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Kindergrundsicherung...oder Mogelpackung?

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Drueckebergerin

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#1
Pressemitteilung
Grundsicherung für Kinder in Höhe von 500 Euro - DGSF schließt sich dem Bündnis Kindergrundsicherung an
Bernhard Schorn, Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie
29.05.2009

Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) fordert für alle Kinder eine einheitliche "Kindergrundsicherung" in Höhe von 500 Euro monatlich bis zum 27. Lebensjahr. Sie ist dem "Bündnis Kindergrundsicherung" beigetreten, in dem Sozialverbände zusammen mit Wissenschaftlern diese Forderung vertreten.
Der geforderte Betrag der Grundsicherung orientiert sich an dem vom Bundesverfassungsgericht festgestellten soziokulturellen Existenzminimum von rund 320 Euro sowie einem Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsbedarf in Höhe von 180 Euro. Dem Modell zufolge ersetzt diese Kindergrundsicherung alle bisherigen Familienleistungen - insbesondere Kindergeld, Sozialgeld, Kinderzuschlag, Kinderfreibetrag, Ehegattensplitting und BAföG. Die Transferzahlung unterliegt der Einkommenssteuer der Eltern, so dass gut verdienende Haushalte effektiv weniger gefördert würden.

Michaela Herchenhan, Familientherapeutin und Vorstandsmitglied der DGSF, erläutert die Gründe für die Unterstützung der Forderung nach einer Kindergrundsicherung: "Viele Mitglieder unseres Verbandes arbeiten beraterisch oder familientherapeutisch in der Jugendhilfe und kennen die Situation von Kindern in armen Familien aus ihrer täglichen Arbeit. Aus unserer Sicht ist die Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro ein besonders gutes Mittel, um die seit Jahren steigende Kinderarmut in Deutschland wirksam zu bekämpfen." Zudem sei das Modell der Kindergrundsicherung unbürokratisch, anschaulich und sozial gerechter als die bisherigen Förderinstrumente. "Angesichts der immensen Finanzmittel, die derzeit für die Absicherung von Banken und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, sollte die Politik vor finanzieller Förderung für Familien nicht zurückschrecken. Kindergrundsicherung ist eine Investition in die Zukunft und könnte auch ein schnell wirkendes 'Konjunkturprogramm' sein."

Das Bündnis Kindergrundsicherung wurde gegründet von den Verbänden Arbeiterwohlfahrt (AWO), Bundesverband kommunaler Frauenbüros, Deutscher Kinderschutzbund (DKSB), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Pro Familia, Verband berufstätiger Mütter (VBM), Zukunftsforum Familie (ZFF) mit Unterstützung der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Hans Bertram, Humboldt-Universität Berlin, Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster, Evangelische Fachhochschule in Bochum, Prof. Dr. Heiner Keupp, Universität München, Prof. Dr. Ronald Lutz, Fachhochschule Erfurt, Prof. Dr. Stefan Sell, Fachhochschule Koblenz, Prof. Dr. Margherita Zander, Fachhochschule Münster.

Weitere Informationen zum Bündnis Kindergrundsicherung im Internet unter Kinderarmut hat Folgen.

verantwortlich:
Bernhard Schorn, DGSF
Christophstraße 31 | 50670 Köln
Fon (0221) 61 31 33 | Fax (0221) 9 77 21 94
E-Mail: schorn@dgsf.org

Bitte, klärt mich mal auf, falls Ihr was darüber wißt...
Mogelpackung? erstgemeint? :confused:
 

Mario Nette

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#2
Dagegen! Die Höhe ist doch ein Witz! Wie stellen die sich das denn vor, in einem hoffnungslos inhaltlich überfrachteten Bachelorkurs davon zu leben? (soll meinen: Aktuell ist die Summe aus BAföG und Kindergeld um einen guten Betrag höher. Bei 500 € müsste Studi nebenbei arbeiten gehen. Aber wie soll das gehen?)

Mario Nette
 

nine82

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#3
Ehrlich? Studis gehen oft nebnher Arbeiten.
Der betrag ist ein Witz, wenn alles nebnher wegfällt ist das Kind spätestens im Schulalter wieder in der Armutsfalle weil Schulbücher, Schulzeug, klamotten etc sind spätestens ab dann teurer als diese 500 euro.
Manchen Familien mag es helfen aber aus der Armut sind die armen Kids da noch lang nicht und die ARGEN werden sogar einen Weg finden dies auf ALG2 oder was es irgendwann geben wird anzurechnen, tun sie ja schon beim Elterngeld (auch wenns nicht erlaubt ist).
 

Mario Nette

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#4
Ehrlich? Studis gehen oft nebnher Arbeiten.
Und, ist das erstrebenswert, wenn sie sich eigentlich auf ihr Studium konzentrieren sollten, um ihre dämlichen Credits und die Regelstudienzeit zu schaffen (denn wir wissen ja alle, nur junges Blut soll in die Unternehmen)?

Zwischen bloßer Existenzsicherung und soziukultureller Teilhabe liegen Welten. OK, sind wir mal gaaanz gemein und nehmen die 500 € als ein Nettogehalt. Dann sind das satte 3,125 € bei einem 160-Stunden-Monat. Applaus, Applaus!

Mario Nette
 

nine82

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#5
Erm mal überlegt wieviele Studis sich aufn ***** setzen und nix tun? bei manchen die ich kenne frag ich mich ob se noch Studieren soviel freizeit haben se.
Die die Arbeiten gehen wollen sich auch aufs leben auch nach der Studienzeit vorbereiten, kenn ich von ein paar Studenten die mir das au so erklährt hatten als ich mich wunderte wie se das packen.
Es gibt nichtnur die Studenten die Arbeiten gehen um sich das Studium leisten zu können, einige sammeln auch berufserfahrungen etc dadurch.
 

Gabi

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#6
Also das, was in diesem Artikel hier angesprochen wird, kann ich nur voll bestätigen:
Meine Tochter arbeitet wie blöd ... in der Uni, in den Freistunden und auf den Fahrten mit dem Laptop und zu Hause bis abends spät. Wie da noch jemand nebenher arbeiten gehen kann, ist mir schleierhaft (hängt vielleicht auch vom Studiengang ab).
Diejenigen, die arbeiten müssen, verlieren dadurch nicht selten Zeit, weil sie ein oder mehere Semester dranhängen müssen. Zusätzlich verlieren sie aber auch noch bares Geld, denn es ist immer noch so, dass dem Studenten einen gewissen Satz von seiner BaföG-Schuld erlassen wird, wenn er das Studium sechs Monate vor Ende der Förderungshöchstdauer beendet.
 
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