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annette

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#2
ein versuch, die ereignisse in rostock aus etwas anderer perspektive zu beleuchten:

http://autismuskritik.twoday.net/stories/3797231/

gruß
mo
Ich kann auch nur der Einschätzung dieses Kommentators auf Indymedia Recht geben:

"militanz, unabhängig wie man zu ihr steht, erfordert ein politisches ziel. militanz auszuüben, ohne jegliches erkennbares ziel, kann wohl eher als hooliganismus bezeichnet werden.

und genau diese tendenz war gestern deutlich erkennbar. es ging hier einzig und allein darum einigen lifestyle-autonomen kiddies den lange ersehnten adrenalin-kick zu verschaffen, nachdem man ja auf den meisten demos in deutschland zu schwach vertreten ist um eine derartige schlagkraft entwickeln zu können."
Genau so hatte ich die Szenerie in Rostock auch erlebt. Es bestand keine Einbindung des "Schwarzen Blocks" in ein politisches Demokonzept, sondern die Lifestyle-Autonomen-Kidies agierten völlig losgelöst, ohne jede Rücksichtsnahme auf andere DemoteilnehnerInnen. Die Demoleitung war demgegenüber völlig machtlos.

"ohne sinn wurden da mal wieder steine geworfen, unabhängig davon ob damit nun auch eigene leute gefährdet und verletzt wurden. wie hier schon ergänzt wurde, setzt militanz auch verantwortungsbewusstsein voraus. hiervon konnte gestern jedoch keine rede sein."
Ähnlich politisch losgelöste Militanzrituale mögen zwar auch schon anderweitig aufgetreten sein, selbst erlebt hatte ich ein derartiges Szenario jedenfalls noch nicht. Die Demos gegen die Startbahn West Anfang der 1980er Jahre und diverse Antifademos, die ich in den letzten Jahren erlebt hatte, liefen da schon koordinierter ab, allerdings ohne jemals die Form des zeitweilig durchaus paramilitärisch anmutenden Auftretens und Agierens selbst in Frage zu stellen.

Erst in den letzten Jahren erlebe ich, dass doch in einigen linken Spektren diese stark männlich dominierten Militanzrituale grundsätzlich in Frage gestellt werden und überlegt wird, wie diese mittels kreativeren Formen offensiven Straßenprotests aufgebrochen wrden können. Sehr angetan war ich z.B. vom Konzept des "Pink & Siver Blocks" während des Grenzcamps 2001. Wir erzeugten mit den Aktionsformen während des Camps tatsächlich Aufsehen und eine uns gegenüber eher neugierig und positiv gestimmte Presse, die auch recht viel Inhaltliches berichtete. Gemessen daran war Rostock deutlich ein Rückschlag.

Zum Pink & Silver Block:

...Die meisten von uns, die ja das erste Mal in P&S auf einer Aktion agierten, waren angetan von der Power und dem Spaß im Block, sowie von der guten Resonanz der Umstehenden und anderen AktivistInnen. So lief in den folgenden Tagen die Planung gleich weiter für den Mittwoch, dem Tag, an dem in der Innenstadt phantasievolle, dezentrale Aktionen gegen Ausgrenzung, Überwachung und den alltäglichen Rassismus laufen sollten. Noch mehr Leute kamen dazu, und so zogen wir mit 100 Leuten in P&S wild durch die Zeil (in weiten Teilen privatisierte bzw. überwachte Flaniermeile in Ffm) und diverse Kaufhäuser, in denen wir cheers riefen, Flyer verteilten und eine Performance zeigten. Wichtig war, daß wir sehr laut und schnell waren, uns auf der Straße flexibel bewegten. Die Bullen versuchten mehrmals uns festzusetzen bzw. nur kontrolliert laufen zu lassen, doch dem entgingen wir, indem wir deren Reihen "durchtanzten" und punktuell auflösten, anstatt mit Ketten dagegen zu halten. Wir riefen viele antirassistische Parolen in verschiedenen Sprachen, hatten Transparente und Flugblätter bzw. die Campzeitung und wirkten wohl eher sehr schräg und interessant als abstoßend oder bedrohlich. Viele schauten freundlich, manche klatschten Beifall oder liefen mit uns. ...

Vollständiges Interview: http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/grenzcamp/pinksilver
 
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