Kindergeld für Erwachsene die behindert sind (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

nordlicht22

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  1. Wann ist es möglich als Erwachsener mit anerkannter Behinderung einen Antrag auf Kindergeld zu stellen?
  2. Wer stellt den Antrag und wo?
  3. Erhalten die Eltern das Kindergeld oder das "Kind"?
  4. Welche Voraussetzungen gibt es?
  5. ist das kombinierbar mit anderen Sozialleistungen?
Soweit ich gelesen habe, muss der Eintritt der Behinderung vor dem 25. Lebenjahr erfolgt sein.

Ich hoffe es kennt sich Jemand damit aus und kann reichlich Input liefern. Wenn das tatsächlich funktiert, dann ist eine Bekannte aus der JC Schikane raus :icon_smile:
 

Silvia V

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  1. Wann ist es möglich als Erwachsener mit anerkannter Behinderung einen Antrag auf Kindergeld zu stellen?
  2. Wer stellt den Antrag und wo?
  3. Erhalten die Eltern das Kindergeld oder das "Kind"?
  4. Welche Voraussetzungen gibt es?
  5. ist das kombinierbar mit anderen Sozialleistungen?
Soweit ich gelesen habe, muss der Eintritt der Behinderung vor dem 25. Lebenjahr erfolgt sein.

Ich hoffe es kennt sich Jemand damit aus und kann reichlich Input liefern. Wenn das tatsächlich funktiert, dann ist eine Bekannte aus der JC Schikane raus :icon_smile:

Lies mal hier....

INTAKT: Kindergeld fr volljhrige Kinder - Internetplattform fr Eltern von Kindern mit Behinderung

Der Antrag ist bei der zuständigen Familienkasse zu stellen.
 

gila

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Erfolg ...

Kindergeld erwachsenes Kind mit Behinderung


Die Eckdaten:


- Tochter (u25) ist psychisch behindert und hat nun einen GdB von 50% zuerkannt bekommen.

- Sie kann sich auch nicht selbst unterhalten - musste letztendlich den Versuch einer Ausbildung und Job abbrechen.
- Sie erhält derzeit ALGII - Erwerbsunfähigkeit wird nach Aktenlage durch Amtsarzt entschieden, damit soll sie auch nicht in die Arbeitsvermittlung auf unbestimmte Zeit.
- Sie lebt im eigenen Haushalt, wird noch von außen betreut (Therapiezentrum)

Somit liegen die Voraussetzung für die Gewährung von KINDERGELD schonmal vor.


Der 2. Teil des Erfolges:


Kindergeld geht nicht an das "Kind" und wird hier als "Einkommen" wieder abgezweigt, sondern geht dahin, wo es benötigt wird: zur Mutter.


Durch denbehandelnden Arzt erhielten wir ein Attest, dass es aufgrund ihrer Problematik angezeigt ist, dass ich mich als ihre Mutter (auch wegen des besonderen Vertrauensverhältnisses)

mindestens 1 x wöchentlich um sie persönlich kümmere.
Hilfe im Haushalt, beim Sauberhalten, beim Einkaufen, sonstige Unterstützung ...

Argumentation war:


"So ist es angezeigt (ärztliches Attest ist beigefügt), dass es sinnvoll und unterstützend auf eine allgemeine Stabilisierung und Tagesstruktur wirkt, wenn ich regelmäßig mindestens ein Mal
wöchentlich zu ihr fahre, um für einige Stunden anleitend und begleitend mit ihr zusammen den Haushalt zu führen und dies als feste und verlässliche Hilfeleistung installiert ist."


----------------------------------------------------

Hilfreich dabei war die Argumentationshilfedes BVKM, aus der ich mir die auf unseren Fall passenden Formulierungen herausgenommen hatte und einen Antrag bei der
Familienkasse gestellt habe - gleichzeitig der Abzweigung des Kindergeldes an das Jobcenter aus vorliegenden Gründen widersprochen habe.

Quellen:


https://www.bvkm.de/recht/rechtsratgeber/steuermerkblatt.pdf


https://www.bvkm.de/recht/argumenta...n_gegen_die_ueberleitung_des_kindergeldes.pdf


Familienratgeber: Die Grundsicherung



Geltend gemacht wurden die enormen Fahrtkosten für 4-5 Besuche im Monat, die das Kindergeld regelmässig schon "auffressen", sowie auch die ZEITLICHEN Aufwände
für diese Unterstützung/Betreuung, die mit 8 Euro/Std. in Ansatz zu bringen sind.


-------------------------------------------------------


Nun das "Problem", was sich zunächst stellte:


- Die Familienkasse brauchte gut 2 Monate, um sich überhaupt zu rühren ... trotz Erinnerungen und Hinweis auf die soziale Dringlichkeit, da ich selbst die Kosten nicht stemmen kann ...
SB angeblich länger krank - auf eine Email-Beschwerde meldete man sich dann. Nun gut.


- Es wurde zunächst erklärt, der Antrag reiche so nicht aus - ich (ICH!!) müsse zu einem Amtsarzt, der mir die Betreuung, Aufwand und Stunden bescheinigt.


Mein mündlicher Einwand, dass hier wohl noch MOnate vergehen sollen, ich mir nicht ständig das Geld leihen könne, und zudem ein völlig fremder, mit dem Sachverhalt nicht betrauter
Arzt maximal meine Gesundheit attestieren könne - jedoch nicht, ob ich die Stunden auf der Autobahnraststätte oder mit der Unterstützung meiner Tochter verbringen würde ...
wurde erst einmal "weggefegt" mit dem Argument, dass dies zwingend erforderlich sei.

2. Einwand meinerseits: alleine die Fahrtkosten, die entstehen, und die man nur "glaubhaft darzulegen" hat, ergeben schon die Summe des Kindergeldes -
da brauche ich gar keine Betreuungsstunden für mich oben drauf setzen.


Nichtsdestotrotz sollte mir nun ein Schreiben zukommen, was zunächst dieses amtsärztliche Gutachten fordert.


Nachdem ich nun alle möglichen Verbände per Email mit der Problematik, die ich nicht nachvollziehen kann, "beschossen" habe und um Rat ersucht, kam parallel und völlig überraschend kurz
nach dem Gespräch der erneute telefonische Vorab-Bescheid, dass man sich das alles nochmal angeschaut habe.


- Alleine der Aufwand für die Fahrtkosten wäre schon ausreichend belegt für die Geltendmachung meines Anspruches.


- Ein amtsärztliches Gutachten würde also nicht mehr benötigt.


- dem Antrag wird voll entsprochen
- ich bekomme sofortigen Bescheid.

FAIRERWEISE habe ich meiner Email an div. Verbände sowie Kundenreaktionsmanagement sofort eine diesbzgl. "Korrektur" hinterher geschickt und mich bei der jungen Sachbearbeiterin
der Familienkasse für ihr Engagement, was sie gezweigt hatte, nachdem sie meinen Fall auf den Tisch bekam, bedankt.

:icon_daumen:

(Beschweren werde ich mich jedoch über die Dame des "Servicecenters" in Rosenheim, die meine telefonische Beschwerde am Montag sowie meine nachdrückliche Schilderung
der Dringlichkeit mit der Bemerkung "Nicht gleich am Anfang der Woche" kommentiert hat und einfach aufgelegt hatte ... :icon_motz:)


Wer einen ÄHNLICH gelagerten Fall hat, dem hilf eventuell der angefügte Text, der aus den Merkblättern auf die Situation zugeschnitten wurde.

DANKE an nordlicht22 und SilviaV für diese Infos hier, die mir auf die
Sprünge halfen :icon_klatsch:

 

nordlicht22

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noch ein Nachtrag
Habe eben mit der Familienkasse telefoniert.

das Kindergeld für behinderte Kinder kann für vier Jahre rückwirkend beantragt werden.
Das Kindergeld muss nicht durchgehend gezahlt worden sein

@ Gila

Danke!
 

gila

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:icon_dampf:kleines Update mal ...

Da denkt man, man hätte einen BEWILLIGUNGSBESCHEID in der Hand und ALLE müssten das akzeptieren ... aber ein fleißiger SB auf dem Jobcenter der Tochter möchte das anscheinend nicht und prüft und prüft, ob er nicht doch im SGBII das MIR bewilligte KiGeld als Einkommen meiner Tochter einrechnen kann.

Meine Tochter bekam erneut jetzt zum 1.11. ihr Geld a) verspätet (was bei ihrer Krankheitsgeschichte jedes Mal FATAL ist!) und b) wird lt. tel. Auskunft SB schon wieder das Kindergeld abgezogen, obwohl nun der Bescheid der Familienkasse eindeutig in 2 Sätzen sagt, dass meine Tochter als behindertes Kind berücksichtigt werden kann und die Abzweigung ENTFÄLLT. Das Geld würde mir zustehen, da ich meiner "Unterhaltsverpflichtung" nachkomme.

Die Begründung und Kostenaufstellung hatte ich ausführlichst geliefert.

Nun war der SB gestern der Meinung, die Begründungen und Urteile würden sich "nur auf die Grundsicherung im Alter" beziehen und auf das SGB XII - aber nicht auf das SGB II :eek::eek:
Er müsse das noch einmal prüfen - das Geld müsse abgezweigt werden.

Tja - wie ich aber eben über die Hotline der Familienkasse erfahren habe, hat auch ER schon längst einen Bescheid bekommen, dass das Kindergeld NICHT abgezweigt werden kann, da es MIR aus genannten Gründen zusteht.

Gestern noch habe ich ein langes Schreiben gefertigt an den SB, warum und wieso das nun so ist - aber nachdem die FamKasse mir mitgeteilt hat, der Bescheid habe Gültigkeit und fertig, kann mein Brieflein ja wesentlich kürzer ausfallen :biggrin: und ich verweise nur auf den Bescheid, den ER ja auch in Händen hat.

Die Begründungen dürften vor dem Hintergrund, dass Kindergeld regelmäßig und grundsätzlich erst einmal Einkommen der Eltern nach dem EStG ist, das Jobcenter nicht wirklich zu interessieren haben.

Na denn spar ich mir erstmal den Atem und die Druckerschwärze...
 

gila

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Danke für den Hinweis. Ich werde es mal durchlesen. :icon_daumen:

Aber gleich fahre ich mal im Jobcenter vorbei und gebe meinen Senf da ab. Schließlich habe ich das Kigeld durch die FamKasse ja zugesprochen bekommen - der SB hat einen Bescheid erhalten, dass es keine Abzweigung gibt - da wird der SB schlechte Karten haben, denke ich!
 

nordlicht22

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Hallo,

vielleicht kann dir auch ein Antrag auf das "persönliche Budget" helfen.

kannst du bei der KK oder DRV beantragen....und da gibt es dann Unterstützung in verschiedenster Konstellation..

Familienratgeber: Persnliches Budget fr Menschen mit Behinderung oder Schwerbehinderung

vielleicht ist das etwas für euch dabei.

Gruß
anna
aus leidvoller eigener Erfahrung kann ich nur dringend dazu raten sich bei der Beantragung vom trägerübergreifenden persönlichen Budget Unterstützung von einem verein zu holen.

Die KK sollten eigentlich Bescheid wissen, ebenso die DRV. In Schleswig-Holstein kann ich das nicht bestätigen. Hier weiß Niemand so wirklich was zu tun ist.
Inzwischen habe ich eine Anwältin eingeschaltet.
 

gila

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Eigentlich ist die Sache bei mir ja "einfach".

- Die Argumentation über die Hilfen der verschiedenen Seiten wurde eingereicht bei der FamKasse.

- "Kind" wohnt nicht im Haushalt, ist erwachsen.

- Kind ist anerkannt behindert, kann derzeit für seinen Lebensunterhalt nicht selbstständig aufkommen und erfüllt FÜR SICH SELBST schon mal die Kriterien eines eigenen Anspruches.

- Kindergeld wird nicht dem Kind als "Einkommen" zugeschustert, da auf der anderen Seite Kosten entstehen, die der Kindergeldberechtigte (hier Mutter) mit "mindestens in der Höhe des Kindergeldes" zu bewerkstelligen hat.

- Familienkasse hat ihr "Ermessen" erfüllt, indem sie den Bedarf anhand der vorgelegten Argumentation und Atteste überprüft hat.

- Kindergeld wurde Mutter zugesprochen, die Gründe dürften für JEDEN ANDEREN völlig wurscht sein, da das eine Sache zwischen der FAMILIENKASSE und dem BERECHTIGTEN ist.

- Abzweigung an ALGII wurde abgelehnt, da kein Einkommen des Kindes und Kind auch NICHT VERPFLICHTET, sich durch Antrag hier Einkommen zu verschaffen.

- Kindergeld erfüllt somit nach EStG den Zweck, den es haben soll: Unterstützung und Hilfe der Berechtigten und nicht "Umschichtung von Geldern" zu Lasten des Bedürftigen.

- SB sollte sich seine Zeit sparen, auf Suche nach Streitthemen zu gehen. Aber vielleicht ist das auch ein "menschliches" Problem, wenn man in Kenntnis von NOTLAGE und BEDARF hier unbedingt versuchen will, Gelder zu beanspruchen, die dann, wenn sie nicht mehr gewährt werden, weitere Notlage schaffen :confused::confused:

Aber vielleicht zahlt ER ja meine monatlichen Kosten und ich weiß davon nur noch nix?
 

gila

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Update:

Ich schrieb dem Jobcenter folgendes:

[FONT=&quot]Zum Thema Kindergeld noch folgende Infos, die ich zitiere möchte:[/FONT]

[FONT=&quot]Die Sozialhilfe ist, wie auch [FONT=&quot]ALG II,[/FONT] nachrangig. Also haben hier auch dieselben Grundsätze zu gelten. Urteile, die sich auf die Grundsicherung beziehen, gelten auch für ALG II.[/FONT]

[FONT=&quot]Wobei dies hier nicht relevant erscheint, denn das zur „Förderung der Familie“ i.S.d. § 31 EStG gezahlte Kindergeld ist grundsätzlich Einkommen der Kindergeldberechtigten[/FONT][FONT=&quot] (Eltern). Etwas anderes gilt lediglich dann, wenn die Eltern das Kindergeld an den behinderten Menschen weiterleiten und dadurch dem Kind eine konkrete Geldsumme zufließt, die als Einkommen bedarfsmindernd zu berücksichtigen ist.[/FONT]

[FONT=&quot]Mit Bescheid vom XXXX ist mir als Mutter nach Prüfung der Umstände das Kindergeld seitens der Familienkasse rückwirkend ab XXXX 2011 zuerkannt worden.[/FONT][FONT=&quot] Die Abzweigung des Kindergeldes an das Jobcenter ab XXXX 2011 entfällt somit.[/FONT]

Nach diesem Anschreiben, dass also leider nicht abgezweigt werden kann ... kam ... NIX.
Dann wurde das für den laufenden Monat einbehaltene Kindergeld meiner Tochter kommentarlos vom JC nachgezahlt. :icon_daumen:

Nun wird meine Tochter jedoch angeschrieben von SB:

... Der Familienkasse wurde durch ihre Mutter erläutert, dass Unterhalt nachgekommen wird.
Wir bitten Sie daher uns mit entsprechenden Nachweisen zu dokumentieren, in welcher Form Unterhalt durch ihre Mutter vollzogen wird.
Unterhalt im Sinne der Gesetzesauslegung kann in Form von Geld als auch in Form von Sachleistungen erfolgen.
Falls sie vorrangige Sach/Geldleistungen erhalten sollten, ist dies dem Jobcenter mitzuteilen.

-----------------------------------
Zur Info: Das Kindergeld wurde auf meinen Antrag mit dem Satz bewilligt: ... weil ich als Mutter "Unterhalt" leiste.

Den leiste ich natürlich nicht in Geld- oder Sachwerten, da ich ja selber gar nicht leistungsfähig im Sinne Unterhaltsrecht bin. Hier ist die Sache recht kompliziert und entsprechende Literatur und Urteile schwer verständlich, wenn man nicht das gesamte BGB und EStG kennt :icon_eek:

Für die Familienkasse der einfache Weg über 1 Sätzchen die Bewilligung zu erteilen - und dieses Sätzchen ruft den etwas übereifrigen SB auf den Plan (dem ich allerdings telefonisch genau erklärt habe, wofür das Kindergeld drauf geht!).

Was nun? Will er nun einen regelmäßigen Rapport über "Sachleistungen", wenn ich meiner Tochter mal den Besuch eines Mal- oder Töpferkurses ermögliche (was vom Regelsatz nicht geht) oder wenn wir nach dem wöchentlichen Hausputz Pizza essen gehen (mal überspitzt gesagt).

Hat jemand eine Idee, wie man das unkompliziert beantworten kann? Ich habe einfach keinen Bock mehr, X Urteile zu rezitieren!
Ich habe der Kindergeldkasse alles belegt und erklärt. Das Kindergeld geht für MEINE Kosten wöchentliche Fahrten und Betreuungsleistungen voll drauf.

Davon abgesehen, dass ich das Verhalten jetzt reichlich grenzwertig empfinde, nachdem ihm bekannt ist, dass eine Schwerbehinderung vorliegt und wofür das Kindergeld bewilligt wurde, jetzt über eine Formulierung des Bescheides der Familienkasse hier künstlich Schwierigkeiten zu machen.

Beschämend, wenn man so "eifrig" ist, dass man einem behinderten Menschen noch den Knopf an der Hose abnehmen will ...
 

gila

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schubbs ...

hat jemand eine Idee, wie man das am besten beantwortet?

Danke vorab!
 

Stachelpower85

Neu hier...
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Hallo,
ich würde mich vom VDK (Sozilaverband Deutschland ev.) mal beraten lassen. Dieser sitzt in jeder Stadt/Ort. Es lohnt sich dort Mitglied zu werden. Der VDK (Sozialverband VdK Deutschland e. V.) berät und vertitt behinderte Menschen, deren Angehörige Pflegebedürftige, unsw. in allen Bereichen des Sozialrechts gegenüber den Leistungsträgern (zum Beispiel den Krankenkassen und den Rentenversicherungsträgern), gegenüber Behörden und vor den Sozial- und Verwaltungsgerichten. Eine Mitgliedschaft kostet jählich 60 €. Weitere Informationen Siehe hier:Der VdK | Sozialverband VdK Deutschland e.V.

LG
Stachelpower85
 

ikarus

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Also mein Sohn wurde 2008 mit 23 Jahren psychisch krank! Nach Psychiatrieaufenthalt und REHA sowie 73 monatigem Krankengeld wurde er arbeitslos.
Das lief alles bis Okt. 2010 danach ALGII bis 2013 weil die Arbeitsagenturärzte ihn mit allerlei Einschränkungen bis 6Std. arbeitsfähig hielten! Arbeit konnte er nie voll durchhalten.
Am Ende lief eine psychische Wiedereingliederung auf Grund einer Beantragung zur "Teilhabe am Arbeitsleben!"
Auch hier kam es zu keinem guten Ende!
Der Bericht dortiger Psychologen vom BTZ ergab, EM-Rente beantragen! Mein Sohn bekommt nun seit Februar 2014 eine dauerhafte EM-Rente und ist mit einer GdB 60 schwerbehindert!
Nun ist die Rente unterhalb des Betrages wo er sich selbst unterhalten kann!
Da haben wir als Eltern Kindergeld beantragt.
Es wurde genau nachgeforscht wann seine Krankheit ausgebrochen war. Wie ich oben schon schrieb mit 23 Jahren, also unter 25 Jahre! Darauf bekamen wir das Kindergeld.
Das wir Kindergeld 4 Jahre Rückwirkend beantragen konnten hat uns natürlich keiner gesagt! Nur durch Zufall kamen wir darauf das dies möglich ist.
Was wir auch taten!
Nun bekommt mein Sohn seine Rente und wir das Kindergeld, was insgesamt einigermaßen ausreichend ist!
Das 4 Jahre rückwirkende Kindergeld wurde auch bewilligt, so das wir auch noch eine schöne Rückzahlung bekamen!
Wenn uns die Ärzte der Arbeitagentur nicht auf eine falsche Fährte geführt hätten, wäre meinem Sohn das miese Jobcenter erspart geblieben!
Zum Schluss ist dann doch alles gelaufen!

Wenn die Ärzte mitziehen und den Beginn der Krankheit bescheinigen, also mehrere Ärzte ( Krankenhaus, REHA und behandelnder Arzt ggf. auch rückwärtig, dürfte die Familienkasse auch keine Zicken machen, dann brauchts auch keinen VDK oder Sozialverband. So war es bei uns! !!!
 

gila

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Danke, Ikarus, für deinen Bericht und ich freue mich, dass es wenigstens finanziell hier geklappt hat!

Ansonsten ist das Thema hier "durch" - und auch die Sache mit dem JC, dass auf "mein" Kindergeld
spekuliert hatte, auch.

Ich finde nur das Anschlußthema nicht mehr, wo ich die Argumentation an den SB eingepackt hatte.

Aber hier https://www.elo-forum.org/allgemein...enkasse-brauche-dringend-rat.html#post1887786 steht zu dem Thema noch so einiges drin, was hier und da weiter helfen könnte.

PS: Lebt dein Sohn bei Euch oder eigenständig?
Seid Ihr mit dem "Persönlichen Budget" vertraut???
 

ikarus

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Danke für die Nachfrage Gila!

Er hatte eine eigene Wohnung, kam dort aber nicht zurecht!
Jetzt wohnt er wieder bei uns in seinem Zimmer, somit braucht er auch keine Miete mehr bezahlen.
Trotzdem geht er tagsüber in eine Tagesstätte für psychisch Kranke.
Mal regelmäßig mal unregelmäßig.
Je nachdem es ihm gut oder schlecht geht.
Dort bekommen wir auch Unterstützung wenn er früher oder später in einem betreuten Wohnen untergebracht werden muss!
Wir werden ja nicht jünger!
Sorgen macht und nur wenn seine unbefristete Rente mal überprüft werden sollte!
Da fängt dann das Zittern wieder an!
Jedoch geht er regelmäßig alle 1/4 Jahre zu seinem Psychiater.
Wenn es so bleibt mit seiner Rente haben wir nach Jahren seelischer Not durch Krankheit und Jobcenter usw. halbwegs unsere Ruhe!
 
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Pichilemu

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Da hat euer Kind aber echt Glück, dass es solche Eltern hat, die immer auf seiner Seite sind. Ich stehe da ganz alleine da, muss auch selber um mein Kindergeld kämpfen und ob ich in der Lage sein werde, alleine in einer Wohnung zu leben, steht völlig in den Sternen. Und die Ämter stellen sich da leider alle völlig stur und da komme ich einfach nicht dagegen an.
 

gila

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Pichi: da SOLLTEST du dir Hilfe suchen in Form einer Betreuung (nicht gesetzlich!) - und ein Persönliches
Budget beantragen, welches konkrete Unterstützungen darstellen sollte, die dann in Geldform fließen, damit
du dir diese Hilfen "einkaufen" kannst. (z.B. Begleitung zu Veranstaltungen, Begleitung beim Einkaufen, Haushaltshilfe etc. - und ggf. auch 1 x wöchentlich Besuch von Betreuer, der/die dann auch in allem hilft ... auch Gänge zu den Ämtern etc.) - halt solche Sachen, die dir ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen WOhnung ermöglichen.
 
P

Pichilemu

Gast
Auch wenn es jetzt wirklich OT wird (und eigentlich in einen eigenen Thread gehört), das Sozialamt hat meinen Antrag nach knapp 6 Monaten abgelehnt mit der Begründung, ich sei kerngesund. Was natürlich totaler Schwachsinn ist, da ich ja nicht umsonst seit meiner Kindheit vom Jugendamt betreut wurde. Aber wenn das Sozialamt offensichtlich nicht bereit ist ambulante Unterstützung zu leisten, bleibt nur die stationäre Leistung. Das wird zwar für die um ein Vielfaches teurer kommen, aber die wollen es ja offensichtlich nicht anders.
 

gila

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Auch wenn es jetzt wirklich OT wird (und eigentlich in einen eigenen Thread gehört), das Sozialamt hat meinen Antrag nach knapp 6 Monaten abgelehnt mit der Begründung, ich sei kerngesund. Was natürlich totaler Schwachsinn ist, da ich ja nicht umsonst seit meiner Kindheit vom Jugendamt betreut wurde. Aber wenn das Sozialamt offensichtlich nicht bereit ist ambulante Unterstützung zu leisten, bleibt nur die stationäre Leistung. Das wird zwar für die um ein Vielfaches teurer kommen, aber die wollen es ja offensichtlich nicht anders.
Vielleicht machst du da besser ein eigenes Thema auf - denn SO geht es wirklich nicht.
Aber dazu müsste man sehr viel mehr wissen!
 

Ines2003

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@ Pichilemu
Das tut mir Leid,
Ich hatte beim Sozialamt auch einen Antrag, bei mir auf Übernahme der Fahrtkosten zu meiner Ambulanzen Therapie beantragt, der mit der Begründung angelehnt wurde, das die Fahrten nicht nachweisbar sind.
Wie denn auch, man muß ja erst einen Antrag stellen, bevor man die Fahrten geltend machen kann.
Nun werden mit wenigstens die Fahrtkosten bei der Krankenkasse bau meine Persönliche Belastungsgrenze angerechnete und was darüber ist bekomme ich erstattet.
 
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