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Könntet ihr bitte einen Arbeitsvertrag kommentieren

Claus.

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Hab heut abend einen funkelniegelnagelneuen Arbeitsvertrag reinbekommen ... "Problemchen" ist nun, daß -zumindest ich- das Teil für hundsmiserabel schlecht halte.

Der Besitzer von dem "Arbeitsvertragsangebot" ist hin und her gerissen - einerseits konnte er schon zwo-drei Dingens durchsetzen, andererseits sind da verflixt viele Sachen drin von denen niemals die Rede war. Aber wenn wunderts; hat er doch vergangenen Montag in der Firma angerufen und um postalische Vorabübersendung des Vertrages gebeten - macht die Firma angeblich generell nicht ... aus Datenschutzgründen :doh:.

Jetzt fängts halt ganz oben schon an: Bewerbung war auf ´Servicetechniker´, im Arbeitsvertrag steht nun plötzlich ´Hilfstechniker´. Begründung dafür ist ganz wirr: er hat zwar einen ganz ähnlichen Beruf gelernt, aber eben nicht xx-Techniker. Da er sich nun naturgemäß mit den yyyyyy-Anlagen nicht auskenne, geht nur eine Anstellung als Hilfstechniker; man könne aber ja dann in einem 3/4-Jahr über eine Vertragsänderung nachdenken wenn er dann komplett fit drauf ist. ... es gibt aber keinen Ausbildungsberuf oder wenigstens einen staatlich anerkannten Fortbildungskurs zum "xx-Techniker" - gibt es nicht und gab es nie.
Was könnte man da machen?

Der Rest ist ähnlich sch.... äääh seltsam. Da bräuchte ich erst recht eure Hilfe ...
Natürlich^^ macht wohl der Chef schon wieder Stress - er braucht den unterschriebenen Vertrag bis Di., den 15.01., weil er von 17. bis 30.01. in Urlaub sei - und außerdem - blalaberbla. Und natürlich^^ hat sich schon wieder die erste gefunden, die den Rad von sich gegeben hat vonwegen ´probier´s doch einfach mal, vielleicht machts dir ja Spaß´.

Ähm, der Vertrag ist ein Standardvertrag vom Verband der Arbeitgeber und Arbeitnehmer; und den haben alle unterschrieben ...
P.S.: und täglich grüßt das ... Jobcenter ... . Also wie immer Sanktionsangst ...
 

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vidar

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Moin @Claus.
Was könnte man da machen?
Nichts. Wenn der „Neue“ nicht die entsprechend geforderte Qualifikationen besitzen sollte, kann eine Rückstufung durchaus gegeben sein. Die Beurteilung obliegt hier beim Arbeitgeber. Was beinhaltete denn die Stellenausschreibung diesbezüglich.

Im Vertrag vermisse ich die zu leistende wöchentliche Stundenanzahl. Auch der Stundenlohn ist nicht mit aufgeführt. Welcher Tarifvertrag wird hier als Bemessungsgrundlage überhaupt herangezogen.

Hast du dich auf Grund eines VV beworben?
 

vidar

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Die sollten wohl in der im Vertrag deutlich erkennbar benannten "Zusatzvereinbarung Stunden wöchentlich" zu finden sein.
Man kann einen Vertrag nur kommentieren, wenn man auch die gesamten Daten prüfen kann. Deshalb auch die zusätzliche Frage nach dem Tarifvertrag. Dieser wird im vorliegenden Arbeitsvertrag zumindest erwähnt.
Mir würde die Zeit an unbezahlten Urlaub nicht passen.
Auch hier wären die Regelungen aus dem ggf. Tarifvertrag intereressant. Ansonsten stehen dem Arbeitnehemer laut Bundesurlaubsgesetz mindestens 24 Werktage (Mo-Sa) als Urlaubstage zu. § 3 BUrlG - Einzelnorm

Innerhalb der Regellung des vorliegenden Vertrags gibt es aber schon mal zumindest "tolle" zwei Tage mehr.
 

Kerstin_K

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Der Vertrag ist unvollständig ausgefüllt. Wie lan ist die Probezeit? Auf welchen Zeitraum bezieht sich der Lohn?

Was soll diese Zwischenmitteilung bei Krankheit?

Wie oft fällt der Wochenenddienst an?

Anpassung der Verfuegung bei der Umstellung auf Vollzeit?
 

xena

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Wenn ich den Vertrag so lese, fehlt mir die Angabe des Tarifsvertrag,... der unbezahlte Urlaub,... also da gibt es ganz viele Punkte... das die da nur Hilfs"Willi" draufgeschrieben paßt auch zu der Firma,... Seriös ist irgendwie andern.
Vielleicht kannst du den Anwaltlich (Kosten) prüfen lassen, also ich würde das zumindesten versuchen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
 

Couchhartzer

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Man kann einen Vertrag nur kommentieren, wenn man auch die gesamten Daten prüfen kann.
Das hat ja auch sehr deutlich nachlesbar niemand bestritten, sondern es gab ausschliesslich und ganz klar erkennbar lediglich den Hinweis, wo laut Vertragsinhalt die zu leistende Wochenstundenzahl zu finden sein sollte.
 

vidar

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Moin @Couchhartzer,

du brauchst nicht gleich deinen Kommentar auch noch durch eine Fettschrift zusätzlich bestärken. ;) Es war mir durchaus bereits im Vorwege klar, dass du nur darauf hinweisen wolltest. In meinen Quote auf deinen Beitrag wollte ich jedoch zusätzlich trotzdem noch auf einige fehlenden weiteren Basisinformationen hinweisen. Wie bereits angemerkt, nur über eine ausreichende Information über den Gesamtvertragsinhalt ist eine Einschätzung eines Arbeitsvertrag erst möglich.
 

Elwing76

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Mhm 6 Monate Probezeit ( oder soll das Wochen als unterstrichen gelten , sieht für mich eher nach durchgestrichen aus ) ist aber verdammt lang , das klingt eher so ich brauch dich mal ein halbes Jahr und dann biste weg. Da keine Kündigungsreglung festgelegt ist nach Ablauf der Probezeit ! Da fehlt das Kreuzchen ( nach Ablauf der Probezeit ) ..... klar das Kreuz ist dann schon bei 4 Wochen gesetzt , aber das Kreuz vorne fehlt .

Sind nur Gedanken dazu ......
 

Jiyan

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6 Monate Probezeit sind normal. Arbeitszeit beträgt regelmäßig 40 Stunden, weiterhin ist auch das Gehalt enthalten. Das einzige ist der unbezahlte Urlaub. Hier könnte es aber sein das dies bewusst zwischen An und Ag vereinbart worden ist, im Sinne des An. Zumindest deutet die Vereinbarung "den Führerschein wieder zu bekommen" hier auf besondere Umstände des Sachverhalts hin. Bei der Berufsbezeichnung kann man diskutieren, wichtiger wäre, ob der Lohn dieser angemessen ist. Eine Stellenbeschreibung wäre da nicht schlecht, aber viele Ag verzichten gerne darauf.
 

Couchhartzer

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du brauchst nicht gleich deinen Kommentar auch noch durch eine Fettschrift zusätzlich bestärken
Das wirst du wohl schlichtweg mir überlassen müssen, was ich wann und wie kenntlich machen möchte, da dir schlichtweg jegliche Kompetenz fehlt mir diese Entscheidung abzunehmen.

Zumindest deutet die Vereinbarung "den Führerschein wieder zu bekommen" hier auf besondere Umstände des Sachverhalts hin.
Wobei sich mir hierbei der Gedanke aufdrängt, dass mit dieser Passage im Vertrag vielleicht schon im Vorfeld sowas wie ein Hintertürchen für einen Kündigungsgrund eingebaut sein soll, falls das nicht klappt mit dem Wiedererlangen des Führerscheins. Zumindest finde ich diese Ausführung sehr merkwürdig, da es ja jedem Arbeitgeber freisteht einen Bewerber abzulehnen, wenn der keinen Führerschein hat, der aber wohl notwendig sein sollte.

ob der Lohn dieser angemessen ist
Also bei der Wochenstundenzahl (40) wären das durchschnittlich 172 Monatsstunden und das ergäbe einen Stundenlohn von etwa 11,63 €/Stunde brutto.
Finde ich bei der Stellenbezeichnung:
´Hilfstechniker´.
im Vertrag nicht als gerade zu gering, denn hier steht vertraglich ja lediglich die Helferqualikation (und somit keine Fachqualifikation) als Grundlage im Vertrag.
 

Zeitkind

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Je bestimmter ein Arbeitsvertrag, umso eingeschränkter das Weisungsrecht des AG.
Deshalb würde ich vor Abschluß zumindest folgende Punkte verhandeln:
Der Arbeitgeber ist berechtigt, dem Arbeitnehmer eine andere Tatigkeit zuzuweisen,
soweit dies betriebsnotwendig ist, dies gilt auch im Falle von Arbeitsmangel.
Hier sollte zumindest "entsprechend der Qualifikation" hinzugefügt werden.
Mein damaliger AG wollte mich (Elektroniker im Prüffeld) als Verpacker disqualifizieren,
kam aber nicht am AV vorbei. Dort war nämlich genau festgelegt, welche Tätigkeiten ich auszuführen habe.
In dem hier vorliegenden AV ist eine Bestimmung der Tätigkeiten garnicht vorhanden.
Sollte die Erkrankung länger dauern, so ist jeweils nach spätestens zwei Wochen eine Zwischennachricht zu geben.
Liege ich nach einem Unfall zwei Wochen im Koma, ist der AV wegen Nichterfüllung gekündigt.
Der Arbeitnehmer hat dem Arbeitgeber auf Anforderung die jeweilige Urlaubsanschrift mitzuteilen.
Damit er mich im Urlaub belästigen kann? Wäre für mich eine Einschränkung des Persönlichkeitsrechtes.
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich dafür Sorge zu tragen, dass er bis zum 31.07.2018
wieder im Besitz des Führerscheines der Fahrzeugklasse 3 ist.
Abgesehen vom falschen Datum würde ich eine solche Verpflichtung,
deren Erfüllung von Dritten abhängt, nicht eingehen.
Erkrankt der Fahrlehrer und der Führerschein ist bis dato nicht erreichbar,
kann der AN wegen Nichterfüllung des AV gekündigt werden.
Der Arbeitnehmer übernimmt nach der Einarbeitungszeit und dem Vorhandensein des technischen Verständnisses
den Wochenenddienst nach Plan und erhält hierfür 160,00 E brutto.
Zu unbestimmt. Ist der WE Dienst zusätzlich? Um wieviele Stunden geht es dort?
Der Arbeitnehmer erklärt sich damit einverstanden,
dass er mittels Foto in der Firmenpräsentation im Internet veröffentlicht wird.
Daran ist ein Abschluß gebunden? Nö ...
 

Doppeloma

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Hallo Elwing76,

Mhm 6 Monate Probezeit ( oder soll das Wochen als unterstrichen gelten , sieht für mich eher nach durchgestrichen aus ) ist aber verdammt lang , das klingt eher so ich brauch dich mal ein halbes Jahr und dann biste weg. Da keine Kündigungsreglung festgelegt ist nach Ablauf der Probezeit ! Da fehlt das Kreuzchen ( nach Ablauf der Probezeit ) ..... klar das Kreuz ist dann schon bei 4 Wochen gesetzt , aber das Kreuz vorne fehlt .
Dass die ersten 6 Monate als Probezeit gelten ist eindeutig erkennbar, auch die verlängerte Kündigungsfrist danach ist angegeben ... ob es einen Tarifvertrag überhaupt gibt kann nur der TE selbst beantworten.
Dann wäre mit der gesetzlichen Kündigungsfrist abzugleichen, zumindest der Mitarbeiter darf (vertraglich) nicht schlechter gestellt sein, als es im Gesetz steht ...

Die Gesamt-Befristung ist nicht nachvollziehbar und sollte begründet werden, bin mir gerade nicht sicher ob das gesetzlich auch vorgeschrieben ist.

Eine Probezeit von 6 Monaten ist durchaus üblich und auch gesetzlich erlaubt, dafür gibt es ja auch die kürzere Kündigungsfrist für beide Seiten ...
Mich stören mehr die völlig "undefinierten" Arbeitszeiten während der Probezeit und daraus ist auch nicht ersichtlich für wie viele Stunden da in den 2 / 3 Wochen jeweils gearbeitet werden soll, dieser ominöse "unbezahlte Urlaub" passt für mich überhaupt nicht in die "Landschaft" ... gibt es trotzdem 2000 € Brutto als monatliches Festgehalt oder wie wird in dieser Zeit gezahlt ???

Das lässt viel "offen", welche Bedeutung erlangt dieser "unbezahlte" Urlaub bei einer Erkrankung in dieser Zeit ?

Wie viele Stunden sind in diesen Wochen (höchstens) zu arbeiten, man hat ja auch Anspruch auf reguläre Erholungszeiten / freie Tage ohne das als "Urlaub" zu bezeichnen ???
Gerade für diese 6 Monate Probezeit sieht das vertraglich sehr "willkürlich" aus, danach soll es dann eine reguläre 40-Stunden-Woche sein ... sofern der Kandidat die "ungemütliche" Probezeit überstehen wird ???

Eine Nebentätigkeit darf gar nicht komplett verboten werden, der AG kann Niemandem verbieten sich noch was zusätzlich zu verdienen.

Er darf "Konkurrenz-Unternehmen" dabei ausschließen und es von einer Genehmigung (also mindestens Mitteilung) abhängig machen aber NICHT pauschal verbieten, es wäre dann bei Bedarf zu klären und eine Verweigerung muss auch begründet werden.

Eher nebensächlich (weil der Vetrag sowieso befristet ist) sollte auch auf den Teil geachtet werden, der eine "Auflösung" des Vertrages zum 65. Geburtstag vorsieht ... das Formular scheint schon älter zu sein, denn inzwischen kann kaum noch Jemand mit genau 65 in eine reguläre Altersrente gehen, die meisten Arbeitsverträge werden da auf das persönliche / reguläre Renten-Alter angepasst ...

Sonst kann man schnell mit 65 "auf der Straße stehen" (ohne offizielle Kündigung vom AG in der Hand), weil man das ja mal so unterschrieben hat ... und müsste eigentlich noch 1 - 2 Jahre arbeiten um (gesetzlich gesehen) überhaupt Altersrente zu bekommen.

Eine Pflicht zur Meldung bei Antrag auf vorzeitige Altersrente (soweit möglich) kann ich nicht als akzeptabel ansehen, der AG erfährt früh genug wenn ich vor habe (vorzeitig) in Rente zu gehen und bei einer EM-Rente dürfte das auch kaum an ihm "vorbei" gehen ... den Beginn kann der Mitarbeiter dann sowieso nicht selbst bestimmen.

Soweit mal von mir was mir dazu aufgefallen ist und ich selbst wohl hinterfragt hätte VOR einer Unterschrift ...

MfG Doppeloma
 

Couchhartzer

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Die Geamt-Befristung ist nicht nachvollziehbar und sollte begründet werden, bin mir gerade nicht sicher ob das gesetzlich auch vorgeschrieben ist.
Also, wenn ich diese Seite ~> Befristeter Arbeitsvertrag | Arbeitsrecht 2019 hier so lese, dann darf wohl im Regelfall ohne Sachgrund auf bis zu maximal 2 Jahre (incl. maximal 3 Verlängerungen) der Arbeitsvertrag befristet werden.

Es stehen dort aber auch noch Ausführungen zu abweichende weitere Befristungen.
 

vidar

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... da dir schlichtweg jegliche Kompetenz fehlt mir diese Entscheidung abzunehmen..
Schade, dass du dich schon durch einen mit Smiley versehenden Kommentar angegriffen fühlst. Sorry, falls ich dich in deinem eigenen elitären Kompetenzkreis gestört haben sollte.
 

ckl1969

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Naja, der eigentliche Arbeitsvertrag scheint ja noch recht „profesionell“ und „halbwegs rechtssicher“ zu sein.

Die Zusatzvereinbarung dafür umso weniger. Gibt es z.B. die 160 Euro für den Wochenendienst pro geleistetem Wochenende oder pauschal monatlich? Trägt „Sorge“ den Führerschein..........

Mei, würd ich den Job haben wollen würd ich den Vertrag unterschreiben und hätte dann aber auch im Fall der Fälle wenig Angst nicht spätestens vorm Arbeitsgericht doch das zu bekommen, was ich haben will bzw. haben wollte.
 

Claus.

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Top Sache :icon_daumen: soo viele Antworten, dankeschön gleich im voraus!

Also: der AV ist noch nicht unterschrieben. Und die Lust auf den Job ist allmählich schwer im Minusbereich. Ich hab bei dem Ding so meine Bedenken, ob das überhaupt wenigstens 2 Monate gut ginge ohne Streitigkeiten über die Vertragsauslegung. Dann würd es sich aber finanziell nicht lohnen ... vom Ärger und der damit einhergehenden psychischen Belastung ganz zu schweigen.
Eine Aussage ist wohl im nachhinein zwischen den Zeilen so zu verstehen, daß der erste Lohn schon aus Fleiß mit Gewalt noch im Februar eintrudeln solle, dann wäre natürlich das Febr.-AlgII zurückzuzahlen; und die nach einer Kündigung zu erwartende Sanktion würde den Rest des Einkommens kaputtmachen. Der vertragsausfertigende Hilfs"Willi" war übrigens anscheinend der Chef höchstpersönlich. Vielleicht erklärt das auch, warum auch bei anderen AN eine unterirdische Pfscherei eher die Regel als die Ausnahme zu sein scheint?.
Der Vertrag ist an sich unverhandelbar; der Chef scheint kein Interesse an -für ihn- negativen exakten Festlegungen zu haben, oder gar das geltende Recht zu 100% zu befolgen. Die Überlegung ist daher grad, "noch einen letzten Versuch" zu starten, indem mittels Fax noch "ein paar" Änderungsvorschläge unterbreitet werden? ... muß es den Betroffenen dann überhaupt jucken, wenn daraufhin der Chef absagt? Könnte der angebotene Vertrag evtl. unter den Passus ´nicht zumutbar´ fallen?

[Ich wiederhole die Fragen jetzt mal nicht einzeln; hoffe das ist ok - wenn ich was vergessen sollte, einfach nachfragen]
- die Stellenausschreibung lautete gänzlich anderst. Für die hätte der erlernte Beruf zu 100% gepasst; aktuelle Kenntnisse und praktische Fertigkeiten wären /sind ebenso dafür vorhanden. In der Firmenrealität scheint die Arbeit aus der Stellenbeschreibung allerdings nur 3-5% des ganzen zu sein. Die "yyyyyy-Anlagen" waren nicht erwähnt, sonst wäre gleich alles klar gewesen. Das sind Spezialanlagen (die man mögen muß, einschl. der damit einhergehenden "ganz speziellen" Probleme). Würde mich wundern wenn es überhaupt 30 Unternehmen im gesamten Bundesgebiet wären die das Zeug anfassen. Und die Anlagen führen zu -wöchentlich- 1500 bis 3000km Fahrtstrecke (was gerade auf der Beifahrerbank so eines kleinen Transporters schnell in Folter ala massive Rückenschmerzen ausartet).

- Wöchentliche Stundenanzahl soll (ungewollt, halte ich für zuviel beim "heutzutage üblichen" Arbeitsdruck) 40h sein. Wobei bei der (nachträglichen) Niederschrift der Überstundenregelung "natürlich" vergessen wurde, daß zudem "lt. Gesetzgeber" bis zu 10 Überstunden angeordnet werden könnten (wöchentlich?, monatlich?). Es gilt hier überhaupt kein Tarifvertrag; keine Tarifbindung seitens der Firma (wurde angesprochen ... "warum streichen, ergibt sich doch aus dem Kontext").

- Nein, war kein VV. Eigeninitative Bewerbung (die niemals rausgegangen wäre wenn da was von "yyyyyy-Anlagen" gestanden hätte). Allerdings hat das JC zwischenzeitlich 3 Fahrtkostenanträge a 9,70€ auf den Tisch bekommen müssen. 1x Vorstellungsgespräch. 2x für Probearbeiten (das ist der MAG-Dreck - parallele Diskussion). Wenigstens wurden die Fahrtkosten zur "Vertragsunterzeichnung" wohlweislich aus der eigenen Tasche bezahlt.

- Der unbezahlte Urlaub gefällt mir vom sprachlichen her auch nicht; ansonsten ist er gewollt (wie könnte man das "unverfänglicher" nennen - unbezahlte Freistellung ?). Eigentlich waren "lediglich" 20-25-30h Teilzeit angedacht; passte Chef nicht. Soll einen langsamen Arbeitseinstieg darstellen - ähnlich der beruflichen Wiedereingliederung nach SGB IX bzw. auch ähnlich dem sanften Übergang nach AltTZG.
Das Arbeitseinkommen wäre mit (erstmal) ~800€ von Anfang an höher wie die AlgII-RL (die 2000€ /mon. bei 172h sind so oder so grenzwertig - Tarif wären m.W.n. nochmal 750€ mehr, also 2200-2400 -ohne Wochenenddienste- ...). Bei der Regelung ist eh dazu auch schon wieder der Monat 5 und 6 klammheimlich untergegangen; war eigtl. auch noch ein 3/1 -Wechsel vereinbart.

- Ach du Übel ... was ist hier wohl als ´reguläre Arbeitstage´ anzusehen? Mo-Fr? Mo-So? Also gibts hier schon wieder Probleme vonwegen Aushändigung der Betriebsordnung sowie Niederschrift der betriebsüblichen Kontrollmaßnahmen "is nicht" :icon_neutral:

- Der Vertrag ist m.E.n. mehr als nur unvollständig ausgefüllt; da fehlen m.M.n. etliche Standartbausteine eines "Standartvertrages". Probezeit 6 Monate (ist das überhaupt zulässig mit der plötzlich aufgetauchten Befristung auf 1 Jahr?) Die Lohnangabe bezieht sich wohl^^ auf ´sofern der Monat komplett durchgearbeitet würde /wird´.

- Kann eine "Zwischenmitteilung" bei Krankheit überhaupt rechtmäßig gefordert werden? Ist daneben "Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erfolgt nur nach Vorlage der Krankmeldung" rechtlich zulässig? Soll dazu eine fristlose Kündigung ok sein wenn man die "Mitteilung der Erkrankung" (was ist damit gemeint?) unterlässt? Und wie kommen die auf die Idee, man müsse die Ansprüche aufgrund gesundheitlicher Schädigung durch Dritte an den AG abtreten?

- Das Firmenhandy ist übrigens -nicht- gewollt. Bei vernünftiger Arbeitsorganisation wäre das absolut nicht notwendig. Nach dem Kaulauer direkt schon in Richtung ´Privatnutzung ausdrücklich erwünscht´ erscheint mir das als "darüber muß 24/7 die Erreichbarkeit sichergestellt sein"?. Regelmäßige Kontrollanrufe im Krankheitsfall, "kurzfristige" Änderungen durchdrücken während den unbezahlten Regenerationsphasen, ...? Was sagt eigtl. die Rechtsprechung zu ´Urlaubsanschrift mitteilen´?

- Der Wochenenddienst fällt angeblich nur alle 6 Wochen an. Wenigstens der dürfte erstmal kein Thema sein wegen dem Führerschein. Ist Störungsnotdienst - ich fürchte^^ jew. durchgehend von Freitag mittag bis Montag früh (und bei dem Anlagenzeug dürfte mit ziemlich vielen Störungen am WE gerechnet werden können).

- Ja, der Führerschein ist "eigentlich" schon -seeehr- wichtig. Nicht nur um nicht ewig auf der Beifahrerbank Buckelweh und fahrtechnische Höllenqualen ausstehen zu dürfen. Sondern auch, weil der Deliquent m.M.n. nicht zum Hiwi taugt. Der Käse besteht eben zu einem gewaltigen Teil aus "blöd in der Gegend rumgondeln"; das im Vorstellungsgespräch noch angeblich vorhandene Elektroniklabor hat sich "urplötzlich" als nicht auffindbar erwiesen. Daß sich der FS "etwas" hinziehen könnte, ist dabei von Anfang an offen kommuniziert worden, ... sagen wir mal - unsere 1,5 Vollzeitstellen -FS-Stelle zeigte zumindest bisher wenig Verständnis. Also eigtl. braucht der Firmenchef gar nicht rummaulen (hat das Datum aber sogar glatt selber noch versehentlich als "Hebel" bezeichnet.

- Da kommt mir grad: müsste in einem AV eigentlich der "Arbeitsort" bezeichnet sein? Die Firma hat nämlich, zumindest angeblich - allein mir fehlt der Glaube, sechs oder gar sieben Zweigstellen aufs gesamte Bundesgebiet verteilt. Da passt die Möglichkeit einer anderen Tätigkeitszuweisung ja gleich noch weniger, oder? Desweiteren, müsste da was vonwegen regulärer Arbeitsbeginn und Ende stehen (ÖPNV, allererster Omnibus ... passt grade so für Arbeitsbeginn um 7:30 Uhr)?
Und verflixt; die Firma macht ja auch immer wieder mal Tiefbauarbeiten ... verflixt, ´ne Stunde mit der Schaufel ginge schon mal, aber keine 3 Tage am Stück - geht körperlich nicht. Ungünstigerweise ist wohl unter dem Begriff ´Allrounder´ unterschiedliches verstanden worden. Wie könnte man das umformulieren?


... nach der Einarbeitungszeit und dem Vorhandensein des technischen Verständnisses :mad2: Fachkräftemangel ... wie sollte man auch anhand von Fachschul- plus Berufsausbildungs -Abschlusszeugnis aus dem elektrotechnischen Bereich einschätzen können, ob der Bewerber schon technisches Verständnis mitbringt oder ggf. auch nie mehr entwickeln kann ...
 

Kerstin_K

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Und wie kommen die auf die Idee, man müsse die Ansprüche aufgrund gesundheitlicher Schädigung durch Dritte an den AG abtreten?
Also das habe ich in meinem Arbetsvertrag auch drinstehen. Und das ist ein grosser Konzern mit Haustarif, BR usw. Ich denke, das ist eins der kleneren Probleme in diesem Vertrag. Für mich heisst das Beispielsweise, wenn Du AU wirst, weil ein Depp Dich angefahren hat, dann kann sich die Firma zum Beispiel die Lohnfortzahlung bei dem Deppen holen. Ich bin jetzt über 20 Jahre in der Firma und ich kenne keinen einzigen Fall, woe das eingetreten wäre, zumal man ja einem Arbeitgeber auch nicht sagen muss, warumman AU ist. Die Krankenkassen sind da zum Teil aber auch hinterher, sich bei Unfällen das geld vom Verursacher wiederzuholen.

Ehrlich gesagt finde ich das auch legitim. Warum sollen AG oder KK zahlen, wenn jemand anders mich schädigt? Warum soll derjenige nicht für den Schaden aufkommen, den er verursacht hat.?
 

Zeitkind

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Die Überlegung ist daher grad, "noch einen letzten Versuch" zu starten, indem mittels Fax noch "ein paar" Änderungsvorschläge unterbreitet werden?
Nach all Deinen Ausführungen würde ich im legitimen Gegenvorschlag jede Frage anbringen, welche hier erörtert wurde.
So kann Dir niemand vorwerfen, nicht alles getan zu haben, um die Stelle zu bekommen.
... muß es den Betroffenen dann überhaupt jucken, wenn daraufhin der Chef absagt?
Ich würde an seiner Stelle tiefe Erleichterung spüren. :icon_wink:
Könnte der angebotene Vertrag evtl. unter den Passus ´nicht zumutbar´ fallen?
Dafür müßten konkrete Anhaltspunkte für eine Sittenwidrigkeit vorliegen. Geht der AG garnicht auf Deine Gegenvorschläge ein,
sind einzelne Vertragsklauseln schon als unverhandelbare Benachteiligung zu verstehen.
Auch die Zumutbarkeitsregelungen des SGB hebeln noch lange nicht die Abschlußfreiheit pot. Vertragspartner aus.
SG Heilbronn, Urteil v. 29.10.2011, S 7 AL 4100/08
Dabei kann es weiter dahin stehen, um welchen zu unterschreibenden Vertragsentwurf es sich konkret handelte,
da jedenfalls keine vertraglich geregelte Pflicht dahingehend bestand, einen anderen Arbeitsvertrag - gleich welchen - abzuschließen.
Auch eine generelle Pflicht dazu existiert nicht, was im Übrigen auch den Grundsätzen der Vertragsfreiheit völlig zu wider laufen würde.
(Quelle & Link: openjur.de)
Ein Zwang zum Vertragsabschluss widerspreche der Vertragsfreiheit, die grundsätzlich das Recht verleihe,
selbst zu entscheiden, ob man vertragliche Bindungen eingeht oder nicht.
(Quelle & Link: anwalt.de)
 
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