Kleingewerbe (Nebengewerbe) noch ohne Einnahmen und nun? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

silvermoon

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Hallo,

ich beziehe ALG II und habe nun ein Kleingewerbe angemeldet. Einnahmen habe ich bisher keine, muss ja zuerst einmal dafür sorgen, dass ich bekannt werde.

Es handelt sich dabei um mobile Kleintierbetreuung. Sprich: Ich versorge 1x am Tag Tiere direkt vor Ort bei deren Besitzer, wenn dieser bspw. in Urlaub, auf Dienstreise etc. ist.

Ich denke nicht, dass ich damit monatlich einen großen Gewinn erzielen kann, es ist eher als kleiner Zuverdienst gedacht. Angemeldet habe ich es aber dennoch, damit man mir da nichts anhaben kann.

Was genau muss ich denn nun in dem EKS-Formular für das Jobcenter ausfüllen? Wie gesagt, Einnahmen sind noch keine in Sicht und ich wäre schon zufrieden, wenn es monatlich nur 50 Euro wären. Besser als nichts.

Da ich den Kunden eine km-Pauschale berechnen muss, interessiert mich auch, wie sich diese dann mit dem Jobcenter verhält? Ich meine, dies ist ja nicht wirklich ein Verdienst, da ich ja auch mein Benzin bezahlen muss.

Habe schon einige Artikel hier im Forum gelesen, aber weiß dennoch nicht genau, was ich nun da angeben muss. Wenn ich keine Einnahmen habe, kann man mir ja auch nichts abziehen und ich kann heute noch keine Angaben darüber machen, wie hoch der Verdienst beispielsweise in 2 Monaten sein wird. Wie gesagt, ich muss ja erstmal "Werbung" machen.

Apropos Werbung: Da hatte ich schon Ausgaben für Visitenkarten. Also liege ich im Minus und nicht im Plus. Muss man bei einem Kleingewerbe eine Gewinn- und Verlustrechnung bei der Arge vorlegen? Ich möchte ja keinen Zuschuss und auch nicht selbständig werden, es soll einfach nur ein kleines Zubrot werden.
 

Pfiffi

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Vorläufige EKS ausfüllen, Verluste werden nicht vom JC übernommen.
 

silvermoon

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Vorläufige EKS ausfüllen, Verluste werden nicht vom JC übernommen.
Also das heißt: Die Benzinpauschale die ich einnehme, wird mir auch angerechnet?
Welchen Wert gebe ich denn als Verdienst bei der EKS an?
Wie gesagt, ich weiß ja noch gar nicht, wann ich erstmals überhaupt einen Auftrag erhalte.
 

Onkel Melker

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Mach das doch so, wie in Deiner Einnahme-Überschuss-Rechnung fürs Finanzamt. Da hast Du ja auch Betriebseinnahmen und -ausgaben.
 

silvermoon

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Mach das doch so, wie in Deiner Einnahme-Überschuss-Rechnung fürs Finanzamt. Da hast Du ja auch Betriebseinnahmen und -ausgaben.
Wie gesagt, ich habe das Kleingewerbe erst angemeldet und noch gar nichts eingenommen und auch nicht mit dem Finanzamt Verbindung aufgenommen. Was muss ich da denn nun tun? Die Frau bei der Stadt sagte mir, die kämen auf mich zu.
 
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Wie gesagt, ich habe das Kleingewerbe erst angemeldet und noch gar nichts eingenommen und auch nicht mit dem Finanzamt Verbindung aufgenommen. Was muss ich da denn nun tun? Die Frau bei der Stadt sagte mir, die kämen auf mich zu.
Das Finanzamt meldet sich bei dir.

Ich würde bei Einnahmen 0 Euro schreiben. Du kannst ja nicht angeben, was du nicht weißt. Bei Ausgaben würde ich 50 Euro rein schreiben.

Vorteil, die können so nichts kürzen.
Nachteil, man könnte dir trotz Gewerbe was Sinnloses aufdrängeln.
 

silvermoon

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Das Finanzamt meldet sich bei dir.

Ich würde bei Einnahmen 0 Euro schreiben. Du kannst ja nicht angeben, was du nicht weißt. Bei Ausgaben würde ich 50 Euro rein schreiben.

Vorteil, die können so nichts kürzen.
Nachteil, man könnte dir trotz Gewerbe was Sinnloses aufdrängeln.
Okay gut.
Naja, man muss ja erstmal von mir erfahren. Das habe ich nun mit einer kostenlosen Webseite getan und kostenlosen Inseraten. Außerdem warte ich auf meine Visitenkarten, die aber erst in 3 Wochen geliefert werden.
Denke ohnehin nicht, dass ich monatlich mehr als 50 Euro einnehmen werde vorerst. Die Urlaubszeit ist vorbei und regelmäßige Aufträge werden somit auch nicht gegeben sein.
Aber ich dachte mir halt, besser nur 50 Euro als gar nichts.
Nebenbei mache ich derzeit noch ein Fernstudium, welches vom Jobcenter gefördert wird.
 

silvermoon

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Eine Frage habe ich noch: Welches Formular genau muss ich nun einreichen?:icon_kinn:
Hier gibt es ja mehrere Downloads zum Thema "Einkommen".
 

franzi

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Wenn du längerfristig in diesem Kleinbetrags-Bereich dümpelst, könnte man dir Liebhaberei unterstellen. Dann besteht die Gefahr einer Schätzung. Da würde ich dann das Gewerbe lieber wieder abmelden, wenn du keinen Gewinn erwirtschaftest.
 

silvermoon

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Wenn du längerfristig in diesem Kleinbetrags-Bereich dümpelst, könnte man dir Liebhaberei unterstellen. Dann besteht die Gefahr einer Schätzung. Da würde ich dann das Gewerbe lieber wieder abmelden, wenn du keinen Gewinn erwirtschaftest.
Naja, dass sowas nicht gleich läuft, ist ja klar. Aber ich wollte eben kein Risiko eingehen und habe es zuerst angemeldet, ehe ich dafür werbe.:icon_mued:
 

alpha

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Naja, dass sowas nicht gleich läuft, ist ja klar. Aber ich wollte eben kein Risiko eingehen und habe es zuerst angemeldet, ehe ich dafür werbe.:icon_mued:
Ist auch richtig, steuertechnisch auf der sicheren Seite, Du hast ca. 3J. bis FA Dir Liebhaberei unterstellen könnte (lt. Urteil). Du musst EKS ausfüllen (erstmal als ne Art Vorschau, was nicht sicher ist weglassen, da ansonsten für jeden Betrag Belege angefordert werden). Dann nach Ende Bew. Abschn. wird die abschl. EKS abgegeben. Lade Dir das zeug auf AfA Seite runter da ist auch ne Ausfüllhilfe dabei :icon_smile:
 

silvermoon

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Ist auch richtig, steuertechnisch auf der sicheren Seite, Du hast ca. 3J. bis FA Dir Liebhaberei unterstellen könnte (lt. Urteil). Du musst EKS ausfüllen (erstmal als ne Art Vorschau, was nicht sicher ist weglassen, da ansonsten für jeden Betrag Belege angefordert werden). Dann nach Ende Bew. Abschn. wird die abschl. EKS abgegeben. Lade Dir das zeug auf AfA Seite runter da ist auch ne Ausfüllhilfe dabei :icon_smile:
Gut. Vielen Dank. :icon_daumen:
Aber was bedeutet "Liebhaberei" eigentlich genau?
 

alpha

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Liebhaberei

Als Liebhaberei ist die Tätigkeit eines Steuerpflichtigen zu verstehen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Die Tätigkeit dient damit nicht primär der Erzielung von (positiven) Einkünften, sondern wird aus persönlichen Gründen oder aufgrund persönlicher Neigungen vom Steuerpflichtigen betrieben. Bei der Liebhaberei liegt folglich keine wirtschaftlich relevante auf die Erzielung von positiven Einkünften gerichtete Tätigkeit vor. Damit ggf. anfallende Verluste mit anderen Einkünften ausgeglichen werden können, ist zu ermitteln, ob diese Tätigkeit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgt oder als Liebhaberei steuerlich nicht berücksichtigt werden darf. Andernfalls sind aus der Liebhaberei resultierende „Einkünfte“ nicht steuerbar, negative Einkünfte können folglich nicht mit positiven Einkünften anderer Einkunftsarten ausgeglichen werden.
 

silvermoon

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Liebhaberei

Als Liebhaberei ist die Tätigkeit eines Steuerpflichtigen zu verstehen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Die Tätigkeit dient damit nicht primär der Erzielung von (positiven) Einkünften, sondern wird aus persönlichen Gründen oder aufgrund persönlicher Neigungen vom Steuerpflichtigen betrieben. Bei der Liebhaberei liegt folglich keine wirtschaftlich relevante auf die Erzielung von positiven Einkünften gerichtete Tätigkeit vor. Damit ggf. anfallende Verluste mit anderen Einkünften ausgeglichen werden können, ist zu ermitteln, ob diese Tätigkeit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgt oder als Liebhaberei steuerlich nicht berücksichtigt werden darf. Andernfalls sind aus der Liebhaberei resultierende „Einkünfte“ nicht steuerbar, negative Einkünfte können folglich nicht mit positiven Einkünften anderer Einkunftsarten ausgeglichen werden.
Dankeschön.
Naja, ich würde mich ja freuen, wenn es denn irgendwann mal richtig laufen würde. Ich habe im Netz eine Katzenbetreuerin gefunden, die diese Tätigkeit hauptberuflich ausübt. Aber das kommt natürlich am Ende auch wieder auf das Gebiet an, in dem man lebt.
Wie ist mittlerweile eigentlich die Hinzuverdienstgrenze, bei der nichts angerechnet werden darf? 100 Euro?
 
E

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Wenn du längerfristig in diesem Kleinbetrags-Bereich dümpelst, könnte man dir Liebhaberei unterstellen. Dann besteht die Gefahr einer Schätzung. Da würde ich dann das Gewerbe lieber wieder abmelden, wenn du keinen Gewinn erwirtschaftest.
Liebhaberei wird für das Finanzamt nur zum Problem, wenn man durch das Gewerbe Steuern spart, ohne erkennen zu lassen, dass man damit tatsächlich in erster Linie Einkommen erzielen will.
Deshalb wird bei Betriebsgründung und negativem Einkommen der Steuerbescheid zumeist vorläufig ausgestellt.
Den TE sollte das aber nicht interessieren.

Für das Jobcenter spielt Liebhaberei genau genommen gar keine Rolle.
Für sie zählt nur der Gewinn und dessen Höhe. Bleibt der Gewinn aus oder ist er auf Dauer niedrig, wird man dich zu Bewerbungsbemühungen verpflichten.
 

silvermoon

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Liebhaberei wird für das Finanzamt nur zum Problem, wenn man durch das Gewerbe Steuern spart, ohne erkennen zu lassen, dass man damit tatsächlich in erster Linie Einkommen erzielen will.
Deshalb wird bei Betriebsgründung und negativem Einkommen der Steuerbescheid zumeist vorläufig ausgestellt.
Den TE sollte das aber nicht interessieren.

Für das Jobcenter spielt Liebhaberei genau genommen gar keine Rolle.
Für sie zählt nur der Gewinn und dessen Höhe. Bleibt der Gewinn aus oder ist er auf Dauer niedrig, wird man dich zu Bewerbungsbemühungen verpflichten.
Nunja, ich bewerbe mich ja eh weiterhin und zudem mache ich noch das Fernstudium, welches ich vom Jobcenter bewilligt bekam. Zu meinem Sachbearbeiter habe ich ein gutes Verhältnis. Deshalb denke ich, dass ich bezüglich der Bewerbungsbemühungen keine Probleme haben werde.
Meine Angst ist nur, dass die mir ein Einkommen schätzen, was ich gar nicht habe und mir am Ende was angerechnet wird, was nicht vorhanden ist.
 

franzi

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Es kann auch passieren, dass du Ärger mit dem Gewerbeamt bekommst (ist mir damals so passiert).

Nachdem mein Gewerbe nach zwei Jahren immer noch keinen Gewinn abwarf, der über die Höhe eines Taschengeldes hinaus ging, meldete ich mein Gewerbe wieder ab.

Beim Gewerbeamt ist man nicht erfreut, wenn jemand ein Gewerbe abmeldet. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Mir wurde dann unterstellt, ich würde das Gewerbe offiziell abmelden und dies dann schwarz weiter betreiben.

Ich musste eine ausführliche Begründung schreiben, aus welchen Gründen ich das Gewerbe abmelden möchte.
 

silvermoon

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Wie ist das denn nun: Was gebe ich denn in dem Formular als Bewilligungszeitraum an? Die aktuelle Bewilligung der Bedarfsgemeinschaft läuft ja noch bis zum 31.12.2012.
 

Mollmops

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[...] zudem mache ich noch das Fernstudium, welches ich vom Jobcenter bewilligt bekam.
Glückunsch. Was habe ich gekämpft so etwas genehmigt zu bekommen. Pustekuchen.

Wie ist das denn nun: Was gebe ich denn in dem Formular als Bewilligungszeitraum an? Die aktuelle Bewilligung der Bedarfsgemeinschaft läuft ja noch bis zum 31.12.2012.
Dann trägst du das als "bis"-Datum ein und bei "von" setzt du das Datum der Gewerbeanmeldung ein, falls das innerhalb des aktuellen Bewilligungszeitraumes lag.
 

silvermoon

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Glückunsch. Was habe ich gekämpft so etwas genehmigt zu bekommen. Pustekuchen.
Mein erster Sachbearbeiter sagte damals auch, es ginge nicht. Als ich dann den nächsten SB hatte, schlug ich es nebenbei mal so vor und er war hellauf begeistert. Wie man sieht, alles SB-Sache! :icon_kotz:


Dann trägst du das als "bis"-Datum ein und bei "von" setzt du das Datum der Gewerbeanmeldung ein, falls das innerhalb des aktuellen Bewilligungszeitraumes lag.
Ok, vielen Dank.:icon_smile:
 
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