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Klage GdB, Vergleich annehmen?

E

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  Th.Starter/in  
#1
Hallo,

ich habe eine Vergleichsangebot vom Landkreis. Demnach würde ich einen GdB von 30 erhalten.

Da ich aufgrund meiner Behinderung nie gearbeitet habe und trotz zweier guter Abschlüsse keine Stelle finde, muss ich jetzt abwägen: Ist es sinnvoller weiter zu klagen oder das Angebot anzunehmen?

Welche konkreten Vorteile böte eine Gleichstellung bei der Suche nach einem geeigeneten Arbeitsplatz?

Wer hat hier Erfahrungen gemacht? Besonders interessant fände ich auch, wie das Recht auf Inklusion umgesetzt wird.
 

Hartzeola

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#2
Hi,

die Vorteile eines Schwerbehindertenausweises beginnen mit 50 GdB mit einem Merkzeichen...
 
E

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  Th.Starter/in  
#3
Hi,

die Vorteile eines Schwerbehindertenausweises beginnen mit 50 GdB mit einem Merkzeichen...
Einen SBA gibt es doch erst ab 50 GdB.

Ab 30 GdB ist allerdings eine Gleichstellung mit Schwerbehinderten möglich. Wer damit Erfahrungen hat, möge sich melden.
 

Goldfield

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#4
Hallo,
Also da diese dir schon 30 Angeboten haben, dürfen die meines wissens nach selbst wenns zur Klage kommt, nicht mehr niedriger gehen, also zu verlieren hast du nichts.
Ob es sinnvoll ist, solltest du am besten mit deinen Ärzten reden ob diese hinter dir stehen, zudem dauert eine Klage sehr lange, vermutlich noch mit einer Begutachtung, vorgestern schrieb hier jemand erst, das diese nur auf den Termin der Begutachtung 3 Monate wartet, da wäre zu überlegen ob es nicht Sinn macht, nach einer Zeit einen Verschlimmerungsantrag zu stellen und dann wieder Widerspruch, was schneller geht als der Klageweg, so machen es einige u.a auch ich machte es so, fing bei 30 an bin nun bei 60 unbefristet und aktuell läuft noch ein Widerspruch.
Wenn man genug Geduld, Nerven und die Ärtzte hinter sich hat, kann man es machen, ich hab zwar die Ärtzte hinter mir, aber nicht die Nerven und Geduld um Jahre einen Kampf zu führen.
Vielleicht hab ich das irgendwann mal...

@ Hartzeola
Man hat auch manche Vorteile bei einer Gleichstellung, zumindest auf dem Papier und bei einem GDB von 50 ohne Merkzeichen.

Gleichstellung:
Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

GDB von 50 ohne Merkzeichen:
GdB 50
  • Schwerbehinderteneigenschaft
  • Steuerfreibetrag 570 €
  • Bevorzugte Einstellung, Beschäftigung
  • Kündigungsschutz
  • begleitende Hilfe im Arbeitsleben
  • Freistellung von Mehrarbeit
  • Zusatzurlaub von einer Arbeitswoche
  • Schutz bei Wohnungskündigung
  • Vorgezogene Pensionierung Beamter mit 60
  • Altersrente mit 60 bzw. 63 ( näheres regelt der § 236a "Altersrente für Schwerbehinderte" im SGB (Sozialgesetzbuch) )
  • Befreiung von der Wehrpflicht (weggefallen durch die Aussetzung der Wehrpflicht)
  • Sonderregelungen für Lehrer nach § 8 bay. Lehrerdienstordnung
  • Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung für Behinderte in Werkstätten
  • Besondere Fürsorge im öffentlichen Dienst
  • Abzugsbetrag bei Beschäftigung einer Haushaltshilfe: 924 €
  • Abzug eines Freibetrages bei der Einkommensermittlung im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung bei Pflegebedürftigkeit: 2.100 €
  • Freibetrag beim Wohngeld bei Pflegebedürftigkeit i. S. d. § 14 SGB XI: 1.200 €
  • Ermäßigung bei Kurtaxe (je nach Ortssatzung)
Nachteilsausgleich-Grad der Behinderung (GdB) - Versorgungsamt - Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
 
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#5
Du brauchst doch nur googeln z.B. "schwerbehinderung gleichstellung".
Wenn du denkst, dass eine Schwebehinderung ein Vorteil bei der Jobsuche ist, ist dem nicht so! Beim Öffentlichen Dienst kanns es einer sein aber die Quoten sind eben auch häufig erfüllt und so werden halt andere eingestellt. Der Öffentliche Dienst ist halt auch keine Sammelstelle für schwerbehinderte und gleichgestellte. Du schreibst ja selber, dass du wegen der Behinderung nie gearbeitet hast. Dann stell dir mal die Frage wer wohl eine Anstellung findet "Der mit Berufserfahrung oder der ohne", sieht wohl eindeutig aus oder?
Die Firmen müssen ja auch keine Schwerbehinderten einstellen und drücken sich halt mit Zahlungen, wenn sie die Quote nicht erfüllen.
Ich bin selber schwerbehindert (GDB 90+G und B)und es hilft definitiv nicht bei der Jobsuche, da nützt oft auch eine gute Ausbildung nichts, wenn halt die Berufserfahrung fehlt.

Wenn du schon am googeln bist "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit", da stehen die GDB's drinn.
Darf mann fragen wofür der GDB von 30% erteilt wurde?
 
E

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#6
Hallo,
Ob es sinnvoll ist, solltest du am besten mit deinen Ärzten reden ob diese hinter dir stehen, zudem dauert eine Klage sehr lange, vermutlich noch mit einer Begutachtung, vorgestern schrieb hier jemand erst, das diese nur auf den Termin der Begutachtung 3 Monate wartet, da wäre zu überlegen ob es nicht Sinn macht, nach einer Zeit einen Verschlimmerungsantrag zu stellen und dann wieder Widerspruch, was schneller geht als der Klageweg, so machen es
Das Problem ist, dass mein Arzt aufgrund der vielen Patienten nur noch Zwei-Minuten-Termine macht und mich gar nicht richtig kennt.

Es steht eine weitere Diagnostik bei einer Uniklinik an. Da hätte ich dann ja Material für einen Verschlimmerungsantrag, wenn es da Ergebnisse gibt.
 
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#7
Du brauchst doch nur googeln z.B. "schwerbehinderung gleichstellung".
Wenn du denkst, dass eine Schwebehinderung ein Vorteil bei der Jobsuche ist, ist dem nicht so! Beim Öffentlichen Dienst kanns es einer sein aber die Quoten sind eben auch häufig erfüllt und so werden halt andere eingestellt. Der Öffentliche Dienst ist halt auch keine Sammelstelle für schwerbehinderte und gleichgestellte. Du schreibst ja selber, dass du wegen der Behinderung nie gearbeitet hast. Dann stell dir mal die Frage wer wohl eine Anstellung findet "Der mit Berufserfahrung oder der ohne", sieht wohl eindeutig aus oder?
Die Firmen müssen ja auch keine Schwerbehinderten einstellen und drücken sich halt mit Zahlungen, wenn sie die Quote nicht erfüllen.
Ich bin selber schwerbehindert (GDB 90+G und B)und es hilft definitiv nicht bei der Jobsuche, da nützt oft auch eine gute Ausbildung nichts, wenn halt die Berufserfahrung fehlt.
Tante Google erzählt viel. Ich hätte hier gerne den Austausch mit Betroffenen.

Es gibt nach UN-Behindertenrechtskonvention ein Recht auf Inklusion in den Arbeitsmarkt. Das könnte auch für dich interessant sein. Kann man auch Googlen, aber du weißt es trotzdem nicht :wink:?!
 

Goldfield

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#8
Das Problem ist, dass mein Arzt aufgrund der vielen Patienten nur noch Zwei-Minuten-Termine macht und mich gar nicht richtig kennt.

Es steht eine weitere Diagnostik bei einer Uniklinik an. Da hätte ich dann ja Material für einen Verschlimmerungsantrag, wenn es da Ergebnisse gibt.
Falls es "nur" ein Hausarzt ist, darauf geben diese sowieso nicht viel, solltest schon einen Facharzt hinter dir haben.
Wenn es ein Facharzt ist und du Widerspruch einlegst, solltest du ja sämtliche Unterlagen anfordern, dann wirst du auch sehen, was dieser denen mitgeteilt hat, daraus erkennt man oftmals schon ob dieser hinter einem steht oder nicht, da diese ja angeschrieben werden.

Das wäre eine Möglichkeit, jenachdem was bei der Uniklinik raus kommt, im übrigen viele denken es geht beim Versorgungsamt nur nach Diagnosen das stimmt so nicht, bei denen geht es mehr darum was du für Einschränkungen hast, das musste denen genau beschreiben, ich kam da immer auf paar Seiten.
Also jede Einschränkung bis ins kleinste Detail beschreiben.
 
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#9
Kannst dich ja bei Bewerbungen auf die "UN-Behindertenrechtskonvention" berufen, wunder dich aber nicht, wenn es trotzdem nichts wird mit der Arbeit!
Bin ich etwa kein Betroffener , nur weil mein GDB höher als 30% oder 40% ist und ich somit nicht betroffen bin? Die Erfahrungen sind deshalb aber trotzdem nicht anders.
 
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#10
Kannst dich ja bei Bewerbungen auf die "UN-Behindertenrechtskonvention" berufen, wunder dich aber nicht, wenn es trotzdem nichts wird mit der Arbeit!
Bin ich etwa kein Betroffener , nur weil mein GDB höher als 30% oder 40% ist und ich somit nicht betroffen bin? Die Erfahrungen sind deshalb aber trotzdem nicht anders.
Auch dein Beitrag ist willkommen!

Das ist halt die Frage. Rechtsanspruch auf Arbeit bedeutet, dass ich eine geeignete Stelle vermittelt bekomme, wenn ich selber keine finde. Hier im Forum erzählte mal jemand, dass man in Frankreich dann bei den Behörden eine Stelle bekommt.

Die Konvention ist in Deutschland noch nicht umgesetzt. Da müssen Betroffene jetzt Präzedenzfälle schaffen, indem sie bis auf europäische Ebene klagen.
 
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#11
Die Konvention ist in Deutschland noch nicht umgesetzt. Da müssen Betroffene jetzt Präzedenzfälle schaffen, indem sie bis auf europäische Ebene klagen.
Der Gedanke ist ja lobenswert ,aber wie lange wird die daraus resultierende Umsetzung in Landesrecht wohl dauern. Ich stimme dir da vollkommen zu, dass mehr getan werden muss für "Behinderte". Mir fehlt aber der Glaube daran, dass ich es noch vor Renteneintritt erleben werde. (bin mitte 40)

Du hast ja laut UN auch ein Recht auf freie Berufswahl und sehe dir mal hier im Forum manche EGV's an wie das gehandhabt wird und das ist auch Gesetz!! Kannst dich ja mal bei Andrea Nahles beschweren, die ist nämlich auch schwerbehindert, die wird da aber auch nichts tun.
 
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#12
Du hast ja laut UN auch ein Recht auf freie Berufswahl und sehe dir mal hier im Forum manche EGV's an wie das gehandhabt wird und das ist auch Gesetz!!
Das ist auch im Grundgesetz verbürgt.

Es kann auch ein Lebensinhalt sein, seine Rechte durchzusetzen. Besser als vor dem Fernseher zu versumpfen oder in die innere Immigration zu flüchten, ist das allemal.
 
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#13
Es kann auch ein Lebensinhalt sein, seine Rechte durchzusetzen.
Was meinst du denn warum ich dieses Forum hier nutze?
Das die "freie Berufswahl" im GG steht ist mir selber klar, sollte ja nur als Beispiel dienen wie z.B. UN Recht in Landesrecht umgesetzt sein kann und der Auslegung durch den Gesetzgeber inklusive Aushöhlung durch das SGB.
 

Doppeloma

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#14
Hallo en Jordi,


zunächst meine Frage, was heißt denn das Versorgungsamt habe dir einen "Vergleich" angeboten ... geht es noch um einen Widerspruch (da gibt es keine Vergleiche) oder bereits um eine Klage am SG ???

Ob dieser GdB zutreffend sein kann, ist von hier aus kaum zu beurteilen, ist es dein Erstantrag auf Feststellung eines Behindertengrades ???

Das ist halt die Frage. Rechtsanspruch auf Arbeit bedeutet, dass ich eine geeignete Stelle vermittelt bekomme, wenn ich selber keine finde. Hier im Forum erzählte mal jemand, dass man in Frankreich dann bei den Behörden eine Stelle bekommt.
Ich habe auch mit GdB 30 angefangen, nach meiner Harz-OP hat mir das aber (ohne Diskussionen mit dem Amt) auch zugestanden (lt. amtlicher GdB-Richtlinien) dann habe ich bei der Afa die Gleichstellung beantragt und auch ohne Probleme bewilligt bekommen.

Allerdings war ich im festen Arbeitsverhältnis, neue Arbeit gesucht habe ich selber damit nicht mehr aber die Aussichten sind nicht wirklich "rosig" zu nennen und der erhöhte Kündigungsschutz (bei vorhandener Gleichstellung und/oder bereits mit Ausweis ab GdB 50) ist für die potenziellen AG eher eine "Bedrohung" als ein Einstellungsgrund.

Ansonsten ist GdB 30 nicht wirklich "was wert" für gar nichts ... und die Gleichstellung bringt nur was für ein bestehendes Arbeitsverhältnis, wird auch bei Anträgen von Arbeitslosen nur ungerne erteilt, gilt bei der AfA /JC als "Vermittlungshemmnis" ...

Ein gesetzlich verankertes Recht auf Arbeit gibt es nicht in D, das könnte der Arbeitsmarkt ja auch gar nicht abdecken, wenn jeder der arbeiten möchte auch Anspruch auf einen Arbeitsplatz notfalls einklagen könnte :icon_kinn: ... das gilt für Behinderte genau wie für nicht Behinderte ...

Unterstützung für die Suche/Integration (neumodisch Inclusion) kannst du dir eventuell beim zuständigen Integrationsamt holen, aber den passenden /machbaren Arbeitsplatz können die dir auch nicht "backen" ... :icon_neutral:

Tut mir leid, wenn du mehr positives dazu erwartet hattest aber eigentlich ist das Thema ja hier schon häufiger diskutiert worden, ob es "sich lohnt Behindert / Schwerbehindert zu sein" um besser zu Arbeit zu kommen ... nein, es "lohnt sich nicht" ...

MfG Doppeloma
 
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#15
Hallo en Jordi,
zunächst meine Frage, was heißt denn das Versorgungsamt habe dir einen "Vergleich" angeboten ... geht es noch um einen Widerspruch (da gibt es keine Vergleiche) oder bereits um eine Klage am SG ???

Ob dieser GdB zutreffend sein kann, ist von hier aus kaum zu beurteilen, ist es dein Erstantrag auf Feststellung eines Behindertengrades ???
Hallo,

wenn du mal in die Überschrift schaust, hast du deine 1. Frage schon beantwortet. Ich habe anfangs nur 20 GdB bekommen.

Ja, Erstantrag. Nein, die medizinische Beurteilung ist hier auch nicht gefragt :wink:.

Na ja, die Gleichstellung ermöglicht schon eine umfangreicherer Förderung was Eingliederungshilfen angeht. Abgesehen davon ermöglicht sie vielleicht das eine oder andere Vorstellungsgespräch, was sonst nicht zustande kommt.

Das Recht auf Inklusion ist ja noch recht neu. Da wird sich der Gesetzgeber etwas einfallen lassen müssen. Im Bereich der Bildung tut sich da derzeit eine Menge. Klar, wenn man alle direkt sagen, - gibt es nicht, ist doch egal, wenn ich arbeitslos bin, wird sich auch nichts tun.

Es geht mir ja jetzt erstmal darum, ob ich den Vergleich jetzt annehme oder es auf ein Gutachten ankommen lasse. Im meinem Fall scheint aber der einzige Unterschied zwischen Gleichstellung und Schwerbehinderung der zusätzliche Urlaubsanspruch zu sein.
 

Doppeloma

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#16
Hallo en Jordi,

wenn du mal in die Überschrift schaust, hast du deine 1. Frage schon beantwortet. Ich habe anfangs nur 20 GdB bekommen.
OK erwischt, auch ich übersehe mal was ... kann ich aber mit leben ...:wink:

Ja, Erstantrag. Nein, die medizinische Beurteilung ist hier auch nicht gefragt :wink:.
Es hat aber schon Bedeutung dafür, ob man überhaupt eine gerichtliche Begutachtung ansetzen wird, der Vergleichsvorschlag lässt da eher nicht drauf schließen ... dass man diese Kosten bei Gericht auf sich nehmen möchte ... betrachte das mal von dieser Seite.

Na ja, die Gleichstellung ermöglicht schon eine umfangreicherer Förderung was Eingliederungshilfen angeht. Abgesehen davon ermöglicht sie vielleicht das eine oder andere Vorstellungsgespräch, was sonst nicht zustande kommt.
Noch hast du die Gleichstellung aber nicht, das wird ja erst von der AfA (nach Antragstellung) entschieden und bei Arbeitslosen Antragstellern eher abgelehnt ... vielleicht auf "Option" , dass man dir bei Vorlage einer Einstellungszusage (die das erfordern würde vom AG) dann den Bescheid dazu erstellt ...

Bei Behinderung oder Drohung von Behinderung sind Eingliederungsbeihilfen meines Wissens nicht vom konkreten Behinderungsgrad oder gar der Gleichstellung abhängig.

Die Gleichstellung dient im Prinzip nur der (besseren) Sicherung eines vorhandenen Arbeitsplatzes, einen GdB unter 50 braucht man einem potenziellen AG ja nicht mal mitzuteilen, der bringt in der Arbeitswelt üblicherweise gar nichts weiter ...

Die Mähr von der bevorzugten Einstellung von Schwerbehinderten und/oder Gleichgestellten hat noch nicht viele in Arbeit gebracht ... dafür soll eigentlich besonders der öffentliche Dienst zugänglich sein, die versuchen aber eher Mitarbeiter mit Einschränkungen auch aus dem Dienst zu entfernen ...

Es geht mir ja jetzt erstmal darum, ob ich den Vergleich jetzt annehme oder es auf ein Gutachten ankommen lasse. Im meinem Fall scheint aber der einzige Unterschied zwischen Gleichstellung und Schwerbehinderung der zusätzliche Urlaubsanspruch zu sein
Machst du das Verfahren alleine oder mit Anwalt /Sozialverein (verzeih wenn du das auch schon irgendwo geschrieben hattest) dann solltest du dich dazu noch mal beraten lassen ... je nach Schwere deiner Einschränkungen solltest du vielleicht aktuell den Vergleich annehmen und in ca. 6 Monaten einen Verschlimmerungsantrag stellen.

Inzwischen beantragst du bei der AfA die Gleichstellung, das geht ja unabhängig von einander... zu den Wirkungen einer Gleichstellung wurde dir ja auch schon was verlinkt, die bewirkt hauptsächlich nur den erhöhten Kündigungsschutz.

Ich gehe mal davon aus, dass du auch bei gerichtlicher Begutachtung den Schwerbehinderten-Ausweis noch nicht erreichen wirst, wenn man dir aktuell (vermutlich auf Anregung des Richters, damit das Verfahren beendet werden kann) GdB 30 anbietet ... da bliebe dann auch weiterhin zunächst nur die Gleichstellung und später ein neuer Antrag an das Versorgungsamt ...

Führst du das Verfahren weiter, hast du vorläufig eigentlich gar nichts, denn mit GdB 20 bekommst du auch keine Gleichstellung ... für ein "besseres Ergebnis" nach einer Begutachtung gibt es keine Garantien und an das aktuelle Angebot ist das Versorgungsamt dann auch nicht mehr gebunden ...

MfG Doppeloma
 
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#17
Ich wünsche dir, dass dein Kampf erfolgreich ist.
Ich habe mir meine Blessuren geholt- ich bin derzeit resigniert.
Allerdings bin ich auch den Weg der Zuverdienststellen gegangen, sprich, Arbeit in Betrieben den Möglichkeiten entsprechend statt Werkstatt für Behinderte.
 
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#18
An deiner Stelle würde ich die Gleichstellung nicht beantragen, weil sie wohl eher abgelhnt würde (es entstehen ja zusätliche Hemmnisse für die Vermittlung in Arbeit). Ich würde stattdessen regelmäßig meinen Arzt aufsuchen wegen der Beschwerden die du hast. Wenn du dann in Arbeit kommst und die Probezeit vorbei ist bzw. der Vertrag entfristet ist, kannst du ja immer noch einen Verschlimmerungsantrag stellen und hast dann eventuell deinen SBA. Falls du dann wieder keinen SBA bekommst stellst du halt den Antrag für die Gleichstellung. Ich gehe stark davon aus, dass du nur einen "grünen SBA" bekommst, der dir nicht wirklich viel bringt solange du nicht in Arbeit bist.
Der Vorteil des SBA ist nur mehr Urlaub, Pauschbetrag, Befreiung Mehrarbeit,Sitzplatz anspruch und "verbesserter Kündigungsschutz".
Der genannte Urlaub ist aber eingentlich dafür gedacht seine Arzttermine wahrnehmen zu können ohne dafür den eigentliche Urlaub nutzen zu müssen.
 

Dark Vampire

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#19
Gleichstellung gibt es eh nur wenn man einen Job hat, vorher nicht.
Also nutzt das jetzt nichts vorher.
 

Goldfield

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#20
Auch der grüne Ausweis bringt was, wenn man nicht in Arbeit ist zb. Vergünstigungen beim Eintritt in Schwimmbäder ect. oder zb.für die Hälfte mit dem Fernbus fahren:
Wir bieten Schwerbehinderten (mindestens 50 GdB) bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises eine Ermäßigung von 50% auf den Fahrpreis
FAQ

Auch die Bahn bietet einen Rabatt ab einen GDB von 70 ohne MZ auch übrigens EM Rentner bei der Bahncard:
Ermäßigte Hauptkarten erhalten
Rentner wegen voller Erwerbsminderung und Schwerbehinderte (ab GdB 70).
DB Bahn: Die BahnCard für Senioren und mobilitätseingeschränkte Reisende

Viele wissen das nur nicht, ich hab durch den grünen Ausweis schon den einen oder anderen Euro gespart.
 
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#21
Ich habe mir die Ermäßigung bei Fernbussen mal angesehen, da ich selbst vor einigen Wochen überlegt hatte, eine Reise zu unternehmen.

Teilweise waren die Kosten HÖHER als ohne Ausweis.
Da habe ich mich auch gefragt, welchen Sinn die Hervorhebung da hat.

Und, nein, ein Ausweis bringt in den wenigsten Kommunen Vorteile. Da braucht es schon Merkzeichen, die einen "tatsächlich" als eingeschränkt im Vergleich zu Gleichaltrigen auszeichnen.
 

Goldfield

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#22
Ich habe mir die Ermäßigung bei Fernbussen mal angesehen, da ich selbst vor einigen Wochen überlegt hatte, eine Reise zu unternehmen.

Teilweise waren die Kosten HÖHER als ohne Ausweis.
Da habe ich mich auch gefragt, welchen Sinn die Hervorhebung da hat.

Und, nein, ein Ausweis bringt in den wenigsten Kommunen Vorteile. Da braucht es schon Merkzeichen, die einen "tatsächlich" als eingeschränkt im Vergleich zu Gleichaltrigen auszeichnen.
Ich hab andere Erfahrungen macht, mir bringt der Ausweis auch ohne MZ Vorteile, wie oben beschrieben. weiß ja nicht bei welchem Fernbus du geschaut hast, bei dem Unternehmen das ich verlinkt habe klappt das.

Auch zb.fürs Fussballstadion oder oder, das Deutschlandweit, zumindest in denen wo ich war, das waren einige zb. FC Bayern 50%, kriegt man Vergünstigungen auf den Eintritt.
Wie geschrieben, ich hab schon einige Euros dank des grünen Ausweises gespart.
 
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#23
Auch der grüne Ausweis bringt was, wenn man nicht in Arbeit ist zb. Vergünstigungen beim Eintritt in Schwimmbäder ect. oder zb.für die Hälfte mit dem Fernbus fahren:
FAQ

Auch die Bahn bietet einen Rabatt ab einen GDB von 70 ohne MZ auch übrigens EM Rentner bei der Bahncard:
DB Bahn: Die BahnCard für Senioren und mobilitätseingeschränkte Reisende

Viele wissen das nur nicht, ich hab durch den grünen Ausweis schon den einen oder anderen Euro gespart.
Und wiegt das Ersparte die Verschlechterung bei der Jobsuche auf? Ich denke nicht und die paar Vergünstigungen , die ja noch freiwilig sind bringens dann auch nicht. Ich gehe mal bei ihm davon aus , dass er nicht regelmäßig die Bahn oder Fernbusse nuzt zumal er dan ja den GDB von 50% bräuchte für Ermäßigungen und das sehe ich so noch nicht.
Ich habe ihm ja geschrieben, dass er den GDB in den Begutaqchtungsrichtlinien entnehmen hann, er schreibt ja Tante Google ist geduldig oder?
Bei dir liegt der Fall ja ganz anders.
Er wird mit Sicherheit nicht mit 30% EU Rentener und macht sich noch Hoffnung auf Arbeit, das sei ihm auch gegönnt.

Die Bahncard ist mir eigentlich egal, weil Merkzeichen G+B bei mir vorhanden sind und ich eh nicht ICE+IC fahre. Ich nutze halt RE usw bzw. Fernbusse.
 

Goldfield

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#25
Und wiegt das Ersparte die Verschlechterung bei der Jobsuche auf? Ich denke nicht und die paar Vergünstigungen , die ja noch freiwilig sind bringens dann auch nicht. Ich gehe mal bei ihm davon aus , dass er nicht regelmäßig die Bahn oder Fernbusse nuzt zumal er dan ja den GDB von 50% bräuchte für Ermäßigungen und das sehe ich so noch nicht.
Ich habe ihm ja geschrieben, dass er den GDB in den Begutaqchtungsrichtlinien entnehmen hann, er schreibt ja Tante Google ist geduldig oder?
Bei dir liegt der Fall ja ganz anders.
Er wird mit Sicherheit nicht mit 30% EU Rentener und macht sich noch Hoffnung auf Arbeit, das sei ihm auch gegönnt.
War auf diesen Satz bezogen, den ich dann wohl falsch verstanden habe:
Ich gehe stark davon aus, dass du nur einen "grünen SBA" bekommst, der dir nicht wirklich viel bringt solange du nicht in Arbeit bist.
 
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#26
Noch hast du die Gleichstellung aber nicht, das wird ja erst von der AfA (nach Antragstellung) entschieden und bei Arbeitslosen Antragstellern eher abgelehnt ... vielleicht auf "Option" , dass man dir bei Vorlage einer Einstellungszusage (die das erfordern würde vom AG) dann den Bescheid dazu erstellt ...

Bei Behinderung oder Drohung von Behinderung sind Eingliederungsbeihilfen meines Wissens nicht vom konkreten Behinderungsgrad oder gar der Gleichstellung abhängig.
Danke für die umfangreichen Beiträge!

Das mögen die Agenturen oft so handhaben. Der Gesetzgeber sieht es aber ausdrücklich vor, dass auch Erwerbslose gleichgestellt werden, die aufgrund der Arbeitsmarktsituation, die in meiner Branche und Gegend eh katastrophal ist, benachteilig sind. Ich sehe es mal so: Es verursacht erstmal keine Kosten. Warum sollten sie sich da querstellen? Zudem gibt es Gutachten von der Agentur, die so viele Ausschlusskriterien enthalten, dass ich eigentlich keine Arbeit mehr finden kann.

Die Fördermöglichkeiten für Gleichgestellte sind sehr viel umfangreicher und für längere Zeiträume möglich. Die größere Wahrscheinlichkeit, eingeladen zu werden, wäre auch nicht zu verachten.

Es ist immer ein zweischneidiges Schwert. In der Reha haben sie teilweise versucht, die Behinderung zu verheimlichen oder runterzuspielen. Das führt natürlich auch dazu, dass Vorurteile zementiert werden. Hätte ich damals schon den GdB beantragt, wäre ich heute vermutlich weiter.
 

saurbier

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#27
Hallo en Jordi,

ich hab jahrelang (seit 1998) eine Bescheinigung vom Versorgungsamt über 30% gehabt.

Die hab ich unmittelbar nach meiner BU-Verrentung erhalten.

Also mit den 30% kannst du zwar steuerlich ein paar Euro beim Finanzamt sparen (310,-€/Jahr), aber mehr ist nicht.

Sicher kannst du damit auch die Gleichstellung erreichen, welche ab 30% gegeben ist.

Solltest du eine Arbeitsstelle angeboten bekommen, dann kannst du damit entsprechende Fördermittel seitens der BA beantragen, die ggf. einem Arbeitgeber zusätzlich eine Einstellung schmackhaft machen könnte, womit sich die Aussichten erhöhen könnten. Muss aber nicht sein.

Also ich würde da heute nicht unbedingt mit Gewalt weiter klagen.

Ich sehe es wie Doppeloma, lieber in einem halben Jahr nochmals einen Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt stellen, wenn es gesundheitlich schlechter geworden ist.

Du darfst nicht vergessen, eine Klage kann auch nach hinten los gehen, denn dann werden deine gesundheitlichen Einschränkungen nochmals auf den Prüfstand gestellt und mit Sicherheit ganz genau unter die Lupe genommen.

Mein Verschlimmerungsantrag in 2012 ging binnen 3 Monaten durch und da kamen Sachen bei raus die mir gar nicht bekannt waren, bzw. die ich bereits voll verdrängt hatte weil als alltäglich akzeptiert (zeitweise Sehbeeinträchtigung, Wahrnehmungsstörungen bei Hören).

Zutreffend ist natürlich, dass ein SchwerBausweis ab 50% mit entsprechenden Merkzeichen auch in finanzieller Hinsicht einiges bringt, vor allem aus steuerlicher Sicht wenn Merkzeichen wie "H" und "aG" wohlmöglich auch "Begleitperson" vermerkt sind. Da kann man mit bis zum ca. 4.000,-€ steuerlicher Erleichtung rechnen und auch mit öffentlichen Verkehrmitteln billiger Fahren, sowie zu öffentlichen Veranstaltungen vergünstigten Eintritt erhalten. Aber um vom Steuervorteil etwas zu haben, muss man auch genug Rente erhalten, sonst verpufft das alles. Was z.B. nützt es mir 15.000km im Jahr beim Finanzamt an Privatfahrten absetzen zu können, eben wegen der gesundheitlichen Einschränkungen gem. Ausweis, wenn ich nur 900,-€ Rente plus 450,-€ Minijob als Einkommen habe, wohl nicht weil ich keine Steuern zahlen muss. Das ist die Realität.



Gruss saurbier
 
E

ExitUser

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#28
Also ich würde da heute nicht unbedingt mit Gewalt weiter klagen.

Ich sehe es wie Doppeloma, lieber in einem halben Jahr nochmals einen Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt stellen, wenn es gesundheitlich schlechter geworden ist.
Ja, das war ja auch mein erster Gedanke. Es wird nicht unbedingt schlechter, aber durch die weitere Diagnostik werde ich hoffentlich bessere Argumente haben, die Beeinträchtigungen auch zu belegen. Leider sind aus meiner Jugend keine Unterlagen erhalten, obwohl ich sehr lange in der Klinik war. Das hat man damals nicht ernstgenommen.

Ich werde mich noch gründlich mit meiner Therapeutin und anderen Stellen beraten. Das Gericht hat mir vier Wochen Bedenkzeit gegeben.
 
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#29
@saurbier

Die Merkzeichen AG bzw. H gehen aber auch mit einen Verlust an Lebensqualität einher.
Mein Vater hatte (verstorben) AG, RF und B und täglich zweimal den Pflegedienst an den Hacken und wie du schreibst eben auch eine geringe Rente und somit ist der "Steuervorteil" egal. da reißt es auch nichts raus wenn man auf Behinderten Parkplätzen parken kann, wenn das Auto selber nicht mehr genutzt werden kann.

Meine Mutter hat Merkzeichen H, G, RF und B und es nutzt nicht wirklich viel, weil sie in der Bewegungsfreiheit (fast blind,Hüftleiden) so eingeschränkt ist, dass sie halt nur in Begleitung die Wohnung verlassen kann und das auch nur kurz. Da nützten dann auch die "Vorteile" der Nachteilsausgleiche nicht wirklich was. Diese Bewegungsfreiheit wird sich erkauft durch Einnahme von starken Schmerzmedis wie Tilidin 200 zwei bis dreimal täglich (Leber und Niere nehmen dadurch auch Schaden). Demnächst wird wohl mal in Hinsicht auf Blindengeld hingearbeitet und was nutzt das Geld dann meiner Mutter.

Die 3700€ kommen ja sehr häufig auch nur den Angehörigen zu Anrechnung beim Finanzamt,weil der Betroffene halt selten einer Erwerbstätigkeit nachkommt.

Als mein Vater noch lebte, wohnte ich zur Untermite bei meinen Eltern und heute halt bei meiner Mutter (machte bzw. macht die Pflege einfacher) im Haushalt hatten wir einen GDB von 290% verteilt auf drei Personen, heute sind es halt nur 190% auf zwei Personen.
Im Punkte Nachteilsausgleiche bin ich durch meine Erfahrungen der letzten Jahre überversorgt und halte sie häufig für überflüssig, weil sie halt nicht grundsätzlich was bringen für den Betroffenen.

Für mich gibt es natürlich auch Einschränkungen, weil bei der Partnersuche ist es nicht wirklich hilfreich einen solchen Klotz am Bein zu haben.

@en Jordi

Ich will dir hier nicht den Trööt klauen, sondern dich nur an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.
 
E

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#30
Ich habe jetzt den Vergleich angenommen.

Das wird zwar noch etwas dauern, bis der neue Bescheid kommt, aber muss ich den GdB von 30 dann dem Jobcenter melden?


Früher war das immer eine Frage im Weiterbewilligungsantrag.
 

Muzel

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#31
Wenn ein Vergleich angeboten wird, hat die Behörde nachgegeben. Also würde ich den Vergleich annehmen. Aber vorher bei allen beteiligten Ärzten Rücksprache nehmen. Hast du alle ärztliche Unterlagen?
 
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