Kinder mit nicht ganz ausreichend eigenem Einkommen

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Nur mal eine Frage: kann ein volljähriger Mensch denn "gezwungenermassen" Alg II beziehen?
Wie wäre es, wenn sich ein volljähriges "Kind" aus dem Alg II-Bezug abmeldet?
Nach Beendigung der Ferienarbeit (= Auszahlung des Lohnes) könnte es sich ja wieder anmelden.

Kinder sind ihren Eltern doch nicht gesteigert unterhaltspflichtig.

Viele Grüße,
angel
 
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Gast
Nur mal eine Frage: kann ein volljähriger Mensch denn "gezwungenermassen" Alg II beziehen?

Nein, auch kein minderjähriges

Wie wäre es, wenn sich ein volljähriges "Kind" aus dem Alg II-Bezug abmeldet?

Dann fehlt das ALG II

Nach Beendigung der Ferienarbeit (= Auszahlung des Lohnes) könnte es sich ja wieder anmelden.

Das gibt Probleme

Kinder sind ihren Eltern doch nicht gesteigert unterhaltspflichtig.

Nein

Angel, das Problem ist: auch wenn es rechtlich möglich ist, praktisch gibt das zu viele Probleme, weil die Ämter da nicht mitspielen...
 
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Gast
Angel, das Problem ist: auch wenn es rechtlich möglich ist, praktisch gibt das zu viele Probleme, weil die Ämter da nicht mitspielen...

Wie würdest Du die Chance auf stressfreie Abmeldung einschätzen, wenn (wie bei meinem 18jährigen) gerade mal knapp zehn Euro zur Bedarfsdeckung fehlen? Die paar Kröten sind den Arge-Ärger nicht wert.

Viele Grüße,
angel
 
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Wie würdest Du die Chance auf stressfreie Abmeldung einschätzen, wenn (wie bei meinem 18jährigen) gerade mal knapp zehn Euro zur Bedarfsdeckung fehlen? Die paar Kröten sind den Arge-Ärger nicht wert.

Viele Grüße,
angel


Es ist doch nicht das Geld, warum man seine Kinder aus der BG holt... zzumindest nicht nur...

frag m,al dein Kind ob es in der BG sein möchte...
 
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Gast
Es ist doch nicht das Geld, warum man seine Kinder aus der BG holt... zzumindest nicht nur...

frag m,al dein Kind ob es in der BG sein möchte...

Na freilich will er das nicht, keine Frage. Nur reicht sein Einkommen eben nicht ganz zur Bedarfsdeckung. Uns sind die paar Euro egal, aber der Arge vielleicht nicht?
Deswegen überlege ich, ob er sich einfach aus dem Alg II-Bezug abmelden könnte. Schon alleine die Portokosten durch die neue Widerspruchsregelung würde mehr kosten als das bißchen Alg II, daß er bekommt. Ich muss immer alles per Einschreiben mit Rückschein schicken, weil die Fahrtkosten noch höher wären.

Viele Grüße,
angel
 
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Gast
Betr.: Überprüfungsbescheid – Antrag gemäß § 44 Zehntes Sozialgesetzbuch (SGB X)
BG NR.: ergänzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Leistungen nach SGBII werden nur auf Antrag erbracht (§ 37 Abs. 1 SGBII)
Es entzog sich meiner Kenntnis, dass ich für meinen Sohn XXXXX keine ALG II Leistungen beantragen musste.
Er wurde ohne weitere Erklärung mir gegenüber meiner BG zugeordnet und in die Bedarfsrechnung aufgenommen.

In Unkenntnis der Rechtslage habe ich mich immer auf die Richtigkeit der Auskünfte und der Bescheide verlassen.

In unserem Fall wurde die Aufklärungspflicht seitens der Arge verletzt, oder aus Unwissenheit gehandelt.
Man hätte mich darüber aufklären müssen, daß ALG II nachrangig ist und ich für ihn Wohngeld hätte beantragen müssen.
Als Erziehungsberechtigte mache ich deshalb im Namen meines Sohnes XXXXX von § 46 Abs. 1 SGB I Gebrauch und verzichte rückwirkend zum Datum eintragen auf die Transverleistung für Name des Kindes i. H. v. XX,XX € mtl. mit sofortiger Wirkung.

Ich beantrage die rückwirkende Herausnahme meines Sohnes aus der BG ab Datum aus den unten genannten Gründen.
Wichtig: Im Bescheid muß mein Sohn XXXXX in der Bedarfsberechnung überall mit 0,00 € geführt werden, denn sonst kann die Software mir den Alleinerziehendzuschlag nicht zurechnen. Unter Bemerkungen muss im Bescheid aber stehen, dass er aus diesem Grund im Bescheid aufgeführt werden muß, aber definitiv nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft gehört.
Ich erwarte also umgehend einen Änderungsbescheid, und setze Ihnen hiermit eine Frist bis zum XX.XX.2007, damit ich mit dem Änderungsbescheid dann einen Wohngeldantrag für Name des Kindes stellen kann!


Mein Sohn gehört bzw gehörte nicht in die Bedarfsgemeinschaft
(§ 7 Abs. 3 SGB II )
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

4.
die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.

Anhand des letzten Berechnungsbogens ist unschwer zu erkennen, dass der Bedarf meines Sohnes fast gedeckt ist –
er hat nur einen Bedarf von XX,XX €.
Ich denke, daß er diesen Bedarf durch Wohngeld decken kann.

Ansonsten:
Wer auch immer: Oma, Tante oder wer mal was schenkt wäre bereit, um dem Kind die Zugehörigkeit zur BG zu ersparen, einen evtl. fehlenden Betrag zur Bedarfsdeckung zukommen zu lassen!
Damit wäre Name des Kindes Bedarf dann gedeckt und er gehört nicht in die BG!
Nochmal:

ALG II ist nachrangig.

Vorrang anderer Leistungen -Verhältnis zu Wohngeld
(1) Gemäß § 1 Abs. 5 Wohngeldgesetz (WoGG) ist § 46 Abs. 2 SGB I nicht anzuwenden, wenn im Zusammenhang mit der Beantragung von Wohngeld auf Leistungen nach dem SGB II verzichtet wird. Insoweit besteht ein Wahlrecht zugunsten des Bezuges von Wohngeld. Ist der Antragsteller in der Lage, seinen Bedarf und den der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft durch eigenes Einkommen und Wohngeld zu decken, besteht kein Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Insofern kann in diesem Fall auch kein Wahlrecht im Sinne des § 1 Abs. 5 WoGG bestehen. Dieses Wahlrecht setzt einen Anspruch nach dem SGB II voraus. Der Verzicht auf Leistungen nach dem SGB II lässt den Anspruch auf Wohngeld wieder aufleben.
Hieraus geht hervor, dass mein Kind Anspruch auf Wohngeld hat, da er zusammen mit seinem Einkommen und Wohngeld seinen Bedarf decken kann.
Der Antrag auf Wohngeld kann jedoch erst nach Herausnahme meines Kindes aus der BG bearbeitet werden.
Deshalb erkläre ich hier im Namen und in Vollmacht als gesetzlicher Vertreter für meinen Sohn Name des Kindes:
Durch die Arge Name deiner ARGE wurde mein Kind mit Bescheid vom XX.XX.2007 und sämtlicher Folgebescheide irrtümlich zur Bedarfsgemeinschaft hinzugerechnet.
Durch das Einkommen meines Sohnes bilden wir nach Überprüfung der Rechtslage eine Mischgemeinschaft und keine Bedarfsgemeinschaft.
Mein Sohn kann seinen Bedarf aus eigenen Mitteln decken.

Lehnen Sie meinen Antrag ab, so bitte ich bis XX.XX.2007 um einen rechtsmittelfähigen Bescheid und um schriftliche Aufklärung des Sachverhalts und Zusendung bzw. Benennung der Gesetzestexte oder Paragraphen, die meinen Standpunkt widerlegen.

Mit freundlichen Grüßen
 
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Na freilich will er das nicht, keine Frage. Nur reicht sein Einkommen eben nicht ganz zur Bedarfsdeckung. Uns sind die paar Euro egal, aber der Arge vielleicht nicht?
Deswegen überlege ich, ob er sich einfach aus dem Alg II-Bezug abmelden könnte. Schon alleine die Portokosten durch die neue Widerspruchsregelung würde mehr kosten als das bißchen Alg II, daß er bekommt. Ich muss immer alles per Einschreiben mit Rückschein schicken, weil die Fahrtkosten noch höher wären.

Viele Grüße,
angel

Hatte dich ganz falsch verstanden :)

Nutz einfach den Überprüfungsantrag...und beantrage Wohngeld für ihn: laß dir nichts erzählen: du kannst den Antrag stellen! Auch als ALG II Bezieherin, und reichst den Alg II Änderungsbescheid nach, sobald dein Kind aus der Bg raus ist.
 
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Bin zuversichtlich. Bei der 12jährigen habe ichs ja auch geschafft, dank Deiner Ratschläge.
Ich werde berichten, wie es weitergeht.

Viele Grüße,
angel
 
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ExUser 2606

Gast
Schon alleine die Portokosten durch die neue Widerspruchsregelung würde mehr kosten als das bißchen Alg II, daß er bekommt. Ich muss immer alles per Einschreiben mit Rückschein schicken, weil die Fahrtkosten noch höher wären.

Viele Grüße,
angel

Du weißt aber schon, dass, wenn die Wiedersprüche durch gehen, du das ertattet bekommst?
 
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