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Kinderbetreuung bei alleinerziehender Mutter

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Zwergenmama

Elo-User/in

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#1
Nach langer Arbeitslosigkeit habe ich nun endlich einen wirklich tollen Teilzeitjob ergattert. Einziger Haken: Flexible Arbeitszeiten Mo-Sa, 8.30-21.00.
Ich habe den Vetrag unterschrieben, weil für mich klar war, daß mein Ex-Mann die Betreuung meines Kindes in den Spätschichten und am Samstag übernehmen kann. Mit meinem Ex gibt es aber leider mal wieder nur Probleme. Einerseits bin ich die Schlampe, die von seinem Geld (Unterhalt) lebt, andererseits verweigert er jegliche Hilfe bei der Betreuung.
Mein Kind ist 4 Jahre alt, in den Spätschichten müßte mein Ex den Lütten an 2-3 Abenden 17.30 von der KiTa abholen und bis zum nächsten Morgen betreuen. Ich kann und werde mein Kind nicht mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf holen, um mit ihm mit Bus & Bahn nach Hause zu fahren. Das ist für das Kind absolut unzumutbar. Mein Ex arbeitet Mo-Fr im Gleitsystem, kann seine Arbeitszeiten eigenverantwortlich flexibel gestalten, und die KiTa liegt 5 Minuten von seiner Wohnung entfernt. Also alles eigentlich kein Problem.

Aber der Herr verweigert jegliche Mithilfe mit dem "Argument", das hätte ich mir eben vorher überlegen müssen. Wenn ich diese Arbeitszeiten vereinbart habe, muß ich eben zusehen, wie ich klar komme. Außerdem habe ich mich ja von ihm getrennt (Das alte Lied...).

In der letzten Woche war mein Sohn an 4 Tagen bei der Oma, anders hätte ich nicht arbeiten können. Die wohnt leider in einer anderen Stadt (Hin- und Rückfahrt 3 Std.), der normale Umgang konnte nicht statt finden. Mein Ex hat sich geweigert das Kind zu nehmen, hat sich aber auch geweigert zu Oma zu fahren, um ihn dort abzuholen.

Ich habe mir nun überlegt, daß ich eine Tagesmutter organisieren möchte, die meinen Sohn von der KiTa abholt und ihn zu uns nach Hause bringt. Sie versorgt ihn hier und bringt ihn anschließend in sein Kinderbett. Meinem Ex habe ich dies auch mitgeteilt mit dem Hinweiß, daß ich ohne Zusatzbetreuung meinen Job verlieren werde. Der "normale" Umgang wird dann im Zweifelsfall nicht mehr so starr statt finden können, wie bisher. Die Tagesbetreuung holt den Lütten eben nur von der KiTa ab, aber nicht vom Ex (Kind & Tagesmutter wären in diesem Fall nicht unfall- und krankenversichert).

Ich habe meinem Ex-Mann nun angeboten, über meinen Betreuungsvorschlag nachzudenken und / oder einen Gegenvorschlag zu erarbeiten. Weil hier alles ziemlich "brennt", habe ich ihm eine Frist von 1 Woche gesetzt. Sollte er sich bis dahin nicht geäußert haben, werde ich eine eigene Betreuung organisieren. Im Zweifelsfall werden sich bei dieser Betreuung flexible Änderungen im Umgang ergeben müssen.

Gestern habe ich mit dem Herrn telefoniert und einmal höflich nachgefagt, was er von meinem Vorschlag hält. Ich werde von ihm keine Antwort erhalten.
Er will weiterhin nur alle 2 Wochenenden, die anderen Samstage und alle Spätschichten sind mein Problem. Und wenn er den Kleinen nicht, wie bisher an einem festen Nachmittag in der Woche sehen kann, dann wird er mich wegen Kindesentzug anzeigen. Wenn ich "seine" Besuche nicht organisieren kann, dann soll ich meinen Job aufgeben. Wenn der Kleine krank wird und weder durch KiTa oder Tagesmutter versorgt werden kann, wird er auch dann keine Zusatzbetreuung übernehmen.

Außerdem habe ich ihm mitgeteilt, daß mit Tagesmutter erhebliche Betreuungskosten auf mich zukommen werden, ich reche mit mind. 150 €, zuzügl. KiTa-Gebühren. Diese Betreuungskosten kann ich ab 2007 steuerlich als Werbungskosten geltend machen. Mein Ex hat daraufhin festgelstellt, daß er mir auf Grund dieser Absetzmöglichkeit den Unterhalt nicht kürzen kann. Er schäumt vor Wut.

Der hat ja wohl den Schuss nicht gehört.

Wenn ich den Job verliere, falle ich innerhalb von 6 Wochen in Hartz 4. Gibt es die Möglichkeit, daß sich die AA einschaltet und ihm auf die Füße tritt, um meine Anstellung zu sichern? Schließlich hat er innerhalb seiner Möglichkeiten eine Sorgepflicht. Und zu dieser Sorgepflicht gehört nun einmal auch der finanzielle Aspekt.
 
E

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Gast
#2
Zwergenmama sagte :
Gibt es die Möglichkeit, daß sich die AA einschaltet und ihm auf die Füße tritt, um meine Anstellung zu sichern? Schließlich hat er innerhalb seiner Möglichkeiten eine Sorgepflicht. Und zu dieser Sorgepflicht gehört nun einmal auch der finanzielle Aspekt.
Ich fürchte, nein!

Es interessiert einfach niemanden, daß sich dein Mann so unkooperativ zeigt.

Allerdings: wenn er sich so verhält und du deshalb die vereinbarten Besuchszeiten nicht einhalten kannst, solltest du ihm zuvor kommen und eine Neuregelung anstreben.

Gruß aus Ludwigsburg
 
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#3
Hallo Zwergenmama ...

ich kann mich Ludwigsburg nur anschliessen ... du wirst keine wirkliche Handhabung haben, dass er euren Sohn nimmt, wenn du Spätschicht hast.

Und anzeigen kann er dich, nur da wird er auch nicht viel erreichen, wenn er keine Gründe hat, die extrem gegen das sogenannte Besuchsrecht verstoßen bzw. sich dadurch negativ vielleicht bei deinem Sohn auswirken. Denn es ist nicht so einfach mal mit einer Anzeige, dass kostet ihm oftmals mehr Zeit, als was es ihm unterm Strich was bringt.

Alles in allem hört es sich so an, als wäre er noch ziemlich "gefrustet", dass du ihn verlassen hast und nicht so "springst" wie er möchte. So ähnlich ist es beim Papa meiner Tochter auch. Ich klage den Unterhalt ein und gebe dabei auch an, was ich weiss ... z.B. Schwarzarbeit etc. ... und deshalb besucht er sein Kind nicht ... aber egal ... ist sein Problem ... ich sehe unsere Tochter täglich :smile:

Viel Erfolg ...

LG Sandra
 

Kerstin_K

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#4
Ich glaube auch nicht, dass ein Kind viel davon hat, wenn die Betreuungsperson zur Betreuung gezwungen wird.
 
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Gast
#5
Wenn ich "seine" Besuche nicht organisieren kann, dann soll ich meinen Job aufgeben.
Umgekehrt ist es. Die Besuche richten sich dann nach deinem Job. Du müsstest die Umgangsregelung ändern (wichtig!) und der liebe Herr muss damit leben.
Zur Betreuung kannst du ihn nicht zwingen, aber du kannst deine Konsequenzen ziehen, geht auch nicht anders. Nimm dir eine Tagesmutter und organisiere alles, wie es für euch am Besten ist und ändere dann den Umgang.
Ist ja wohl logisch, dass der nicht in jetziger Form möglich ist, bei den flexiblen Arbeitszeiten und das sieht jedes Gericht ein, ist ein triftiger Grund. Da kann der Herr schäumen, bis Blasen draus entstehen. Immerhin gehst du arbeiten.

Und wenn er den Kleinen nicht, wie bisher an einem festen Nachmittag in der Woche sehen kann, dann wird er mich wegen Kindesentzug anzeigen.
Absolut lächerlich, keine Chance, wenn das Kind in dieser Zeit betreut wird, weil du arbeitest oder unterwegs von oder zur Arbeit bist oder der Tagesablauf durch die Arbeit es nicht zulässt.
Umgang ist nichts Starres ... Außerdem ist das kein Kindesentzug und auch keine Umgangsverweigerung.
Wichtig ist aber auf jeden Fall, eine andere Umgangsregelung zu treffen, sobald du alles organisiert hast.

Ist eure jetzige Umgangsregelung schriftlich festgelegt worden? Wenn ja, das Fettgedruckte tun. Wenn nicht, dann mündlich festlegen. Wenn ihm das nicht passt, muss er zum Familiengericht.
Sei mir nicht böse, aber der hat echt nicht den Schuss gehört. Da willst du arbeiten und er legt dir Steine in den Weg.
 
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