• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Klimapolitik und soziale Gerechtigkeit

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

annette

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
21 Dez 2006
Beiträge
138
Gefällt mir
0
#1
Was läuft in der Debatte um die Klimakatastrophe falsch? Die Antworten von Ulrich Beck (nicht zu verwechseln mit Kurt Beck) bringen es eigentlich auf den Punkt. :icon_daumen:

"Klimapolitik bringt neue Ungleichheit"

INTERVIEW HANNES KOCH

taz: Herr Beck, Politik und Öffentlichkeit in Deutschland sind sich weitgehend einig, dass wir trotz des Klimawandels unser bisheriges Lebensmodell fortführen können. Marktwirtschaft, Wachstum und der Anspruch auf größeren Wohlstand stehen nicht in Frage. Teilen Sie den Optimismus?

Ulrich Beck: Nur zum Teil. Die befürchtete Klimakatastrophe und ihre politischen Konsequenzen können natürlich auch zu Lasten bestimmter Bevölkerungsgruppen gehen. In Großbritannien diskutiert man jetzt darüber, einen privaten Emissionshandel einzuführen. Jeder Bürger dürfte nur noch einen begrenzten Ausstoß von klimaschädlichem CO2 verursachen. Wer mehr verbrauchen will, müsste extra bezahlen. Arme Leute und solche, die ein knapp kalkuliertes Mittelschichtdasein führen, wären davon am meisten betroffen. Die könnten dann mit dem Auto nicht mehr hinfahren, wo sie wollen.
...

Lässt sich die Klimakrise bewältigen, wenn das alte Dogma des Wirtschaftswachstums bestehen bleibt?

Das Mengenwachstum der Produktion wird zunehmend problematisch. Die Spannung zwischen Klimaschutz und Wirtschaftswachstum ist nicht zu übersehen. In seinem Aufsehen erregenden Klima-Report bezeichnet der ehemalige Weltbank-Ökonom Nicholas Stern die globale Klimaveränderung als das größte Marktversagen in der Geschichte. Wenn wir weiter auf die Mechanismen des Marktes vertrauen, werden wir die Klimakrise nicht lösen. Dieser Punkt wird in der deutschen Diskussion noch viel zu wenig wahrgenommen. Auch die Grünen müssen ihr marktwirtschaftliches Kleindenken überprüfen und sich für die Perspektiven der großen Politik öffnen.

Wenn der Markt versagt hat - was kommt danach?

Mehr politische Regulierung, Gesetzgebung und Rahmensetzung durch die Staaten und internationalen Institutionen. Das fordern mittlerweile ja selbst die Konzerne. Weil die Unternehmen sich Sorgen um die künftige Stabilität ihrer Märkte machen, verlangen sie von den Regierungen eine wirksame Politik zum Schutz des Klimas. Das neoliberale Bündnis zwischen Konzernen und Regierungen, bei dem es um Deregulierung und die Schwächung des Staates ging, ist zerbrochen.
...

Quelle: http://www.taz.de/pt/2007/04/03/a0126.1/text.ges,1
 

Kaleika

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
4.326
Gefällt mir
365
#2
In der Debatte über Klimapolitik läuft sozusagen alles falsch!
Die Industrienationen verbrauchen die meisten Ressourcen und sorgen damit ausgerechnet bei den Allerärmsten für Umweltkatastrophen schlimmsten Ausmaßes. Wenn diese Menschen dann bei uns Schutz suchen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ abgewiesen oder in Lagern gefangen gehalten, obwohl der Wohlstand unserer Industriestaaten zu ihren persönlichen Lasten geht. Das kann kaum noch als gerecht bezeichnet werden! Damit wir heizen und Auto fahren können, geht durch die Klimakatastrophe in anderen Ländern das Licht aus und das Land unter!
Kaleika
 
E

ExitUser

Gast
#3
In der Debatte über Klimapolitik läuft sozusagen alles falsch!
Die Industrienationen verbrauchen die meisten Ressourcen und sorgen damit ausgerechnet bei den Allerärmsten für Umweltkatastrophen schlimmsten Ausmaßes. Wenn diese Menschen dann bei uns Schutz suchen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ abgewiesen oder in Lagern gefangen gehalten, obwohl der Wohlstand unserer Industriestaaten zu ihren persönlichen Lasten geht. Das kann kaum noch als gerecht bezeichnet werden! Damit wir heizen und Auto fahren können, geht durch die Klimakatastrophe in anderen Ländern das Licht aus und das Land unter!
Kaleika
So ist es.... aber da läuft noch viel mehr schief...
wenn man hört daß Amerikaner noch immer nicht mal Energiesparlampen nutzen....

wer interessiert sich denn wirklich für den Klimaschutz?
 

Chefkoch

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Mai 2007
Beiträge
5
Gefällt mir
0
#4
In der Debatte über Klimapolitik läuft sozusagen alles falsch!
Die Industrienationen verbrauchen die meisten Ressourcen und sorgen damit ausgerechnet bei den Allerärmsten für Umweltkatastrophen schlimmsten Ausmaßes. Wenn diese Menschen dann bei uns Schutz suchen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ abgewiesen oder in Lagern gefangen gehalten, obwohl der Wohlstand unserer Industriestaaten zu ihren persönlichen Lasten geht. Das kann kaum noch als gerecht bezeichnet werden! Damit wir heizen und Auto fahren können, geht durch die Klimakatastrophe in anderen Ländern das Licht aus und das Land unter!
Kaleika
Sicher sind die Industriestaaten hauptverantwortlich für den Klimawandel. Ich würde aber nicht sagen das die armen Länder am meisten davon betroffen sind. Zwar sind dort am meisten Menschen betroffen und natürlich auch durch Armut den Katastrophen mehr ausgeliefert als wir, trotzdem denke ich das auch hier in Europa noch einiges auf uns zukommen wird und auch muss, den bisher hat sich leider nicht viel im Bewusstsein des einzelnen geändert. Und solange sich dort nix tut, passiert auch in der Politik nix. Jedes Land hat die Regierung die es verdient :mad:
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten