Kindergeld für behinderte, erwachsene Tochter?

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

little

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Februar 2010
Beiträge
377
Bewertungen
505
Hallo!

Im Namen meines Vaters erbitte ich für folgende Konstellation Hilfe :
Kann ich für meine jüngste Tochter (38) KG erhalten?

Sie ist seit 14 Jahren psychisch krank und behindert, mitlerweile hat sie einen SBA mit 80% und MZ G aG, T und B.
Sie wurde 2010 rückwirkend ab 2007 voll und auf Dauer erwerbsunfähig geschrieben, vom Rententräger und erhält, nachdem sie lange Sozi und ALG2 erhielt, nun Grundsicherung. Zudem hat sie Pflegestufe 1 (Kombinationsleistung)
Sie lebt in ihrer eigenen Wohnung zwar, kann aber dies nur halten, da sie durch betreutes Einzelwohnen, gesetzliche Betreuerin und Pflegedienst unterstützt wird!
Bislang dachte ich, KG wäre hier nicht möglich bzw. müsste sofort und voll an den Grundsicherungsträger abgeführt werden, aber laut der Seite ( https://www.intakt******/80-0-kinderge...ge-kinder.html ) ist dem ja garnicht so, oder hab ich es falsch verstanden?

Meine Tochter ist Opfer eines bewaffneten Raubüberfalles '99 geworden.
Darauf hat sie u.a. mit PTBS, schweren Depressionen und später Halluzinationen reagiert.Aufgrund dessen musste sie im Nachhinein ihr Studium abbrechen und ein letzter Versuch einer Arbeit in Teilzeit (3 std täglich) endete nach knapp 3 Monaten mit einem schweren Rückfall.
Sie musste mehrmals für Monate in die geschlossene Psychiatrie und ist wie gesagt auch inzwischen dauerhaft voll Erwerbsunfähig anerkannt vom Rententräger.
Wir hoffen, dass sie vielleicht ab 2014 wieder 1x Woche für 3 Stunden in einer Zuverdienstwerkstatt etwas arbeiten kann.Sie ist Jahrgang 1975 falls das noch wichtig ist.

Mitte 2011 wurde bei der Familienkasse ein KG-Antrag gestellt. 7(!!!) Monate später u.a. die Aufforderung, Nachweise zu erbringen, dass die Behinderung vor ihrem 27ten Lebenjahr eingetreten ist.
Damit fing das Problem an.
Die Tochter zog 2002, nachdem sie ihr Studium abbrechen musste, nach Berlin, lebte dort zunächst von Sozialhilfe, bis dann der 3monatige Teilzeit-Arbeitsversuch von statten und in die Hose ging.
Seit Ende 2003 gibts die geseztliche Betreuung.
Mit dem Umzug (immerhin 400km Distanz) gabs natürlich auch Ärztewechsel und Therapeuten.
In der gesamten Zeit, bis 2007 hat uns NIE jemand auf einen Schwerhindertenausweis und/oder die Möglichkeit des Kindergeldes aufmerksam gemacht.
2012 aber hatte die alte Psychiaterin am Studienort die Patientenakte, nach Ablauf der 10-Jahresfrist bereits vernichtet :-/
Der SBA gilt ab 2007 (auch weil wir damals nicht wussten, dass sowas auch rückwirkend gemacht werden kann).

Vor wenigen Tagen, also rund 2,5 Jahre nach Antragsstellung kam die Ablehnung des KG-Antrages mit der Begründung, dass die Behinderung erst NACH dem _25_. Lebensjahr eingetreten sei

!!!!Sorry für die Länge, aber was können wir JETZT noch tun??

Viele Grüsse,
little
 
S

Snickers

Gast
Ach little.............das hört sich ja richtig schlimm an.

Weiß Du vom Opferentschädigungsgesetz??? Von monatlichen Renten, die von keiner Behörde angerechnet werden dürfen?

Auch extra Zahlungen, wegen der verpfuschten Laufbahn durch eine Gewaltat.

Deine Krankenkasse, müßte dir bei dem Kindergeld auch weiterhelfen können oder aber auch die Rentenkasse, die haben doch auch sämtliche Unterlagen.

LG

Opferentschädigungsgesetz

Ich würde auch diesbezüglich zum weissen Ring gehen und auch zur Behindertenbeauftragen für ihren Wohnort.

Alles Gute...vom ganzen Herzen!
 

little

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Februar 2010
Beiträge
377
Bewertungen
505
Hallo!

Ja, vom OEG wissen wir, aber auch nach knapp 14 Jahren nach dem Überfall kann sie kaum drüber sprechen bzw. reagiert extrem, wenn die Sprache darauf kommt :-(

Inwiefern kann die KK helfen? Das ist mir nicht klar.
Übrigens gabs da auch ein Wechsel, allerdings nur ein regionaler (also von AOK NRW zu AOK Berlin (jetzt Nord-Ost)

Müssen die ihre Unterlagen endlos behalten oder gibts da auch ne Frist, nach der die Daten vernichtet werden?

Gruss,
little
 
S

Snickers

Gast
Moin little

Ja, vom OEG wissen wir, aber auch nach knapp 14 Jahren nach dem Überfall kann sie kaum drüber sprechen bzw. reagiert extrem, wenn die Sprache darauf kommt :-(

Ok, verfolge bitte DU für sie, diesen Anspruch! Leider ist es oft so, das den am schwersten betroffenen Menschen, die Leistung verweigert wird.

Gibt es einen Täter, eine Verhandlung, irgend etwas? Eventuelle Zeugen?
Die wenigsten Rechtsanwälte machen Opferhilfe, aber du brauchst nur einen.

Ansonsten über die Presse gehen............aber sie davor schützen, sie bedeckt halten, am besten alles ohne sie.

Aber da habe ich auch gute Kontakte.

Mein Antrag wurde auch abgelehnt. Meinen Widerspruch habe ich alleine gestellt (hat ein Richter vom SG für mich gemacht).

Wie er mir im voraus gesagt hatte, wurde auch dieser abgelehnt, so ist das da nämlich.
Also habe ich Klage eingereicht, ohne RA, beim SG. Beim SG darfst Du Fehler machen..........

Mal schauen wie das ausgeht......

Was ich Dir sagen möchte.......wenn DU die Kraft hast, versuche es für sie durchzuboxen. Es geht hier nur um Geld................ihre andere Zukunft die sie hätte haben können, kann ihr leider Niemand zurück geben.

Deine andere Frage nach den Aufbewahrungsfristen der KK:

https://www.kvhh.net/media/public/db/media/1/2009/10/92/aufbewahrungsfristen_neu.pdf

LG
 

little

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Februar 2010
Beiträge
377
Bewertungen
505
Hallo!

Also, der Täter wurde nie ermittelt, folglich gibt es auch keine Verhandlung.
Leider gibt es auch keine Zeugen, ausser dem Hund (fand in einem Waldstück statt).

Polizei glaubte ihr nicht, es wurde damals nichtmal eine Anzeige aufgenommen und es dauerte auch Jahre, bis ihr z.B. meine Eltern glaubten :-/

Ja, es geht um Geld, um SEHR viel Geld! Und wenigstens das wollen wir (für sie) haben!

Uns wurde im Laufe der Zeit, durch die vielen Verzögerungen durch die Familienkasse recht schnell klar, die wollen sich vorm zahlen drücken!
Geht ja nur um knapp 14.000 € bislang ....

Okay, wie gehen wir nun vor?

Erstmal einen Dreizeiler a la "Wir legen Widerspruch ein - Begründung folgt." ?? Oder brauch es gar keine Begründung?

Leider hat mein Vater in seiner Rechtsschutz kein Familienrecht und ich weiss nicht, ob er als Rentner mit 450€-Job Anspruch auf einen Beratungshilfeschein hätte ?

Viele Grüsse,
little
 
S

Snickers

Gast
Polizei glaubte ihr nicht, es wurde damals nichtmal eine Anzeige aufgenommen und es dauerte auch Jahre, bis ihr z.B. meine Eltern glaubten :-/

Mir glaubten die im KH damals auch nicht und wollten mich in die Geschlossene stecken :icon_motz:
Ich konnte meinen RA damals informieren, der mit den Akten damals ins KH kam.......und mich raus holte.

Manche Geschichten sind so unglaublich, das man wenn man die Wahrheit sagt die Gefahr besteht, in eine Anstalt zu kommen.

Aber nun zu Dir, Du brauchst unbedingt einen Beistand für sie........Vorort. Wende Dich doch mal an den weissen Ring, die beraten kostenlos und haben auch Rechtsanwälte.

Irgendetwas muß ja im Wald passiert sein, was auch für andere sichtbar ist, oder?

LG
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten