Knaller der Woche -Bestattung im Fäkalienrohr

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Die Würde eines Menschen ist unauffindbar, bis ins Grab!
In Deutschland hält der Trend zur anonymen Beisetzung an, Grund ist die Armut von Angehörigen oder wenn der Verstorbenen selbst Arm gewesen ist. Natürlich ist eine anonyme Bestattung auch für die Kommunen finanziell weniger belastend, die Würde eines Menschen ist da nicht vorgesehen.
Um das effektiv zu gestalten, sind Ideen gefragt, wie man den verarmten Pöbel Kostengünstig entsorgen kann. Da kann nach dem Tod die Beisetzung und letzte Ruhestätte, eines verstorbenen Sozialschmarotzer im Fäkalienrohr enden. So schließt sich der Kreis. Zu Lebzeiten der Menschenwürde beraubt, da ist es doch nun wirklich nur logisch, dass eine würdevolle Beisetzung nun auch nicht mehr in Frage kommt. Wo eigentlich die ******* des Wohlstandsstaates entsorgt wird, soll nun ein Fäkalienrohr als anonyme Grabstätte dienen. In Horrweiler wird gerade der Anfang gemacht. Oh, lieber Gott, lasse Hirn regnen!!!!!
Hier die Tatsachen:
Knaller der Woche - Bestattung im Fäkalienrohr - YouTube
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
Es geht um Urnengräber, drei Urnen pro Kunststoff-Röhre.
Letzte Ruhe im Kanalrohr

Bestattungen zum Billigtarif: Die Deutsche Friedhofsgesellschaft (DFG) aus Bonn hat in der 700-Einwohner-Gemeinde unweit von Mainz ein Gräberfeld gepachtet und wird dort Urnen in orangefarbenen Kanalrohren aus Plastik bestatten. ...

Etwa 700 Rohre hat die DFG unter dem Rasen versenken lassen; bis zu drei Urnen pro Rohr lassen sich darin unterbringen. Über „Massenbeerdigungen wie im Zweiten Weltkrieg“ klagen etliche Dorfbewohner, doch Bürgermeister Alfred Linnemann (SPD) steht unter finanziellem Druck: Es gibt kaum noch traditionelle Sargbestattungen auf dem Friedhof Horrweiler, gleichzeitig fallen laufende Kosten für Pflege und Unterhalt an. „Wir müssen die Friedhofskosten im Rahmen halten“, sagt Linnemann der HAZ und hofft, dass viele Auswärtige eines der neuen Billiggräber im Dorf buchen. Vertraglich vereinbart wurde, dass die DFG 80 Euro pro bestatteter Urne an die Gemeinde zahlt, mindestens aber 3000 Euro im Jahr. Geld, das Linnemann dringend benötigt, um die Friedhofshalle renovieren zu können. Eine politische Mehrheit hat der SPD-Politiker hinter sich ... Ein in diesem Jahr von einigen Horrweilern gefordertes Bürgerbegehren lehnte der Rat ab.

Für die DFG ist das anonyme Urnenfeld unter dem gepflegten Rasen eine Bestattungsart der Zukunft. „Es gibt immer mehr Menschen, die sich eine traditionelle Beerdigung nicht leisten können oder wollen, denn die Grabstätte als Denkmal kommt aus der Mode“, sagt DFG-Sprecher Wilhelm Brandt und wirbt für die Vorzüge des Discount-Grabes: Die Bestattung einer Urne in Horrweiler koste lediglich 200 Euro; die Grabpflege für 15 Jahre sei bereits enthalten. Und Pietätlosigkeit will sich die DFG schon gar nicht vorhalten lassen: „Kanalrohre sind das nicht, denn sie sind neu und wurden nie als solche genutzt“, sagt Brandt. Außerdem seien die mit Deckeln verschlossenen Rohre notwendig, denn jede Urne müsse rückholbar sein. Schließlich komme es oft vor, dass Hinterbliebene später die sterblichen Überreste umbetten wollten.

Letzte Ruhe im Kanalrohr / Übersicht / Buntes / Welt - WLZ/FZ-online.de

Letzte Ruhe im Kanalrohr / Übersicht / Panorama / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine
 

Piccolo

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juni 2010
Beiträge
1.586
Bewertungen
727
wieviel würde jedem menschen zusteht richtet sich nach seinem geldbeutel. das war so, ist so und wird wohl immer so bleiben.
was mich tröstet ist die tatsache dass man der menschlichen seele nichts anhaben kann da sie für den menschen nicht greifbar ist.
 
Mitglied seit
6 Oktober 2012
Beiträge
2.070
Bewertungen
423
Die Würde eines Menschen ist unauffindbar,ist dann richtig wenn man aus einen ganz normalen Kunststoffrohr ein Fäkalienrohr macht.:icon_cry:

Gegen Särge aus Pappe ist doch auch nichts einzuwenden,außerdem kommt die Asche nicht direkt ins Rohr.:biggrin:
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
Taktvolles Sprechen über die Themen Tod und Trauer will gelernt sein.

Wie auch immer die Bestattungspraxis ist, sie ist kennzeichnend für die jeweilige Kultur.

Materielle Ressourcen spielen wohl stets eine Rolle, ganz selbstverständlich kann man nicht für jeden als Grabmal eine Pyramide errichten.

Den für Europa (erst seit wenigen Jahrhunderten) typischen, aus Holzbrettern geschreinerten Sarg gibt es in anderen Teilen der Welt traditionell gar nicht, ein sauberes weißes Baumwoll- oder Lein-Tuch gilt im Islam als ehrbar und fromm:

Begräbnis ohne Sarg - Islamische Bestattungen - Radio Bremen

Enshrouding dead body in a white cotton or linen cloth.

Islamic funeral - Wikipedia, the free encyclopedia

Die himmelsnahen Gefiederten sollen die menschlichen Knochen abknabbern? Huch wie unheimlich, nein: Luftbestattung wäre aber gar nichts für mich:

Himmelsbestattung

Bei den Parsen und anderen Zoroastriern ist es heute noch üblich, Leichname in runde Türme zu legen, wo Fleisch und Weichteile von Vögeln, z. B. Geiern oder Raben, gefressen werden.

Ursprünglich wurden die Leichname einzeln als „Sonnenbestattung“ an wasser- und pflanzenlosen, erhöhten Stellen auf Felsen abgelegt, die mit kleinen Mauern umgeben wurden. Diese Ummauerungen sollten verhindern, dass die Toten von Landraubtieren gefressen wurden, denn erwünscht war nur der Verzehr durch Vögel.

Dakhmah

Mir gefällt diese Idee, FriedWald, kennt ihr sicher bereits:
FriedWald ist eine alternative Form der Bestattung. Die Asche Verstorbener wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt, mitten in der Natur, an den Wurzeln eines Baumes.

So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsorten. Die Grabpflege übernimmt im FriedWald die Natur.

FriedWald - Die Bestattung in der Natur

Standorte | friedwald.de
 
E

ExitUser0090

Gast
Schon ein bisschen makaber.

13 weitere Grabfelder ähnlicher Art betreibt die DFG im Westen und Süden Deutschlands. In Niedersachsen ist sie nicht aktiv. „Ich halte es auch für schwerlich denkbar, dass es so weit kommt, denn laut Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar“, sagt Thorsten Bullerdiek, Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.
Aha, in Rheinland-Pfalz gibt es also eine andere Menschenwürde als in NDS. Den blöden Pfälzer kann man ruhig verscharren und den stolzen Niedersachsen nicht.
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
Den blöden Pfälzer kann man ruhig verscharren und den stolzen Niedersachsen nicht.

Aber nicht doch, der ach-so-stolze Niedersachse kann sich bei den praktisch veranlagten Rheinland-Pfälzern ebenfalls blöd verscharren lassen - marktwirtschaftliche Konkurrenz unter Bestattern sorgt da sozusagen für Grab-Migration.

Im Übrigen ist Wahlkampf ... in ein paar Wochen wird vermutlich auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund das unschlagbar preisgünstige pfälzische Kunststoffrohr-Konzept auch für Deutschlands größtes Bundesland im Nordwesten kleinlaut abnicken und dazu Herrn Bullerdiek entsprechend reden lassen.

Längst typisch norddeutsch: die Urne geschnitzt aus einem Block Steinsalz, und mit: Schiff ahoi! geht es auf die ewige Fahrt:
Die Urne mit der Asche darf auf Wunsch der verstorbenen Person von einem Schiff aus im Küstengewässer beigesetzt werden. Für die Seebestattung dürfen nur Urnen verwendet werden, die wasserlöslich und biologisch abbaubar sind und keine Metallteile enthalten. 4Die Urnen sind so zu verschließen und durch Sand oder Kies zu beschweren, dass sie nicht aufschwimmen können.

Bestattungsgesetz
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
Auf der ganzen Welt gibt es übrigens auch Menschen, die nicht (mehr) an eine unsterbliche Seele glauben möchten

Bestattungen und andere weltliche Feiern
Erst 1906 fanden sich wieder so viele frei denkende Personen zusammen, dass sie zunächst den "Verein der Freidenker für Feuerbestattung" und am 7. März 1907 die "Freidenker-Vereinigung Schweinfurt" gründen konnten. Es handelte sich hauptsächlich um Angehörige des Arbeiterstandes

bfg Bayern › Artikelverzeichnis › Freigeistige Rundschau

Auch viele nicht-religiöse Menschen schätzen eine würdige Trauerrede

Die BATF / Der BATF e.V.
Faith has always monopolized funerals. If you wanted a decent burial, the temple was the place to go, the shaman the man to pay. The arrival of scientific atheism in the 18th century only changed this somewhat.

The spirituality of Hitch's atheist funeral - The Globe and Mail

Atheistische Begräbnisse. Atheist funerals

Atheist Funeral Customs | Funeralwise
 

Piccolo

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juni 2010
Beiträge
1.586
Bewertungen
727
Mir gefällt diese Idee, FriedWald, kennt ihr sicher bereits:


FriedWald - Die Bestattung in der Natur

Standorte | friedwald.de


mir ebenso. oder das verstreuen der asche über einem blumenfeld oder von einem berggipfel.
bei uns in finnland kann man sich - wie auch in anderen nordischen ländern - eisbestatten lassen. dazu wird ein loch ins eis gebohrt und die urne samt blumenschmuck oder einer grabbeigabe dort hinein gestellt.
im laufe der zeit sinkt die urne immer tiefer hinunter.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe es im Länderspiegel auf ZDF gesehen.
Beschämend an der ganzen Sache ist auch noch, dass im jedem Rohr drei Urnen übereinander eingelassen werden.

Die ganze Geschichte finde ich absolut geschmacklos.
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
#10
ExitUser, du hast Recht. Wir haben Platz genug auch im dicht besiedelten Mitteleuropa, Wiesengelände genug, da muss es möglich sein, die Urnen auf Abstand in die Erde einzulassen und nicht übereinander.

Die kulturelle "Postmoderne" der Rücksichtslosigkeit, die erneuerte Barbarei.

Da waren unsere frühen Vorfahren kulturell schon mal weiter, vor 3000 Jahren war Urnenfeld noch Kultur:

Urnenfelderkultur

Historie Urne & Urnenbestattung: Urnenfelderkultur in Europa - Urnenshop

Symptomatisch. Man muss gar nicht unbedingt an ein Leben nach dem Tod glauben ... eine Gesellschaft, die einen Teil ihrer Verstorbenen tätig geringschätzt und missachtet, die verachtet auch einen Teil ihrer Gesellschaftsangehörigen.

Die einen Luxusvilla und Luxusgrab, die anderen Plattenbau und Dreifachurnen-Plastikröhre.

Die soziale Schicht der Unwürdigen ist kenntlich zu machen, die "Kaste der Unberührbaren" - seien ihre Angehörigen noch am Leben oder nicht.

Die Spaltung in reich und arm darf ungehemmt voranschreiten. Ist der Arme oder Arbeitslose nicht irgendwie selbst an seinem Schicksal schuld?

Gurus des schnellen Geldes raunen uns zu: gehöre zu den Gewinnern, mach mit beim Change-Prozess ...

Führung: Wie Change-Prozesse gelingen - Harvard Business Manager
 
P

Prek

Gast
Also mal ehrlich: mir ist herzlich egal, was mit meinem Körper nach dem Exitus passiert - ob im Sarg aus Deutscher Eiche oder in der Urne bestattet, ob von Tempelhunden zerrissen oder im Friedwald bestattet - oder eben im Plasikrohr.

Mir wäre viel wichtiger, dass meine Menschenwürde geschützt würde, solange ich lebe! Aber wenn das Plastikrohr ein größerer Aufreger ist als 8,19€ Stundenlohn in ner Leihbude - - na gut, jeder das, was ihm wichtig ist.
 
K

Kuhle Wampe

Gast
Also mal ehrlich: mir ist herzlich egal, was mit meinem Körper nach dem Exitus passiert - ob im Sarg aus Deutscher Eiche oder in der Urne bestattet, ob von Tempelhunden zerrissen oder im Friedwald bestattet - oder eben im Plasikrohr.

Mir wäre viel wichtiger, dass meine Menschenwürde geschützt würde, solange ich lebe! Aber wenn das Plastikrohr ein größerer Aufreger ist als 8,19€ Stundenlohn in ner Leihbude - - na gut, jeder das, was ihm wichtig ist.

Vielleicht ist es Deinen Angehörigen aber eben nicht egal.
Wie eine nominell so reiche Gesellschaft wie die Deutsche mit den "armen" Verstorbenen umgeht, das wirft ein bezeichnendes und äusserst schlechtes Licht auf sie. Da hat das Wort "Gesellschaft" seinen namen nicht verdient.

Falls meiner Frau oder meinen Kindern "vor" mir etwas zustossen sollte, ich würde alles einsetzen, dass sie nicht so würdelos verscharrt werden.
 
K

Kuhle Wampe

Gast
Symptomatisch. Man muss gar nicht unbedingt an ein Leben nach dem Tod glauben ... eine Gesellschaft, die einen Teil ihrer Verstorbenen tätig geringschätzt und missachtet, die verachtet auch einen Teil ihrer Gesellschaftsangehörigen.

Genau so sehe ich das auch.Eine Gesellschaft, die so handelt, obwohl eigentlich --richtig verteilt--Geld im Überfluss vorhanden ist, hat ihre eigene Existenz nicht mehr verdient.
 
E

ExitUser

Gast
Nachdem man so den ersten Wutanfall überwunden hat, reifen andere Gedanken:
1. Der Begriff "Rohrkrepierer", gewinnt in Deutschland eine neue und zynische Qualität!
2. Der Deutsche Bundestag findet ggf. auf engsten Raum einen Platz!

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Rohre aus fiskalischen Gründen länger ausgewählt werden und statt Grabearbeiten, eine Rohrramme kostensparend auf Friedhöfen ihren Einsatz findet.
Eine zynische Politik in der ganzen Breite, schafft konsequent auch einen pietätlosen Umgang mit Verstorbenen.

Eine Frage ist noch offen:
Eine soziale Beerdigung in Deutschland kostet wie viel? Wie viel Profit fällt hier für einen gierigen Bestatter ab?

Ach ja, noch eine Frage:
Wie viel Meter Rohr braucht es eigentlich für die SPD und die Grünen?
 

Old Way

Elo-User*in
Mitglied seit
25 August 2013
Beiträge
216
Bewertungen
138
Die neuen Feudal-Verhältnisse bilden sich in Friedhofssatzungen ab. Pädagogisch folgenreich, Welterklären auf dem Familienausflug: "Mein Kind, bewundere die Goldschrift der kostbaren Marmorsteine auf den Gräbern unserer verstorbenen kommunalpolitischen Hochgestellten - und ekle dich vor dem Grabfeld da drüben, dort in Staub und Schutt ruhen die zu Lebzeiten Unwürdigen und Unwerten, Arbeitslose und so."

Ist denn, o Kirchenchrist, der Arme nicht schuldhaft auf die Schliche Satans hereingefallen, ist denn der Reiche nicht näher herangelangt an die Gottheit?
Der theologische Determinismus hingegen, den z.B. Paulus, Augustinus (430) und Calvin (1509-1564) vertreten, läßt die menschlichen Handlungen von einem unbedingten Ratschluß Gottes abhängen (vgl. Prädestination).

Determinismus - Zeno.org
die von Gott nach absoluter Willkür getroffene Auswahl der einen zur Seligkeit, der andern zur Verdammnis (Prädamnation)

Prdestination - Zeno.org

#14
Genau so sehe ich das auch. Eine Gesellschaft, die so handelt, obwohl eigentlich -- richtig verteilt -- Geld im Überfluss vorhanden ist, hat ihre eigene Existenz nicht mehr verdient.

Ja, denn auch Widerborstigkeit ist eine Tugend - man sollte schon mindestens aus Dimensionen oder Facetten oder Milieus der bestehenden deutschen Gesellschaft aussteigen. Der Barbarei darf man sich verweigern.

Temporär, auf Zeit muss man das ja wahrscheinlich, um den Irrsinn gewissermaßen "von außen" zu betrachten - fähig werden zur Wissenschaftlichkeit heißt erlangte Befähigung zur Außenansicht (religiöse Fundamentalisten wollen verhindern, dass ihre Kinder eben das jemals können ... die amerikanische Christian Right gewinnt ebenso an Einfluss wie die islamisch argumentierende Gottesstaatbewegung oder die hinduistische Ultrarechte).

Religiöse Rechte

Auch an ihren allgemeinen Menschenrechten interessierte Nichtrevolutionäre sollten von Zeit zu Zeit üben, bestimmtes, gerechtes Miljöh ;-) (Milieu) zu fördern und andere, ausbeuterische Verhältnisse zu boykottieren, um nicht schon im Diesseits vermeidbar "in die Röhre zu schauen".

Prozesse bewusst unterstützen - oder aber ausbremsen. Emanzipatorisch-aufklärungshumanistische Lebenskunst ist es, zielgenau an der einen Stelle "Öl" im gesellschaftlichen "Getriebe" zu sein, an der anderen jedoch "Sand".

Die zutiefst antisoziale Zerpaltung der Gräberfelder in Arme und Reiche, die kleptokratisch lebende neue, nun selbst den Friedhof zerspaltende Apartheid bekundet, dass die globalen Herrschenden, ungeachtet aller ihrer, vor zur Schau gestelltem Mitgefühl triefenden, Kirchenbesuche oder Moscheebesuche eine "Ehrfucht vor dem Leben" gar nicht mehr interessiert.

Man lebe biophil statt nekrophil, und eine menschenrechtsuniversalistisch verstandene Lebensfreundlichkeit zeige sich auch an der Grabkultur:
In der Ethik wurde der Begriff von Rupert Lay mit Hinweis auf Fromm eingeführt: "Wir entscheiden uns also, die Erhaltung und Entfaltung des personalen Lebens als höchstes Gut festzustellen. Daraus folgt unmittelbar als kategorischer Imperativ: Handle stets so, dass du das personale Leben in deiner Person als auch in der Person eines jeden anderen Menschen eher mehrst denn minderst." Diese höchste Handlungsnorm, "das personale (soziale, emotionale, musische, sittliche, religiöse) Leben" eher zu entfalten als zu mindern, nennt Lay Biophilie-Postulat

Biophilie

#1
In Horrweiler wird gerade der Anfang gemacht.

Dieses Dorf - Horrweiler - als Reisender bewusst boykottieren, statt dessen hörbar begründet im entsprechenden Nachbarort ohne finanziell begründete Friedhofsapartheid als Tourist sein Geld ausgeben. Den Finanz-"Hahn" abdrehen ist die einzige Sprache, die auch Abzocker verstehen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten