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Fragen-über-Fragen

Elo-User/in

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#1
Wie ist das eigentlich:

Wenn beide Partner arbeitslos sind, was unterstützt der Staat dann arbeitstechnisch mehr: Denjenigen, der die besseren Chancen hat wieder ins Berufsleben einzusteigen oder beide gleichwertig (also sozusagen egal, hauptsache einer von beiden arbeitet).

Und wie ist das, wenn einer von beiden Arbeit auswärts bekommt und man sich deswegen räumlich trennen muss? Verlangt dann das Amt, dass man gemeinsam umzieht oder bekommt der eine Part trotzdem Unterstützung obwohl der andere wieder arbeitet?

Oder gibt es da dann wieder irgendwelche Überbrückungsgelder?? :icon_kinn:

(Bei Arbeitsaufnahme würde man während der Probezeit ja nur ein Zimmer nehmen, wo eine ganze Familie ja kein Platz hätte...)

Bisschen Hintergrund:

Vorgeschichte:
Ich bin seit 6 Jahren arbeitslos (arbeitslos geworden kurz bevor ich schwanger wurde 2001), dann Erziehungszeit und seitdem auf Arbeitssuche. Ich bin gelernte Bürokauffrau, habe jedoch nie in dem Beruf gearbeitet sondern stattdessen 4 Jahre saisonal als Rezeptionistin (Sommer) und Telefonistin in der Auskunft (Winter).
Habe in den letzten 2 Jahren an die 250 Bewerbungen geschrieben. Absagen immer mit Begründung: Keine Berufserfahrung (ich bewerbe mich in den drei Berufen, in denen ich tätig war und zusätzlich in Berufen, die ähnliche Tätigkeiten birgen: also Verkäuferin, Sachbearbeiterin, Sekretärin, Zimmermädchen, Sprechstundenhilfe etc. pp.)

Nun habe ich letztes Jahr einen Mann kennengelernt. Und bin quer durch Deutschland zu ihm in die Nähe gezogen (gleicher Ort). Er ist vor 2 Jahren aus gesundheitlichen Gründen arbeitslos geworden und hat nun im Januar Hartz4 beantragt. Da er seit Januar keine Miete zahlen konnte, wurde ihm fristlos die Wohnung gekündigt und er ist zu mir gezogen. Damit alles seine Richtigkeit hat, haben wir es natürlich beim Amt gemeldet und werden ab 01.03. gemeinsam als eheähnliche Bedarfsgemeinschaft berechnet.
Seit 2 Wochen bin ich nun in einer Maßnahme drin und er paßt auf meine 5 jährige Tochter auf.

Er ist übrigens Mediziner und muß seine Arbeitssuche deswegen großräumig gestalten (er ist gesundheitlich wieder arbeitsfähig!).

Ist er überhaupt mir und meinem Kind unterhaltsverpflichtet, obwohl wir erst nun zusammengezogen sind?


Edit: Wir werden im nächsten Jahr heiraten und der Mietvertrag läuft nur auf meinen Namen (allerdings klappt es nicht mit einem gemurksten Untermietvertrag oder einer WG, da ich beim Einzug eine Erklärung unterschreiben mußte, dass ich weder eine WG gründen werde noch einen Untermieter aufnehme - ansonsten ebenfalls fristlose Kündigung meines Mietvertrages!)
 

Hartz IV Opfer

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#2
Wenn beide Partner arbeitslos sind, was unterstützt der Staat dann arbeitstechnisch mehr: Denjenigen, der die besseren Chancen hat wieder ins Berufsleben einzusteigen oder beide gleichwertig (also sozusagen egal, hauptsache einer von beiden arbeitet).

Keiner wird unterstützt!!!
Ich habe bis heute nach fast 2 Jahren nicht ein Stellenangebot bekommen.Weiterbildungen werden grundsätzlich nicht genehmigt.Die darfst Du selber finanzieren.So viele Knüppel,wie man zwischen den Beinen geworfen bekommt...könntest Du einen ganzen Winter mit heizen!
Oder glaubst Du an das Christkind????
 

Arania

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#3
Man könnte auch sagen beide werden gleichermassen gefördert, also ich würde sagen das kann man erst bei konkreten Vermittlungsgesprächen sehen
 
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Gast
#4
Hallo FüF,

an Deiner Stelle würde ich mit dem Schlimmsten rechnen. Als Mutter eines kleinen Kindes und ohne Berufserfahrung bist Du beim Arbeitsamt sicher schon als Betreuungskunde abgeschrieben. Ich denke, sie werden lieber den Mediziner in Brot und Arbeit bringen wollen. Der darf dann für Dich und das Kind zahlen und die ARGE ist fein raus.
Über die Problematik mit den Stiefkindern steht schon manches im Forum.
Schau mal unter http://www.elo-forum.net/ur/701-0701-13-33.html nach.

Viele Grüße,
angel
 

Fragen-über-Fragen

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#5
Hallo FüF,

an Deiner Stelle würde ich mit dem Schlimmsten rechnen. Als Mutter eines kleinen Kindes und ohne Berufserfahrung bist Du beim Arbeitsamt sicher schon als Betreuungskunde abgeschrieben. Ich denke, sie werden lieber den Mediziner in Brot und Arbeit bringen wollen. Der darf dann für Dich und das Kind zahlen und die ARGE ist fein raus.
Über die Problematik mit den Stiefkindern steht schon manches im Forum.

Viele Grüße,
angel
Danke, sowas in etwa haben wir uns schon gedacht und haben eigentlich auch kein Problem damit, dass er mich und das Kind unterstützt, sobald er wieder Arbeit hat (darum wollen wir ja auch heiraten ;) )

Uns geht es jetzt in erster Linie darum, ob er etwa doppelte Ausgaben hat, wenn wir berufsbedingt räumlich getrennt sind und er somit seinen und den Unterhalt von mir und meiner Tochter bestreiten muss.
(Wir würden ja nur 6 Monate getrennt sein, weil wir -also ich und das Kind- nach Ende der Probezeit nachkommen würden).

Ich dachte, da es ja für Berufswiedereinsteiger Beihilfen gibt (z.B. Fahrtkostenbeihilfe), ob ähnliche Beihilfen dann auch bei sowas greifen - oder gibt es da auch wieder Unterschiede, ob man von ALG1 oder
ALG2 wieder ins Berufsleben zurückkehrt??

:icon_confused:
 

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#6
Ich hab's gefunden! *hurra* *hurra*

Die ganze Chose nennt sich "Mobilitätshilfen § 53 SGBIII" und beinhaltet:

1.Leistungen für den Lebensunterhalt bis zur ersten Arbeitsentgeltzahlung (Übergangsbeihilfe),
2.Leistungen für Arbeitskleidung und Arbeitsgerät (Ausrüstungsbeihilfe),
3.bei auswärtiger Arbeitsaufnahme die Übernahme der Kosten für
a)die Fahrt zum Antritt einer Arbeitsstelle (Reisekostenbeihilfe),
b)tägliche Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle (Fahrkostenbeihilfe),
c)eine getrennte Haushaltsführung (Trennungskostenbeihilfe),
d)einen Umzug (Umzugskostenbeihilfe)
 
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#7
Hallo FüF,

Wenn er aus der Wohnung auszieht, seid Ihr meines Wissens (bin keine Anwältin) keine Bedarfsgemeinschaft mehr.
Du landest wieder bei ALG 2 und hast für die ARGE, zumindest so lange Ihr nicht verheiratet seid, nichts mehr mit ihm zu tun.
Wenn er Dir freiwillig Geld gibt, ziehen sie Dir das aber ab, sobald sie davon erfahren (laut Gesetz mußt Du alles angeben, dann wissen Sie es).
Er kann auch keine doppelten Kosten geltend machen, denn er muß ja für Euch nichts zahlen.
Über Berufswiedereinstiegsbeihilfen weiß ich nichts, da kann ich Dir nicht raten.

Aber mal von Frau zu Frau: machst Du Dich nicht ein wenig sehr von einem Mann abhängig? Hast Du berufliche Pläne für deine Zukunft ober hältst Du Dich an seinem Unterhalt fest?
Das kann ich natürlich alles nicht beurteilen, aber als gebranntes Kind habe ich da so eine selektive Wahrnehmung.

Viele Grüße,
angel

Lese soeben Deinen neuen Beitrag, schön, daß Du das gefunden hast.
 

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#8
Aber mal von Frau zu Frau: machst Du Dich nicht ein wenig sehr von einem Mann abhängig? Hast Du berufliche Pläne für deine Zukunft ober hältst Du Dich an seinem Unterhalt fest?
Naja, ich bin ziemlich altmodisch.
Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und die haben mir das vorgelebt: Opa hatte guten Verdienst (er war Chefredakteur) und meine Oma war Hausfrau und bekam ein Haushaltsgeld von 1000 DM. (Vor 20 Jahren war das eine Menge Geld!) Von diesem Geld mußte sie lediglich einkaufen und hatte den Rest zur freien Verfügung. Für größere Anschaffungen oder mal einen Kurzurlaub gab ihr mein Opa trotzdem immer wieder mal Geld.
DAS gefiel mir, SO stellte ich mir meine Zukunft vor! :D

Ok, in der heutigen Zeit wollen die Frauen immer mehr unabhängig sein und versprechen sich dadurch auch mehr Freiheiten.

Ich für meinen Teil finde aber das Klassische Modell okay und will für meine Kinder da sein (wir planen im nächsten Jahr ein Baby). Bevor ich mit meinem (zukünftigen) Mann zusammen kam, habe ich ihm klipp und klar meine Einstellung vermittelt und gesagt, er könne das so akzeptieren (allerdings habe ich ein Haushaltsgeld von 1000 € mit ihm abgemacht - man muss ja die Inflation mitrechnen ;) ) und bei mir bleiben oder eben gehen.
Er hat sich für's Bleiben entschieden und für mein Familienmodell.

Ich sehe für meine berufliche Zukunft sowieso keine Chance - für meinen Traumberuf bin ich zu alt und das Amt unterstützt weder Weiterbildung noch Umschulung. :frown:
 
E

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Gast
#9
Liebe Füf,

natürlich gibt es viele Arten, das Leben zu gestalten, schon wahr.
Deinen Traum habe ich auch mal geträumt, das ist aber schon so lange her, da waren ja die Dinosaurier noch in Bayern. Damit meine ich, eine gewisse Lebenserfahrung habe ich schon.
Bei mir ist der Traum nach fast zwei Jahrzehnten recht plötzlich zerbrochen.
Jetzt stehe ich da mit----NICHTS!
Aber das ist eigentlich nicht richtig, meine drei Kinder (einer wohnt schon alleine, zwei sind Schulkinder) sind ja nicht "Nichts".
Allerdings: Keine beruflichen Chancen.
Keinen Pfennig Geld.
Viel Hunger, der Kinder wegen.
Keinen Rentenanspruch, der sich so nennen darf.
Keine Fördermöglichkeit durchs Arbeitsamt.
Kein Garnichts.
Der Heile-Welt-Traum ist sehr verführerisch, das kann ich gut nachvollziehen. Aber das Leben verändert sich immer wieder, nichts bleibt auf ewig gleich. Und dann hat er alles, Du nichts. Die typische Frauenfalle.
Ist er auf ewig an einer unselbstständigen Frau interessiert?
Oder könnte sich das in 10, 20, 30, 40 Jahren ändern?

Viele Grüße,
angel

Nachtrag etwas später:
Tip zum Schmöckern: http://www.emma.de/forum.html
 
E

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Gast
#10
Naja, ich bin ziemlich altmodisch.
Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und die haben mir das vorgelebt: Opa hatte guten Verdienst (er war Chefredakteur) und meine Oma war Hausfrau und bekam ein Haushaltsgeld von 1000 DM. (Vor 20 Jahren war das eine Menge Geld!) Von diesem Geld mußte sie lediglich einkaufen und hatte den Rest zur freien Verfügung. Für größere Anschaffungen oder mal einen Kurzurlaub gab ihr mein Opa trotzdem immer wieder mal Geld.
DAS gefiel mir, SO stellte ich mir meine Zukunft vor! :D

Ok, in der heutigen Zeit wollen die Frauen immer mehr unabhängig sein und versprechen sich dadurch auch mehr Freiheiten.

Ich für meinen Teil finde aber das Klassische Modell okay und will für meine Kinder da sein (wir planen im nächsten Jahr ein Baby). Bevor ich mit meinem (zukünftigen) Mann zusammen kam, habe ich ihm klipp und klar meine Einstellung vermittelt und gesagt, er könne das so akzeptieren (allerdings habe ich ein Haushaltsgeld von 1000 € mit ihm abgemacht - man muss ja die Inflation mitrechnen ;) ) und bei mir bleiben oder eben gehen.
Er hat sich für's Bleiben entschieden und für mein Familienmodell.

Ich sehe für meine berufliche Zukunft sowieso keine Chance - für meinen Traumberuf bin ich zu alt und das Amt unterstützt weder Weiterbildung noch Umschulung. :frown:
Wenn du so leben willst - deine Entscheidung, da laß dir nict rein reden. Aber denk an den Fall, daß du irgendwann alleine, mit Kindern, da stehst - und sicher dich durch einen Notarvertrag oer eine Geldanlage auf deinen Namen ab.

Nur so hast du die Garantie, dich und die Kinder im Fall einer Trennung durchbringen zu können.
 

Hartz IV Opfer

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#11
DAS gefiel mir, SO stellte ich mir meine Zukunft vor! :D

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
 
E

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Gast
#12
Moin, Hartz IV Opfer,

das finde ich böse und verallgemeinernd, was Du hier von Dir gibst.
Vielleicht solltest Du auch mal auf den EMMA-Seiten surfen.
Der Job als "Hausfrau" ist knüppelhart und ohne jede Zukunft, deshalb rate ich jeder Frau davon ab.
Deine Unterstellungen haben Schwiegermutterwitzniveau.
Hast Du heute noch nicht ganz ausgeschlafen?

Viele Grüße,
angel
 
E

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Gast
#13
Hartz IV Opfer, Dein Beitrag beleidigt alle Frauen, deren Job die Familie ist.
Deine Meinung zeugt von absoluter Unkenntnis über das, was man Tag und Nacht tut... dir kann ich nur das gleiche Angebot machen wie jedem, der meint, als Hausfrau habe man nur da Ziel, das Geld eines Mannes auszugeben, ohne etwas dafür zu tun...
übrnimm ihn mal 4 Wochen!
Tu die Arbeit mal so, wie ich sie gemacht hab! Manchmal rund um die Uhr...

Mein eigener Mann hat sich mal davor gedrückt, das auch nur 6 Wochen zu machen, als ich einmal wegen Krankheit ausfiel...er wußte, was ich den ganzen Tag tu!

Das Wort Hausfrau nutze ich übrigens absichtlich nicht: das gibt nicht wieder, was man tut... Familienmanagerin find ich passender.

Und was ein Ex Mann heute ist, hat er zum Großteil mir zu verdanken: vor allem was sein Einkommen angeht, denn das hätte er ohne meine Unterstützung heute nicht!
 
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