"Konkrete Gründe Bescheinigung" gefordert zur AU

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Gute Stimme

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Hallo an alle,

ich hoffe ich nerve jetzt nicht zu sehr mit diesem Thema!

Habe schon ganz viel gelesen hier, aber es ist mir noch nicht ganz klargeworden.

Also ich bin seit längerer Zeit AU. Letzte Woche habe ich nun auch dieses Schreiben von meinem SB mit der Reise-oder Gehunfähigkeitsbescheinigung bekommen. Er schreibt aber auch: "...oder konkrete Gründe, warum Sie den Termin nicht wahrnehmen können..." sollen in dem Attest stehen. Nun dann müsste meine Ärztin ja meine Krankheit offfenlegen!

Macht (ganz in meinem Sinne) sie nicht, sie hat das Attest (gestern) so verfasst: "Der o.g. Patient ist bis auf weiteres AU erkrankt. Eine Vorstellung beim Arbeitsamt ist aus hausärztlicher Sicht bis auf weiteres nicht möglich."

Punktum, Stempel, Unterschrift, fertig.

Nun mach ich mir heftige Gedanken das der SB das nicht akzeptiert.
stante Pede volle Sanktion.
Ob ich von mir aus eine amtsärztliche Untersuchung vorschlagen sollte, um so die Zweifel versuchen auszurämen (werd ja eh wohl nicht drumrumkommen)?
Aber eigentlich soll man ja bekanntlich schlafende Hunde nicht wecken...

Was meint ihr?

Viele Grüße

GS
 
G

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Gast
SB ist ein medizinischer Laie. Damit hat der sich mit dem "Gelben" zu begnügen. Will SB mehr, dann hat sich dieser an die KV zu wenden. Die setzt den MDK in marsch und SB erhält die Angaben, die er bereits in gelb vorliegen hat.
 

Gute Stimme

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Danke für deine Antwort.

Natürlich ist der SB medizinischer Laie, er kann mit meinen medizinischen Daten auch nichts anfangen, dennoch fordert er sie ja bzw. konkrete Gründe, wenn nicht, will er nicht etwa irgendeinen unabhängingen Amtsarzt einschalten, sondern meine Leistungen komplett einstellen. Deshalb kam ich ja auf die Überlegung ihn darauf hinzuweisen.

Durch komplette Streichung verlier ich ja auch die Krankenversicherung, was wiederum dazu führt das ich die eingeleitenden Behandlungen um Gesund zu werden eingestellt werden bzw. nicht zu Stande kommen.

Das macht mir halt die größte Sorge.

Viele Grüße

GS
 
E

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Gast
Hallo an alle,

ich hoffe ich nerve jetzt nicht zu sehr mit diesem Thema!

Habe schon ganz viel gelesen hier, aber es ist mir noch nicht ganz klargeworden.

Also ich bin seit längerer Zeit AU. Letzte Woche habe ich nun auch dieses Schreiben von meinem SB mit der Reise-oder Gehunfähigkeitsbescheinigung bekommen. Er schreibt aber auch: "...oder konkrete Gründe, warum Sie den Termin nicht wahrnehmen können..." sollen in dem Attest stehen. Nun dann müsste meine Ärztin ja meine Krankheit offfenlegen!

Macht (ganz in meinem Sinne) sie nicht, sie hat das Attest (gestern) so verfasst: "Der o.g. Patient ist bis auf weiteres AU erkrankt. Eine Vorstellung beim Arbeitsamt ist aus hausärztlicher Sicht bis auf weiteres nicht möglich."

Punktum, Stempel, Unterschrift, fertig.

Nun mach ich mir heftige Gedanken das der SB das nicht akzeptiert.
Das hat er gefälligst zu akzeptieren!
stante Pede volle Sanktion.
Ob ich von mir aus eine amtsärztliche Untersuchung vorschlagen sollte, um so die Zweifel versuchen auszurämen (werd ja eh wohl nicht drumrumkommen)?
Aber eigentlich soll man ja bekanntlich schlafende Hunde nicht wecken...

Was meint ihr?

Viele Grüße

GS
.
 
E

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Gast
[
quote=Gute Stimme;391120]Hallo an alle,

ich hoffe ich nerve jetzt nicht zu sehr mit diesem Thema!

Habe schon ganz viel gelesen hier, aber es ist mir noch nicht ganz klargeworden.

Also ich bin seit längerer Zeit AU. Letzte Woche habe ich nun auch dieses Schreiben von meinem SB mit der Reise-oder Gehunfähigkeitsbescheinigung bekommen. Er schreibt aber auch: "...oder konkrete Gründe, warum Sie den Termin nicht wahrnehmen können..." sollen in dem Attest stehen. Nun dann müsste meine Ärztin ja meine Krankheit offfenlegen!

Macht (ganz in meinem Sinne) sie nicht, sie hat das Attest (gestern) so verfasst: "Der o.g. Patient ist bis auf weiteres AU erkrankt. Eine Vorstellung beim Arbeitsamt ist aus hausärztlicher Sicht bis auf weiteres nicht möglich."

Punktum, Stempel, Unterschrift, fertig.

Nun mach ich mir heftige Gedanken das der SB das nicht akzeptiert.
stante Pede volle Sanktion.
Ob ich von mir aus eine amtsärztliche Untersuchung vorschlagen sollte, um so die Zweifel versuchen auszurämen (werd ja eh wohl nicht drumrumkommen)?
Aber eigentlich soll man ja bekanntlich schlafende Hunde nicht wecken...

Was meint ihr?

Viele Grüße

GS
Moin! Diese Wege -Reise -Geh -Maßnahmenunfähigkeitsbescheinigungen gibt es nicht! Egal mit welchem Phantasienamen die SBs ihre Forderungen auch bekleiden.
Klick
Dein SB muss sich mit einer AU zufriedengeben. Mehr schreibt das Gesetz nicht vor. Und wer krank ist - und wer wie schwer erkrankt ist entscheidet noch immer ein Arzt, und kein medizinisch unbedarfter SB - braucht auch nirgendwo aufkreuzen. Weder zur Terminen, noch Vorstellungen, noch was-weiß-ich-auch-immer.
„Mit der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg sowie der Regionaldirektion Baden-Württemberg konnte geklärt werden, dass eine über die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hinausgehende Bettlägerigkeitsbescheinigung gesetzlich nicht vorgesehen und für die Belange der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II und die Arbeitsförderung nach SGB III auch nicht erforderlich ist.“
Hier auch noch mehr lesenswertes.
ELO Ich habe mich in dem Thread zu selben Thema unter #15 geäußert.
Da gibt es dann auch noch Links.

LG :icon_smile:
 

Gute Stimme

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oh danke für eure Antworten!

seit ich diesen Brief habe bin ich am rotieren, diese uneinheitlichen Gerichtsurteile in De sind doch zum :icon_kotz2:

Wie gesagt ich habe ja hier schon viel zu dem Thema gelesen, irgendwer erwähnte da auch etwas mit einem kleinen Risiko wenn es vor Gericht geht... weil es eben gegenteilige Gerichtsurteile gibt. In dem besagten Schreiben wurde mir ja auch eins präsentiert (Sozialgericht Heilbronn) da ging es um Kreislaufprobleme, ich meine sowas hab ich nicht.
Kommt es denn nun auf die Krankheit an, oder ist das egal, sondern zählt mur das Gutdünken des Gerichts?
Und wird meine Krankheit letztendlich nicht Komplett öffentlich, wenns vor Gericht geht? Wie bei dem Kläger in dem mir präsentierten Urteil sprich Kreislauf und Herzrythmusstörungen! Toll! Wozu brauchen wir eigentlich noch eine ärztliche Schweigepflicht?

Und wer alles kriegt eigentlich die Befunde einer amtsärztlichen Untersuchung und kann die einsehen?

Dein SB muss sich mit einer AU zufriedengeben. Mehr schreibt das Gesetz nicht vor. Und wer krank ist - und wer wie schwer erkrankt ist entscheidet noch immer ein Arzt, und kein medizinisch unbedarfter SB.

Demnach bräuchte ich das Attest gar nicht??? Der SB hat gleich angekündigt das er das zukünftig jedesmal fordern wird.

Ich habe mich aufgrund so einer sinnlosen Forderung/Info in einem Schreiben meines SBs an das Kundenreaktionsmanagement gewand und bekam dort die Antwort:

ok die hatte ich auch schon gelesen, besagt doch aber nur, dass die sagen: nö sie gibts gar nicht, aber wir fordern sie trotzdem ... seltsam...

Viele Grüße

GS
 

Kerstin_K

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Wenn der SB die AU anzweifelt hat er genau eine Möglichkeit, nämlich den MDK einzuschalten. Alles andere sind leere Drohungen.
 
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Gast
Demnach bräuchte ich das Attest gar nicht??? Der SB hat gleich angekündigt das er das zukünftig jedesmal fordern wird.
Das tat der SB meiner Tochter auch. Er ging sogar soweit, dass er das als Bestandteil einer EGV nahm. :icon_kotz: (Die aber nie unterschrieben wurde.)
Und: Hat er diese Ankündigung schriftlich oder mündlich gemacht?
(Mündlich kannst du ignorieren)

ok die hatte ich auch schon gelesen, besagt doch aber nur, dass die sagen: nö sie gibts gar nicht, aber wir fordern sie trotzdem ... seltsam...
Das sind DA. Die strickt sich offensichtlich jede Arge selbst.

LG :icon_smile:
 

vagabund

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Der Arzt weiß ja, dass Du erwerbslos bist. Wenn er dann eine AU ausstellt, beinhaltet diese, dass Du den Pflichten eines Arbeitsuchenden wegen Erkrankung derzeit nicht nachkommen kannst.

*g Bemerkung am Rande: bei einer akuten Magen-Darmerkrankung bin ich auch nicht gehunfähig... aber der SB hätte wohl seine Freude an einem Besuch bei ihm!
 

Gute Stimme

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Hallo nach HH ! :icon_smile:

Und: Hat er diese Ankündigung schriftlich oder mündlich gemacht?

Stand alles in dem Schreiben! Mündlich mach ich schon seit Jahren kategorisch nichts mehr mit dieser Behörde. Nachdem ich ordentlich reingefallen war.

Habt ihr denn die Atteste jedesmal mitgeschickt, wenn ich fragen darf?

Viele Grüße

GS
 
E

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Gast
Hallo nach HH ! :icon_smile:
Habt ihr denn die Atteste jedesmal mitgeschickt, wenn ich fragen darf?
Damals wussten wir nicht, dass diese Phantasiebescheinigungen gar nicht hätten gefordert werden dürfen. Meiner Tochter ging es damals psychisch derart schlecht, dass sie nur noch zum Arzt und ins Bett kroch - Depressionen. Sie hatte Angst vor diesem FM, der seine Macht so gnadenlos ausnutzte.
Ihre Ärztin wollte diese Bescheinigung nicht ausstellen, weil sie ihre ärztliche Kompetenz von einem Schreibtischverbrecher in Frage gestellt sah - für sie sind die FMs, PaPs und AVs Sadisten! Und nur um die Gesundheit meiner Tochter nicht weiter zu gefährden stellte sie eine deratige Bescheinigung aus. Allerdings weigerte sie sich irgendeinen Hinweis auf die Krankheitsbezeichnung meiner Tochter zu machen. Lediglich dass meine Tochter bettlägerig wäre hat sie niedergeschrieben -mehr nicht. Und nur dieses eine Mal. Danach wussten wir ja, dass es den Quatsch nicht gibt, und wehrten uns erfolgreich.

LG :icon_smile:
 

Gute Stimme

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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort! :icon_smile:

und wehrten uns erfolgreich.

Also wehren werd ich mich und hoffentlich auch erfolgreich.

Da ich nun mal schon ein Attest habe, dass ja nichts weiter aussagt, als das was die AU eigentlich schon aussagt, schicke ich das mit AU zum SB + KostenÜbernahmeantrag für das Attest. In dem Schreiben stand wenn nicht ein "aussagekräftiges" Attest kommt, will er komplett die Leistung streichen nach SGB II § 31 Abs. 2.
Bloße Drohung? Ich weiß nicht. Hab ich mir heute mal angeschaut das Gesetz, eigentlich ist es da gestaffelt, in Stufen wird das, wenn schon, abgesenkt.

Viele Grüße

GS
 

Gute Stimme

Elo-User*in
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Hallo an alle!

So nun habe ich Post bekommen, nach fast einem Monat. Hatte schon mit der kompletten Streichung des Regelsatzes gerechnet, da mein SB das ja ankündigte. Ist ja auch immer noch nicht ausgeschlossen, erst am Donnerstag, wenn ich aufs Konto schaue weiß ich das endgültig.

Jedenfalls will er nun eine ärztliche Untersuchung einleiten, dazu habe ich einen Gesundheitsfragebogen und einen ganzen Haufen Schweigepflichtenentbindungserklärungen bekommen ... die soll ich beim SB einreichen ... ich steig da gar nicht durch... warum kriegt der das denn? Darf der dann Befunde anfordern und die einsehen?

Und dann der Hammer:

ganz am Ende des Wisches...

Zitat:

Hinweis: Die Kosten für Ärztliche Atteste können nach dem SGB II nicht übernommen werden.


Hoffentlich ist keiner allzusehr genervt wegen dieses Themas!


Viele Grüße!


GS
 

Sonntagsmaja

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Ist keiner genervt, gute Stimme:icon_smile:
Ein Forum ist ja dazu da, Fragen loszuwerden.
Jedenfalls will er nun eine ärztliche Untersuchung einleiten, dazu habe ich einen Gesundheitsfragebogen und einen ganzen Haufen Schweigepflichtenentbindungserklärungen bekommen ... die soll ich beim SB einreichen ... ich steig da gar nicht durch... warum kriegt der das denn? Darf der dann Befunde anfordern und die einsehen?
Darf er auch nicht. Du machst es so (wie ich auch):
Unterlagen alle in einen großen Umschlag, zukleben und groß+fett drauf schreiben: "Nur vom Medizinischen Dienst zu öffnen!" Am besten so wie eine Art Siegel über die Klebe-Lasche auch noch mal.
Das kannst Du so abgeben, und der SB, ob er will oder nicht, hat sich danach zu richten.
Tut er es nicht, verletzt er wissentlich das Briefgeheimniss und Du hast ihn am Ärmel ....ähm ....ertappt. Das wäre sogar strafrechtlich relevant:cool:


Und zu diesem Witz ->>
Hinweis: Die Kosten für Ärztliche Atteste können nach dem SGB II nicht übernommen werden.
Wer die Musik bestellt, zahlt sie auch. Im Regelsatz sind KEINE Anteile für Atteste drin enthalten!
Das sagst Du dem SB ganz freundlich (oder besser noch: schriftlich) und gut ist.
 

Gute Stimme

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Vielen Dank für deine Antwort!

Deinen Vorschlag mit dem "versiegelten" Umschlag finde ich sehr gut.
Am liebsten würde ich allerdings die Sachen selber beim Medizinischen Dienst abgeben...

Es ist ja so, wenn der SB mein behandelden Ärzte sieht, kann er sich schon denken welche Krankheiten ich habe...

Wer die Musik bestellt, zahlt sie auch. Im Regelsatz sind KEINE Anteile für Atteste drin enthalten!
Das sagst Du dem SB ganz freundlich (oder besser noch: schriftlich) und gut ist.

Ich befürchte das wird bei dem nicht reichen, mit Freundlichkeit kommt man bei dem nicht weiter, mit Logik auch nicht so recht, gibt es da nicht ein Gesetz, das besagt, das geforderte Atteste bezahlt werden müssen? Ich glaube das muss ich ganz formgerecht (hoffentlich auch noch fristgerecht!?) unter Angabe eines Gesetzes o.ä. beantragen, schriftlich natürlich (oder ob auch per e-mail geht ??? Ist das formgerecht?) Telefonukeln tu ich mit der Arge schon seit Jahren kategorisch nicht mehr.:icon_kotz:

Und ist dieser Gesundheitsfragebogen üblich? Da soll ich ja auch detalliert meine "Beschwerden" schildern. Und den bekommt doch der SB. :icon_neutral:

Viele Grüße

GS
 
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