Kommunen erheben Entsorgungsmonopol gegen das Volk (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

jockel

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... und Bundesgerichte unterstützen sie in ihrer Raffgier:

Fernsehreihe "Umschau", 21.08.2012, 20:15 Uhr: Kommunen streiten mit Sekundär-Rohstoff-Händlern über Altpapier

Das Kommunalentsorgungsmonopol lt Abfallsatzungen sichert den damit eingebundenen Privatentsorgern, die 25 und mehr Jahre laufende Knebelverträge (edel umschrieben Konzessionen) mit den Kommunen abschlossen, sichere planwirtschaftlich erzielbare Profite im Kapitalismus bei stetig steigenden Entsorgungspreisen zu, die man der Bevölkerung aufhalst. Da stecken auch schmiergeldmäßige Seilschaften zwischen Kommunalpolitik und diesen Knebelvertragsprivatentsorgern dahinter.

Diese sicheren Profite will man sich durch auszuschließender Entsorgungskonkurrenz nicht kapput machen.

In der kommenden Umschausendung, am 04.09.2012 wird das Thema wieder aufgegriffen und die private Entsorgungswirtschaft will gegen diese, durch die Abfallsatzungen geschützten Entsorgungsmonopole vor das EU-Gericht gehen.

Vielleicht kommt dann wieder das alte SERO-Sekundärrohstoff-Sammelprinzip zu alten Ehren und die Kinder in den Schulen wieder zu paar Cents für ihre Klassenkasse, die sie durch Sammeln von Altstoffen und Altgläsern aus den Wohn-Haushalten wie zu DDR-Zeiten erzielten.

Problem: Die kommunalen Tonnen werden nicht mehr so voll.

Also nicht wundern, wenn das alte Lied des Oktoberklubs mal wieder erklingt:

"Ham' se nicht noch Altpapier, liebe Oma, lieber Opa ..."

Die GEMA hat auch auf dieses bekannte Lied vom Oktoberklub seine Krallen drauf. Die machen sogar mit Pionier- und FDJ-Liedern vom Klassenfeind Kasse. Es ist nicht zu fassen wie weit Raffgier geht.

Ham'se nicht noch Altpapier? | MDR.DE
 
S

Spitzbart

Gast
Zum Glück lassen sich nicht alle privaten Entsorger dieses "Diktat" der Kommunen gefallen.


PS: Ich persönlich fand die Idee der Sero-Annahmestellen (die es in ähnlicher Form ja wieder gibt) sinnvoll und wichtig. Glas, Pappe und Altpapier landeten dort, wo sie hingehörten und nicht irgendwo im Wald und man bekam noch ein paar Pfennige/Mark als "Entschädigung". Auch die Sammlungen in den Schulen, aus denen dann richtige Wettbewerbe entstanden, taten ihr Übriges.

..."klingelingeling ein Pionier, klingelingeling steht hier ein Roter..." :icon_sleep:
 

jockel

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Dafür haben wir jetzt in den Wohnorten und Stadtteilen bundesdeutsch organisierte anonyme Abfalldreckecken an jedem Standort von Mülltonnen und Sammelbehältern. Ganz besonders schlimm, wenn das Einwerfen des Mülls gegen Bezahlung erfolgen soll.

Wird ganz besonders immer deutlich bei den Sperrmüllaktionen oder den Wertstoffsammlungen, wenn die gelben DSD-Plastesäcke in der Landschaft tagelang rumstehen und der nächste Sturm bläst in die Säcke.

Nach den Sperrmüllaktionen stehen jede Menge alte Radios, Fernseher, Kühlschränke und Co. rum, die die Entsorgungsfahrzeuge nicht mitnehmen wollen.

Und der Bürger will diese Altgeräte nicht ordnungsgemäß zu den Wertstoffhöfen selbst bringen - weil er für die Ablieferung bezahlen muß!!!!

Mit SERO hatte man in Ortschaften zentrale Aufkaufstellen für alle Arten von Altstoffen - im DDR-Jargon - Sekundärrohstoffe genannt und bekam noch Geld fürs Abliefern raus.
 
S

Spitzbart

Gast
Nach den Sperrmüllaktionen stehen jede Menge alte Radios, Fernseher, Kühlschränke und Co. rum, die die Entsorgungsfahrzeuge nicht mitnehmen wollen.

Und der Bürger will diese Altgeräte nicht ordnungsgemäß zu den Wertstoffhöfen selbst bringen - weil er für die Ablieferung bezahlen muß!!!!
Bei uns gibt es diese Sperrmüllaktionen nicht. Da kann jeder Haushalt auf Doppelkarte 2x pro Jahr (insgesamt 2m³) Sperrmüll vom Entsorger kostenlos abholen lassen.

Alte und defekte Elektrogeräte können kostenlos beim Wertstoffhof von Sapos abgegeben werden.

Schadstoffe nimmt kostenlos 1/2-jährlich das Schadstoffmobil mit. Außerdem kann sich jeder Haushalt in einem der zahlreichen Bürgerbüros einen Abfallkalender besorgen, in dem drin steht, wo etwas abgegeben werden kann. Und das ist (mal von Grünabfällen abgesehen) überall kostenlos möglich.

Und auch zu den Containerstandplätzen kann ich seit Einführung der "Blaue Tonne" nur Positives berichten. Früher als dort noch die Container für Pappe und Papier standen, sah es oft aus wie auf einem "Schlachtfeld". Seitdem diese Container von der haushaltnahen "Blaue Tonne" abgelöst wurden, ist es an den Standplätzen wesentlich sauberer geworden. Sicher gibt es noch immer Unbelehrbare, die dort Unrat oder andere Dinge (Farbreste, Autobatterien etc.) ablegen. Aber diese "Idioten" gibt es überall.

PS: Das Problem mit den gelben Säcken, deren Inhalt sich bei nicht sachgemäßer Befüllung/Versiegelung bei Wind/Sturm über die Straße verteilen kann, gibt es bei uns zwar auch; betrifft aber auschließlich Privathaushalte und ist eher die Ausnahme denn die Regel. Wobei das ein menschengemachtes Problem ist und eigentlich nicht sein müßte, wenn ein Paar einfache Regeln befolgt werden:

1. Beutel richtig voll machen und fest zuknoten.
2. Erst am Tag der Entleerung raus stellen.
3. Wenn ich weiß, daß starker Wind/Sturm angesagt ist, befestige ich den Sack an meinem Grundstückszaun oder klemme ihn irgendwo dazwischen, damit er nicht wegfliegen kann.
 

jockel

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... PS: Das Problem mit den gelben Säcken, deren Inhalt sich bei nicht sachgemäßer Befüllung/Versiegelung bei Wind/Sturm über die Straße verteilen kann, gibt es bei uns zwar auch; betrifft aber auschließlich Privathaushalte und ist eher die Ausnahme denn die Regel. Wobei das ein menschengemachtes Problem ist und eigentlich nicht sein müßte, wenn ein Paar einfache Regeln befolgt werden:

1. Beutel richtig voll machen und fest zuknoten.

2. Erst am Tag der Entleerung raus stellen.
3. Wenn ich weiß, daß starker Wind/Sturm angesagt ist, befestige ich den Sack an meinem Grundstückszaun oder klemme ihn irgendwo dazwischen, damit er nicht wegfliegen kann.
Das läßt sich an Zäunen von Privatgrundstücken so lösen, aber nicht in Wohngebieten, von Wohnblocks, die unter Verwaltung großer Wohnungsverbände stehen.

Die Mieter stellen schon 1 - 2 Tage vor der Entsorgungstour des Fahrzeugs ihre gelben Säcke raus und dann haste eben in zugigen Wohngegenden den Anblick der ungeordneten Reihenfolge und Anordnung dieser Säcke wie beim Lotto.

Was mich immer wieder verwundert:

An Tagen vor der Sperrmüllentsorgung fahren schon Ukrainer, Polen und Rumänen die zu entsorgenden Wohngebiete mit ihren Lieferwagen und Lastenanhänger ab, um sich die Rpsinen unterm Sperrmüll rauszusuchen, der sich in ihrer Heimat zu klingender Münze berwandeln läßt.

Ich frage mich: Woher kennen sie von den verschiedenen deitschen Orten so genau die Sperrmüllentsorgungstermine. Die Abfallentsorgungskalender jeder Ortschaft werden wohl kaum im Internet veröffentlicht.

Also läßt sich nur vermuten, daß deren Informanten Übersiedler sind, die Kontakt zur Heimat halten.

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Der Name Spitzbart erinnert mich an einen gewissen deutschen Politiker, den Erich Honecker 1971 entsorgte und der 1973 im August zu den Weltfestspielen starb.

Walter Ulbricht

Die Dresdner Herkuleskeule spießte die damaligen und erst recht die Nachwende-Verhältnisse gekonnt auf:

Gustav & Erich Herkuleskeule.avi - YouTube

Wir reden uns um Kopf und Kragen - YouTube

Café Sachsen - renoviert - YouTube
 

Herbert Kroll

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Das ist nicht nur bei der Abfallentsorgung so ,beim Wasser und Abwasser ebenso,und es gibt da nopch eine ganz wichtige Sache ,die Träger der 1 Euro Jobs .
In diesen eben zitierten Bereichen ist der Klüngel riesig--auch bei den ""angeblichen Bewerbertraining "".
Hier ist eine richtige ""Bildungsmafia"" entstanden.

Das ganze ist Wettbewerbsverzerrung in Vollkommenheit ,und teilweise stecken Verwaltungsbehörden ,wie die Justiz da auch mit drin .
 

jockel

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Das ist nicht nur bei der Abfallentsorgung so ,beim Wasser und Abwasser ebenso,und es gibt da nopch eine ganz wichtige Sache ,die Träger der 1 Euro Jobs .
In diesen eben zitierten Bereichen ist der Klüngel riesig--auch bei den ""angeblichen Bewerbertraining "".
Hier ist eine richtige ""Bildungsmafia"" entstanden.

Das ganze ist Wettbewerbsverzerrung in Vollkommenheit ,und teilweise stecken Verwaltungsbehörden ,wie die Justiz da auch mit drin .
Mit 1-Euro- und Minijobs, kostenlose Firmenpraktikas, Bürgerarbeit, Leih- und Zeitarbeit wird im privaten wie öffentlichen Bereich richtig Schindluder getrieben und die Hartzgesetzgebung gezielt zur Senkung der Lohn- und Sozialverhältnisse, der Arbeitsbedingungen eingesetzt.
 
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