Klein aber teuer! (Irrsinn) (1 Betrachter)

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mittlere Hirnhaelfte

Elo-User*in
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Ich hab mir lange überlegt ob ich das Thema hier anspreche oder nicht. denn für einige Betroffene könnte es durchaus ein Schlag ins Gesicht sein.

Ich nächgtige in einer Pension (Obdachlosenunterkunft) und da meine Kostenübernahme Ende des Monats ausläuft war ich heute beim Amt um mir die neue Kostenübernahme zu holen. Zu meiner Verwunderung wurden die angemessenen Kosten pro Tag um 1% erhöht. Begründet mit steigenden Energiekosten.

Jedenfalls hab ich mir mal ausgerechnet was das Amt mir pro m² bezahlt.

Ich bewohne ein Zimmer mit 22m² rechts neben mit liegt wie auf der Weltkarte Polen und hinter mit liegt ein Mensch der seine Rente in 718 Bier ausbezahlt bekommt.

Bewilligt wurden 11,78 € pro Tag
das macht im Monat 353,40 €
bei 3 Personen im Zimmer sind das 1060,20 €

Bei 22m² macht das unglaubliche 48,19 € je m² im Monat.

Das sollte sich mal durch den Kopf gehen lassen wenn ein SB sich unbedingt in den Kalender geschrieben hat jemanden aus seinen eigenen 4 Wänden zu vertreiben.

Ich wünsche keinem dass er in die gleiche Situation kommt wie ich, aber ich bin mir sicher ich werde diese Berechnungen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung in die Argumentation mit einbeziehen.

Gibts eventuell ähnliche Erfahrungen in anderen Teilen des Landes?
 

gerda52

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Dann lies mal hier, irgendwo muss die Kohle für Nobelkarossen ja herkommen.
 

olivera

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mit 11-78 liegt der tagessatz der unterkunft ja noch niedrig - kein betreuuungspersonal vor Ort, keine Scheinprogramme und -konzepte beim Unterkunftsanbieter (Träger), die ihm (noch) höhere Abrechnungssätze erlauben? Wobei ja 3 Personen auf 22 m² wohl gegen jede Angemessenheit verstoßen... - Käfighaltung nennt sich sowas evtl. im "Trägerjargon"?

Es wird jedenfalls schon "gutes Geld gemacht " im Bereich der "Sozialen Dienstleistungen", und dennoch schaffen es genügend Anbieter, noch in die Pleite zu wirtschaften... - trotz zweifelhaft überhöhter Kosten.

Andererseits: Solange Du Deinem SB/PaP nicht gerade Vetternschaft mit dem Unterkunftsbetreiber ( und deshalb bewußte Ansteuerung von Obdachlosigkeit bei "seinen Kunden") vorwerfen kannst, dürfte auch dein Interesse sogar gen noch höhere Kosten tendieren: man stelle sich vor, die Obdachlosigkeit kommt den Kostenträger (ArGe/Kommune) günstiger. das würde erst recht Anreiz schaffen, Obdachlosigkeit zu produzieren :icon_sad:
 

wolliohne

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mittlerehirnhälfte,

du erzählst uns nichts wirklich neues.
schriftl.Antrag auf angemessene Wohnung stellen,du hast einen Anspruch darauf.
Oder zur nächsten Beratungstelle,Gewerkschaft,örtl.(noch soziale)Partei
 

Berenike1810

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Hartz-IV-Empfänger hat Recht auf eine Wohnung

Bezieher von Arbeitslosengeld II können von einer Behörde nicht gezwungen werden, in einem Obdachlosenheim zu leben. Das entschied das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen. Geklagt hatte ein Mann, der nach vorübergehender Obdachlosigkeit in eine Wohnung gezogen war. Für ihn hat der Beschluss aber einen Haken.

Hartz-IV-Empfänger müssen nicht in einer Obdachlosenunterkunft bleiben,.........:icon_klatsch:

Welt online

Urteil: Hartz-IV-Empfänger hat Recht auf eine Wohnung - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
 
E

ExitUser

Gast
Hänschen Rosenthal:

Sie sind der Meinung, das ist

...Spitze!

:icon_kotz:

Ich hab mir lange überlegt ob ich das Thema hier anspreche oder nicht. denn für einige Betroffene könnte es durchaus ein Schlag ins Gesicht sein.

Ich nächgtige in einer Pension (Obdachlosenunterkunft) und da meine Kostenübernahme Ende des Monats ausläuft war ich heute beim Amt um mir die neue Kostenübernahme zu holen. Zu meiner Verwunderung wurden die angemessenen Kosten pro Tag um 1% erhöht. Begründet mit steigenden Energiekosten.

Jedenfalls hab ich mir mal ausgerechnet was das Amt mir pro m² bezahlt.

Ich bewohne ein Zimmer mit 22m² rechts neben mit liegt wie auf der Weltkarte Polen und hinter mit liegt ein Mensch der seine Rente in 718 Bier ausbezahlt bekommt.

Bewilligt wurden 11,78 € pro Tag
das macht im Monat 353,40 €
bei 3 Personen im Zimmer sind das 1060,20 €

Bei 22m² macht das unglaubliche 48,19 € je m² im Monat.

Das sollte sich mal durch den Kopf gehen lassen wenn ein SB sich unbedingt in den Kalender geschrieben hat jemanden aus seinen eigenen 4 Wänden zu vertreiben.

Ich wünsche keinem dass er in die gleiche Situation kommt wie ich, aber ich bin mir sicher ich werde diese Berechnungen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung in die Argumentation mit einbeziehen.

Gibts eventuell ähnliche Erfahrungen in anderen Teilen des Landes?
 

Piccolo

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erfahrungen hier sind vergleichbar.
z.b. wird für einen platz im kolpinghaus 350 euro bezahlt. unterbringung in einem 2bettzimmer von ca 18-20 qm. zuschlag für die wöchentliche reinigung durch eine putzfrau nochmal 20 euro.
wird von der arge anstandslos gezahlt.
allerdings legt das kolpinghaus wert darauf dass die bewohner sich nach einer wohnung umsehen. das haus versteht sich als vorübergehende notunterkunft z.b. auch für haftentlassene.
durchschnittliche wohndauer dort etwa 3 bis 4 monate.
 
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