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Symbian

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#1
Hallo zusammen,

mir stellt sich folgendes Problem:
Meine Frau hat nach ihrer Ausbildung und zwei Jahren Arbeit ihr Abitur nachgeholt. Im Anschluss daran hat sie nun Arbeitslosengeld erhalten. Da letzteres nun ausläuft, muss sie ALG2 beantragen. Da wir nun vor ein paar Monaten geheiratet haben und naturgemäß auch zusammen leben, musste sie auch Auskünfte zu meiner Person erteilen. Ich befinde mich allerdings derzeit noch im Studium und werde dieses erst nächstes Jahr zu einem würdigen Abschluss bringen.
Wie kann es nun angehen, dass meine Frau mit einer Eingliederungsvereinbarung nicht nur für sie, sonder auch für mich nach Hause kommt?
Ich habe als Student weder Anspruch auf irgendwelche Gelder - noch würde ich sie benötigen (Werkstudent).
Dies wurde ihr auch so erklärt, nur sei eben für diesen unseren Fall keine Sonderlösung parat. Und genau aus diesem Grund (wohl in Ermangelung einer einwandfreien Lösung) soll ich nun diese Eingliederungsvereinbarung unterschreiben...

Bitte bitte sagt mir, ob es nur meinem laienhaften ARGE-Verstandes zu schulden ist, dass ich die Welt nicht mehr verstehe!
Was für Konsequenzen hätte eine Unterzeichnung dieser Eingliederungsvereinbarung für mich?

VIELEN LIEBEN DANK!

Symbian
 

vagabund

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#2
Überprüft zuerst mal, wann der ALG II-Bezug beginnen würde und wann die EGVs anlaufen sollen....

wenn letztere vor dem Bezug beginnen, geht das kostentechnisch schon aus Sicht der ARGE gar nicht.
 

Stinkstiefel

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#3
Eine Unterzeichnung hätte keine Konsequenzen, da Du, mangels Einkünften von ARGE, nicht sanktionierbar bist.

Unterschreiben würde ich das Dingens trotzdem nicht. Kann aber sein, daß sie dann anfangen, Deine Frau zu schikanieren.
 

Symbian

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#4
Hallo,

das ging aber schnell! Vielen Dank! Also ich werde die EGV erstmal nicht unterschreiben und meine Frau zum nächsten Termin begleiten. Bin mal gespannt was die mir noch für enervierende Geschichten erzählen werden...

Zu der ersten Antwort: Die EGV soll bei mir wohl sofort steigen. Gültigkeit hat sie vorerst ein halbes Jahr.

Vielen Dank nochmal!

Beste Grüße
Symbian
 

vagabund

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#5
...

Zu der ersten Antwort: Die EGV soll bei mir wohl sofort steigen. Gültigkeit hat sie vorerst ein halbes Jahr.

...
Na dann brauchst du die so oder so nicht unterschreiben, ohne "Leistungsbezug" auch keine "Eingliederungsleistungen".

Bei Deiner Frau solltet ihr "verhandeln", dass nur das drin steht, was ihr wirklich nützt. Das kann ggf. manchmal hin und her gehen und dauern :icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
#6
Lebst du vielleicht von Bafög, oder Kindergeld, oder Wohngeld? Wenn ja, fällst du m.E. aus der Berechnung heraus und brauchst das nicht zu unterschreiben. Deine Frau wird dann auch nur die halbe Miete vom Amt bekommen (die andere Hälfte zahlst du).

Wenn du ein Einkommen durch Arbeit hast, wirst du gemeinsam mit deiner Frau als "Bedarfsgemeinschaft" eingestuft und musst wohl eine EGV unterschreiben.

Im Prinzip ist das keine Frage zum Thema EGV. Ich kann dir hierzu auch nichts Genaues sagen.

Hat denn deine Frau schon ihren Bewilligungsbescheid bzw. Ihr Geld erhalten? Wenn nein, ist sie mit ihrer EGV leider erpressbar. Obwohl der Zeitpunkt für den Abschluss einer EGV ja ohne Bewilligungsbescheid noch gar nicht da ist, liegt die Erpressung leicht in der Luft: "Entweder du unterschreibst die EGV, oder wir zahlen dir keine Leistung".

Die EGV deiner Frau müsste man sehen, um dazu etwas sagen zu können.

Deine würde ich nicht unterschreiben. Ich würde überhaupt nicht darauf reagieren. Vielleicht kommt das dann per Verwaltugnsakt, oder es kommt gar nichts mehr.
 

vagabund

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#7
Wie bereits gesagt, vor Leistungsbezug auch keine EGV! Dafür fehlt die Rechtsgrundlage.
 

Mario Nette

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#8
Falls da noch was kommt hinsichtlich Arbeitsaufnahme: Randziffer 10.17 aus http://www.arbeitsagentur.de/zentra...n/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf (PDF)

Hinsichtlich EGV für dich findest du sehr viele Gegenargumente hier: http://www.arbeitsagentur.de/zentra.../Publikation/pdf/Arbeitshilfe-zur-EinV-15.pdf (PDF)

Zu deiner Aussage: "Ich habe als Student weder Anspruch auf irgendwelche Gelder - noch würde ich sie benötigen (Werkstudent)." Ist nicht ganz korrekt. Die ARGE wertet euch als Bedarfsgemeinschaft. Setze ich das Entgelt des Werkvertrags mit dem BAföG gleich, so bestünde ggf. ein Anspruch auch auf Leistungen nach dem SGB II für dich, wenn der Mietkostenanteil des BAföG die tatsächlichen Kosten der Unterkunft, die für dich entstehen (Pro-Kopf-Verteilung) nicht decken könnte.

Mario Nette
 

Brundle

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#9
Deine Frau soll die Eingliederungsvereinbarung auch nicht unterschreiben! :icon_evil:

Es wird nur Konsequenzen für euch haben, wenn ihr eine EGV unterschreibt.

Ich kann euch nur raten, euch ins Thema EGV einzuarbeiten.
Hier im Forum steht genug dazu.
 
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