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Klage Arbeitsgericht vorbereiten?

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KAPPESHAMM

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#1
Hallo Leutz,

ich benötige zur Vorbereitung einer Klage beim Arbeitsgericht noch Informationen, und zwar:

AG Zeitarbeit, war der Meinung, dass bestimmte Stunden nicht bezahlt werden müssen, wurde zu meinen Gunsten geklärt und vereinbart, dass Gehalt zu einem bestimmten Tag überwiesen werden sollte. Wurde nicht überwiesen, wie ich dann drei Tage später feststellte. An diesem Tag wurde mir telefonisch hoch und heilig versichert, aber jetzt, jetzt ginge nun endlich das leider vergessene Gehalt raus.

Wenn das so gewesen wäre, hätte es gestern (Dienstag) auf meinem Konto sein müssen, war es aber nicht, so dass ich davon ausgehe, dass man mir auch jetzt wieder nicht das Geld überwiesen hat. Langsam reicht es jetzt, ich bin mittlerweile entschlossen, am Donnerstag Klage beim Arbeitsgericht einzureichen. Da die RS-Versicherung Erstberatung zahlt, ist vorher noch ein Termin beim Anwalt (der mir aber wohl nur Allgemeines sagen wird).

Meine Fragen:

Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Süddeutschland. Eingestellt und disponiert hat mich die Geschäftsstelle meines Wohnortes. Ist es richtig, dass ich das Arbeitsgericht wählen muss, das für meinen Wohnort zuständig ist?

Der AG ist mit der Gehaltszahlung seit dem 21.9.2007 in Verzug. Soweit ich weiß, kann ich für die seitdem vergangene Zeit Verzugszinsen geltend machen. In welcher Höhe ist das möglich?

Ich wäre sehr dankbar, wenn hier trotz des Feiertages die eine oder andere kompetente Antwort erfolgen würde.
 

listche

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#2
Zuständig ist das Arbeitsgericht an deinem Wohnsitz.
Ich würde aber vorher auch noch mal bei deiner Krankenkasse vorbei gehen, und mich erkundigen, ob der AG auch alle Beiträge abgeführt hat.

Gruß Listche
 

KAPPESHAMM

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#3
Zuständig ist das Arbeitsgericht an deinem Wohnsitz.
Danke für die Bestätigung, dann ist das wohl so in Ordnung. Wäre ja wohl auch ein bisschen dämlich, wenn ich nach Süddeutschland reisen müsste, um Klage einzureichen.
Ich würde aber vorher auch noch mal bei deiner Krankenkasse vorbei gehen, und mich erkundigen, ob der AG auch alle Beiträge abgeführt hat.
Um auszuschließen, dass da schon eine Insolvenz des AG im Hintergrund läuft, oder warum?

Weiß jemand auch noch was wegen der Verzugszinsen? Wenn es auch wahrscheinlich kein hoher Betrag wird, aber so könnte ich wenigstens einen Teil der Gerichtskosten reinholen, denn die muss ich in der ersten Instanz selbst bezahlen.
 

ladydi12

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#4
Hallo Kappesham,

warum erwirkst du keinen Titel gegen deinen Ex-AG und läßt ihn pfänden? Sowas kannst du beim Arbeitsgericht gleich mitbeantragen...
Die Vereinbarung hast du doch sicherlich auch schriftlich..oder?
Sowas verleiht meiner Meinung nach, der Sache eher Nachdruck als eine Klage.

meint ladydi12
 

strümpfchen

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#5
Weiß jemand auch noch was wegen der Verzugszinsen? Wenn es auch wahrscheinlich kein hoher Betrag wird, aber so könnte ich wenigstens einen Teil der Gerichtskosten reinholen, denn die muss ich in der ersten Instanz selbst bezahlen.
Verzugszinsen werden normalerweise mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz berechnet. Das wären beim Basisszinssatz von 3,19 % dann 8,19%

Mit dieser Zinshöhe gibt es keine weiteren Probleme. Ein höherer Zinssatz wäre möglich, wenn aufgrund des Verzuges Dispozinsen auf dem Girokonto anfallen, dann kann dieser Satz gefordert werden.

Im Falle des Unterliegens, muss der AG jedoch auch die Gerichtskosten erstatten, sowie alle sonstigen Kosten der Klageerhebung (Kopierkosten, Porto etc.)

LG
strümpfchen
 

KAPPESHAMM

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#6
Verzugszinsen...mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz berechnet...Im Falle des Unterliegens...muss der AG auch die Gerichtskosten erstatten, sowie alle sonstigen Kosten der Klageerhebung (Kopierkosten, Porto etc.)
Es sieht so aus, als sei ich bestens gerüstet, wenn ich am Freitag die Klage einreiche. Klasse, vielen Dank, auch an alle anderen!
Im Falle des Unterliegens...muss der AG auch die Gerichtskosten erstatten, sowie alle sonstigen Kosten der Klageerhebung (Kopierkosten, Porto etc.)
Dazu gehören dann sicher auch die Fahrtkosten zur Klageeinreichung etc.? Denn das Arbeitsgericht befindet sich nicht an meinem Wohnort.
 

strümpfchen

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#7
Dazu gehören dann sicher auch die Fahrtkosten zur Klageeinreichung etc.? Denn das Arbeitsgericht befindet sich nicht an meinem Wohnort.
Jepp, Belege aufbewahren falls öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Ansonsten eben Fahrtkosten lt. § 5 JVEG (= 0,25 € je gefahrenen km)
 

KAPPESHAMM

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#8
Jepp, Belege aufbewahren falls öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Ansonsten eben Fahrtkosten lt. § 5 JVEG (= 0,25 € je gefahrenen km)
Hast Du beruflich damit zu tun, oder sind das eigene Erfahrungen?
 

KAPPESHAMM

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#10
komme daher öfter mit dieser Materie in Kontakt.
Ich werde wohl mit dieser Materie erstmal nicht in Kontakt kommen, denn mein AG hat aus unerfindlichen Gründen doch noch beschlossen, mir mein fälliges Gehalt zu überweisen, wie ich soeben bei einer Überprüfung meines Kontos gesehen habe. Insofern: vielen Dank an alle Beteiligten, für die schnellen und fundierten Antworten! Und einen schönen Restfeiertag noch!
 
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