sten aufgehört zu zählen

hatte vom Arbeitsamt: 2 Weiterbildungen, 12 Jobangebote in dieser Zeit

1 Weiterbildung selbst finanziert

Seit Mai in einer "ABM-Maßnahme" als Bürohilfe. Befristet bis März 2008. 40h/W
Bruttogehalt: 955,- €
So schönt man die Statistik ..........
Also ich bin echt Sprachlos!! Ich bekomme nie Jobangebote!! Wurde zum EDV Sachbearbeiter umgeschult,(Rentenkasse) Mir wurde beim Jobcenter gesagt, für Bürotätigkeit benötigt man heute schon ABI! Seit 2004 einmal MAE und einmal ABM, nie ein Jobangebot! Nichtmal ein Beratungsgespräch wie, oder was man tun könnte, um wieder in Arbeit zukommen. Das sollte doch mit "Fördern und Fordern" völlig anders laufen? Bei Gewerbeanmeldung das Gleiche: Von uns bekommen sie dafür keine Unterstützung, und fananzielle schon mal garnicht! Eigenartig???
 

Bruno1st

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#59
Also ich bin echt Sprachlos!! Ich bekomme nie Jobangebote!!
nimm's nicht persönlich - ich habe auch erst letzte Woche 3 Angebote bekommen - für CallCenter, davon sogar Teilzeit in Hamburg (800 km entfernt) und eine Firma die bei Telefon nur ein Fax dranhatte und nirgendwo zu finden war - und das vermutlich nur, weil ich am 1.Aug. meinen 3. Jahrestag "3 Jahre Arbeitslos - DANK ARGE" begangen habe.
 

Martin Behrsing

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#61
Bitte hier nicht dikutieren. Es geht hier nur um persönliche Erfahrungen, ob ein Job aufgenommen werden konnte oder nicht.

Eine allg. Diskussion ist hier ausdrücklich nicht erwünscht, da wir diese Daten für eine Asuwertung benötigen, um sie irgendwann der Bundesregierung um die Ohren zu hausen.
 

Flex39

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#62
Seit dem 01.07 wieder in Arbeit. Als LKW Fahrer, Festanstellung, fahre im komunalen Bereich, Schichtarbeit aber jeden Tag zuhause. Bezahlung ist ganz okay muss aber mehr werden auf Grund der reichlichen Arbeitsstunden. Vermittlung durch meinen SB der den Arbeitgeber wohl auch privat kennt ;). Führerschein hat die Arge vor nem Jahr bezahlt. In den letzten 12 Monaten einige Praktikas, alles beschissen aber mir dem Vorteil das ich bisserl Fahrpraxis auf verschiedenen LKW`s habe. Mal sehen wie es weiter geht.

Gruß Flex
 

Rick

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#63
Hallo ich komme aus Köln, werde diesen Monat 49 und bin seit 2003 arbeitslos.
Habe in der Zeit ein Stellenangebot erhalten aber nicht von der ARGE Köln sondern von der ARGE Berlin für ein Callcenter was ich aber abgelehnt habe.
 

Vera....ter

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#64
Seit der einführung von ALG II ab 1.1.2005 habe ich keine Arbeit gefunden mit der ich mich und meine Familie hätte ernähren können und vom Leistungsbezug wegzukommen. Einzig von der ARGE wurde ich gezwungen mich zur Erdbeerernte, Kirschenpflücken, Apfelernte vorzustellen - zu Konditionen, die das auch nicht bringen.
 

Jenie

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#65
von einer BEkannten in Calw konnte der Mann einen Job nach Jahrelanger Ehrenarbeit bekommen. Zwar erst mal für ein halbes jahr aber immerhin bekommt er 1382,42 Brutto als Netto etwas über 1000 euro das finde ich schon mal fortschrittlich.
 

Berenike1810

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#66
48 Jahre, weiblich ohne Anhang

4 Jahre erwerbslos

2 Berufsausbildungen, letzte: Bürokauffrau (= 26 Jahre Berufserfahrung)

2004 Betriebsbedingte Kündigung

Ca. 400 Bewerbungen, davon in den ersten 3 - 4 Monaten gute 200, incl. Initiativbewerbungen

Auf Initiativ lag die Antwortquote bei 2%

Einladungen (mein Alter...): 1 - 2%

Maßnahmen: 3 = Coaching, 2 Sklavenjobs

Bewerbungsvorschläge in vier Jahren: 5

= der kurioseste: 2 Wochen im November für einen Landschaftspfleger, 45 Km von meinem Wohnort entfernt, Schnittgut aufsammeln und auf Hänger laden,

Verdienst: 2 Euro/Std. Arbeitszeit: Vollzeit.

Fahrtkostenübernahme: keine

Arbeistkleidung: soll was altes anziehen.

Fahrkarte: 45 € zu meinen Lasten, Fahrzeit: 2 Stunden und 40 Minuten pro Weg! Bin auf ÖPNV angewiesen.

Seit 01.09. Minijob, 400 €, selbst gefunden.
 
E

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#67
Es ist zwar schon 2 Jahre her, aber mein Freund bekam endlich Arbeit.

Er war etwas über 1 Jahr arbeitslos und bezog gerade 1 Monat Alg2, als er sich mit einem Vermittlungsgutschein bei einer Zeitarbeitsfirma in Halle bewarb, wir wohnen bei Bitterfeld in Sachsen Anhalt.

Das ging dann auch ruckizucki und knapp 1 Woche später fing er bei uns in Greppin (direkt neben Bitterfeld) im Chemiepark als Anlagenfahrer an, er war zu dem Zeitpunkt 24, ist gelernter Chemikant.

Bekommt nun ca 1000Euro monatlich, im 3 Schichtsystem.

Arbeitet dort seitdem, über die Zeitarbeitsfirma.
 

Selene

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#68
-24 Jahre alt
-nach der Lehre nicht übernommen
-Bewerbungen geschrieben in einer Maßnahme für dergleichen
( Antwort wenn überhaupt -> Absage )
-165 € Job an einer Tanke für 5 Monate im Jahr 2005
-danach eine Maßnahme wie oben -> kein Erfolg
-seit Ende 07 einen soz.vers. Job mit 14 Schichten im Monat
( Verdienst unter 400 € netto ) daher Aufstocker
 

Fortunatus

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#69
Seit kurzem in einen "regulären" Halbtags-Job durch meinen Vermittler gepresst. Die Stelle wird durch die ARGE gefördert. Schon beim Vorstellungsgespräch hatte ich Bedenken hinsichtlich der Seriosität. Habe bezüglich der bereits im Vorfeld auftauchenden Unregelmäßigkeiten meinen Vermittler darauf angesprochen, Ansage war klar: Besser dieser Job als gar kein Job. Nun nach Arbeitsantritt bewahrheiten sich alle meine Bedenken. Der Arbeitsplatz selbst ist eine gesundheitsschädliche Zumutung, die gegen geltendes Arbeitsrecht verstösst. Bereits jetzt bekomme ich massive gesundheitliche Probleme. Wäre der Job ganztags, wäre ich schon nach 2 Wochen vollkommen im Eimer. So versuche ich die anstrengende Anfangszeit mit Schmerztabletten zu überwinden. Die Anforderungen von meiner Chefin werde ich in großen Teilen nicht erfüllen können. Die zu verkaufende Ware ist unseriös und ich schäme mich, Menschen so einen überteuerten Mist andrehen zu müssen, auch wenn es rechtlich legal ist. Die neue Hauptgeschäftsidee meiner Chefin kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, da der Markt gesättigt ist und die Ware eine schlechte Qualität hat. Sie wird aber mir die Schuld geben, wenn der Laden nicht läuft. Na ja, ich war vor diesem Job schon stark gesundheitlich angeschlagen, schätzungsweise wird er mir den Rest geben. Aus Angst sofort wieder arbeitslos zu werden, vor Repressalien durch meinen Vermittler und da meine Bewerbungen sonst keinerlei Erfolg hatten, versuche ich mich durchzuschleppen. Für mich unverständlich, wie eine derartige Beschäftigung durch die ARGE gefördert wird. Aber klar, die heilige Statistik ist wichtiger als körperliche und geistige Unversehrtheit.
 

Emma13

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#70
Seit kurzem in einen "regulären" Halbtags-Job durch meinen Vermittler gepresst. Die Stelle wird durch die ARGE gefördert. Schon beim Vorstellungsgespräch hatte ich Bedenken hinsichtlich der Seriosität. Habe bezüglich der bereits im Vorfeld auftauchenden Unregelmäßigkeiten meinen Vermittler darauf angesprochen, Ansage war klar: Besser dieser Job als gar kein Job. Nun nach Arbeitsantritt bewahrheiten sich alle meine Bedenken. Der Arbeitsplatz selbst ist eine gesundheitsschädliche Zumutung, die gegen geltendes Arbeitsrecht verstösst. Bereits jetzt bekomme ich massive gesundheitliche Probleme. Wäre der Job ganztags, wäre ich schon nach 2 Wochen vollkommen im Eimer. So versuche ich die anstrengende Anfangszeit mit Schmerztabletten zu überwinden. Die Anforderungen von meiner Chefin werde ich in großen Teilen nicht erfüllen können. Die zu verkaufende Ware ist unseriös und ich schäme mich, Menschen so einen überteuerten Mist andrehen zu müssen, auch wenn es rechtlich legal ist. Die neue Hauptgeschäftsidee meiner Chefin kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, da der Markt gesättigt ist und die Ware eine schlechte Qualität hat. Sie wird aber mir die Schuld geben, wenn der Laden nicht läuft. Na ja, ich war vor diesem Job schon stark gesundheitlich angeschlagen, schätzungsweise wird er mir den Rest geben. Aus Angst sofort wieder arbeitslos zu werden, vor Repressalien durch meinen Vermittler und da meine Bewerbungen sonst keinerlei Erfolg hatten, versuche ich mich durchzuschleppen. Für mich unverständlich, wie eine derartige Beschäftigung durch die ARGE gefördert wird. Aber klar, die heilige Statistik ist wichtiger als körperliche und geistige Unversehrtheit.
Hallo du Armer,

meinst du nicht, dass du es dir selbst schuldig bist, einen dich krankmachenden Job nicht mehr auszuüben ? Ich kenne natürlich die näheren Umstände nicht und auch nicht deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, aber ich für meinen Teil würde versuchen - wenn du es denn willst - mit Hilfe deines Arztes dieser dich belastenden Sache zu entkommen !

Grüße - Emma
 
E

ExitUser

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#71
Alter: 50+

(schwerbeh. GdB 60)

ALG 1 seit 15 Monaten, läuft aus

Vermittlungsvorschläge v. AfA in 15 Monaten: 1 (in Worten: einer !)

Eine selbst gefundene Arbeitsstelle auswärts nach wenigen Tagen wieder verloren, weil Antrag auf Fahrtkostenbeihilfe v. Agentur abgelehnt.:confused:

Komme ursprünglich aus der Lager-/Logistikbranche

"Einkommen" (ALG) nach Abzug von Miete, Strom, Telefon etc.: ca. 320 €:eek: + Fuffi Wohngeld

Aussichten für Zukunft: besch***** ist geprahlt.:icon_kotz2:
 
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#72
Beruf, Netzwerk-Admin
Alter, 25
Region Rhein-Main
Geschlecht, M
Bezahlung angemessen, sehr gut
Fest angestellt
dauerhaft aus ALG1, ALG2 raus: War in ALG1. Aufbauendes ALG2 fast beantragt.
Jobbe da: Ende März




Um mal Leuten Mut zu machen: Was tun, hilft!

Kurz meine Story:

Mitte 2006 meine Ausbildung hinter mir. Wurde nach 3 Jahren nicht übernommen. Schade. Hat mir sehr dort gefallen. AUsbilder war sehr zufrieden, Cheff mochte mich aber nicht - ich ihn auch nicht. Aufgeblasener wichtigtuer, der nur redet und nix arbeitet.

Hatte mich direkt nach der Abschlussprüfung beworben. Etwa 2 Monate bevor meine AB zu ende war. War etwas knapp, ich weiss. Nur Fullpower-Bewerben udn für ne einmalige-wichtige Prüfung pauken geht nicht. Dann lieber nen Monat arbeitslos sein, dacht ich mir - der Gedanke war richtig.

2 Tage nach Auslauf des AB vertrages konnt ich schon in ner anderen Firma anfangen. War bissel Mundpropagande von nem Freund. Bissel Gespräche. Job war Müll und Nerv. Ich hatte mich nach 2 Wochen weiter beworben.. Nein.. Nix mit Zähne zusammenbeissen: War wirklich schlimm.

ca 1 Monat später hatte ich, 10 min vor meiner Haustür, schon nen neuen Arbeitgeber.

Da war es sehr stressig. Hat mir aber sehr gefallen! Nach 6 Wochen kam Kündigung mit Freistellung... Stelle wurd rationalisiert. Echt mies.. Zumal ich für den Job-in-town viele andere VOrstellungsgespräche absagte.

Machte danach in der Winterzeit den Fehler nur regional zu suchen - maximal 50 km.
Es ging bis in Januar rein. Irgendwann, ihr kennt es ja, ist man verzweifelt, hat geldnöte und zukunftssorgen. Als dann nix mehr half, hab ich mich richtung Frankfurt beworben. Mit voller-Power gings ran. Hatte sogar einmal 6 (!) Vorstellungsgespräche in einer Woche. Als ich noch regional suchte, 2 pro Monat..

Die Sache lief. Zum Ende hatte ich sogar zwei Verträge. Aber man überlegt nicht lang, wenn Job besser und Kohle mehr als beim anderen Arbeitgeber sind und man dafür "grad mal" 20 min pro Weg im Stau steht und man eh bereit ist, umzuziehen.

Meine "statistik" ist dementsprechend gut. Seit Ende Ausbildung grad mal 64 Bewerbungen geschrieben. Ca 25 Vorstellungsgespräche bei *unterschiedlichen* Firmen. Rechnet man die Eigenkündigung, Fremdkündigung, Absage des angebotenen Vertrages und Zusage zu, 4 Arbeitgeber, die mich fest wollten. Bei einem 5. war ich in Schlussverhandlungen.

Ich kann euch folgende Tipps geben, auch wenn ich mit fast 25 doch frisch bin, hab ich leider viel im letzten Jahr lernen müssen, was ich nicht jedem wünsche:

Bewerbt euch auf DAS, was ihr könnt. Der Grund der guten Statistik und der mageren Zahl der Bewerbungen liegt dadrin, dass ich mich auf das Beworben hab, was ich will und kann.

Guckt eure Bewerbungen durch! Das ist eure VIsitenkarte.

Bewerbt euch überregional. Die weiteste Stelle war 180 km/Tag Pendelweg!!! Da war ich in schlussverhandlungen. Ihr müsst nicht wirklich auswandern.

Bleibt am Ball!

Haltet nen Tagesrhytmus.

Geht spazieren, an Frische luft, macht sport. Behebt Depressionen.

Lasst euren Kummer raus. Freunde, bekannte, Foren!

Initiativbewerbungen / Telefonieren brachte bei mir garnix. Nutzt monster.de als Eure VIsitenkarte.

Macht nen guten Eindruck. Per Post, Email, Telefon und Vor Ort.

Bildet euch nebenbei weiter!

Das Amt hat mir garnicht geholfen. Da bin ich froh drüber. Ich hatte nix erwartet und wollte nix. Ausser ALG1, Reisekosten und Bewerbungskosten wollte ich nix und hab nix bekommen.

Keine Zwangsjobs oder sonstiges.
Hallo, deine Tipps in allen Ehren, die könnten genauso wörtlich von meinem "Profiler" kommen, der will mich mit 58 auch noch 50 KM hin und wieder zurück pendeln lassen. Außerdem ist es ein Unterschied, ob man mit 25 einen Job sucht oder mit 55
 

Elfe1

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#73
mit Fleiß und Ausdauer geht es immer vorwärts:

Beruf :Bürokauffrau
Alter: 57
Geschlecht : weiblich
Wohnort in Hessen
Bezahlunglung angemessen
nach Zeitvertrag von einem Jahr unbefristetes Arbeitsverhältnis

in meiner Hartz 4 Zeit (1 Jahr) hatte ich einen 1 € Job, bekam nach 2 Monaten zusätzlich einen Ehreneamtsvertrag für 3 Monate und anschließend einen befristeten Arbeitsvertrag, der am 01.10.08 in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt wurde.

Um den 1 Euro-Job musste ich bei der ARGE kämpfen (Aussage vom Sachbearbeiter: sie sind ja nicht wirklich bedürftig, ihr Mann hat ja Arbeit) Vermittungsvorschläge bekam ich in dem ganzen Jahr 3 und zwar immer dann, wenn ich einen Widerspruch gegen einen Bescheid eingelegt hatte (2 Widersprüche, wegen falscher Abrechnung, die die Arge dann korregieren musste und eine Klage vor den SG in Darmstadt, die ich gewonnen habe. (Mit Hilfe dieses Forums--Vielen Dank an alle Admins)

Mein Fazit : Fördern oder Fordern ---was soll das ---nur ein dummer Spruch---es wird nur gefordert, aber nicht gefördert---
 

Fortunatus

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#74
Seit kurzem in einen "regulären" Halbtags-Job durch meinen Vermittler gepresst. Die Stelle wird durch die ARGE gefördert. Schon beim Vorstellungsgespräch hatte ich Bedenken hinsichtlich der Seriosität. Habe bezüglich der bereits im Vorfeld auftauchenden Unregelmäßigkeiten meinen Vermittler darauf angesprochen, Ansage war klar: Besser dieser Job als gar kein Job. Nun nach Arbeitsantritt bewahrheiten sich alle meine Bedenken. Der Arbeitsplatz selbst ist eine gesundheitsschädliche Zumutung, die gegen geltendes Arbeitsrecht verstösst. Bereits jetzt bekomme ich massive gesundheitliche Probleme. Wäre der Job ganztags, wäre ich schon nach 2 Wochen vollkommen im Eimer. So versuche ich die anstrengende Anfangszeit mit Schmerztabletten zu überwinden.
Tja, alle Schmerztabletten haben nichts genutzt, aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen die Kündigung bekommen. Derzeit in ärztlicher Behandlung und der Tanz mit der ARGE geht wieder los.
 

Ingeborg

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#75
Hallo,

bin 57 Jahre, weiblich, wohne in Bayern und bin seit 2002 arbeitslos. Vorher war ich 37 Jahre berufstätig bis die letzte Firma bei der war ich fast 20 Jahre ) alle Zweigstellen in Deutschland zumachte. Ich war dort für die Reparaturabwicklung für elektronische Messgeräte tätig. Ich habe gute Kenntnisse in EDV-Abwicklung. Also Microsoft ist mir nicht fremd.

Auf alle meine Bewerbungen, und das sind schon einige, kam nichts. Telefonisch sagte man es mir auch schon mal direkt. Zu alt !!" Die meisten senden noch nicht mal die Unterlagen zurück. Nicht ein Vorstellungsgespräch kam zustande. Nur einmal wollte eine Firma meine Unterlagen noch etwas behalten weil sie die Bewerbung interessant fand, sich aber im Moment schon für jemand anderen entschieden hatte. Nach einem Jahr kam aber auch diese zurück. Von der ARGE habe ich in all der Zeit 4 ( vier ) Angebote erhalten. Zwei davon waren doppelt !!!! Vom März 2005 - März 2006 "durfte" ich einen 1 Euro Job ausüben bei der hiesigen Gemeinde. Ist ja eigentlich nur ein halbes Jahr gestattet. Aber weil ich wohl doch nicht so schlecht war hat man auf ein Jahr verlängert. Danach wollte man nochmal verlängern was aber von der ARGE abgelehnt wurde. Der Bürgermeister der Gemeinde war zwar "traurig" aber fest einstellen wollte er mich auch nicht. Na ja wenns was kosten soll.... Er macht auch lieber drei Hartz IV ler glücklich, als einen Festangestellten. Waren allen Ernstes seine Worte,

Nun warte ich mal was nächstes Jahr wird wenn ich 58 bin.

Ich grüsse alle Leidensgenossen

Ingeborg
 

Kaleika

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#76
Es wird Zeit, dass ich es auch mal hier poste:

Seit dem 01.09. habe ich einen Job, weil ich mit 50 Jahren mein Anerkennungsjahr als staatlich geprüfte Erzieherin mache.
Ich bekomme für 38,5 Stunden 1184 Euro brutto (892 Euro netto) und erhalte außderdem fast 200 Euro ergänzendes ALG II, dazu natürlich noch den Unterhalt für meine Tochter.

Mir wird 80 Prozent eines Erzieherinnengehaltes ausgezahlt, weil mir noch die staatliche Anerkennung fehlt.

Ob ich nach einem Jahr übernommen werden kann, das weiß ich nicht - ich arbeite sehr gerne in diesem KTH - in einem sogenannten sozialen Brennpunkt in Bremen.

Wer darüber mehr wissen möchte, kann hier nachlesen und auch nur dort etwas dazu schreiben:

http://www.elo-forum.org/off-topic/28888-erster-arbeitstag.html

Kaleika
 
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#77
Hier wurde zwar lange nichts mehr geschrieben, aber ich möchte doch auch nochmal meine Erfahrungswerte dazugeben.

Ich bin 31 Jahre alt und verheiratet.
2002 habe ich meine Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin abgeschlossen.
Ich habe die anerkannte Fachhochschulreife.

Es folgte ein 5 wochen langes Praktikum ohne Übernahme. :icon_neutral: Dann eine Mischung aus Zeitarbeit, Schulbank drücken, Sinnlos-Maßnahmen und Erwerbslosigkeit.

2004 bis 2005 habe ich auf dem "zweiten Arbeitsmarkt" in einem Frauenhaus gearbeitet. Das war eigentlich ein klasse Job, nur leider konnte ich nicht eingestellt werden.

2005 bis 2006 war ich selbständig tätig, jedoch lief es nciht so gut dass man davon seinen Lebensunterhalt finanzieren könnte.

Es folgte eine Zeit aus Studium, Erwerbslosigkeit, Zeitarbeit und dem Versuch im Ausland sein Glück zu versuchen.

Mit Zwangsarbeit ist man mir bislang aber nicht gekommen. Ich hatte dahingehend meine Ruhe. Aber Vermittlungsvorschläge kommen auch keine.

Heute würde ich gerne eine zweite Ausbildung zur Rettungsassistentin machen. Aber alles was ich zu hören bekomme ist dass ich mir eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit suchen soll. Wenigstens will man mir Bewerbungskosten erstatten.

Kein KFZ, ausserhalb der Stadt, keine Berufserfahrung ... wie soll das klappen? :icon_twisted:
 
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#78
betrifft mitbewohner

vita:
-39 jahre - lebt im raum bonn
-vermittlungshemmnisse in form mehrfacher vorstrafen und insgesamt 10 jahre freiheitsstrafe (nicht am stück, es waren 3 inhaftierungen)
- folge der inhaftierungen: lücken im lebenslauf, die zu begründen sind - schwierige gratwanderung weil a) wahrheit sagen jegliche chancen auf egal welchen job für immer kaputtmachen b) nach vorstrafen in vorstellungsgesprächen nur in spezialisierten einzelfällen gefragt werden darf - andererseits aber verschweigen in dem falle, daß dies irgendwie ans licht kommt den straftatbestand des betruges und der arglistigen täuschung begründen würde.
-2 mit gesamtnote 2,3 abgeschlossene berufsausbildungen (garten-und landschaftsbau,tierpflege) sowie ein langzeitpraktikum als tischler
-vielfache arbeit in handwerk und bauzusatzgewerbe - leider nichts davon dokumentiert, da mitbewohner als ehemaliger hausbesetzer unterlagen nicht mehr hat bzw. diese auch wegen abgelaufener archivierungsfrist nicht mehr nachbeschaffen kann und großteil dieser arbeiten als geringfügig etc. auch seitens der beschäftigenden betriebe nicht dokumentiert wurde.

nach haftentlassung anfang 2008 - es erfolgte innerhalb des strafvollzugs übrigens keinerlei vorbereitung auf das leben nach der jva - etwa durch seminare u.dgl. im umgang mit arge & co., bewerbungsseminare u.ä.
man muß ja nun mal davon ausgehen, daß die personen, die inhaftiert sind durch längere abwesenheit vom arbeitsleben eben nicht mehr auf dem laufenden sind, wie man sich bewirbt, wo, wie man die recherche nach stellen anfängt usw. - kurz: es fand keine vorbereitende maßnahme, beratung usw. durch den sozialdienst der jva statt.

nach haftentlassung durchgängig in der alg II-schlinge gefangen. zuständigkeit die arge bonn.
von april 08 bis ende august 08 ein 1€-job im garten-und landschaftsbau einer gemeinnützigen gmbh -
man machte ihm jede woche aufs neue vollmundige (leere) versprechungen, daß er "ab nächsten monat" einen festen arbeitsvertrag bekäme - und man ubertrug ihm auch anspruchsvollere und qualifizierte aufgaben - und der versprochene "ab morgen", "ab nächste woche", "ab nächsten monat" arbeitsvertrag wurde natürlich nie ausgestellt.
stattdessen: die arbeit für 1€/std., für die ein gelernter Landschaftsgärtner 7,50 - 12,00 €/std. bekommt.
nach 3 monaten rausschmiß aus der maßnahme, da angeblich eine woche unentschuldigt gefehlt - fakt wurde die au-bescheinigung verschlampt.

sept.08 umzug in anderes bundesland (rheinland-pfalz),
wechsel in zuständigkeitsbereich der arge sinzig.
seitdem alg II-fessel.
eingliederungsvereinbarung für maßnahme "ganzIL" -beauftragter dritter privater träger, arbeitsvermittlung in sinzig.
private arbeitsvermittlung verfasste ihm einen absolut unmöglichen lebenslauf, in dem die auch noch explizit die haftzeiträume, welche jva und nach welchem delikt verurteilt angegeben haben.
damit kriegt er bis zum sgb XII doch keinen job - aber er hat es mir gesagt, so daß ich den lebenslauf brauchbar umformuliert habe


von dieser arbeitsvermittlung erfolgte nur vermittlung in unbezahlte praktika:
- abseits jeglicher sicherheits- und unfallverhütungsmaßnahmen, abseits der getzlich erlaubten 10 stunden arbeit

- vermittlung in eine nachträglich und hinter seinem rücken - ohne entsprechende absprche mit ihm - durch die private arbeitsvermittlung als unbezahlte probearbeit deklarierte tätigkeit. in akkord- und pensumarbeit waren bei einem logistikunternehmen abgelaufene, bereits feucht angelaufene und nciht mehr verkehrssichere feuerwerkskörper (osteuropäischer herkunft, ohne BAM-prüfkennzeichnung, jene vor denen vor dem 31,12 immer mit heftigen bildern von brandverletzungen und abgerissenen fingern/händen gawarnt wird) zu verpacken und umzuettikettieren - damit die frachtpapiere für den export nach frankreich "sauber" sind.

-vermittlung in arbeit über zeitarbeit daa job plus, neuwied - garten-und landschaftsbau - 2 tage gearbeitet - ohne vertrag , ohne bezahlung - daa-job plus hat ihn unter dem vorwand des ausfertigens des arbeitsvertrages wie oft nach neuwied zitiert - und dann fehlten angeblich irgendwelche unterschriften etc. die leiterin der niederlassung ließ sich mit regelmäßigkeit verleugnen - oder ließ ihn vor der tür stehen - ohne, daß je ein arbeitsvertrag oder eine bezahlung der arbeitszeit oder etwa eine erstattung der fako erfolgt wäre. und dann kam auf einmal die ganz lapidare ansage der daa job plus, daß die arbeit "ein paar tage" später beginne, da ursprünglich der stelle jemand anderes zugewiesen war, der noch fehlzeiten nacharbeiten müßte.

-nächste vermittlung wieder zu dieser zaf daa job plus, neuwied - erneut arbeit in einem garten-und landschaftsbaubetrieb - auch hier wurde wieder nach allen kräften und methoden ein arbeitsvertrag verzögert und verhindert. versuch des betriebsinhabers (des g-l-betriebes), ihn ohne hinzuziehung von arge, privater arbeitsvermittlung und daa job-plus einzustellen scheiterte am knebelvertrag, der wohl keinen ausstieg zuließe.
erneuter versuch dieses ag, ihn einzustellen wurde von arge und privater jobvermittlung hintertrieben.
mitbewohner war 3 tage für den g-l-betrieb auswärts am arbeiten und wurde dort von dem ihn betreuenden mitarbeiter der privaten arbeitsvermittlung aufgspürt und von dort weg verbracht zu dem logistikunternehmen mit den sprengstoffen - s.o.
dieser ag sagte ihm zu, ihm geleisteten arbeitstage tariflich zu bezahlen - bis heute ist kein geld geflossen.

ab da intensivste eigeninitiative suche anhand meine-stadt.de , kalaydo.de , kimeta.de und anderen arbeits-/jobbörsen - initiativbewerbungen bei betrieben, abtelefonieren anhand gelbe seiten und telefonbuch.

bei dieser suche kam jede menge dreck bei rum - zaf, die mit dem vermerk "sie können ja ergänzende sozialhilfe beantragen" bei einem 40-std.job mit 600 € netto abspeist - und die sache mit den malerarbeiten in den wohnungen in köln, die ich im job-/netzwerk-thread
http://www.elo-forum.org/job-netzwe...-stellensucher-15x-hin-%E4%DF-verleugnen.html geschildert habe.

viel mist, sehr viele rückschläge und enttäuschungen - viel sinnlose hin- und herfahrerei für nix und gar nix.

und nun hat endlich was geklappt, wo er es absolut gar nicht erwartet hat -- die stelle war seit mehreren wochen ausgeschrieben - vom unternehmen selbst, nicht von irgendwelchen sklavenhaltern und seelenverkäufern.

arbeitsvertrag ist unterschrieben - beginn 03.08.09 - befristung 6 monate als vorvertrag - gerüstbau bei einem überregional, auch europaweit und international tätigen konzern.
in 3 tagen probearbeit - die übrigens a.)minuziös dokumentiert wurde b.)von kolonnenführer und vorarbeiter durchgängig mit "sehr gut" und "gut" beurteilt wurde hat er sich gegen 5 weitere bewerber durchgesetzt.
durch die blume wurde wohl auch schon durchblicken gelassen, daß man an längerer zusammenarbeit mit ihm interessiert ist.

ich habe ihn ermutigt und motiviert, sich da zu bewerben - und sich auch wirklich eingehend auf das gespräch vorzubereiten, die homepage des konzerns eingehend durchzulesen - und den termin wahrzunehmen . da er mir auch sagte, er mache sich ja nun gar keine hoffnungen und sähe keinen sinn.
weitere vorteile - wenn auch zunächst mal nicht so hoch bezahlt, wie er sich das vorstellt - aber
a.) ist es eine tarifliche bezahlung
b.) kann die ja leistungsabhängig vielleicht auch noch höhergestuft werden
c.) ist dieser konzern und die branche durch 2 gewerkschaften vertreten und es gibt einen betriebsrat
d.) hat er da auch noch eine betriebliche altersvorsorge
e.) legen die großen wert auf qualifizierte und gut ausgebildete mitarbeiter, er kann sich da auch noch weiterqualifizieren
außerdem bekommt er für die wege das job-ticket.

es hat was geklappt und das ist zunächst mal das wichtigste!
aber - das was ich getan habe, um ihm zu helfen und ihn zu unterstützen bei der arbeitssuche - das ranführen zb. an die stellensuche über internet, online-bewerbungen, bewerbungsfähige aufbereitung des lebenslaufs usw. - das hätte diese verdammte drittbeauftragte arbeitsvermittlung m. aus sinzig zu tun gehabt - das ist verdammt deren augabe und deren job, für die die vom staat und von unser aller - auch von meinen steuergeldern fett bezahlt wird. welche leistung haben die denn für das geld erbracht? keine, eben!

und wenn das jetzt alles sitzt und er vom alg II-knebelbezug abgemeldet ist - dann werde ich es mir nicht verkneifen können, einen schönen brief an die arge und an diese genannte private von der arge beauftragte arbeitsvermittlung zu schreiben, was sie für ihr geld für einen grottig schlechten job gemacht haben. und daß sie das auf gar keinen fall als bestätigung der neoliberalen ideologie und des mantras der "eigenverantwortung" und der parole "privat vor staat" verstehen sollen.




 

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#79
BG: in Hamburg
Lebensgefährte 50 J.
8 Mon. ALG II 2008
Keine Jobangebote von Arge 2008
Job selbst gesucht als LKW- Fahrer 50-60 Std. die Woche,ca. 1500- 1600.- netto.(hohe Werbungskosten) befristeter Vertrg.
Unzählige Bewerbungen geschrieben...kein Bedarf!
Soll EGV unterschreiben mit der Auflage, sich einen Job zu suchen, der uns aus der Hilfebedürftigkeit bringt.Wäre ca. 2700.- brutto, aber keine Jobangebote von Arge.
Ich:56 J. Seit 2004 arbeitslos wg. Aufgabe der Selbstständigkeit
Gelernte Kauffrau, Ausbilderin.
Z.Zt.Minijob
Keine Jobangebote der Arge 2009.
 
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#80
es tut sich was und es tut sich nichts -
im moment noch "schwebendes verfahren"
-deshalb beitrag entgegen meiner gepflogenheit editiert-
 
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#81
Hallo und guten Tag,

Alter: 47
Abschluss: Speditionskaufmann seit 18.06.2009, IHK Prüfung mit sehr gut abgeschlossen.

30 Tage Restanspruch ALG I

Seit 18.07.2009 ALG II.

Am 01.07.09 habe ich den ALG II Antrag gestellt und die Aufstockung zum ALG I war nach 5 Tagen auf meinem Konto. Am 17.07.09 war ich um 06.45 Uhr bei der ARGE und um 08.00 Uhr bei Öffnung derselben vor ca. 150 weiteren ARGE Besucher der erste am Schalter. :icon_twisted:

Ich wollte einfach Wissen was die sich vorstellen und was auf mich zukommt. Der SB schickte mich nach Hause mit den Worten ich würde eine schriftliche Einladung bekommen. Wie geschrieben 17.07.09. Bis gestern nichts mehr von der Bude gehört.

Habe seit Mitte Mai jetzt 109 Bewerbungen draußen. 1 Vostellungsgespräch und ca. 28 Absagen.

OK, ist Wirtschaftskrise und ich bin Berufsanfänger.

Ich mich dann vorgestern bei einem Reiseunternehmen als Linienbusfahrer vorgestellt. 9,60 €uro Brutto Stundenlohn. Bei 175 Arbeitsstunden im Monat 1680 € Brutto gleich ca.1200 Netto plus 6 €uro Spesen am Tag und jedes 2 Wochenende Arbeiten bei 25% Steuerfreien Zuschlag.

Ca. 1380 Netto.

Ich stimmte dem zu und nach einer Probefahrt mit einem Bus die Chefin dann auch :icon_party:

Allerdings mache ich, um die ganzen Linien Einzufahren, erstmal ab kommenden Montag ein 4 Wöchiges Betriebspraktikum, danach bekomme ich einen befristeten 1 Jahresvertrag. Mir egal, hauptsache weg von der ARGE:icon_eek:

War dann gestern ohne Termin bei der ARGE um mit denen über den Job zu sprechen.

Am Eingang wurde ich schroff abgewiesen. Ich hätte schließlich keinen Termin und der SB hat den Terminkalender voll. Die rufen in 1-2 Tagen zurück oder schicken eine Einladung. Ich habe dann sehr laut in der Empfangshalle zu Ihr gesagt, dass, wenn ich nicht in 10 Minuten persönlich vor einem SB sitze, dann in 2 Stunden mit einem SAT.1 Reporter wieder vor Ihr stehe und Sie diesem dann erkären könnte, dass es für mMnschen die eine Job in Aussicht haben, keinen sofortigen Termin bei einem SB gibt.

Danach hob Sie zitternd den Hörer ab und nach 15 Minuten saß ich vor einer SB. Die war erstmal unfreundlich aber nachdem ich Ihr die Geschichte erzählt hatte dann doch Lammfromm und bewilligte mir sogar die Umzugskosten bei Vorlage eines gültigen Arbeitsvertrages. Die neue Chefin hat allerdings am Telefon schon erwähnt, dass Sie da keine Bedenken
bezüglich einer Übernahme hat.

Fazit:

Wegen Bandscheibenvorfall eine 23 Monatige Umschulung zum Speditionskaufmann gemacht, mit einem 1er Zeugnis abgeschlossen und doch auf der Straße. Hatte eigentlich schon vor der Umschulung eine Jobzusage, aber die Wirtschaftskrise......:icon_neutral:

Nun wieder Busfahrer. Nicht mehr Langstrecke als Reisebusfahrer, was auch wegen der Bandscheibe nicht mehr ginge, aber besser wie nix. Hoffe, mein Rücken macht wenigstens solange mit, bis ich einen Bürojob habe, denn ich bewerbe mich weiter als Speditionskaufmann und werde am Abend noch einen Kurs als Zolldeklerant oder ähnliches belegen um mich Weiterzubilden.

Grüßle, Siska
 
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#82
NEIN!
definitiv konnte der mitbewohner den job bei dem genannten konzern (name des konzerns teile ich gern auf anfrage per pn mit) nicht aufnehmen -
auch da haben sie ihm jede menge leere windige versprechungen gemacht
auch da hat er über wochen kostenlos probegeknechtet
auch da ist ihm kein cent an fahrtkosten, arbeitsvergütung oder sonsi irgendwas gezahlt worden
auch da haben die ihn x-mal nach köln und nach düsseldorf zitiert - vorgeblich um den arbeitsvertrag zu unterschreiben
auch da haben sie sich x- und y mal vertagt mit dem vertrag so nach dem motto "morgen" "übermorgen" "nächste woche" (warum nicht gleich am 30.februar??? wär wenigstens ehrlich!!!)
auch da wurde wieder jede menge geld in den sand gesetzt.
und um ihn auch ja bei laune zu halten haben sie ihn zur fachprüfung gerüstbau zur dekra düsseldorf geschickt

....na gut - mehr als ihm anraten "alles verschriftlichen - auch 3 tage probearbeit oder auch die erstattung von fahrtkosten - nicht auf mündliches verlassen - bestehe auf schriftlichem - und wenns nur um scheibare kleinigkeiten geht!!" kann ich nicht.
ich weiß nicht warum er das dann so nicht tut - ich gehe ja nicht noch mit zu vorstellungsgesprächen etc - aber solange er nie zu irgendwelchen dieser ganzen jobverar***** was geschriebenes in der hand hat, wird er nie ne chance haben, a) mal auf einen grünen zweig und b) an die durchsetzung der ihm zustehenden leistungen/bezüge etc. zu kommen ...

sollte für ihn die konsequenz haben, zumindest mal katogorisch nein zu sagen, wenn wieder jemand mit "3 tage probearbeit" kommt.
 

VipAir78

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#83
Männlich, 31, Gelernter Fachinformatiker (externe Prüfung 10/2008 selbst finanziert)

  • eine Massnahme als Eignungsfeststellung zur Selbständigkeit (4 halbe Tage) mit Ergebnis, nicht förderwürdig
  • eine Massnahme (Office in 6 Monaten) Nach 3 Tagen entlassen, da Wissen bereits vorhanden und Kenntnisse über dem Stand der Massnahme sind (ich wusste und konnte mehr, als am Ende der Massnahme vermittelt worden wäre)
  • 10.11.2009 - 09.02.2010 ZAF in Düsseldorf (selbst gesucht)
    7,38 Euro/ brutto / 160 Std. pro Monat
    Eingesetzt als Call-Center-Agent im TK-Bereich inbound
    am 31.01.2010 Einsatz seitens des CC beendet, nach unbezahlter Urlaub bis 09.02.2010
    keine weitere Überlassung und auslaufen des Vertrages mit der ZAF, seitdem wieder auf Suche (bis dato ergebnislos)
  • 4 Angebote seitens der ARGE die nicht annehmbar waren (CC outbound)
 

Kaleika

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#84
Ich wurde gestern von meiner KiTa-Leitung, wo ich seit dem bestandenem Kolloquium in der Probezeit arbeite, gefragt, ob ich einen unbefristeten Job mit 30 Wochenstunden annehmen möchte.
Was für eine Frage.
Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber schon mit KiTa Bremen abgesprochen.
Ich freue mich sehr!
Es hat sich für mich also gelohnt, noch mit 48 Jahren eine Berufsausbildung zu beginnen und nach vier Jahren in einem unbefristeten Job arbeiten zu können!

Leute gebt nicht auf, wenn Ihr Ideen habt. Alles klappt bestimmt nicht, aber versucht es für Euch!
Ich wollte auch mein Sozialpädagogikstudium beenden, was mir nicht erlaubt wurde, Geld gestrichen, Arbeitsamt verklagt, Geld zurück, Studiengang eingestampft.....
Dann das nächst mögliche aufgegriffen: Ausbildung zur Erzieherin!
Das hat nun funktioniert!
 

ela1953

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#85
Ich wurde gestern von meiner KiTa-Leitung, wo ich seit dem bestandenem Kolloquium in der Probezeit arbeite, gefragt, ob ich einen unbefristeten Job mit 30 Wochenstunden annehmen möchte.
Was für eine Frage.
Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber schon mit KiTa Bremen abgesprochen.
Ich freue mich sehr!
Es hat sich für mich also gelohnt, noch mit 48 Jahren eine Berufsausbildung zu beginnen und nach vier Jahren in einem unbefristeten Job arbeiten zu können!

Leute gebt nicht auf, wenn Ihr Ideen habt. Alles klappt bestimmt nicht, aber versucht es für Euch!
Ich wollte auch mein Sozialpädagogikstudium beenden, was mir nicht erlaubt wurde, Geld gestrichen, Arbeitsamt verklagt, Geld zurück, Studiengang eingestampft.....
Dann das nächst mögliche aufgegriffen: Ausbildung zur Erzieherin!
Das hat nun funktioniert!
Klasse!! Herzlichen Glückwunsch!!

:icon_klatsch:
 

DieDa

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#86
Ich wurde gestern von meiner KiTa-Leitung, wo ich seit dem bestandenem Kolloquium in der Probezeit arbeite, gefragt, ob ich einen unbefristeten Job mit 30 Wochenstunden annehmen möchte.
Was für eine Frage.
Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber schon mit KiTa Bremen abgesprochen.
Ich freue mich sehr!
Es hat sich für mich also gelohnt, noch mit 48 Jahren eine Berufsausbildung zu beginnen und nach vier Jahren in einem unbefristeten Job arbeiten zu können!

Herzlichen Glückwunsch!!!!!!!!!!!!!!! :icon_klatsch:
 

Kaleika

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#87
Danke für die Glückwünsche und ich wünsche mir, dass Ihr alle Eure Träume nicht gleich aufgebt, Euch nicht aus der Bahn schmeißen lasst, wenn Euer erster Job- oder Ausbildungswunsch nicht gleich angenommen wird. Kämpfen ist die Devise!
 

renamausi

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#89
bin 27 habe wie es aussieht ab montag 400€ job (60std/monat) als aushilfskraft, war gestern dort zum probearbeiten, haben in shcreiben für arge eingefügt das ich ab 16 stelle habe, und soll sv ausweis, lohnsteuerkarte etc einreichen. stelle befindet sich im raum bonn komme aus rhein sieg kreis
 

hoomer29

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hallo leute

bin 38
industriemechaniker
rohrleitungsbauer handwerk
8 jahre beim bund fluggerätemechaniker tornado (scheine alle nicht anerkannt)

hab gestern erneut negative bewerbung als "produktionshelfer" bekommen , und das mit 2 ausbildungen .anscheinend bin ich denen schon zu alt.traurig hier in unserer gegend.bewerbungen kann ich nicht zählen..........
vom amt nur vermvorschläge mit denen man nix anfangen kann.

ich hoffe irgendwann klappt es bei mir .
mfg
 

renamausi

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#91
bin 27 habe wie es aussieht ab montag 400€ job (60std/monat) als aushilfskraft, war gestern dort zum probearbeiten, haben in shcreiben für arge eingefügt das ich ab 16 stelle habe, und soll sv ausweis, lohnsteuerkarte etc einreichen. stelle befindet sich im raum bonn komme aus rhein sieg kreis
jetzt wo ich die stelle haben kann haben sich am freitag noch 3 andere firmen gemeldet, wo ich zum vorstellungsgespräch kommen soll geht hier um tz-jobs, erst will keiner einen und dann wollen sie dich alle auf einmal
 

farger4711

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#92
@ Kaleika
meinen allerwärmsten Glückwunsch für Dich:icon_klatsch:

Tja, nun zu mir:
Ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder (11 und 17).

Ich habe meine Ausbildung als Stenosekretärin bei der Stadt Darmstadt 1986 leider in den Sand gesetzt.

Habe 5 Jahre als Verkäuferin gearbeitet.

Zwischen 1992 und 1999 meine Kinder gekriegt und mal kleine Jobs gemacht.

2004 habe ich als Reinigungskraft angefangen.
Juni 2009 habe ich zusätzlich auf 400€ Basis im Büro angefangen.

Im Oktober 2009 habe ich den Putzjob gekündigt ( habe auf Grund eines Attestest meines Hausarztes keine Sanktion bekommen), als mir angeboten wurde ab Januar 2010 halbtags im Büro zu arbeiten.
Bis dahin haben wir immer ergänzend H4 bekommen.
Im März 2010 haben wir keinen Folgeantrag für H4 gestellt, obwohl wir noch einen kleinen Anspruch gehabt hätten.

Da im Juni eine Kollegin in Altersteilzeit gegangen ist, wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte Vollzeit zu arbeiten. Ich habe sofort zugesagt.
Obwohl mein Mann im Juni arbeitslos geworden ist und leider nur 270€ ALG 1 bekommt, verdiene ich soviel, dass wir vier 400€ über dem H4 als Aufstocker liegen.

Mein AG hat für 6 Monate noch eine Förderung von der Arge bekommen. Der Witz ist, diese Förderung wurde meinem AG regelrecht aufgedrängt.

Ich habe die Hoffnung nie aufgeben. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt:biggrin:.
Meine Stelle ist, auf Grund der dreimaligen Wechsel, unbefristet.
Ich habe eine 37,5 Std./Woche
Ich verdiene 2412€ Brutto. 1814€ sind es Netto.
Urlaubsgeld 614€.
Weihnachtsgeld 2300€.

Mein Mann ist wahnsinnig stolz auf mich und ich bin es ehrlich gesagt auch ein bißchen:icon_mrgreen:.
 

hoomer29

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#93
toll farga freu mich für dich und deine familie
verdienst ist ja toll hoffe das betriebsklima ist auch gut

alles gute weiterhin
mfg
 

Kaleika

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#94
Das freut mich für Dich und ich denke auch, dass Du stolz auf Dich sein kannst! :icon_party:
Wie Du schon sagst: die Hoffnung stirbt zuletzt!
Wir können uns beude sehr darüber freuen, dass wir zu den Glückspilzen gehören, die eine Arbeit gefunden haben, von der wir leben können. Und mir macht meine Arbeit auch noch Freude!

Ja, manchmal kann das Leben auch in unserem Alter noch mit positiven Überraschungen auf dem Arbeitsmarkt aufwarten! Das kommt dann einem Sechser im Lotto gleich!
:icon_klatsch:

Lasse Dich mal feiern!!!




@ Kaleika
meinen allerwärmsten Glückwunsch für Dich:icon_klatsch:

Tja, nun zu mir:
Ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder (11 und 17).

Ich habe meine Ausbildung als Stenosekretärin bei der Stadt Darmstadt 1986 leider in den Sand gesetzt.

Habe 5 Jahre als Verkäuferin gearbeitet.

Zwischen 1992 und 1999 meine Kinder gekriegt und mal kleine Jobs gemacht.

2004 habe ich als Reinigungskraft angefangen.
Juni 2009 habe ich zusätzlich auf 400€ Basis im Büro angefangen.

Im Oktober 2009 habe ich den Putzjob gekündigt ( habe auf Grund eines Attestest meines Hausarztes keine Sanktion bekommen), als mir angeboten wurde ab Januar 2010 halbtags im Büro zu arbeiten.
Bis dahin haben wir immer ergänzend H4 bekommen.
Im März 2010 haben wir keinen Folgeantrag für H4 gestellt, obwohl wir noch einen kleinen Anspruch gehabt hätten.

Da im Juni eine Kollegin in Altersteilzeit gegangen ist, wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte Vollzeit zu arbeiten. Ich habe sofort zugesagt.
Obwohl mein Mann im Juni arbeitslos geworden ist und leider nur 270€ ALG 1 bekommt, verdiene ich soviel, dass wir vier 400€ über dem H4 als Aufstocker liegen.

Mein AG hat für 6 Monate noch eine Förderung von der Arge bekommen. Der Witz ist, diese Förderung wurde meinem AG regelrecht aufgedrängt.

Ich habe die Hoffnung nie aufgeben. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt:biggrin:.
Meine Stelle ist, auf Grund der dreimaligen Wechsel, unbefristet.
Ich habe eine 37,5 Std./Woche
Ich verdiene 2412€ Brutto. 1814€ sind es Netto.
Urlaubsgeld 614€.
Weihnachtsgeld 2300€.

Mein Mann ist wahnsinnig stolz auf mich und ich bin es ehrlich gesagt auch ein bißchen:icon_mrgreen:.
 

chromsucht

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#95
Hallo,
bin männlich, 40 J., ledig, gelernter Industriemechaniker und war jetzt 6 Monate arbeitslos. Musste mich krankschreiben lassen um mir selbst einen Job suchen zu können. Sonst wäre ich an den Schikanen meines SB`s zugrunde gegangen und wahrscheinlich in der Leihsklaverei gelandet!
Seit 3 Wochen arbeite ich wieder als Giessereimechaniker. Allerdings trotz 6 Jahre Erfahrung im Beruf für 5 EUR weniger Stundenlohn als in meiner letzten Firma. Keine Überstundenzulage,keine Samstags- Feiertags- oder Schichtzulage...nichts!!:icon_eek:
Mein neuer AG ist nicht im Arbeitgeberverband und hat nichts mit Gewerkschaften zu tun. Ein Betriebsrat existiert nur auf dem Papier.
Ich muß körperlich sehr schwer arbeiten, werde als Facharbeiter ausgenutzt und als Hilfsarbeiter bezahlt.:eek:
Ich rede mir ein: "Naja, wenigstens isses keine Leiharbeit. Denen geht`s ja noch viel schlechter."
Hurra, ich arbeite zwar im Niedriglohnsektor aber stehe ja "nur" auf der zweitletzten Stufe!! Ich bedanke mich herzlich an unsere Regierung, die unseren Arbeitgebern so ein Paradies geschaffen hat. Und mir die Ehre gibt in diesem schönen Land arbeiten zu dürfen und unverschämterweise dafür auch noch Geld verlangen darf!!:icon_klatsch::icon_klatsch::icon_klatsch: Und mit 67 (später wahrscheinlich 70) bekomme ich nach über 40 J. Arbeit Grundsicherung.:icon_twisted: Wie soll ich das jemals wieder gut machen???
Liebe Bundesregierung, ich stehe tief in Ihrer Schuld! Vielen vielen Dank!!!

Gruß, S.
 

april

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#96
Gelernter Beruf: Verkäuferin, von Mai-Juli ausgeübter Beruf: Kommissioniererin, Alter: 42, Region Nürnberger Raum, Geschlecht weiblich und ledig, ungefähr 500 Netto im Monat ohne Sonderzahlung Urlaubs und Weihnachtsgeld, Steuerklasse II, 19-Stunden-Woche-zirka, 580-600 Brutto, Leiharbeit: 7,51-7,60 IGZ-Tarif, mit 200€ augestockt, sollte mir noch einen Zweitjob nach diesem suchen, den ich anschließend mache, völlig weltfremd, weil zeitlich gar nicht machbar.

Nach der Elternzeit von drei Jahren war ich nicht ganz 2 Monate arbeitslos und deshalb froh, endlich wieder raus zu kommen und mehr Geld zu haben. Hat mir auch sehr gut getan, die Arbeit lag mir. Behandlung vom Kundenbetrieb war solange okay, bis mein Kind zwei Tage krank war. danach sagte der Chef von DHL nicht mal mehr Guten Morgen und Auf Wiedersehen. Zitat: Das können wir uns nicht leisten, auch wenn die KK den Ausfall für sie zahlt. Dann kam sofort die Kündigung, obwohl man laut Zitat mit meiner Arbeitsleistung sehr zufrieden war. Von der Leiharbeitschefin wurde ich am Telefon angeschrien, warum ich die Betreuung bei Krankheit meiner Tochter nicht im Griff habe. Im Moment sucht sie schon seit meiner Entlassung einen neuen Mitarbeiter auf meine Stelle.
Ich habe mich dafür auch auf die Art gerächt, die ich konnte und die legal war.

Ich habe jetzt drei Wochen Urlaub, da Kita zu und JA bei Arbeitslosigkeit keine Betreuung zahlt. Hätte in der Zeit auch schon wieder arbeiten können, aber ohne Betreuung wurde es natürlich nichts.

Ab September bekomme ich volles ALG1 und bin mit Wohngeld für etliche Monate raus aus H4. Ich werde dann keine Arbeit annehmen, die unter meinem ALG1 liegt. Wenn ich nämlich Teilzeit gehe, bin ich wieder von der Arge abhängig und das will ich nicht. Die Chancen für Vollzeit und in den Zeiten, die ich arbeiten kann, die sind aber sehr gering-unmöglich.
Was wohl bedeutet, dass ich in ALG1 verbleiben werde.

Gibt nur ein Problem. Da ich noch in ALG2 bin, muss ich bis 31.08. auch Teilzeit annehmen und das würde aber bedeuten, dass ich weiterhin Aufstocker bleibe.
 

farger4711

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#97
@ Kaleika

Das kommt einem Sechser im Lotto gleich!
Genauso diese Worte habe ich verwendet, um den Menschen zu erklären, was ich empfinde.
Mir macht meine Arbeit auch Freude und ich habe prima Kollegen.

Zu Anfang war vieles Neu für mich und ich habe gebüffelt und Fortbildungen besucht. Letztendlich hat sich mein Einsatz ja auch gelohnt.

Ich finde es sehr schön, dass auch Uns "Älteren" manchmal die Chance zuteil wird, zu beweisen, dass wir durchaus nicht zum alten Eisen gehören. :icon_daumen:
 

MisterChoc

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#99
Seit heute auf Teilzeit beschäftigt (nach 10 Tägigem Praktikum). Auf nimmer Wiedersehen ArGe :icon_party:

Es hat sich aus schikaniert :icon_klatsch: bin echt happy. Jetzt kann mir die ArGe mit Sanktionen kommen wie sie will.

Werde aber dennoch ab und an hier rein schauen.
 

arbeitslos in holland

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- 37 Jahre
- männlich
- ehemals Heilbronn(Ba-Wü)
- abgebrochene Ausbildung als Koch (1991)
- nach Abbruch beschäftigt als Pizzabäcker (1993)
- Zeitarbeit (1993)
Helfer Metall (Statoren u. Rotorenbau)
Malerhelfer
Helfer Instandsetzung Industriemaschinen)
Betonbau-Helfer
Speditionshilfskraft
Lagerhelfer
von 1993-1997
- eingestellt als Lagerhelfer (Fehler in allen Teilen)
- zweites Halbjahr 1993 Dekra-Staplerschein(offen)
- 1997 Kündigung -> Klage, Wiedereinstellung, letztendlich Abfindung
zwischen 1997-1999
diverse Tätigkeiten bei ZAF
- Staplerfahrer
- Lagerarbeiter
- Fahrzeugaufbereiter(Hyundai)

- zwischen 1999 und 2000 ALG und schliesslich Sozialhilfe(durch Falschaussage eines AG)
- währende Sozialhilfe Abendrealschule/Abendgymnasium. Auf Druck von Ämtern abgebrochen

Mai 2000
- Umzug(auf eigene Kosten)nach Venlo
zwischen 2000 und 2008
-verschiedene Tätigkeiten, meist Lager/Logistik wg. Staplerschein
2008
- angelernt als Wartungsmonteur für Industriemaschinen
- 2x1/2 Jahr Festvertrag
in 2009
- Übernahme durch einen Kunden des ehemaligen AG als Lubrication Engineer
- 2x1/2 Jahr Festvertrag

seit Juni 2010 arbeitlos

Perspektive:

in ca. 3 Monaten Kauf eigener LKW
Planung selbständiger Unternehmer Transporte Frankreich->Holland
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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