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Kleine Gewerkschaften bald ohne Streikrecht?

XxMikexX

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Deutschland droht Chaos: Die Lokführer streiken. die Piloten wollen dies ebenfalls. Arbeitsministerin Andrea Nahles plant, die Macht der Zwergengewerkschaften zu beschneiden – ein brisanter Plan.

Tarifstreit : Kleine Gewerkschaften bald ohne Streikrecht? - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT


Gerade die kleinen Gewerkschaften sind für ihre Mitglieder sehr erfolgreich. Das ist den Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Die SPD ist aber sofort da um den geplagen Arbeitgebern beizustehen.:icon_motz:
 
E

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Gast
Je mehr kleine Gewerkschaften den DGB-Gewerkschaften Konkurrenz machen, desto besser, denn die letzteren stecken mit den Arbeitgebern schon seit längerer Zeit unter einer Decke. Man hätte sich gewünscht, manche Politiker würden sich mehr gegen die Aushöhlung geltender Tarifverträge durch Leiharbeit einsetzen. Aber so etwas darf man natürlich nicht von der SPD erwarten, denn diese verfolgt ja gerade, wie man in dem Artikel nachlesen kann, das gegenteilige Ziel. Was in Hinsicht Aushöhlung der Branchentarifverträge durch Leiharbeit von den DGB-Gewerkschaften zu erwarten ist, haben diese erst vor Kurzem eindrucksvoll dadurch gezeigt, dass sie den Tarifvertrag mit der Zeitarbeitsbranche gleich um mehrere Jahre verlängert und so den Leiharbeitern den gesetzlichen Anspruch auf die gleiche Bezahlung wie sie der Stammbelegschaft der Entleihbetriebe zusteht, dauerhaft verbaut haben.
 

pinguin

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Und BVerfG wie EuGH werden u. U. sagen? Streikrecht für alle gemäß nationalem oder EU-recht zulässigen Gewerkschaften. Da kann es gar keine Ausnahme geben. Ist eine Gewerkschaft lt. Gesetz legal, haben ihre Mitglieder automatisch auch Streikrecht, so sie dieses gewerkschaftlich organisieren.

Allerdings darf kein Streik den Fortbestand eines Unternehmens gefährden, weshalb vor einem potentiellen Streik, der erst nach erfolgloser Durchführung aller nichtstreikbezogenen Maßnahmen legal ist, alle relevanten Firmendaten betreff Jahresumsatz, Gewinn, Steuern etc. der betreffenden Gewerkschaft ungeschönt bekanntzugeben sind.
 

Roter Bock

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Wie war es denn bei den christlichen Gewerkschaften? Der Fortbestand Ihrer Tarifverträge scheiterte, weil sie fast keine Mitglieder hatten.

Der Umkehrschluss. Kein Lokführer, kein Pilot, kein Flugbegleiter tritt der "Gleichmachergewerkschaft im DGB" bei. Dann werden deren Tarifverträge angreifbar.

Roter Bock
 
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Wie war es denn bei den christlichen Gewerkschaften? Der Fortbestand Ihrer Tarifverträge scheiterte, weil sie fast keine Mitglieder hatten.

Der Umkehrschluss. Kein Lokführer, kein Pilot, kein Flugbegleiter tritt der "Gleichmachergewerkschaft im DGB" bei. Dann werden deren Tarifverträge angreifbar.

Roter Bock
Das hilft auch nichts - schau dir mal die Zeitarbeitsbranche an, da ist kaum einer Mitglied in irgendwelcher Gewerkschaft und trotzdem nimmt der DGB für sich in Anspruch, einen Tarifvertrag für die ganze Branche abzuschließen, nur damit die Arbeitgeber nicht dem Equal Pay-Grundsatz ausgesetzt werden.
 

pinguin

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Das ist Schade, denn sonst könnten die Mitarbeiter paar Drecksbuden selbst dicht machen :icon_mrgreen:
Und dann, mal weitergedacht? Welchen Sinn hat es, sich den eigenen Job wegzurationalisieren?

Und, übrigens, "Drecksbuden" ist doch wohl ein Fehlgriff in der Wortwahl?
 

utafu

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Mimimimi :icon_cry:

Mindestlohn??? da sollten wir uns nicht einmischen...das ist Sache der Gewerkschaften...

Aber jetzt geht die Einmischung seitens der Regierung auf einmal :icon_hihi:
 

XxMikexX

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Nahles verspricht Streikrecht ohne Einschränkungen



Andrea Nahles verteidigt ihr Gesetz zur Tarifeinheit, das eine weitere Zersplitterung der Gewerkschaften verhindern soll. Die Arbeitsministerin verspricht zwar, das Streikrecht nicht anzutasten - doch die Ärztevertreter vom Marburger Bund glauben ihr nicht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tarifeinheit-nahles-verspricht-streikrecht-ohne-einschraenkungen-a-999659.html


Da war man aber schnell mit dem Gesetzentwurf. Die SPD schränkt das Streikrecht ein, man will es nur nicht zugeben!
 

XxMikexX

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Sie erhielten das Dreifache eines durchschnittlichen Ägypters. Dennoch legten die Handwerker im Tal der Könige 1159 v. Chr. die Arbeit nieder – und zwangen den Pharao unsanft in die Knie.

Arbeitskampf: Privilegierte streikten schon vor 3000 Jahren - Nachrichten Geschichte - DIE WELT


Interessanter Ausflug in die Geschichte, obwohl mir die Überschrift gar nicht gefällt.

Man stelle sich vor, damals hätte es den DGB bzw. Verdi gegeben, dann wäre dies wohl nie passiert.:biggrin:
 

Peter H.

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Mediale und politische Hetzjagd auf die Gewerkschaft der Lokführer

Der mediale und politische Mainstream wettert gegen die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) und ihren Chef, wie zuvor nur gegen Putin in der Ukraine-Krise. Doch die GdL führt einen Arbeitskampf für die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer.
Ein Lokführer mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung erhält laut Tarifvertrag 3010,00 Euro Brutto. Das ergibt Netto zwischen 2.200 und 1.950 Euro für einen jahrzehntelangen Knochenjob mit Schicht- und Wochenenddienst und die Verantwortung für das Leben von Hunderten. Damit verdienen sie im „Hochlohnland Deutschland“ signifikant weniger als Lokführer in Frankreich, Italien oder Spanien.

"Männer mit Macht und Schnurrbart waren schon immer Shit" die Twitterschau zum #GDL-#Streik http://
sz.de/1.2205421
Mediale und politische Hetzjagd auf die Gewerkschaft der Lokführer | RT Deutsch
 
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Wie war es denn bei den christlichen Gewerkschaften? Der Fortbestand Ihrer Tarifverträge scheiterte, weil sie fast keine Mitglieder hatten.
Nee, der scheiterte, weil vom Bundesarbeitsgericht damals festgestellt wurde, daß diese Banditen "nicht tariffähig" sind u. außerdem eine Pseudogewerkschaft.

:wink:
 
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Nee, der scheiterte, weil vom Bundesarbeitsgericht damals festgestellt wurde, daß diese Banditen "nicht tariffähig" sind u. außerdem eine Pseudogewerkschaft.
... ja und warum waren die "nicht tariffähig" und eine Pseudogewerkschaft?
Weil sie fast keine Mitglieder hatten.

Oder habe ich das falsch verstanden?
 

XxMikexX

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Der GDL-Chef hat vorerst Putin als Hassfigur abgelöst.


Die mediale Hetze ist quer durch die ganze Presselandschaft zu beobachten. Sogar noch schlimmer als die Wulff-Kampange.


Das ist sicher kein Zufall und zeigt wie gleichgeschaltet die Presse schon ist.



Mich würde interessieren wer den Startknopf für so eine übergreifende Kampange drückt.
 

libertad

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ich find den Artikel im Spiegel interessant, wegen dem Thema Bestechlichkeit oder Unbestechlichkeit.
Auch die Frage nach Solidarität und Kampfbereitschaft hängt damit zusammen
Bahn-Streik: Ein Dank an die Lokführer

Eine Kolumne von Jakob Augstein

Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung.
Der Bahnstreik ist kein Skandal - sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.

Bahn-Streik: Der Lokführer-Arbeitskampf ist ein Geschenk - SPIEGEL ONLINE
 

ThisIsTheEnd

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Typisch sPD. Immer ganz vorne mit dabei, wenn es gegen Arbeitnehmerrechte geht.

Sie haben es beschlossen. Ab Juli soll es in Kraft treten.

BERLIN afp/dpa | Der Bundestag hat am Freitag das umstrittene Gesetz zur Tarifeinheit beschlossen. Für das Gesetz votierten in namentlicher Abstimmung 448 Abgeordnete, 126 stimmten dagegen, 16 Parlamentarier enthielten sich. Das Gesetz soll im Sommer in Kraft treten, mehrere Berufsgewerkschaften haben allerdings schon Verfassungsklage angekündigt.
https://www.taz.de/Abstimmung-im-Bundestag/!160357/
 

solidaritätskrise

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Tarifstreit : Kleine Gewerkschaften bald ohne Streikrecht? - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT


Gerade die kleinen Gewerkschaften sind für ihre Mitglieder sehr erfolgreich. Das ist den Arbeitgebern ein Dorn im Auge. Die SPD ist aber sofort da um den geplagen Arbeitgebern beizustehen.:icon_motz:
Richtig. Kaum scheint in Deutschland so etwas wie eine Gewerkschaft zu entstehen, wird sie von den Politikern mit Gesetzen 'geschwächt'.
Der DGB ist schon seit den 80er Jahren ein Instrument der Wirtschaft und dient dazu, die Arbeitnehmer besser kontollieren zu können. Sie werden praktisch dahin gelinkt, wo sie die Arbeitgeber gern haben.
Aber immerhin ist schon mal der Anfang gemacht, echte Gewerkschaften zu gründen.
Ich persönlich werde der GDL wenn möglich, beitreten, um sie zu stärken.

Ihr kennt ja die Sprüche der Politiker: "Wir halten uns aus der Tarifautonomie raus".
Das tun sie nur, wenn sie wissen, dass die Unternehmer einen Nutzen haben.
Wenn die also Gewerkschaften 'schwächen', dann kann man diese Gewerkschaften durchaus ernst nehmen.

Meine Solidarität mit der GDL.:icon_daumen:
 

XxMikexX

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Wie schnell dieses "Projekt" durchgezogen wurde, ist schon bemerkenswert!

Auf die SPD ist verlaß.:biggrin:
 

ThisIsTheEnd

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Interessantes Detail: Bei der sPD gab es eine "Nein" Stimme. Das sind 0,52% der Fraktion. Bei der CDU gab es tatsächlich 15 "Nein" Stimmen. Das entspricht 5,88%. Tante Nahles hat die Fraktion auf Kurs gebracht. Danke sPD!

Tarifeinheitsgesetz

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag das umstrittene Tarifeinheitsgesetz beschlossen. Gegenstimmen kamen allerdings auch aus den Reihen von Union und SPD.
http://www.abgeordnetenwatch.de/tarifeinheitsgesetz-1105-730.html
 

Bananenbieger

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Typisch SelbstverliebteParteibonzenDeutschland

Dieser Lobbyismus :icon_sleep::icon_eek:
 

Der Ratlose

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Ich verstehe jetzt nicht wo das Problem ist.

So wie der Bundestag das jetzt gemacht hat, ist es doch ganz so wie es sich die leute in realen Sozialismus vorstellen.

Vorbild ist da doch Schweden.

Möglichst nur große Betriebe mit extremen sozialistischen staatlichen Einfluss und auf der anderen Seite auch nur eine große Gewerkschaft mit einem extremen sozialistischen Einfluss.

Und der Arbeitnehmer hat zu gehorchen, den der Staat, also die Sozialisten wissen was das beste für das Volk ist.

Es hat doch auch keiner von euch aufgeschrien als Nahles den Mindestlohn durchgeboxt hat, ein mindestlohn der lediglich dazu dient das komplette Lohngefüge nach unten zu ziehn.

Ich kann es nur immer wieder wiederholen, in diesem Land bekommt jeder das was ihm zusteht.
 
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