Kolonialverbrechen: Herero und Nama verklagen Deutschland (1 Betrachter)

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Dagegen72

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Link: Kolonialverbrechen: Herero und Nama verklagen Deutschland | ZEIT ONLINE
Vertreter der Volksgruppen der Herero und Nama aus Namibia haben in New York eine Sammelklage gegen Deutschland eingereicht, um Entschädigungszahlungen wegen der Anfang des 20. Jahrhunderts begangenen Kolonialverbrechen zu bekommen. Herero-Chef Vekuii Rukoro und Nama-Chef David Frederick verlangen zudem, Vertreter ihrer Gruppen müssten in Verhandlungen zwischen den Regierungen Deutschlands und Namibias einbezogen werden.
ist schon länger ein Thema. Als Antwort auf die Klage dieses grauenhaften Völkermords,Zwangsarbeit und Enteignungen spielten auch eine Rolle, mischt jetzt ausgerechnet die meiner Meinung nach hartherzige und geldphile CDU mit CDU-Polenz mit:
CDU-Politiker Polenz - Keine personlichen Entschadigungen fur Nachkommen der Herero und Nama
Der Namibia-Beauftragte der Bundesregierung, Polenz, hat den Forderungen der Herero- und Nama-Nachkommen nach persönlichen Entschädigungen für den Völkermord zwischen 1904 und 1908 an ihren Volksgruppen eine Absage erteilt.
Durch die Enteignungen wurden den Hereros und Namas auch ihre Existenzgrundlage entzogen, während andere was aufbauen konnten.

Man darf auch nicht vergessen, dass ganz Europa am Kolonialismus und Sklavenhandel (ein Alptraum!) beteiligt war. Auch darauf baut der europäische Reichtum auf und das bis heute eine Ungleichheit zwischen dem afrikanischem und europäischem Kontinent mit sich brachte. An dieser Stelle wird das grauenhafte Wort "Wirtschaftsflüchtling" obsolet.

Und die Kläger verlangen eine Entschuldigung.
 

ladydi12

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Hallo zusammen,

was mich daran stutzig macht, ist folgendes:

Von 1904 bis 1908 war die Kolonialisierung Afrikas durch Deutschland und andere Nationen. Daß das nicht immer ordnungsgemäß und korrekt ablief und Ureinwohner oft genug u.a. durch Knebelverträge der Kolonialisten beschissen und um Hab und Gut gebracht wurden, war, zugegebenermaßen, auch nicht richtig.:icon_kinn:

Nun aber meine Frage:
Warum wird erst jetzt nach fast 100 Jahren auf Schadensersatz, Schmerzensgeld.... geklagt? Warum erfolgte das nicht vorher?
Was haben die Nachfahren der damaligen Kolonialisten, die den Schei**** an den Ureinwohnern bauten, damit zu tun? In welchem Zusammenhang stehen die Nachfahren der Kolonialisten mit den an den damaligen Ureinwohneren durch die damaligen Kolonisten begangenen Straftaten?:icon_kinn:

meint ladydi12
 

ZynHH

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In welchem Zusammenhang stehen die Nachfahren der Kolonialisten mit den an den damaligen Ureinwohneren durch die damaligen Kolonisten begangenen Straftaten?
Im gleichen Zusammenhang, wie das dritte Reich..... die Verbrechen und nahezu Ausrottung der Hetero fanden im Namen Deutschlands statt.
 

ladydi12

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Hallo zusammen,

Im gleichen Zusammenhang, wie das dritte Reich..... die Verbrechen und nahezu Ausrottung der Hetero fanden im Namen Deutschlands statt.
also heißt das im Kleinen:

Wenn mein Ur-Opa jemandem aufs Maul gehauen bzw. diesen Jemand umgebracht hat, bin ich dann als sein Ur-Enkel schuld an seinem Vergehen, oder verstehe ich das falsch?:icon_kinn:

meint ladydi12
 

ZynHH

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Hallo zusammen,



also heißt das im Kleinen:

Wenn mein Ur-Opa jemandem aufs Maul gehauen bzw. diesen Jemand umgebracht hat, bin ich dann als sein Ur-Enkel schuld an seinem Vergehen, oder verstehe ich das falsch?:icon_kinn:

meint ladydi12
Wenn er das im Namen Deutschlands gemacht hat , also auf befehl, dann trägt auch deutschland die verantwortung dafür.

Nicht du für das was dein Opi getan hat, aber wir alle, damit es sich nicht wiederholt.
Und wenn Deutschland Vorteile aus Massenmord zieht, dann muss Deutschland auch für die daraus resultierenden Schäden haften. Und Mord verjährt nicht.

Nur weil die USA sich weigern, für ihre Völkermorde einzustehen, heisst das nicht, das Völkermord legal wäre....
 

AsbachUralt

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Das es bei der Kolonisation Unrecht gab, kein Zweifel.
Was mich verwundert ist die Tatsache, dass man sich immer an Deutschland wendet, wenn man Forderungen zur Wiedergutmachung stellt.
Denn Deutschland war, was Kolonien angeht ein ganz kleines Licht.
Warum werden nicht Portugal, Spanien, England, Italien, Niederlande und Belgien nach über 100 Jahren zur Kasse gebeten?
Besonders Belgien, da wurden im Kongo unter Leopold II.ca.8-10 Millionen Menschen umgebracht.

Kongograuel – Wikipedia

Vielleicht weil gerade Deutschland in den afrikanischen Ländern als Superreich angesehen wird? Schließlich wollen deshalb ja auch die meisten Flüchtlinge in Deutschland unterkommen.

Ich wäre durchaus dafür, eine Entschädigung zu zahlen, unter der Voraussetzung das alle anderen Kolonialmächte sich ebenfalls beteiligen.

Die USA haben ja auch an die First Nations ca. 4 Milliarden Dollar gezahlt, während die Aborigines in Australien wohl immer noch um eine Entschädigung kämpfen.
 
E

ExitUser

Gast
Deutschland hat bei der Kolonisation nie eine sonderlich große Rolle gespielt. Im Gegensatz zu den Niederlanden, Portugal, Frankreich oder Großbritannien.

Interessant ist es dennoch einen Blick darauf zu werfen: Teile von Samoa beispielsweise waren einmal deutsche Gebiete.

Inwiefern insbesondere in Afrika heute noch Forderungen geltend gemacht werden können, ist die große Frage. Aber das müssen Juristen beantworten.

Selbstverständlich verjährt Mord nicht, aber niemand, der damals mordete, ist heute noch am Leben. Insofern...
 

Elgaucho

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Deutschland soll sich nicht immer generell finanziell als Melkkuh für in der Vergangenheit getätigtes Unrecht international anzapfen lassen. Forderungen sollten auch mal verjährt sein - erst Recht nach einem Zeitraum von hundert Jahren. Das Unrecht wird bestimmt nicht besser wenn wir dafür zahlen. Schon garnicht nach hundert Jahren. Was mit den Juden im 2. Weltkrieg geschehen ist war nicht ok - auch nicht was in Afrika zu Kriegszeiten gelaufen ist. Das die Israelis aber heute noch Reparationszahlungen von uns verlangen wie kostenlose U-Boot Lieferungen oder auch Direktzahlungen geht gar nicht. Dasselbe gilt für Afrika. Mit den Zahlungen wird das Unrecht um keinen Deut besser. Ich finde es von diesen Staaten zutiefst perfide nach mehr als über 50 Jahren in deutschen Wunden zu bohren und diese finanziell ausschlachten zu wollen . Damit muß Schluß sein. Wir können gerne unseren Außenminister bzw. Präsidenten dort zu Kondolenzbekundungen hinschicken.
Aber finanziell sollte da überhaupt keine Zuwendung mehr erfolgen. Man sollte pietät- und verantwortungsvoll damit umgehen - aber das Scheckbuch bleibt zu.
 

doppelhexe

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... Nicht du für das was dein Opi getan hat, aber wir alle, damit es sich nicht wiederholt.
Und wenn Deutschland Vorteile aus Massenmord zieht, dann muss Deutschland auch für die daraus resultierenden Schäden haften. Und Mord verjährt nicht. ...
also darf ich die kirche verklagen, weil die meine ur-ur-ur-oma als hexe verbrannte und deren eigentum einzog?

na dann ...

langsam ist aber mal auch schluss... bzw. wo hört das auf? bei geschehnissen von vor 100 jahren? 500 jahre? 1000 jahre?
 

ZynHH

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Schön, die Relativierer hier auf einem Haufen zusehen...:popcorn:
 

Tricia

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Die Frage ist doch eher, warum sich Deutschland erst nach 100 Jahren zu dem Völkermord bekennt...

Und hatte das gemordete Volk vorher überhaupt eine Chance gehört zu werden?

Sudwestafrika: Der deutsche Volkermord an den Herero - SPIEGEL ONLINE
Das "Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika" war anderthalb mal so groß wie das Deutsche Reich.
[...]
Im Ersten Weltkrieg eroberten die Südafrikaner Deutsch-Südwestafrika, erst 1990 wurde es als Namibia unabhängig. Unmittelbar danach suchten die Herero bescheiden um ein Wiederaufbauprogramm bei der deutschen Regierung nach. Später verlangten sie Wiedergutmachung.
Volkermord an den Herero: "Wer sich an den Kolonialismus erinnerte, hat ihn verklart" | ZEIT ONLINE
Im Versailler Vertrag wurden dem Deutschen Reich die Kolonien aberkannt – wegen "erwiesener Kolonialunfähigkeit der Deutschen". Doch diese 30 Jahre haben ausgereicht, um die Geschichte der Länder grundlegend zu verändern. Am stärksten in Namibia.
Ist schon lustig, dass sich der Deutsche gerne mit Leuten schmückt, die vor über hundert Jahren ihre Werke vollendet haben. Wenn wir mit dem Völkermord nichts zu tun haben, was haben wir dann mit Goethe, Hölderlin, Fallersleben und Heine zu tun?

Ich finde es von diesen Staaten zutiefst perfide nach mehr als über 50 Jahren in deutschen Wunden zu bohren und diese finanziell ausschlachten zu wollen .
Was denn für deutsche Wunden? Deutsche haben dort ein Volk gemordet, also denen eine "Wunde" zugefügt.

Traurig auch, dass hier der Holocaust am Gedenktag der Auschwitz-Befreiung als "nicht so schön" verharmlost werden darf...

Hundert Jahre sind nicht viel - ich selbst kannte noch Leute aus der Zeit (Großeltern sind in den 1890er Jahren geboren und Mitte der 1980er Jahre gestorben).

Diese Geschichte ist nun mal das, was uns unsere Großväter und deren Eltern hinterlassen haben. Die Frage ist doch nur, wie wir damit umgehen wollen?
 

Dagegen72

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@ladydie: ich fände eine Entschädigung moralisch wichtig.
Für den Herero-Oberhäuptling und Stammespolitiker Riruako steht außer Zweifel: "Die Deutschen haben sich mit dem Holocaust an Juden, Sinti und Roma beschäftigt, nun werden sie sich auch mit dem Genozid an den Herero auseinander setzen müssen." Daher, so der Häuptling, gebühre seinem Volk eine "Wiedergutmachung für den Genozid". Seine Forderung, insgesamt zwei Milliarden Dollar, will Riruako mit Hilfe von US-Gerichten durchsetzen.
KOLONIEN: Die Peitsche des Bandigers - DER SPIEGEL 3/2004
Die Deutschen mit ihrer seinerzeitigen Herrschaftsvorstellung die sie glaubten zu haben verhielten sich schon tierisch kann man sagen, wenn man den Artikel liest:
Sudwestafrika: Der deutsche Volkermord an den Herero - SPIEGEL ONLINE
Das ist alles auch schon länger ein Thema, die Bundesregierung will halt nicht zahlen, hat Angst davor zu zahlen und eine Entschuldigung folgt auch nicht - aus Angst davor, was zahlen zu sollen und zu müssen!! :O und das u.a. von einem GRÜNEN !!!
Außenminister Joschka Fischer gab im September 2001 bei einer Antirassismus-Konferenz der Uno in Durban zwar sein "tiefes Bedauern" über Deutschlands koloniale Vergangenheit zu Protokoll. Als Fischer unlängst aber dem namibischen Präsidenten Sam Nujoma einen Besuch abstattete, lehnte er eine formelle Entschuldigung für das Omaheke-Massaker ab.
Der Grüne wollte "keine Äußerung vornehmen, die entschädigungsrelevant wäre". Allerdings werde Deutschland für die ehemalige Kolonie weiterhin der wichtigste Entwicklungshelfer sein.
KOLONIEN: Die Peitsche des Bandigers - DER SPIEGEL 3/2004

An anderer Stelle las ich mal, dass August Bebel, ein Sozialist, sich im Reichstag dazu äußerste, dass man die Herero und Namas nicht mehr schlage, finde die Stelle nicht mehr, aber in den Links wird er wohl erwähnt, da ich explizit danach googlte, die Artikel sind aber lang.
Zu August Bebel in wiki: August Bebel – Wikipedia

tz ... die Grünen, die schickten unter der rot-grünen Regierung 1999 auch die Bundeswehr erstmals zu einem Einsatz als der Jugoslawien - Krieg war
Auch Deutschland wird um einen Beitrag gebeten. Da der neue Bundestag noch nicht konstituiert ist, tritt der alte im Oktober 1998 zu einer Sondersitzung in Bonn zusammen. Die Abgeordneten beschließen mit großer Mehrheit, dass die Bundeswehr sich an den Luftangriffen der NATO beteiligen darf, notfalls auch ohne UN-Mandat.
Bundeswehr im Kosovo-Krieg: zum erstem Mal im Kampfeinsatz | Politik | DW | 23.03.2009
Aus Protest wurde Fischer mit einem Farbbeutel beworfen wie auf dem Foto im Link zu sehen ..

na ja, gut, wieder zum Thema ... ich bin dafür, dass sie eine anständige Entschädigung erhalten, allen voran eine Entschuldigung .. es ist meiner Meinung nach eine Beleidigung, dass der CDU-Abgeordnete im ersten Posting als Entschädigung unter anderem den Hereros und Namas ein Museum hinstellen will!! So hörte ich es im Radio.
 

Roter Drache

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ist ganz einfach, weil Massenmord und Staatsverbrechen nicht verjähren, vor allem für die Zukunft. Die BRD war auch am Völkermord in Vietnam aktiv beteiligt, die ganze Logistik lief über die USA und Rammstein. Wurde bisher auch alles abgelehnt. Ziel ist es deswegen das mit diesem Massenmord irgendwann mal Schluss ist im Namen des Kapitals. Und Asbach du kotzt mich an in deiner Hetze.
 

erwerbsuchend

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Die BRD war auch am Völkermord in Vietnam aktiv beteiligt, die ganze Logistik lief über die USA und Rammstein.
Dir ist klar, dass die BRD in der Ramstein Air Force Base nichts zu melden hat, und aus welchem Grund sich immernoch Truppen der USA, GB und aus Frankreich in Deutschland befinden, für deren Aufenthalt immernoch der deutsche Steuerzahler zahlen darf?

Ziel ist es deswegen das mit diesem Massenmord irgendwann mal Schluss ist im Namen des Kapitals.
Dann wende dich damit doch bitte auch an den richtigen Adressaten. Diesen findest du auf der anderen Seite des Atlantik.
 

ZynHH

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. Und Asbach du kotzt mich an in deiner Hetze.
Es gibt halt immer wieder Leute, die die Verbrechen Deutschlands relativieren wollen um immer so weiter machen zu können.....dieser Thread ist voll mit dem Abschaum, unglaublich für ein linkes Forum.
 
S

schnuckelfürz

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Und Asbach du kotzt mich an in deiner Hetze.
Hä? Wo ist siehst du denn da Hetze?

Neulich sagte mir ein Durchreisender; Deutschland steckt zu sehr in der Vergangenheit fest. Kein Land auf diesem Planeten geißelt sich so sehr und badet in Mitleid, wie Deutschland."

Wo er recht hat, hat er recht. Irgendwann muss einfach mal damit Schluss sein, ständig in Schuld zu baden.

Hat mich vor über 40 Jahren schon in der Schule wahnsinnig genervt, wie man uns Kindern und Jugendliche mit Bildern und Filmen aus dem Zweiten Weltkrieg bombardiert hat und uns ständig versuchten, das Hirn zu waschen. Als Kind hatte ich lange Zeit Albträume von diesen Bildern. Sogar in der letzten Maßnahme hat man versucht, daraus ein Thema zu machen. Einige von uns sind raus gelaufen, weil wir einfach keine Lust mehr hatten, uns wieder in Selbstmitleid zu waschen. Irgendwo ist dann auch mal genug. Gehört sowieso nicht in eine Maßnahme.

Und nur, weil Asbach oder auch andere Kritiker mal ihre Meinung dazu haben, ist man noch lange kein Hetzer oder sonst was. Wegen solchen Beschimpfungen, passieren dann irgendwann solche Dinge wie AFD und Co. Man sollte mal auch aus der Geschichte lernen. 1933 wurden Wähler und Kritiker auch beschimpft und Politiker haben sie ignoriert. Was 4 Jahre später dann geschah, wissen wir alle. Denkt mal drüber nach.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Genau das ist es, was ich meine. Man macht es sich zu einer Religion. Hat schon was sektenmäßiges. Ich weiß, wovon ich spreche, ich war mal in einer. Ich konnte mich abnabeln und lass mir von niemandem mehr vorschreiben, was ich tun oder lassen soll. Sowas richtet immer nur viel Schaden an.

Lies auch mal Susanne Kablitz Abschiedsbrief. Spricht mir sehr aus dem Herzen. Kluge Frau.
 

Tricia

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Was ist daran so schlimm, wenn Rosenfeld sagt: "Ihr habt keine Schuld..."?
„Ihr habt keine Schuld für das, was im Dritten Reich geschehen ist, aber ihr habt Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder passiert“

Susanne Kablitz [...] Spricht mir sehr aus dem Herzen. Kluge Frau.
Was sagt diese "kluge" Frau? Hitler war ein linker Sozialist:
Alles, was er gelebt, gesagt oder gemacht hat, war links. Jede Pore von ihm war „links“. Wie man sich als denkenden Menschen einreden lassen kann, Hitler sei „rechts“ gewesen, wird sich mir nie erschließen und kann nur mit totaler Gehirnwäsche erklärt werden.
Und die "Gutmenschen" sind Nazis:
Wir leben wieder in einer faschistischen Diktatur nach Muster 1933, die heutigen Nazis sind flüchtlingsbesoffene Gutmenschen und asoziale „Antifaschisten“.
Und Höcke ist ein Verfolgter, der mundtot gemacht werden soll...

Verlinken werde ich diesen Müll, der für dich sogar eine Herzensangelegenheit ist, nicht... Aber jetzt verstehe ich deine Einstellung umso besser.

:icon_kotz2:
 
E

ExitUser12345

Gast
[...]Und nur, weil Asbach oder auch andere Kritiker mal ihre Meinung dazu haben, ist man noch lange kein Hetzer oder sonst was. [...]
Ach, wenn jemand reflexartig auf "Hetzer" abstellt, dann ist das der beste Indikator dafür, dass er keine Argumente mehr hat, bzw. eigentlich nie welche hatte.

Und es zeigt einfach auch wunderschön, wie viel Toleranz man von links zu erwarten hätte, wenn die was zu melden hätten. :biggrin:

Ich bin ja der Meinung, dass es mit Entschädigungen für derartige Verbrechen so zu halten ist, wie es im normalen Leben halt auch gehandhabt wird: Es sollten die Opfer entschädigt werden oder eben deren direkte Nachfahren (Kinder).

Warum nun die Enkel und Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel einen Anspruch haben sollten, erschließt sich mir hingen nicht wirklich. Vor allem weil das geltend machen eines solchen Anspruches nach über 100 Jahren ein wenig so wirkt, als bräuchte man einfach nur Geld.

:icon_pause:
 

Tricia

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Warum nun die Enkel und Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel einen Anspruch haben sollten, erschließt sich mir hingen nicht wirklich.
Da hab ich mal ne Frage zu:

Warum haben die Enkel und Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel der Profiteure dieser Taten einen Anspruch auf die Reichtümer ihrer Ahnen? Die müssten dann doch auch ihre Ansprüche auf das Vermögen aufgeben. Und wir als westliches Volk haben dann auch kein Anspruch auf unseren Wohlstand.

Unternehmensgeschichte: Das Schweigen im Hause Quandt - Wirtschaft - FAZ
Aber die Einsicht, dass heutiger Erfolg sich - auch - aus erfolgreichem Wirtschaften der Väter und Großväter mit Verbrechern speist, müsste zumutbar sein.
Hamburgs koloniales Erbe - Vergangen und Vergessen? - Engagement Global Blog
Im Sommer 1883 forderte sogar die Hamburger Handelskammer von Reichskanzler Otto von Bismarck die Errichtung eigener deutscher Kolonien. Und als ab 1884 ein eigenes deutsches Kolonialreich entstand, beteiligten sich ebenfalls auch Hamburger Reedereien und Kaufleute an prominenter Stelle daran, Verkehr und Handel mit Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika sowie den deutschen Besitzungen im Pazifik auf- und auszubauen, ohne dabei die Geschäfte mit den anderen Kolonialreichen zu vernachlässigen. Die Bürger der Hansestadt verstanden sich als besonders kosmopolitisch, und das bedeutete auch als Interessierte an der kolonialen Welt.
Wir können das natürlich - wie es schon unsere Vorfahren getan haben - alles unverarbeitet an unsere Nachfahren weitergeben und die Täter der Vergangenheit weiter ehren.

Spuren des Volkermords an den Herero | NDR.de - Kultur - Geschichte
In puncto Täter-Glorifizierung scheint unser "blinder Fleck" jedenfalls recht ausgeprägt. So schmückt der Völkermörder Lothar von Trotha - unkommentiert - ein Gebäude in der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld, wo heute die Universität der Bundeswehr sitzt. Und gleich daneben, im "Tansania-Park", findet sich das "Ehrenmal für deutsche Kolonialtruppen in Afrika".
Wir bringen es nach hundert Jahren ja nicht mal fertig, die abgeschlagenen Köpfe und geraubten Leichenteile ohne Streit an die Ahnen zurückzugeben, damit diese sie beerdigen können:

Kolonialgeschichte: Schadel im Schrank | ZEIT ONLINE
Entsprechend missglückte der Akt der Übergabe. Staatsministerin Cornelia Pieper (FDP) vom Auswärtigen Amt hielt eine Rede, die es einmal mehr vermied, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen und um Entschuldigung zu bitten. Am Ende ging der Protest gegen diese Art der offiziellen Geschichtsklitterung fast in einen Tumult über, Pieper verließ grußlos den Saal.

Wer weiß, ob sich solche Szenen nicht bald schon wiederholen. Denn die koloniale Sammlung der Charité ist nicht die einzige ihrer Art. Nach wie vor liegt in den Schränken deutscher Universitäten und Forschungsinstitute eine große Anzahl weiterer Schädel aus Namibia und anderen ehemaligen Kolonien.
"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen."
William Faulkner
 
E

ExitUser12345

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Da hab ich mal ne Frage zu:

Warum haben die Enkel und Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel der Profiteure dieser Taten einen Anspruch auf die Reichtümer ihrer Ahnen?[...]
Wenn man diesen Faden zu Ende denkt, dann stellt sich doch eine viel interessantere Frage - die da wäre:

Warum eigentlich sollte unser Staat / wir Steuerzahler für das wirtschaftliche Interesse einzelner Unternehmer aufkommen müssen, welches diese vor c.a 100 Jahren einmal verfolgt haben? :wink:

:icon_pause:
 

ZynHH

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Warum eigentlich sollte unser Staat / wir Steuerzahler für das wirtschaftliche Interesse einzelner Unternehmer aufkommen müssen, welches diese vor c.a 100 Jahren einmal verfolgt haben?
Sind da wirklich einzelne Unternehmer losgezogen um die Hereros auszurotten oder waren das vielleicht doch deutsche Soldaten?

Warum subventioniert der Staat die Gewinne der Unternehmen, in dem er die viel zu geringen Löhne mit ALG II aufstockt?
 
E

ExitUser12345

Gast
Sind da wirklich einzelne Unternehmer losgezogen um die Hereros auszurotten oder waren das vielleicht doch deutsche Soldaten? [...]
Haben diese Soldaten evtl. deutsche Unternehmer "beschützt"?

[...]Warum subventioniert der Staat die Gewinne der Unternehmen, in dem er die viel zu geringen Löhne mit ALG II aufstockt?
Keine Ahnung, frag doch mal im Bundestag nach. :biggrin:

Ich persönlich sehe es halt nicht so wirklich ein, dass der deutsche Steuerzahler am Ende, für die eigentlichen Profiteure der deutschen Kolonialzeit aufkommen soll.

:icon_pause:
 
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