Kölner Stadt-Anzeiger kritisiert Lebensmittelgutscheine

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ExitUser

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In seiner Ausgabe vom 16.02.2009 widmet sich der Kölner Stadt-Anzeiger sowohl mit einem Artikel als auch einem Kommentar der Praxis der Kölner ARGE, so genannte „Lebensmittelgutscheine“ an Erwerbslose auszuhändigen.

Auch die Kritik der KEAs, die das Thema zu ihrer aktuellen Kampagne erklärten, wird hier z.T. zitiert (siehe auch: Artikel und Flyer).
Lesen: Kölner Erwerbslosen-Anzeiger - Onlineausgabe


KEA-Kritik in bürgerlicher Presse
Der Kölner Stadt Anzeiger berichtet in seiner Montagsausgabe unter dem Titel “Gutscheine, die peinlich sind” über die weit verbreitete Unsitte der Gutscheinvereilung an den ArGen.
So wird ein Fall geschildert bei welchem Kundinnen mit Gutscheinen in eine peinliche Situation kommen. Egal ob real oder fiktiv, der KSTA nennt keine Namen. Es bleibt abzuwarten, ob Müller-Starmann auch hiergegen vorgehen wird. Aber zurück zum Artikel.
Weiter: KEA-Nachrichten

Kölner Erwerbslose in Aktion
 

wolliohne

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So wird aus Starmann, Hampelmann !

Ziat:
Insofern sind die ARGEn und ihr weisungsgebendes Gesetz Hartz IV völlig ungeeignete Instrumente, sich positiv in sowas wie gesellschaftliche Realität einzubringen bzw. Gesellschaft positiv zu verändern. Das kann Hartz IV nicht und wir unterstellen: das will Hartz IV auch gar nicht.


Der Lebensmittelgutschein ist denn auch nur Teil eines ganzen Maßnahmekatalogs, die Menschengesellschaft zu Spalten in Ober-, Mittel- und Unterschichten, Menschen als „Humankapital“ gefügig zu machen, jeden unterbezahlten Drecksjob anzunehmen und sich endlich abzugewöhnen, um Arbeitsrechte, Mindestlöhne oder eine soziokulturelle Grundsicherung zu kämpfen.

Hintergrund hier:
Gutscheine, die peinlich sind - Kölner Stadt-Anzeiger
 

Susannah

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So wird aus Starmann, Hampelmann !

Ziat:
Insofern sind die ARGEn und ihr weisungsgebendes Gesetz Hartz IV völlig ungeeignete Instrumente, sich positiv in sowas wie gesellschaftliche Realität einzubringen bzw. Gesellschaft positiv zu verändern. Das kann Hartz IV nicht und wir unterstellen: das will Hartz IV auch gar nicht.


Der Lebensmittelgutschein ist denn auch nur Teil eines ganzen Maßnahmekatalogs, die Menschengesellschaft zu Spalten in Ober-, Mittel- und Unterschichten, Menschen als „Humankapital“ gefügig zu machen, jeden unterbezahlten Drecksjob anzunehmen und sich endlich abzugewöhnen, um Arbeitsrechte, Mindestlöhne oder eine soziokulturelle Grundsicherung zu kämpfen.

Hintergrund hier:
Gutscheine, die peinlich sind - Kölner Stadt-Anzeiger
Dies ist vollkommen richtig und sehr gut artikuliert.
Etwas, was themenverwandt ist und mich schon so manches Mal zur Weißglut gebracht hat, ist die Ermäßigung an der Theaterkasse für Erwerbslose. Da ich mich leider lediglich mit meinem 6seitigen Bescheid, auf dem all meine persönlichen Daten evident zur Schau gestellt werden, als ALG II-Empfängerin identifizieren kann und alleinig diesen vorweisen kann, um in den Genuß einer Ermäßigung zu kommen, bleibt mir leider keine andere Wahl.

Ich schließe mich der Meinung von wolliohne an. Es ist in jedem Falle peinlich, sich als ALG II-Empfänger, der sich das Recht zur kulturellen Teilhabe herausnimmt, mit seinem Bescheid auszuweisen oder mit Lebensmittelgutscheinen disziplinarisch vorsortierte Konsumgüter zu erwerben. Es gäbe Optionen, doch anscheinend ist niemand gewillt, diese für die Knechtschaft zu realisieren.
Armes Deutschland.....
 
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