• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Kommunen wollen Wohnpauschalen für “Hartz IV”-Empfänger

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Arania

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#1
Landsberg forderte desweiteren, der Bundesanteil müsse sich in Zukunft viel mehr an den tatsächlichen Kosten orientieren und nicht an der Zahl der derzeitigen Bedarfsgemeinschaften. Auf lange Suicht gesehen müsse das momentane System der Wohnkostenübernahme auf entsprechende Pauschalen umgestellt werden, so der Politiker.
Hartz IV Miete: Kommunen wollen Wohnpauschalen für “Hartz IV”-Empfänger | Die Newsblogger


[SIZE=-1]«Das ist bei jedem BAföG-Empfänger so und niemand schreibt dem dann vor, auf wie viel Quadratmetern er zu wohnen hat», sagte Landsberg.[/SIZE]
dernewsticker.de
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#2
Bei den BAföG-Empfängern läuft das ja teilweise so ab (verschärft): "Hier hast du 100 €, such dir was zum Wohnen. Was, es gibt hier keine so günstigen Unterkünfte? Ist doch nicht mein Problem."

Mario Nette
 

Tamina

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2009
Beiträge
435
Gefällt mir
78
#3
[SIZE=-1]«Das ist bei jedem BAföG-Empfänger so und niemand schreibt dem dann vor, auf wie viel Quadratmetern er zu wohnen hat», sagte Landsberg.[/SIZE]
Richtig. Aber einem [SIZE=-1] BAföG-Empfänger schnüffelt auch niemand hinterher, ob und mit wem er zusammenwohnt und WG-Mitbewohnern wird auch nicht gesagt, sie müßten für ihren [/SIZE][SIZE=-1] BAföG-empfangenden Mitmieter finanziell aufkommen.
[/SIZE]

[SIZE=-1][/SIZE]
 

tunga

Elo-User/in
Mitglied seit
1 Sep 2008
Beiträge
900
Gefällt mir
97
#4
Na prima - dann gibts ´ne Landflucht. :icon_party:
Wenn ich mal so sehe in den Immobörsen im Net, was ich löhne für mein 2ZimmerWohnKlo und was ich dafür nur schon 30 km von hier bekomme.
Hätte dann zwar einen Umzug nötig, ein Auto um irgendwo hin zu kommen, ÖPNV ist ja ausserhalb meiner Stadt schon seehr eingeschränkt, achja, Chance auf Arbeit hätte ich dann noch weniger, aber..vieeel mehr qm, vielleicht ´nen Garten (Selbstanbau von Obst+Gemüse, wie praktisch) und das schöne Gefühl, dass um mich herum nur noch Arme und Alte wohnen, imaginäre Mauer eingeschlossen. :icon_kinn:
 

Arania

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#5
Ja der Knackpunkt ist aber dann: die ARGE bezahlt den Umzug nicht mehr, man bekommt eine Pauschale und muss damit auskommen und wenn es nicht reicht kann man ja umziehen, aber dann auf eigene Kosten
 

Merkur

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Jan 2006
Beiträge
1.898
Gefällt mir
119
#6
Das haben sie ja schon vor der Wahl gesagt und nun wird es kommen.Wenn man bedenkt das jede 4 Firma entlassen will muss.
 

tunga

Elo-User/in
Mitglied seit
1 Sep 2008
Beiträge
900
Gefällt mir
97
#7
Ich frage mich bei solchen Forderungen immer wie sie sich eine Pauschale vorstellen.
Ist doch total realitätsfremd.

Wenn ich jetzt z.B. 500€ Pauschale bekomme, dann kann ich damit meine Bude noch nicht bezahlen (und die ist noch immer für meine Gegend angemessen), da lege ich einfach noch mal einiges selbst drauf.
Im berühmten Hintertupfingen miete ich mit Glück ein grosses Haus dafür, ach ich brauch noch nicht mal soweit zu gehen, in der hier direkt angrenzenden Stadt habe ich mal geschaut und bekomme ca. 20-25qm oder 1-2 Zimmer mehr, für unter 500€ (die Differenz könnte ich ja dann versaufen, dann brauch ich auch nicht frieren und spare zudem die wohl auch schon pauschalierten Heizkosten).

Wenn jetzt ein Umzug aus z.B. gesundheitlichen Gründen oder wie auch immer nicht gegeben ist, was passiert mit den durch Pauschalierung in noch tiefere Armut und Schulden getriebenen Menschen?

Umzug auf eigene Kosten geht auch nur sehr begrenzt.

Ich wünsch mal allen die solche Forderungen haben-wollen-durchsetzen nur einmal für nur wenige Monate den Selbstversuch zu machen - oder sich die tasächlichen Wohnverhältnisse der zu Beschneidenden anzuschauen.

:icon_kinn:

Auch ist ein Wohngeldgesetz wohl mal aus der Idee geboren worden, Leute in der Stadt zu halten und die Kosten aufzufangen, damit eine Abwanderung nicht deswegen stattfindet.
Die Wohngeldhöhe richtet sich ja auch nach Stadt, Gemeinde etc.
Durch eine Pauschalierung der Wohnkosten bei ALG+SH wird es wohl oder übel eine Abwanderung geben - und dann ist die Stadt nur noch für die Reichen da.


..und irgendwann schenkt dann der Füherer den Klonen eine Stadt - Fehlfarben Neue Deutsche Welle 80er Jahre
 

Arania

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#8
Ich befürchte eher das die Pauschalisierung sagt, in NRW gibt es z.B. so und soviel und wenn Du drunter bleibst, gut, dann gibt es weniger, da wird nichts zum versaufen bleiben, sondern es geht hier nur um Höchstgrenzen
 

redfly

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jun 2007
Beiträge
3.565
Gefällt mir
209
#9
Das geht überhaupt nicht, dafür sind die Mieten viel zu unterschiedlich.

Am besten direkt Hartz IV-Kasernen bauen und mit Stacheldraht umzäunen.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#10
Ich befürchte eher das die Pauschalisierung sagt, in NRW gibt es z.B. so und soviel und wenn Du drunter bleibst, gut, dann gibt es weniger, da wird nichts zum versaufen bleiben, sondern es geht hier nur um Höchstgrenzen
Ja eben, das befürchten mehrere Menschen, auch hier im Forum. Dann ist es aber auch keine echte Pauschale mehr, sondern eine Deckelung.

@tunga
Das Lied ist von Extrabreit.

Mario Nette
 

Falke

Elo-User/in

Mitglied seit
16 Okt 2009
Beiträge
1.092
Gefällt mir
122
#11
Das geht überhaupt nicht, dafür sind die Mieten viel zu unterschiedlich. Die Politik kann und wird alles durchziehen und wird es in diesem Falle auch tun, denke ich

Am besten direkt Hartz IV-Kasernen bauen und mit Stacheldraht umzäunen. Hört sich zwar sarkastisch an, das schwebt aber doch auch den "Normalbürgern" in Deutschland vor, da sie immer wieder dies Tag für Tag von den Medien eingehämmert bekommen.
Gruss
Falke
 
E

ExitUser

Gast
#12
Arania sagte :
Ja der Knackpunkt ist aber dann: die ARGE bezahlt den Umzug nicht mehr, man bekommt eine Pauschale und muss damit auskommen und wenn es nicht reicht kann man ja umziehen, aber dann auf eigene Kosten
Hallo,

mich beschäftigt diese Angelegenheit sehr, zumal ich möglicherweise auch davon betroffen bin. Die Aussage klingt so, als gäbe es dazu bereits Diskussions-, bzw. Richliniengrundlagen.
Mir erschließt sich nicht ganz, auf welche Grundlagen diese Vermutung(?) gestützt ist. Gäbe es solche Verknüpfungen mit der Pauschalisierung, eher wohl Deckelung, hätte das enorme Folgen für die Betroffenen.
Wie soll auf Basis der Grundversorgung ein Umzug gestaltet werden.
Umzugskosten sind im Regelsatz nicht berücksichtigt.
Je nach Lage der Dinge könnte die Differenz zwischen pauschalisiert gezahlter KdU und zu zahlendem Mietzins der Regelsatz fast ganz aufgebraucht werden.

Weiter zählen zur KdU ja auch Betriebskosten etc.
Welches Verhältnis zu üblichen Preissteigerungen und unterschiedlichen Lieferanten von Energie, bzw. Wasser soll hier berücksichtigt werden.


Ich kann nur nochmals wiederholen, dass m.M.n. das Bestreben ettlicher Kommunen dahingenhend sein wird, die Menschen zu kasernieren, indem man ihnen kommunalen Wohnraum zur Verfügung stellt.
Mancherorts wird bereits über das Konjunkturpaket leerstehender Wohnraum, sogar eigentlich zum Abriss vorgesehener Wohnraum hergerichtet wird. Untermauert wird dies durch Vergleiche des Aufkommens an Bedarfgemeinschaften in der jeweiligen Kommune zur Anzahl der renovierten Wohnungen.
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#13
AW: Kommunen wollen Wohnpauschalen für “Hartz IV”-Empfänger

Welche Gerichte könnte man denn hierbei anrufen?
Wenn ich aus Gründen der Pauschalierung, nicht mehr genug zum Essen, also physisches Leben habe, muss es doch auch einen Klageweg geben?Welche Gerichte könnte man denn hierbei anrufen?
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#14
@Linchen0307
Ich denke mal, wie gehabt, weil es ja Sozialrecht ist: SG -> LSG -> BSG -> BVerfG.

Mario Nette
 

Arania

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#15
Immer noch das SG, denn Du klagst ja gegen Entscheidungen des SGB
 
E

ExitUser

Gast
#16
...Ich kann nur nochmals wiederholen, dass m.M.n. das Bestreben ettlicher Kommunen dahingenhend sein wird, die Menschen zu kasernieren, indem man ihnen kommunalen Wohnraum zur Verfügung stellt...

Das dürfte schon jetzt nicht mehr überall möglich sein.
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#17
AW: Kommunen wollen Wohnpauschalen für “Hartz IV”-Empfänger

ch kann nur nochmals wiederholen, dass m.M.n. das Bestreben ettlicher Kommunen dahingenhend sein wird, die Menschen zu kasernieren, indem man ihnen kommunalen Wohnraum zur Verfügung stellt.

Das dürfte in unserem Städtchen schwierig werden, die Kommune hat keine Wohnungen, nur Notunterkünfte. Die allerdings sind für Obdachlose bestimmt.
Für alle Hartzer in unserem Ort, bieten die keinen Platz. Entweder muss die Stadt eigene Wohnungen erstellen oder versuchen von anderen WoBau Unternehmen zu erwerben....
 

Tamina

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2009
Beiträge
435
Gefällt mir
78
#18
Ich kann nur nochmals wiederholen, dass m.M.n. das Bestreben ettlicher Kommunen dahingenhend sein wird, die Menschen zu kasernieren, indem man ihnen kommunalen Wohnraum zur Verfügung stellt.
Das klappt m.E. nicht mehr. Gewollt haben sie es wohl, aber das war bevor die Zahl der Hilfebedürftigen so gestiegen ist.
Im Einzugsgebiet der hiesigen ARGE gibt es fast 80.000 Hilfeempfänger. Wo will man die unterbringen? Etwa in Baracken stapeln? Oder je 2 Familien in eine gemeinsame Wohnung stopfen?

Und es kommen ständig weitere dazu, z.B. all diejenigen, die im Niedrigstlohnsektor in Billigjobs gepresst werden und aufstocken müssen.

Neenee...denen ist das Ganz völlig aus den Händen geglitten.
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#20
AW: Kommunen wollen Wohnpauschalen für “Hartz IV”-Empfänger

Moin Drückie...

ich kann mich da auch noch an erinnern....
als ich Kind war, waren diese sogar noch bewohnt... Heute gibt es in der Stadt in NRW, in der ich lebte, bis ich in den Norden segelte, Wohncontainer...
Da drinnen stinkt es bei noch so guter Lüftung.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#21
Mit einer Pauschale können die Kommunen natürlich auch viel schöner rechnen ... In der Märkischen Oderzeitung (online) stand heute ein vielleicht missverständlicher Absatz, der ging in etwa so: Die Regelsätze sollen um 10 % ansteigen und bis zu einer Höhe von 400 € soll Einkommen nicht anrechenbar sein. Wenn ich das mal wirklich so nehme, dann würde das einen enormen Anstieg der Anspruchsberechtigten bedeuten, was sich auf jeden Fall auf den kommunalen Haushalt auswirken wird.

edit: Habe den Artikel gefunden:
Die Bundesagentur für Arbeit sagt für 2010 eine Steigerung der Regelleistungen um gut zehn Prozent gegenüber diesem Jahr voraus. Zudem sieht der Koalitionsvertrag eine Anhebung des anrechnungsfreien Einkommens bei Hartz-IV-Empfängern von jetzt 100 auf dann 400 Euro vor. "Damit werden Menschen bedürftig, die es vorher nicht waren", schlussfolgert Bockhardt. "Wurde bis jetzt das übersteigende Einkommen ab 100 Euro gegen den Hilfebedarf gerechnet, so wird es künftig erst ab 400 Euro berücksichtigt", rechnet der Wirtschaftsdezernent vor. "Der Hilfebedarf wird gerade in der Gruppe der gering Verdienenden ansteigen", prophezeit er.
Quelle: MOZ.de - Märkische Oderzeitung - Kostenanstieg bei Hartz IV im nächsten Jahr -

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
#22
Das klappt m.E. nicht mehr. Gewollt haben sie es wohl, aber das war bevor die Zahl der Hilfebedürftigen so gestiegen ist.
Im Einzugsgebiet der hiesigen ARGE gibt es fast 80.000 Hilfeempfänger. Wo will man die unterbringen? Etwa in Baracken stapeln? Oder je 2 Familien in eine gemeinsame Wohnung stopfen?

Und es kommen ständig weitere dazu, z.B. all diejenigen, die im Niedrigstlohnsektor in Billigjobs gepresst werden und aufstocken müssen.

Neenee...denen ist das Ganz völlig aus den Händen geglitten.
Gerade deswegen zieht man ja die "Notbremse".
Oder richten die Vermieter dann den Mietpreis nach den Pauschalen aus?

Ausgepresst sondert das System verwertloses Humankapital einfach aus.
Folglich verdrängt man die Betroffenen auch aus dem freien Wohnungsbau.
Das alleine schon ist im Sinne der meisten Vermieter.
Die Kommune selbst könnte über diesen Umweg einen Teil ihrer Aufwendungen für KdU wieder als Einnahmen verbuchen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten