Können Fahrtkosten ins Krankenhaus Mehrbedarf sein?

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Maggie1978

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Hallo Leute,

ich muss Mitte Oktober für mehrere Tage ins Krankenhaus. Das ist ungefähr 100 km entfernt. Und es sind insgesamt 6 Fahrten. Ich muss 2 Tage vorher hin wegen Blutabnahme, Vorgesprächen etc., dann am OP-Tag selbst. Für den Aufenthalt danach sind 4 Tage vorgesehen und dann natürlich die Heimfahrt. Mein Mann fährt mich jedes mal hin und natürlich auch zurück. Jetzt habe ich bei meiner Recherche im Internet folgendes gefunden:

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Karpienski Essen

Im zweiten Abschnitt steht etwas von Mehrbedarf bei Erkrankungen. Nur leider finde ich nichts darüber wie ich das beantragen kann oder ähnliches. Im Forum konnte ich auch nichts finden. Gibt es da Möglichkeiten auf Erfolgsaussichten?

Ein Verwandter kriegt auch Fahrtkosten erstattet, weil er mehrmals wöchentlich zu einer Therapie muss.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

Herzliche Grüße

Maggie
 

#HIV#

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Da eine Freundin aktuell auch davon betroffen ist, würde ich mich über eine Antwort dazu ebenfalls sehr freuen. :wink:
 

TheLovingKind

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Vorrangig sind Kostenerstattungen diesbezüglich bei der Krankenkasse zu beantragen. Wenn dies abgelehnt wurde, kann ein Antrag im Rahmen des § 21 Absatz 6 SGB II gestellt werden.

Der dürfte jedoch abgelehnt werden, weil es sich hierbei nicht wirklich um einen laufenden Bedarf handelt. Auch wenn mehr als eine Fahrt von Nöten ist, heißt es nicht automatisch, dass es ein laufender Bedarf ist. Ein laufender Mehrbedarf liegt eher vor, wenn dieser regelmäßig (mindestens einmal im Bewilligungsabschnitt) anfällt. Das dürfte hier bereits nicht gegeben sein.

Eine wöchentliche Therapie hingegen könnte tatsächlich einen laufenden, nicht einmaligen Bedarf darstellen. Da kommt es aber auch erst darauf an, wie die Krankenkasse entscheidet. Und weiter geht es auch um die Höhe der Fahrtkosten. Nicht jeder Euro weicht automatisch erheblich vom durchschnittlichen Bedarf ab.
 

Helga40

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Da wird es wohl eher nichts geben, da es kein ständiger laufender Bedarf ist, sondern einmalig. Die Fahrkosten zur stationären Aufnahme müsste m. W. n. sowieso die Kasse übernehmen. Nur bei ambulanter Behandlung ist ja die Kasse im Normalfall raus aus der Nummer.
 

Maggie1978

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Ich hatte gestern im Service-Center angerufen und die Dame am Telefon meinte einen formlosen Antrag stellen mit dem Ablehnungsbescheid der Krankenkasse. Daraufhin habe ich mit meiner Krankenkasse telefoniert und die schicken mir nen Antrag zu. Die Fahrtkosten für die Voruntersuchungen und für den Krankenhausaufenthalt werden tatsächlich übernommen. Es gibt 2 Bedingungen: Es muss die nächstgelegene Therapiemöglichkeit sein und natürlich nur für meine Fahrtkosten. Die "Leerfahrten" meines Mannes werden nicht übernommen. Es gibt 20 Cent pro Kilometer. Und auch erst nach meinem Krankenhausaufenthalt.

Im Netz konnte ich das dazu finden:

Fahrtkosten Transportkosten - Soziales & Recht - betanet

Vielleicht hilft das dem ein oder anderen tatsächlich weiter. :smile:
 
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