Kindergeld für Schwerbehinderte - Nutzung für Krankheitskosten des Kindes, Reduktion Unterhalt (1 Betrachter)

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Angstigel

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Hallo,

angeregt durch diesen Post hier: https://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/72570-kindergeld-erwachsene-behindert.html hätte ich auch mal ein paar Fragen zur Anrechnung des Kindergeldes bei erwerbunfähigen Volljährigen im ALG II Bezug.

Bei mir ist es so, dass meine Mutter aufgrund meiner Schwerbehinderung noch Kindergeld bezieht (also weit über Ü25 hinaus). Ich befinde mich im ALG II Bezug und lebe im eigenen Haushalt, bin aber aktuell für ein halbes Jahr vom Amtsarzt als erwerbsunfähig eingestuft worden und das wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch für das nächste halbe Jahr verlängert. Heißt der Kindergeldanspruch wird noch eine Weile bestehen bleiben.

Da meine Mutter mich sonst nicht mit etwas unterstützt, wodurch ihr extra Kosten anfallen, überweist sie mir das Kindergeld bisher vollständig als Unterhalt. Diese 190€ werden vom Jobcenter logischerweise auch vollständig als Einkommen angerechnet (-30€ Versicherungspauschale, da ich sonst kein Einkommen habe). Bisher hatte das so seine Richtigkeit.

Nun ist es allerdings so, dass mir von meinem Arzt dringend eine therapeutische Maßnahme empfohlen wurden. Die wird allerdings nicht vollständig von der Krankenversicherung übernommen, so dass ich voraussichtlich pro Sitzung gute 10€ selbst dazulegen muss. Die Behandlung wird längerfristig laufen.

Bzw: Meine Mutter legt die für mich drauf! Ich bin über sie privat versichert und es ist grundsätzlich sie, die sowohl ihre eignen wie ach mein Rechnungen bezahlt, die Unterlagen einreicht und die Sachen erstattet bekommt (oder halt auch nicht vollständig).

Wie ich die kenne, wird sie sagen "Ach, die 40-50€ im Monat zahl ich dir einfach!". MIR würden also keine Mehrkosten entstehen. Allerdings meiner Mutter! Was mir gar kein gutes Gefühl macht.

Nun hat gila im oben verlinkten Thread geschrieben, dass das KG den Eltern zusteht und es nur ans Kind weiterzuleiten sei, wenn es sonst nicht für die Deckung von Kosten im Zusammenhang mit dem Kind eingesetzt wird. Wenn also kein Unterhalt erfolgt.

Wenn wir nun also nachweisen, dass die Behandlungskosten nur bis zu einem geringeren Betrag von der Versicherung erstattet werden und falls nötig auch noch eine Bescheinigung vom Arzt besorgen, dass die Behandlung wirklich indiziert sei...

Besteht die Mölgichkeit, dass meine Mutter diese 40-50€ vom Kindergeld abzieht und somit nur noch 190-40=150€ monatlichan mich weiterleitet? Da sie diese krankheitsbedingen Mehrkosten ja durch ihre Finanzmittel ausgleich, sie das KG also zur Deckung von Zusatzkosten für ihr Kind verwendet.

Meint ihr sowas kann Erfolg haben? Würde sich das Jobcenter wohl auf sowas einlassen? Oder hätte das keine Aussicht auf Erfolg?
Und wie würde man bei sowas ggf am besten vorgehen? Mutter kürzt den Unterhalt eigenmächtig, setzt Schreiben auf, dass es für meine Krankheitskosten benötigt wird und ich informiere das Jobcenter? Jobcenter "vorwarnen", dass sie es ab Monat x so handhaben wird? Im Vorfeld beim JC mal vorfühlen, wie die damit umgehen würden? Hab nämlich auch wenig Lust, monatlich mit den dann fehlendem Geld auszukommen...
 
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