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Kommunales Jobcenter Hamm verlangt polizeiliches Führungszeugnis

TazD

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#2
Gibts auch noch ne Frage oder welchen Zweck hat dein Thema?
 

hans wurst

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#3
Für mich ein belangloses Schreiben, "bitte", keine Rechtsgrundlage für diese Forderung, keine Rechtsfolgenbelehrung, keine Rechtsbehelfbelehrung. Abheften und gut ist.
 

Wutbuerger

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#4
Es gibt heute reichlich Jobs wo nach einem Führungszeugnis verlangt wird- vom Sicherheitsdienst bis zum Publikumsverkehr. Wenn Kinder ein Teil des Publikums sind wirst du heute aufgefordert ein entspr Führungszeugnis vorzulegen.
Ich würde erstens die Kostenerstattung beantragen, falls welche anfallen.
Dann würde ich das Zeugnis beantragen und nach Erhalt dem JC mitteilen das ein entspr. Zeugnis bei dir vorhanden ist und bei Bedarf einem Arbeitgeber vorgelegt werden kann .
Die wollen das wahrscheinlich um dich auf entspr Stellen zu vermitteln. Das heißt aber nicht das man dem JC alles aushändigen muss. Was das mit der Rechtsvereinfachung zu tun haben soll sehe ich nicht.
Mit Narrenfreiheit hat es auch nichts zu tun, JC fordern öfter mal was ohne Rechtsgrundlage.
Wehre dich entsprechend mit Argumenten statt mit Parolen.
 

TimoNRW

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#5
Ja Führungszeugnis ist Sache zwischen Arbeitnehmer und Arbeirtgeber nicht Jobcenter.

Ich geb das mal so weiter. Danke
 

0zymandias

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#6
Es kostet zwar in Deinem Fall wahrscheinlich nichts, aber ohne Rechtsgrundlage und Begründung ... nö. :icon_evil:

Es heißt übrigens nicht mehr polizeiliches Führungszeugnis, und da ein erweitertes Führungszeugnis erbeten wird, ist Folgendes möglicherweise interessant:
Erweitertes Führungszeugnis
Mit dem am 1. Mai 2010 in Kraft getretenen 5. Gesetz zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes vom 16. Juli 2009 ist in § 30a und § 31 BZRG ein „erweitertes Führungszeugnis“ eingeführt worden, das über Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen. Erweiterte Führungszeugnisse können durch Behörden „zum Zwecke des Schutzes Minderjähriger“ auch unmittelbar nach § 31 Abs. 2 BZRG beantragt werden, wenn eine Aufforderung an den Betroffenen zur Vorlage nicht sachgemäß ist oder erfolglos bleibt. In den meisten Fällen wird die betroffene Person von der jeweiligen Stelle (Arbeitgeber oder dem jeweiligen Träger) aufgefordert werden, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen – und zwar unter Bezugnahme auf § 30a BZRG im Falle einer Prüfung der persönlichen Eignung oder nach § 72a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch bei beruflicher oder ehrenamtlicher Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder bei einer Tätigkeit mit ähnlichem Kontakt zu Minderjährigen. Es wird also meist persönlich wie ein privates Führungszeugnis beantragt.[7] Das erweiterte Führungszeugnis enthält gegenüber dem normalen Führungszeugnis zusätzlich auch geringfügige Verurteilungen und Verurteilungen, die wegen Fristablaufs nicht mehr in das normale Führungszeugnis kämen, wegen gewisser Straftaten (z.B. Exhibitionistische Handlungen, Verbreitung pornographischer Schriften, Menschenhandel).
[Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Führungszeugnis#Erweitertes_F.C3.BChrungszeugnis]

Wenn sie es wirklich-wirklich brauchen, können sie es sich selber machen ordern.
Und eventuell sollte man sich nochmal in die AGH-Abwehr einlesen. :wink:
 

gila

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#7
Ja Führungszeugnis ist Sache zwischen Arbeitnehmer und Arbeirtgeber nicht Jobcenter.

Ich geb das mal so weiter. Danke
IST JA INTERESSANT!!!

Sehe ich in erster Linie ebenso.
Für eine "beliebige Integration" müsste man mir die "Notwendigkeit" erklären.

Ich würde folgendes tun - erstmal die berühmte Frage "WO STEHT DAS?" klären:

Nachfrage beim JC, auf welcher rechtlichen Grundlage für eine "Integration" in Arbeit ein Führungzeugnis für das Jobcenter notwendig sei - noch dazu ein "Erweitertes Führungszeugnis".
Die angeführten Rechtsgrundlagen stellten per se keine Rechtsgrundlage für das Jobcenter dar.

Bisher sei mir nur bekannt, dass es für bestimmte Berufszweige (Sicherheit, ..... etc... einige aufführen .. oder Beantragung Gewerbeschein bestimmte Berufszweige) evtl. erforderlich sei, im KONKRETEN FALLE EINER BEABSICHTIGTEN EINSTELLUNG ein Führungszeugnis vorzulegen - und dies beim Arbeitgeber direkt.

In diesem KONKRETEN FALLE würde ich auch gern bereit sein, ein Führungszeugnis dem künftigen Arbeitgeber vorzulegen.

Man möge mir bitte mitteilen, welche konkrete Stelle es für mich gäbe, wo ein Führungszeugnis erforderlich sei.

Ob hier das Jobcenter ermächtigt ist, derartige Kenntnisse meiner persönlichen Verhältnisse zu erlangen - ebenso wie es auch keine medizinischen Daten und Diagnosen erhalten dürfe - würde ich parallel durch Weitergabe des Anschreibens an den Bundesdatenschutz erfragen. :biggrin:

Ebenso parallel bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg um Aufklärung bitten.
 

Wutbuerger

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#8
@ Gila
ich habe mich in diesem Jahr als "Empfangskraft" einer Ausstellung beworben, das ganze lief unter Beschäftigung im öffentlichen Dienst. Bei dem Vorstellungsgespräch wurde mir dann gesagt , falls ich ausgewählt würde müsste ich ein erweitertes Führungszeugnis beibringen, da Kinder und jugendliche auch die Ausstellung besuchen würden.
Es ist also auf weite Bereiche ausgedehnt worden. Selbst ein Verwandter, der für einen Verein die Jugendgruppe leitet, meinte er habe auch so was vorlegen müssen.
Man fordert vom JC immer geeignete Stellenvorschläge, wehrt sich aber gegen Datenweitergabe.
Aber selbst wenn im Führungszeugnis negative Einträge sind würden die einen wohl munter VVs schicken ..
Ich denke die Information , das man eins hat müsste reichen. Nach spätestens 2 Jahren sind die doch abgelaufen ?
 

gila

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#9
@ Gila
ich habe mich in diesem Jahr als "Empfangskraft" einer Ausstellung beworben, das ganze lief unter Beschäftigung im öffentlichen Dienst. Bei dem Vorstellungsgespräch wurde mir dann gesagt , falls ich ausgewählt würde müsste ich ein erweitertes Führungszeugnis beibringen, da Kinder und jugendliche auch die Ausstellung besuchen würden.
Es ist also auf weite Bereiche ausgedehnt worden. Selbst ein Verwandter, der für einen Verein die Jugendgruppe leitet, meinte er habe auch so was vorlegen müssen.

Man fordert vom JC immer geeignete Stellenvorschläge, wehrt sich aber gegen Datenweitergabe.
Aber selbst wenn im Führungszeugnis negative Einträge sind würden die einen wohl munter VVs schicken ..
Ich denke die Information , das man eins hat müsste reichen. Nach spätestens 2 Jahren sind die doch abgelaufen ?
DAS sind die relevanten Stichworte: ICH habe mich ..... beworben. Öffentlicher Dienst ... FALLS ich AUSGEWÄHLT würde .... Kinder und Jugendliche (wegen der bösen Kindergrapscher).

Und nicht "per se" das Jobcenter - der Mitarbeiter (gestern noch bei der Telekom - heute Mitwisser am JC? :icon_evil:). KEIN "vorauseilender Gehorsam" und Nackigmachen - Grund und Rechtsgrundlage einfordern!
 

Wutbuerger

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#10
Deswegen mein Vorschlag: Anfordern aber nicht weiter leiten, sondern nur angeben das eins vorhanden ist. Wegen "Integration in Arbeit" blabla... sonst droht einem wieder fehlende Mitarbeit und Leistungseinstellung ... kennst die Brüder doch.
 

TimoNRW

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#11
Und wenn es um einen Ein-Euro-Job geht, das ist kein richtiges Arbeitsverhältnis.

Davon war auf jeden Fall nicht die Rede
 

0zymandias

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#12
Schon richtig.

Für seine rein ausführende Tätigkeit bekommt der MT vom Elo ein kaltes Lächeln, und sonst nix.

Da aber sich die meisten Elos verfügbar machen, werden sie verfügt und somit entstehen im Laufe der Zeit im Brustton der Überzeugung geäußerte Verfügungen.

Muss man nicht mitspielen, sollte man auch nicht.
 

Porks

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#13
hi

Seit wann gibt es den das Erweiterte Führungszeugnis für Privat . Normal bekommt man nur das Einfache ausgehändigt . Das Erweiterte muss man zwar auch selbst beantragen wird aber nur an Behörden direkt versendet denn das ist für keine Privaten Arbeitgeber gedacht sondern nur wo es um hohe Sicherheitsstufen geht usw.
 

Zeitkind

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#14
Seit wann gibt es den das Erweiterte Führungszeugnis für Privat.
Lies mal weiter oben Beitrag #6. :wink:
Das Erweiterte muss man zwar auch selbst beantragen wird aber nur an Behörden direkt versendet
denn das ist für keine Privaten Arbeitgeber gedacht sondern nur wo es um hohe Sicherheitsstufen geht usw.
Beides falsch. Die Erweiterung hat nichts mit Sicherheitsstufen zu tun, sondern mit Kinder- und Jugendschutz.
Siehe § 30a BZRG. Die Antragstellung richtet sich nach der fordernden Stelle.
BZRG § 30 Antrag
(4) Die Übersendung des Führungszeugnisses an eine andere Person als den Antragsteller ist nicht zulässig.
(5) Wird das Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde beantragt, so ist es der Behörde unmittelbar zu übersenden.
Privat oder nicht privat spielt bei dem erweiterten FZ keine Rolle. Die Erweiterung bezieht sich grundsätzlich auf die Option kinder- oder jugendnahe.
Bei privaten AG genügt für eine Stelle ohne kinder- oder jugendnahe Tätigkeit das einfache Führungszeugnis.
Ich muß für mein Ehrenamt auch alle 2 Jahre das erweiterte FZ vorlegen. Ich bekomme es an meine Postadresse zugeschickt.
 

TimoNRW

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#17
Einfach nur wenn der Arbeitgeber dies verlangen sollte.

Er wird weder was mit Kindern machen noch im Sicherheitsdienst
 

Wutbuerger

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#18
Einfach nur wenn der Arbeitgeber dies verlangen sollte.

Er wird weder was mit Kindern machen noch im Sicherheitsdienst
Wenn das jetzt schon zur normalen Arbeitsvermittlung gehört fragt man sich was kommt als nächstes?
Gesundheitszeugnis? Es könnte ja mal ein Arbeitgeber kommen der eins verlangt.
Meine Meinung wie gehabt - beantragen und AG vorlegen wenn konkret einer nach fragt.
Wirklich dumm wenn das JC mißbräuchlich aus der Gesetzeslage selbst eines anfordern kann- Wobei es doch eigentlich keine Behörde ist ?
 

Couchhartzer

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#19
Einfach nur wenn der Arbeitgeber dies verlangen sollte.
Dann greif dieses hier (Zitat):
"Jansen, SGB X § 67a Datenerhebung / 2.1 Umfang der Datenerhebung (Abs. 1)
Rz. 4
Die zulässige Datenerhebung wird zudem begrenzt durch ihre Erforderlichkeit. Die Erhebung muss zur aktuellen Aufgabenerfüllung notwendig sein; eine Datenerhebung auf Vorrat ist untersagt; vgl. hierzu auch § 67c (Rz. 5) sowie § 78b."


Quelle: https://www.haufe.de/personal/perso...tenerhebung-abs1_idesk_PI10413_HI2739439.html
 
E

ExitUser

Gast
#20
In fast allen Stellenanzeigen, in denen ein Führungszeugnis verlangt wird, wird auch gefordert, dass dieses Zeugnis in der Regel nicht älter als einen Monat sein soll.

Sollte einem jeden Arbeitsvermittler aber bekannt sein, wenn sie ihre Arbeit vernünftig machen würden.
Aus diesem Grund sehe ich eine solche Forderung sehr skeptisch.
 

Hexe45

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#21
Wow immer wenn man denkt doller geht's nicht mehr wirft irgendeine Kommune noch ne Schüppe drauf.

Führungszeugnis und dann auch noch das der sogen. Belegart 0. Das brauchte ich als ich beim Institut angefangen habe.

Sollste etwa bei der Optionskommune anfangen? Das würde noch Sinn machen. Das Ding kriegste nicht mal in die Hand. Wenn du Einblick nehmen willst, mußt du dies beim Amtsgericht beantragen.

Ein normaler Arbeitgeber kriegt das auch nicht in die Hand. Dafür gibt's ja das normale.

Hier will wohl ein Angestellter des JC eine Statistik anlegen, wieviel der Elos Knackis oder ähnliches waren.

Ok ich weiß zwar nicht wie zur Zeit die genaue Gesetzlage ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das JC Begehren legal ist.
 

Hexe45

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#22
@ Gila

Es ist also auf weite Bereiche ausgedehnt worden. Selbst ein Verwandter, der für einen Verein die Jugendgruppe leitet, meinte er habe auch so was vorlegen müssen.
?
Mußte er nicht, das Jc verlangt von dem Threadersteller das erweiterte Führungszeugnis das ist etwas anderes als das Führungszeugnis für Arbeitgeber.

Ich schrieb ja, das erweiterte kriegste nicht mal in die Finger. Du mußt es beantragen und dann kriegt es die Behörde bei der du anfangen willst zugesendet.
 
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