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Kinder Bedarfsgemeinschaft Arge Alternative

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Jenie

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#1
Kind als eigene Bedarfsgemeinschaft ?

Bei einer Nachbarin tauchte gestern folgendes Problem auf. Sie hätte Post bekommen von der Grundsicherung da ihr großer Sohn nun 15 geworden ist, würden alle Zahlungen eingestellt werden.

Sie soll nun einen Antrag bei der Arge stellen. Ich habe ihr zugesagt sie zu begleiten, sie hat angst vor der Arge. Aber ich habe auch den Eindruck das sie nun auf Teufel komm heraus alles mögliche an Alternativen sucht um ja nicht bei der Arge zu landen. Sie rechnete laufend rauf und runter und hin und her. Ich habe die genauen Zahlen nun mir nicht alle merken können ( habe sie gebeten mir doch bitte mal den Bescheid vorbei zu bringen) aber sie bekommt wohl folgendes:

Der Bescheid liegt mir nun vor:

Miete hat sie : 800 Euro warm ( knapp 69 euro werden für Tiefgarage usw.. abgezogen)

Miete Lasten: 507,15
Heizkosten: 110,46
Warmwasserkosten: - 6,33
Nebenkosten Vorauszahlung: 118,48
Antennen/Kabelgebühr : 10,22
_____________________________
Anrechenbare Unt.Kosten: 739,98

Einkünfte:

EU Rente : 751,67
Davon werden 17,60 Private Krankenversicherung abgezogen und somit ein Einkommen von

Eu Rente : 734,07 Euro als einkommen gerechnet
Kind. Unterhalt: 187,00 Euro
Kindergeld 498,00 Euro ( ist jetzt das neue KG)

Soweit die Einkünfte. 250 Euro sagt sie könnte der Papa der beiden anderen Kinder wohl noch überweisen zumindest solange er Arbeit hat.


Laut ihrem Bescheid hatte sie nun bisher 518 Euro von der Grundsicherung, ausbezahlt wurden ihr 487 Euro aufgrund einer Überzahlung die ihr Monatlich abgezogen wird.

Sie überlegte auch einen kleinen minijob aufzunehmen wenn es sich nur noch um ein paar Euro handelt, riskiert so aber auch ihre Gesundheit. Der Minijob soll dann wohl eine Art Heimarbeit sein, sie hat die Hüften Kaputt und kann nur mit Gehwagen laufen.
Wegen der Heimarbeit habe ich sie nochmal angesprochen was sie meine dann sicher erarbeiten zu können - Ohne sich dabei zu sehr damit zu übernehmen - Sie meinte so 150 bis 250 Euro könnte sie damit schaffen, und der Rententräger da darf sie wohl bis 350 zuverdienen.

Mh ich kenne sie ja nun eine weile und sie ist immer schnell Müde und schläft dann viel. Aber es klingt dann nach 6 bis 10 Stunden pro woche an Arbeit wenn sie langsam macht.

Morgen fahre ich mit Ihr zumindest schon mal einen Antrag holen und fülle ihn mal mit ihr aus. Ausser das ich nun sie auch zur Arge begleite, möchte ich sie gerne in Ihrem Denken ein wenig unterstützen. Daher da ich das nun so nicht weis,
was wäre nun ein guter rat für sie? Die beiden Fragen hatte sie dazu:

1. Ist das so richtig das sie nun zur Arge müssen (wegen dem grossen sohn) ?
2. Gibt es eine Alternative mit Wohngeld oder Kindergeld zusschlag usw...

Grüßle
Jenie
 

Jenie

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#2
so nun habe ich dort auf der Arge angerufen und direkt mal nachgefragt was zu tun ist.
Laut deren Aussagen muss ein Kompletter Neuantrag durch sie gestellt werden. sie als Antragsteller und alles wird komplett als Bedarfsgemeinschaft genommen.

Die Anträge bekommt sie nun erst mal zugesendet.

Im Internet habe ich bisher das hier dazu gefunden:

Bedarfsgemeinschaft

Die Bedarfsgemeinschaft kann in der Regel mit der Familie gleichgesetzt werden. Zu ihr gehören die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, als Partner der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte, die Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen („eheähnliche“ Gemeinschaft), der nicht dauernd getrennt lebende eingetragene Lebenspartner und die im Haushalt lebenden unverheirateten Kinder des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen oder seines Partners, soweit sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Kinder gehören nicht zur Bedarfsgemeinschaft ihrer Eltern, wenn sie ihren Bedarf durch eigenes Einkommen decken können oder wenn sie selbst ein Kind haben. In diesen Fällen bilden sie zusammen mit ihrem Kind eine eigene Bedarfsgemeinschaft. Sind die Eltern nicht erwerbsfähig, bilden sie trotzdem mit ihren minderjährigen Kindern eine Bedarfsgemeinschaft, wenn mindestens ein Kind erwerbsfähig ist - also mindestens 15 Jahre alt.

Minderjährige gehören nicht zur Bedarfsgemeinschaft ihrer Eltern, wenn sie ihren Bedarf durch eigenes Einkommen decken können oder wenn sie selbst ein Kind haben. In diesen Fällen bilden sie zusammen mit ihrem Kind eine eigene Bedarfsgemeinschaft. Sind die Eltern nicht erwerbsfähig, bilden sie trotzdem mit ihren minderjährigen Kindern eine Bedarfsgemeinschaft, wenn mindestens ein Kind erwerbsfähig ist - also mindestens 15 Jahre alt.
 
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