KK lehnt Psychotherapie ab - befristete EMR/SGB XII - (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

problematisch für Kranke eine ambulante Psychotherapie zu erhalten. Der lange Weg entpuppt sich als unüberwindbare Hürde und die KK lehnt ab, nur weil der Kranke den gesetzl. zugewiesenen Ablauf (Kassenzulassung) der Suche, der Telefon- und Wartezeiten extern mit erheblichen Aufwand nicht bewältigen kann.

Kranker hat einen (außervertraglichen) Psychotherapeuten in Wohnortnähe durch Weiterempfehlung eines Erstkontaktes bei einem Psychotherapeuten kontaktiert und das mag die KK nicht. Für einen Kranken Schwerstarbeit.

Uneinsichtigkeit seitens der KK zur Abhilfe in der Konsequenz einer unzureichenden Behandlung auch hier ein Klageverfahren anzustreben?

Wer hat Rat parat?
 

AndreasB

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/edit: hatte nicht gründlich genug gelesen. Das mit der fehlenden Kassenzulassung hattest Du ja schon geschrieben.

Die Kostenerstattung ist in § 13 Abs. 3 SGB V geregelt. Problem dabei ist, dass der Patient dazu den Nachweis erbringen muss, dass die Krankenkasse nicht in der Lage war, die Leistung anderweitig zu erbringen.
 

Atze Knorke

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... AndreasB dann bitte gründlich lesen & verstehen, danke.
 

Atze Knorke

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/edit: hatte nicht gründlich genug gelesen. Das mit der fehlenden Kassenzulassung hattest Du ja schon geschrieben.

Die Kostenerstattung ist in § 13 Abs. 3 SGB V geregelt. Problem dabei ist, dass der Patient dazu den Nachweis erbringen muss, dass die Krankenkasse nicht in der Lage war, die Leistung anderweitig zu erbringen.
... Kranker ist nicht in der Lage, den Nachweis zu erbringen, ein Dilemma.
KK verschanzt sich hinter der Psychotherapie-Richtlinie.

Das kann nun nicht der Weissheit letzter (KK)Sch(l)uss gewesen sein. :icon_evil:
 

froque

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Hallo!

Ich weiß selber wie schwierig das ist!
Allerdings braucht man nur weitere 3- so war es bei mir- Therapeuten nachzuweisen, die einen abgelehnt haben um dann den Platz zu bekommen.

Diese Ablehnungen kannst du auch telefonisch erhalten, auch wenn auf dem Band schon gesagt wird, dass es auf lange Sicht keine Plätze gibt.

Das IST tatsächlich ein Schritt mehr, aber gangbar.

Viel Erfolg!
froque
 

Atze Knorke

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Hallo froque,

vielen Dank für die so einfache Antwort. Es ist leider nicht so, die KK-Vorschläge - Nachweis über Eigenbemühungen -
von mind. 5! vertragl. PT mit konkreten Angaben über die Kontaktaufnahme und deren Ergebnis sind nicht gangbar,
da diese Vorab Prozedur von einem Kranken, wenn die Seele stirbt, komplexer ist, nicht abzufordern ist und selbst
die zusätzlichen Kosten von einem Existenzminimum nicht machbar ist. Gleichfalls es um Wohnortnähe geht,
die die KK-Vorschläge in mind. 3 Fällen nicht entgegen kommen. Paris-Erkner-Rom geht nicht.

Dem Krux ist wohl, dem mit einen Widerspruch an die KK zu begegnen?

Werde es dann so erstmal an den Betroffenen weitergeben.
 

ZynHH

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auch hier ein Klageverfahren anzustreben?
Und das ist dann vom Patienten durchführbar?
Niemand da, der für ihn bei den Therapeuten anrufen kann und die Absagen notiert?
Also ich hatte hier in HH in einer Stunde bei psychinfo 13 Therapeuten abtelefoniert, die Absagen und evtl. "Vielleicht aber auch nicht " Möglichkeiten samt rufnummer und ansprechpartner in eine Tabelle eingetragen und diese der kk zukommen lassen, mit dem Antrag einen freien Therapeuten suchen zu dürfen. Daraufhin schlug man mir nochmal 2-3 Vertragstherapeuten vor, die aber auch schon am Telefon abgewunken haben.

Hat die kk freie Plätze vorgeschlagen?
 

Atze Knorke

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... nee ZynHH keiner da und Klageverfahren, wat mut dat mut, vermutlich erst mal Widerspruch gegen den KK-Ablehnungsbescheid ...
ja KK-Vorschläge waren dabei ... letzte Antwort an froque ... jeht doch ums Prinzip bei kranken Menschen ...
die KK spielt den Ball zurück, friss oder stirb ...
 

AndreasB

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vermutlich erst mal Widerspruch gegen den KK-Ablehnungsbescheid
Der wird aber vermutlich nicht helfen, da er mangels Nachweis der Notwendigkeit zurück gewiesen wird. Auch ist ohne entsprechende Bemühungen die Ausgangslage für eine mögliche Klage beim SG denkbar schlecht.
 

Nena

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Also ich hatte hier in HH in einer Stunde bei psychinfo 13 Therapeuten abtelefoniert, die Absagen und evtl. "Vielleicht aber auch nicht " Möglichkeiten samt rufnummer und ansprechpartner in eine Tabelle eingetragen und diese der kk zukommen lassen, mit dem Antrag einen freien Therapeuten suchen zu dürfen.
Meine KK "verlangte" 10 TherapeutInnen, die eine Wartezeit von mindestens 6 Monaten haben (weder das Telefonieren noch das Mailen war teuer). Von der Kassenärztlichen Vereinigung bekam ich eine Liste mit TherapeutInnen, die von sich sagen, eine geringe Wartezeit zu haben (haben die nach PLZ).
 

froque

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letzte Antwort an froque ... jeht doch ums Prinzip bei kranken Menschen ...
Ich denke du mitleidest dich schon sehr selber.
Sende diesen Brief, bzw. erkundige dich wieviele Therapeuten du kontaktieren mußt, statt hier Romane zu schreiben.

Letztlich ist auch nur das Schriftliche ein Beweismittel.

froque
 

Atze Knorke

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Ich denke du mitleidest dich schon sehr selber.
Sende diesen Brief, bzw. erkundige dich wieviele Therapeuten du kontaktieren mußt, statt hier Romane zu schreiben.

Letztlich ist auch nur das Schriftliche ein Beweismittel.

froque
... pardon, bitte wohlgemerkt, mit Vorgeschichte würde das komplett den Rahmen sprengen, bei einem kranken Menschen läuft es nicht so nach KK-Konzert. Nochmal, es geht nicht um mich, wer lesen kann, ist klar im Vorteil und weiter muss ich mich nicht rechtfertigen.
 

Zwergin

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Ich hab das auch hinter mir, ich habe aber vorsorglich bei Recht vielen nachgefragt, waren bestimmt 30 oder mehr. Lief dann problemlos.

Kannst du denn nicht für ihn telefonieren?
Viele Therapeuten kann man mittlerweile auch per Mail erreichen, da kann man doch den Text formulieren und braucht nur den Empfänger ändern.

Ansonsten vielleicht mal über Klinikaufenthalt nachdenken, in Kliniken gibt es Sozialarbeiter, die helfen bei sowas. Und er würde vielleicht lernen aus dieser großen unüberwindbaren Hürde eine kleinere Hürde zu machen.

Klageverfahren wäre doch sicher eine noch größere Hürde für den Betroffenen??
 
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