Könnte bitte jemand über die mir vorliegende Eingliederungsvereinbarung schauen und mir bei der Prüfung/ Beantwortung helfen?

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Terra09

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Hallo zusammen,

unter meinen Dokumenten online(!) hab ich eine EGV gefunden vom 11.02. Noch kam sie nicht per Post, rechne aber die nächsten Tage damit (zusammen mit 10 VVs).
Sie ist nicht so schlimm wie erwartet, aber auch nicht schön.

Ich beziehe ALGI im 2. Monat, daher meine erste EGV, bin ungelernt, beginne im September eine Ausbildung und habe die letzten 2 Jahre sehr gut verdient (große Firma, Produktion, Akkord und Schichten).

Meine Gedanken dazu, anhand dessen, was ich hier schon lernen durfte:

1) Es gab keine Potentialanalyse vorab, nur ein kurzes Gespräch am Telefon (Mitte Januar), in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich mit meinem Gehalt "flexibler" sein muss (der 140er kam nicht zur Sprache), also auch schlecht bezahltes annehmen müsste, dass sie mir vielleicht einen Coach zuweist wenn ich innerhalb eines Monats nichts finde (steht nun auch in der EGV, den erwähnten Flyer hab ich nicht, wird wohl per Post kommen), man 2 Bewerbungen pro Woche von mir erwarten könne, ob ich mich bewerbe (ja), dass ich in die Jobbörse schauen soll. Ging nicht lange das Gespräch, weiß aber auch keine genauen Zeitangaben mehr. Würde sagen unter 10 Minuten.
Außerdem hat sie mir das jetzt ja offensichtlich, weil per Post, nicht persönlich vorgelegt und mit mir besprochen

2) 2 eigene Bewerbungen sind zu erfolgen. Ja nun. Da steht nicht, in welchem Zeitraum? 2 eigene Bewerbungen innerhalb des Zeitraums der EGV? Ja ok, nur wird das dann oft ein leeres Blatt. :LOL: Richtig gut gemacht.

3) Vorlage der Eigenbemühungen alle 2 Wochen (bekloppt, sorry..) viel zu häufig, zu vorgesehen Meldeterminen reicht

4) Nur E-Mail? Ich bewerbe mich nicht per Mail, sondern schriftlich. Dann kann ich das ja gar nicht nachweisen? Abgesehen davon: mein Anschreiben geht sie nichts an, Auflistung muss ausreichen

5) schriftliche Absagen von Arbeitgebern geht gar nicht, ich hab kein Anrecht auf eine Absage und auch keinen Einfluss darauf

6) Bewerbungen auf VVs sind Eigenbemühungen

7) Es besteht nur Bewerbungspflicht auf Stellenangebote der AfA mit RFB, das klingt so, als würde das auch für die ohne VV gelten, das will ich natürlich nicht

8) Ich will Bewerbungs- und Fahrtkosten erstattet bekommen, wenn sie schon meint, mir 10 VVs mit RFB zu schicken

9) EGVs macht man doch für 6 Monate?


Zu dem Coaching fällt mir jetzt nichts ein (außer kein Name, keine Dauer,..), aber ich möchte das nicht machen. Ich bin fähig dazu, mir selbst eine passende Stelle zu suchen - geht ja wohl allein schon draus hervor, dass ich einen Ausbildungsvertrag (in einer namhaften Firma) in der Tasche habe...

Fällt euch sonst noch etwas ein?

Ich hätte jetzt ja, wenn sie dann per Post kommt, noch 14 Tage Zeit für die Beantwortung, das Coaching ist ja aber schon in knapp einer Woche..
 

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Terra09

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Hab meine Sachen zur EGV Verhandlung geschickt. Mir ist ein doofer Patzer passiert, hatte in der Maske noch den Betreff für den Fahrkostenantrag und das erst 20 Minuten später gemerkt. Hab ohne weitere Anmerkung die Datei nochmal mit richtigem Betreff geschickt. Unangenehm. :LOL: Wirkt jetzt richtig seriös.. brauch wohl doch eine Maßnahme.


@Onkel Tom
Unterschrift + Dienst nach Vorschrift wäre ja die Alternative zu "kann das immer noch geklärt werden" - natürlich nicht in Kombination :LOL:
Danke!
 

Terra09

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Hallo zusammen,

hier ihr Antwortschreiben.

Sie geht nicht auf meine Verhandlungen ein, sie übergeht mit ihrem Kommentar wieder die Zumutbarkeit und unterstellt mir nicht mitzuwirken, obwohl ich verhandeln will und auf ihre 1000 VVs immer brav Bewerbungen verschickt.

Was nun?


In einem weiteren Schreiben habe ich eine Anhörung bekommen, dass ich die Maßnahme abgelehnt hätte, die mir angeboten wurde, hab grad noch keine Zeit das Schreiben zu anonymisieren, lade es später hoch.

Wahrscheinlich weil ich wollte, dass sie die Maßnahme aus der EGV streicht, mit der Begründung, dass es nicht nötig ist.
Gleichzeitig habe ich aber die Fahrtkostenübernahme beantragt und bin AU geschrieben.
 

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abcabc

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Hallo,
klingt so, als ob man da jetzt nochmal etwas nachtreten könnte, damit sie einen Brief schreibt, den man dann in Kopien an die Geschäftsführung schicken könnte. :cool:

Sehr geehrte Frau XY,

bitte informieren Sie sich in der Rechtsabteilung über geltendes Recht und die entsprechende Rechtssprechung. Bei einer Eingliederungsvereinbarung bin ich gleichberechtigte Vertragspartnerin und dementsprechend berechtigt mit Ihnen über die Inhalte zu verhandeln. Ich bin jederzeit gewollt eine EGV mit Ihnen zu verhandeln und abzuschließen, was auch deutlich aus meinem Schreiben vom xx.xx.xxxx hervorgehen sollte.
Sehr gerne können wir die EGV-Verhandlungen schriftlich führen, wenn es Ihnen derzeit nicht möglich ist die Verhandlungen persönlich vor Ort zu führen.

Es freut mich, dass sie optimistisch sind, dass sich zeitnah eine Übergangstätigkeit finden lässt, die im Sinne des SGB zumutbar ist. Ich finde es schön, dass sie so bemüht sind, mich bei der Stellensuche durch Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgebelehrung unterstützen. Leider haben Sie offenbar vergessen diese auf Zumutbarkeit in Verbindung mit §140 im SGB III zu prüfen. Bislang war noch keiner ihrer zahlreichen Vermittlungsvorschläge zumutbar - soweit es anhand der Vermittlungsvorschläge prüfbar war. Trotzdem habe ich mich selbstverständlich auf ihre Vermittlungsvorschläge beworben und werde versuchen in den Vorstellungsgesprächen das Gehalt zu verhandeln, so dass das Gehalt gemäß SGB zumutbar wird.

Mit freundlichen Grüßen
XY
 

Terra09

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So, anbei auch die Anhörung bzgl meiner "Ablehnung" zur Maßnahme.

Ich habe in der EGV Verhandlung erwähnt, dass sie die Maßnahme streichen soll, da für mich nicht nötig (kurz: kann mich bewerben/überzeugen, geht aus Ausbildungsvertrag hervor, außerdem ist mein Vermittlungshemmnis das Gehalt als ungelernte Kraft + meine befristete Verfügbarkeit, woran jeweils keine Maßnahme etwas ändern kann).

Jedoch hab ich mit keinem Wort die Zuweisung abgelehnt oder den Antritt verneint. Habe im Gegenteil einen Antrag auf Fahrtkostenübernahme zum MT gestellt (weil ich nicht einverstanden mit einer Abwicklung der Auszahlung mit dem MT bin). Mich auch beim MT rechtzeitig AU gemeldet, bei der Agentur auch (per Fax UND Original per Post), gültig am Beginn der Maßnahme.

Eine Antwort auf den Fahrtkostenantrag habe ich übrigens nicht bekommen, obwohl alles andre (davor und danach) mittlerweile beantwortet wurde.

Etwas nicht in der EGV haben zu wollen und sinnlos zu finden, so wie krank zu sein, hat wohl kaum etwas damit zu tun.


@abcabc
Hui, das ist schon recht offensiv, aber gefällt mir. Danke fürs Formulieren!
Ich hab ja eigentlich mit so einer Aktion von ihr gerechnet, trotzdem machts mich wütend.

Ein Freund meinte, ich solle direkt schon eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen
 

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abcabc

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Zur Anhörung: Nicht das beigefügte Formular verwenden! Das ist eine fiese Falle mit den Ankreuzoptionen. Und wenn du nichts ankreuzt, weißt du nicht, ob da nachträglich irgendwie dann plötzlich doch ein Kreuz auf wundersame Weise erscheint und dann die Sanktionsfalle zuschnappt. Und nebenbei würde man sogar unterschreiben, dass man die Zuweisung erhalten hat. Da du sie per Einschreiben erhalten hast und darauf reagiert hast, kannst du es nicht abstreiten, aber man sollte die AfA bloß nicht unterstützen. Und zu guter letzt: Das Unterschriftsfeld ist eine bodenlose Frechheit ("Unterschrift des Arbeitslosen / der Arbeitslosen"). Das muss Kunden/in heißen. Der Kunde ist bekanntlich König und die AfA bezeichnet die Leute schließlich offiziell als "Kunden".....
Stattdessen einfach frei was formulieren und per Fax schicken. ;)

Vorschlag:

Sanktionsanhörung, Antrag auf Nennung der Rechtsgrundlage für die vorläufige Leistungseinstellung und Antrag auf Akteneinsicht

Sehr geehrte Frau XY,
ihre Behauptung, ich hätte die Maßnahme "Bewerbercenter 4.0" abgelehnt, ist eine haltlose Unterstellung, die in keinster Weise den Tatsachen entspricht.
Ich war leider aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage an der Maßnahme teilzunehmen, was mir auch von einem Arzt attestiert wurde. Die entsprechende Krankschreibung habe ich selbstverständlich sowohl der Agentur für Arbeit, als auch dem Maßnahmeträger pflichtgemäß zeitnah zukommen lassen. Im Anhang sende ich ihnen zur Sicherheit nochmal eine Kopie der Krankschreibung zu. [ohne Diagnosen! - ggf. schwärzen falls du nur noch den Durschlag für dich und/oder die Kasse
hast]
Ich weise sie vorsorglich darauf hin, dass eine vorläufige Leistungseinstellung auf Basis von Unterstellungen und Vermutungen rechtswidrig wäre. Meine Krankschreibung hat die AfA nachweislich erhalten (per Fax mit qualifiziertem Sendebericht). Hiermit beantrage ich die Nennung der Fakten und Rechtsgrundlage, auf deren Basis Sie die vorläufige Leistungseinstellung angeküdigt haben.

Hiermit beantrage ich Akteneinsicht in sämtliche Unterlagen, die mit der Zuweisung zur Maßnahme und dieser Anhörung in Zusammenhang stehen. Dies umfasst alle Verbis Einträge, alle Notizen von Ihnen und Ihren Kollegen (handschriftlich und im PC), sämtlichen Informationsaustausch zwischen der AfA und dem Maßnahmenträger, sämtlichen Schriftverkehr zwischen mir und der AfA und was sonst noch mit dieser Maßnahme und/oder Anhörung in Zusammenhang steht.
Sofern Sie mir aufgrund der Corona Situation keine Akteneinsicht mit Beistand vor Ort ermöglichen können, bitte ich alternativ um Zusendung der oben genannten Aktenbestandteile in digitaler Form. Angemessen Kosten für einen CD-Rohling und Versand in Höhe von bis zu 5,00€ übernehme ich gerne.

Mit freundlichen Grüßen
XY



Ein Freund meinte, ich solle direkt schon eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen
Und was sollst du da reinschreiben?
Ich sehe da nirgendwo was, was eine Dienstaufsichtsbeschwerde rechtfertigen würde - zumindest bis jetzt nicht.
Edit: Ich würde erstmal die Antwort abwarten und wenn da keine fundierte Begründung kommt, ist es Zeit für die Dienstaufsichtsbeschwerde - oder vielleicht besser Fachaufsichtsbeschwerde. Es geht ja eher um die Fehlentscheidung, als um die SB als Person... beides geht auch :ROFLMAO:
 
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Terra09

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@abcabc vielen vielen Dank für deine Mühe - schon wieder! :LOL:

Denke mal sie wird das mit dem Begründungen, was in der EGV steht. Aber etwas nicht in der EGV zu haben und als nicht notwendig zu begründen hat einfach gar nichts damit zu tun, sich dem nicht zu fügen oder gar etwas abzulehnen. Bin mal gespannt, was da zurückkommt. Die Begründung kann sie ja eigentlich nicht bringen.

Bzgl des anderen Schreibens nochmal kurz:
"Bislang war noch keiner ihrer zahlreichen Vermittlungsvorschläge zumutbar - soweit es anhand der Vermittlungsvorschläge prüfbar war. "
Das ist zwar so, ich gehe aber davon aus, dass sie aber so was wie "Bis zu 16,xx durch Branchenzuschläge" und "Schichtzulagen" als Anlass nimmt, das abzustreiten. Wobei selbst die 16,xx aktuell unzumutbar wären.
Aber ja, vielleicht lässt sie sich auch zu einer Aussage hinreißen, wie sie sie am Telefon getätigt hat, als sie mir quasi mein Recht auf zumutbare Bezahlung abgesprochen hat mit den Worten "Sie müssen da flexibel sein".
 

abcabc

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Nach Ihrer Logik kann man dann also sanktioniert werden, wenn man gegen etwas Widerspruch einlegt oder sogar klagt?
Soweit kommts noch, dass man sanktioniert wird, wenn man gegen etwas rechtlich vorgeht, aber trotzdem weiterhin seine Pflichten erfüllt (sofern es denn möglich ist und z.B. keine Gesundheitsprobleme dagegen sprechen). :eek:

Das ist zwar so, ich gehe aber davon aus, dass sie aber so was wie "Bis zu 16,xx durch Branchenzuschläge" und "Schichtzulagen" als Anlass nimmt, das abzustreiten.
Deshalb ja auch der Zusatz "soweit es anhand der Vermittlungsvorschläge prüfbar war." - du behauptest ja nur, dass bei keinem erkennbar war, dass der zumutbar ist (und nicht, dass die sicher alle unzumutbar waren) ;)
 

Onkel Tom

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klingt so, als ob man da jetzt nochmal etwas nachtreten könnte, damit sie einen Brief schreibt, den man dann in Kopien an die Geschäftsführung schicken könnte.
Die Standortleitung des betreffenen JC würde sich da dann auch fragen, was
seine Mitarbeiter_in so anstellt und SB könnte ein auf dem Rüffel oder Order
bekommen, ihre Fehler zu beheben sprich das erst mal fallen zu lassen, um
später "ausgepfeilter" ein Widerholungsversuch zu starten.

Ich würde Standortleitung erst dann mit ins Boot ziehen, wenn SB die "Gerichtsreife"
ausprovoziert hat, um meine letztere Spekkulation möglichst fern zu halten.

So, anbei auch die Anhörung bzgl meiner "Ablehnung" zur Maßnahme.
Wenn das ein Standardformular sein sollte, solltest Du Scherzeshalber einen
Antrag auf ein dicken Edding beantragen, da Du sonst nicht in der Lage bist,
das Anhörungsformular aus zu füllen.. Warum Du das nicht kannst, können
sie ja drüber rätzeln.. Ihr Problem..

Sonne wichtigen Formulare mit eingebauter Dokumenntenunechtheit ? = NoGo

Alternativ die erste Ankreuz-Zeile mit einem (dicken) Strich unbrauchbar
machen und das großzügige Begründungsfeld leere Zeilen durch sauber
gezogenen Querstrich kicken..

Hui, das ist schon recht offensiv, aber gefällt mir. Danke fürs Formulieren!
SB braucht das wohl, um den Respekt vor ihren "Kunden" relernen zu können..

Zur Anhörung: Nicht das beigefügte Formular verwenden! Das ist eine fiese Falle mit den Ankreuzoptionen.
Jo.. Deine Vorschläge lässt keine Lücke für den SB mehr offen, für sich den Spieß um zu
drehen. :)

Ich bin von der Entwicklung des Elo-Problem beeindruckt, da es mich an Zeiten erinnert,
wo die "Spielregeln" (2005) noch in den Kinderschuhen saßen und Sachbearbeitung sich
hellbegeistert an unliebsamen ALG-Leistungsbezieher_innen austoben konnten..

Ich denke auch, das nun die Ampel im Umgang mit SB hier auf gelb steht und damit in der
Kommunikation eine härtere Gangart angebracht ist. ;)

Diese JC-Schachpatie wird noch interesannt, wenn SB respektresistent bleibt.. :icon_kinn:
 
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Merse

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Nur so eine Überlegung am Rande:
Wenn man ganz offen schreibt, dass alle VV unzumutbar waren, man sich aber trotzdem darauf beworben hat, kann das dann nicht zum Eigentor werden, wenn man die Kosten für diese Bewerbungen erstattet haben möchte?
 

Terra09

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Ich hab jetzt nochmal geschaut, wann mein Einschreiben der Original AU bei der Agentur ankam: der 24. - also der 3. Tag nach Eintritt der AU.
Aus welchem Grund auch immer kam die Kopie beim MT erst am 25. an, wurde aber gleichzeitig verschickt.
Außerdem waren ja beide am Tag 1 unterrichtet, die AfA sogar mit Kopie.
Hab davon jetzt auch mal Screenshots gespeichert (Fotos von den Briefen mit Adresse + Einschreiben drauf (Nummer) hab ich auch). Nur den Inhalt kann ich nicht beweisen.

Denke daher wirklich, dass sie sich auf meine EGV Verhandlung bezieht ODER darauf, dass ich mich nicht bis zum 18.02. beim MT per Tele/Mail gemeldet habe (vor Maßnahmenbeginn, Grund der Dringlichkeit stand nicht mal dabei).

Ich bin echt gespannt, was da zurück kommt.

Nach Ihrer Logik kann man dann also sanktioniert werden, wenn man gegen etwas Widerspruch einlegt oder sogar klagt?
Soweit kommts noch, dass man sanktioniert wird, wenn man gegen etwas rechtlich vorgeht, aber trotzdem weiterhin seine Pflichten erfüllt (sofern es denn möglich ist und z.B. keine Gesundheitsprobleme dagegen sprechen). :eek:

Anscheinend schon :LOL:
Musste ein bisschen an die Schulzeit denken. Was man da nicht alles unnötig fand und trotzdem gemacht hat. Oder auf der Arbeit, wenn man dem Chef mal sagt das XX so nicht sehr sinnvoll ist, er das trotzdem so möchte, man es daraufhin gründlich erledigt und einem dann Arbeitsverweigerung unterstellt werden würde.
Absurd. Zumal es in diesem Fall noch mein explizites Recht ist.

SB braucht das wohl, um den Respekt vor ihren "Kunden" relernen zu können..

Ohja.
Ganz ehrlich? Mich machen schon die ständigen "!" hinter jedem zweiten Satz super gereizt. Ich fühl mich quasi "angeschrien" bzw zumindest "energisch angesprochen" - und das komplett ohne jeden Anlass meinerseits. Als sei ich ein kleines dummes Kind.
Aber über "!" kann ich mich schlecht beschweren.. :LOL:

Wenn man ganz offen schreibt, dass alle VV unzumutbar waren, man sich aber trotzdem darauf beworben hat, kann das dann nicht zum Eigentor werden, wenn man die Kosten für diese Bewerbungen erstattet haben möchte?

Es ist ja nur in manchen Fällen 100% ersichtlich "keine Schichtarbeit/Zulagen, zB 9,60€ pro Stunde" oder wo der Fahrtweg über den 2,5h lag. Allerdings, genau wie die SB mir andersrum damit kommen würde, gibts ja auch in der Theorie Gehaltsverhandlung, Firmenwagen (ja, lächerlich bei einer Helferstelle).
Mir sind die Kosten aber auch ehrlich gesagt nicht besonders wichtig - zumal ich ihr definitiv kein Anschreiben in die Hände geben werde, so wie sie jetzt schon drauf ist. Bei den Anträgen gings ja mehr ums "Arbeit machen". :unsure:
 

Terra09

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Mir ist jetzt doch ein Fehler meinerseits aufgefallen.. bei aller Vorsicht hatte ich verpeilt, was genau ich dem MT am 22. geschrieben hatte. Nämlich dass ich krankheitsbedingt am "heutigen" Termin nicht teilnehmen kann (per E-Mail, per Fax hab ich die nicht erreicht) und eine Bescheinigung im Laufe des Tages nachreiche. Vor lauter Hick-Hack mit Agentur, Arzt und Einschreiben, hab ich denen aber nichts mehr geschrieben - nur das Einschreiben, was dann erst am 25. ankam.

Hatte die Formulierung nicht mehr auf dem Schirm nach dem Arzttermin.

Also doch mein Fehler? :rolleyes: Ich mein, die Agentur hatte trotzdem meine AU ab dem 22.

Zumal in deren ganzen Unterlagen irgendwo steht, dass die AU am 3. Tag bei ihnen sein muss - aber da kann ich ja nun auch nichts dafür, wenn die Post das am 24. zur Agentur bringt und erst einen Tag später zum MT.
 

Terra09

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Meint ihr ich kann die Schreiben trotzdem so rausschicken bzw sie kann mir damit das Genick brechen?
Lässt mich jetzt nich los, dass mir das mit den ganzen Unterlagen durchgerutscht ist, da eine 2. Mail zu schreiben. Ärgerlich.


Hab übrigens auch mal wieder "Werbemüll"-Einladungen von ZAF bekommen. 2 davon kamen so früh, dass sie sich nicht auf meine Bewerbung beziehen können. Eine kam aber zeitlich passend, dass es theoretisch auch eine Antwort sein könnte. Sie beziehen sich aber darauf, dass die Agentur mich vorgeschlagen hat, also heft ich das auch ab.

Eine echte Einladung auf meine Anti-Bewerbung von einer ZAF hab ich aber schon :rolleyes: leider noch in meiner aktuellen AU.
Um nicht gleich das nächste falsch zu machen:
Ist es okay zu schreiben, dass ich mich über ihre Rückmeldung freue, leider aktuell aber aus gesundheitlichen Gründen* nicht zum Vorstellungsgespräch kommen kann und ich mich danach gerne wieder melden würde?
Und nach der AU (egal ob verlängert oder nicht) erneut schreiben, bescheid geben, fragen ob die Stelle noch vakant ist?

*oder direkt "aktuell arbeitsunfähig geschrieben"?
 

Onkel Tom

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Ich mein, die Agentur hatte trotzdem meine AU ab dem 22.
Dann ist doch alles okidoki.. Das MT nix weis, ist ihr Problen, nicht deins :biggrin:
Meint ihr ich kann die Schreiben trotzdem so rausschicken bzw sie kann mir damit das Genick brechen?
Diese Entscheidung und das damit verbundene Risiko oder Nebenwirkungen
kann Dir hier niemand abnehmen.

Du kannst anbei eigendlich nur Deinen Ratgeber_innen hier vertrauen oder
misstrauen. Haften musst Du selbst, wenn was nicht rund läuft.

Wenn ich Haare in der Suppe finde, poste ich das auch und ich habe in deinem
Fall hier das Feeling, das @abcabc gewissenhafte (hat alles beachtet und in seinen
Vorschlägen einbezogen) Arbeit geleistet hat.

Du hast nun die Qual der Wahl ;)
 

Terra09

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@Onkel Tom
Achso ja das mit dem "Genick brechen" meinte ich wegen meiner Nachricht an den MT und die fehlende Meldung da für Dienstag + Mittwoch :D
Ansonsten bin ich da ganz bei euch, finde es toll was @abcabc da geschrieben hat. Ein Risiko bleibt natürlich immer, aber das ist es mir wert und Gott sei Dank kann ich auch so oder so meine Miete und mein Essen bezahlen.

So brauch ich nicht mit mir umgehen lassen und da geh ich auch bis zum Letzten. Bin froh, dass ihr mir hier mit Fragen und Formulierungen zur Seite steht :)
 

Terra09

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Wollte das heute losschicken, mir fiel aber noch was auf:

Das Schreiben bzgl der Anhörung ist ja aktuell an meine SB gerichtet. Auf dem Anhörungsbogen, den ich zurückschicken soll (den ich aber nicht benutzen werde), steht allerdings als Anschrift:

Agentur für Arbeit [mein Wohnort, laut Unterlagen da wo meine SB sitzt]
[PLZ+Ort der nächsten großen Stadt]

Also geht die Antwort an die "große" Agentur hier in der Region (und wird dann wieder verteilt?).

Soll ich da trotzdem direkt die SB ansprechen und es einfach doppelt schicken? Einmal per Fax an die Agentur hier, wie immer, für den Sendebericht und einmal per Post nach Stadt X?

Irgendwie komisch organisiert :rolleyes:
 

abcabc

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Das ist gut und richtig so, dass hier das 4 Augen Prinzip angewendet wird. Das wäre sehr schlecht, wenn die gleiche SB den Widerspruch prüfen würde, die den Mist verbrochen hat... Dann müsste man (fast) immer klagen um Recht zu bekommen...

Also schick es unbedingt an die Adresse, die im Fantasie-Anhörungs-Formular der AfA angegeben wurde, damit das durch die Widerspruchsstelle bearbeitet wird.
 

abcabc

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Ich würde es einfach an "Sehr geehrte Damen und Herren" schreiben.
Einschreiben sollte reichen. Das Geld ist hier gut investiert.
 

Terra09

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Alles klar!

Bei dem Wirrwarr ist mir jetzt auch aufgefallen, wo noch ein Grund für die Anhörung liegen könnte:
Meine AU ging an die Agentur hier im Ort, die wollen aber die Post wohl alle an die Postadresse der großen Agentur.
Ändert trotzdem nichts daran, dass sie zumindest die Kopie definitiv erhalten haben.

Fühl mich grade wie ein Kind, das zum ersten Mal einen Brief schreibt, aber ich bin unfassbar verwirrt.

Auf dem Anhörungsbogen ist die Adresse:
Agentur für Arbeit [MEIN Ort]
[PLZ + Ort nächste Großstadt]

Die Postadresse meiner Agentur ist aber wohl eigentlich:
Agentur für Arbeit [Name nächste Großstadt]
[PLZ + Ort nächste Großstadt]

Die Faxnummern sind natürlich verschieden.
Bisher hab ich immer alles problemlos an die Nummer der Agentur meines Orts gefaxt.
 

Onkel Tom

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Das wäre sehr schlecht, wenn die gleiche SB den Widerspruch prüfen würde, die den Mist verbrochen hat...
Das wird heutzutage auch nicht mehr so gemacht.. Dafür gibbet beim SB das Ablagekörbchien
"An die Rechtsabteilung". Neugierige Augen endecken es meistens an der Beschriftung "RA"..
Im letzen Jahrzehnt, äh vorletztem.. wurde im JC-Organismus klar gestellt, das Widersprüche
unbearbeitet gleich zur JC-Rechtsabteilung weiter geleitet werden..

Schade aber auch. Wenn ich mich an die Zeit davor erinnere, wurde die "Schachpatie" manchmal
zum Schieflachen, was der ELSE (ehemalige Erwerbstlosenselbsthilfe) an Überforderungsfehlern
so begegneten. Die Schachfigur "Fragenkatalog" war ne coole Dame und provozierte entweder
hastige Schnellzüge oder insgeheim "Ich geb auf.. Ist doch zum Kotzen mit der/dem.. Ab in die
Ablage ganz unten.. Kann sich der (SB) nach mir mit abkaspern"..

Heute reizt mensch mit dem Schweizer Käselochbohrer eine EGV-VA aus. Macht nix, um so
besser, das Tool überhaupt eingesetzt wurde / wird, bevor der Schlamassel vor das SG geht. ;)

Fühl mich grade wie ein Kind, das zum ersten Mal einen Brief schreibt, aber ich bin unfassbar verwirrt.

Bitte nicht irritieren lassen. Dieses Gefühl könnte deinem SB gefallen.. Um halt weniger anhand
von Emmotionen verunsichert oder irritiert zu sein, tut die Einbildung :
"Abstandnahme von Persönlichen Bezug zum JC/SB" ganz gut..

Den JC-Tatam wie ein Schachspiel a la "Zug um Zug im Kampfe um sich selbst.." zu verinnerlichen
und abgekühlt zu beakkern, entpuppt sich auch als gutes inneres Serum gegen Mürbemachtaktik. ;)

Damit erreichst Du auch Augenhöhe mit deinem SB.. Er/Sie geht auch "abgekühlt" vor.. meistens..
 
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Terra09

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Wurde von meinem Arzt nochmal 2 Wochen krankgeschrieben, dann ist aber Ende. Aber sind ja auch 4 Wochen, viel mehr wäre eh nicht gegangen.

Wie ist die Lage da jetzt eigentlich, im Zusammenhang mit der Anhörung zur Sperrzeit? Vergeben die den Platz anderweitig? Sonst müsste ich da ja in 2 Wochen aufschlagen.

Habe übrigens gesehen, dass mir online ein VV erstellt wurde, mit RFB, der nie bei mir ankam. Vom 24.02. Ein Anderer danach ist angekommen. Entweder ist der wirklich per Post verloren gegangen (letztens lagen auch wieder Briefe auf der Treppe im Hausflur, weil der Postbote die direkt an den Vermieter gegeben hat, der ein Paket annahm) oder sie versucht jetzt auf die Art mich zu sperren, in dem sie behauptet, ich hätte den erhalten und mich nicht beworben..

@Onkel Tom huch, irgendwie ist mir deine Antwort hier komplett durchgerutscht und ich hab sie jetzt erst gesehen
Ja, diese Abstandnahme ist gar nicht so leicht. Also was VVs und irgendwelche schriftlichen Kontakt angeht, oder selbst die Kommunikation mit AGs, ist in Ordnung. Was mir halt aktuell 24/7 durch den Kopf geht, sind so Sachen wie Sperrzeit und Maßnahme. Weil das halt mein Leben direkt beeinflusst - finanziell oder weil ich da hingehen muss.
 

abcabc

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Wie ist die Lage da jetzt eigentlich, im Zusammenhang mit der Anhörung zur Sperrzeit? Vergeben die den Platz anderweitig? Sonst müsste ich da ja in 2 Wochen aufschlagen.
Was genau steht in der Zuweisung? Steht da ein festes Enddatum der Maßnahme oder steht da zusätzlich irgendwo in der Zuweisung, dass Tage, die wegen Krankheit verpasst werden automatisch hinten angehängt werden?
Davon hängt alles weiter ab.

oder sie versucht jetzt auf die Art mich zu sperren, in dem sie behauptet, ich hätte den erhalten und mich nicht beworben..
Zum Glück nicht möglich: Die AfA ist in der Beweispflicht, dass du den erhalten hast, wenn sie dich wegen einem VV mit RFB sanktionieren will. Und das geht nur, wenn der per Einschreiben geschickt wurde oder sonst wie nachweisbar. ;)
 

Terra09

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Okay, danke! Ich glaube VVs hat sie noch nie per Einschreiben verschickt. Sollte sie den aber per Einschreiben geschickt haben und meine Nachbarn den (ausversehen) genommen haben/mit Wertbung entsorgt, hab ich ein Problem :confused: Geh aber jetzt mal nicht davon aus..

Was genau steht in der Zuweisung? Steht da ein festes Enddatum der Maßnahme oder steht da zusätzlich irgendwo in der Zuweisung, dass Tage, die wegen Krankheit verpasst werden automatisch hinten angehängt werden?
Davon hängt alles weiter ab.

Letzteres steht da - also, dass ich durch die AU nicht raus bin, weiß ich, die Maßnahme geht ja auch generell 8 Wochen. Eher im Zusammenhang damit, dass sie ja behauptet, ich habe abgelehnt und mir deswegen die Sperrzeit reindrücken will. Da könnten sie ja meinen Platz eigentlich schon wieder anderweitig vergeben haben.

Auch im Fall, dass sie trotz meines Schreibens bzgl der Anhörung jetzt die Sperrzeit verhängen. Muss ich dann wirklich noch dahin, obwohl sie mich dann ja quasi schon gesperrt hat deswegen? Auch wenn ich dagegen Widerspruch + Klage einreich? :unsure:
Falls sie einsehen, dass sie durch die AU so was eh nicht durchbekommen, müsst ich mich dann wohl mal rechtzeitig beim MT melden, um rauszufinden ob das jetzt überhaupt vor Ort oder Online stattfindet

Die neue AU dann in Kopie auch wieder zum MT?
 
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