Kind U18 aus der BG ?? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Cocolinchen

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na ich finds erstaunlich, dass keine Antworten kamen :icon_eek:

mittlerweile bin ich so weit:
Wunsch 1 meines Kindes war Schule weitermachen - Wegezeit (von Haustür morgens bis Haustür nachmittags) täglich über 3 Stunden. Da diese Schule nicht BaföG gefördert ist, bekommt sie auch keine Unterstüzung vom JC. Sprich es wird keine Wohnug mitfinanziert, weil unter 18.
Mir wurde allerdings vorgeschlagen, dass ich doch in die Stadt umziehen sollte, in der sich die Schule befindet. Damit wären unsere Probleme doch erledigt :icon_neutral: ... ok dann bin ich meinen Minijob auch los.

Ersatz wäre dann ein reguläres Gymnasium bis sie 18 ist, ab dann würde das JC mitfinanzieren - auch wenn's um ne weiterführende (höhere) nicht BaföG geförderte Schule geht.

Nun versucht mein Kind zwangsweise einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Selbst dann ist dank unserem Landleben die Entfernung ein Problem .... ob das Ausbildungsgeld reichen würde (inkl. dann Kindergeld) um ne Wohnung zu halten??
Ob das JC dann BaB genehmigt? Immerhin wäre mein Kindchen dann noch immer unter 18, müsste aber Ausbildungsnah wohnen.

Eine Aussage in folgender Richtung kam bereits:
Soll sie sich irgendeine wohnortnahe Ausbildung suchen. Vielleicht findet sie ja irgendwann gefallen und will keine Ausbildung im Wunschberuf mehr :confused:

na danke
 

Chandra

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also ich hab das so verstanden, dass BaB unter 18 gezahlt wird, wenn der Ausbildungsort zu weit von der elterlichen Wohnung entfernt ist - heißt über eine Stunde

ob das stimmt mag ich nicht beschwören
 

biddy

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Bei BAB gilt:

Entfernung / Wegezeit (Randnummer 64.1.6)

Entfernung / Wegezeit

(1) Ob der Auszubildende eine Ausbildungsstätte von der Wohnung seiner Eltern aus in angemessener Zeit erreichen kann, ist aufgrund der durchschnittlichen täglichen Wegzeit, nicht nach der Wegstrecke zu beurteilen. Eine Ausbildungsstätte ist nicht in angemessener Zeit erreichbar, wenn der Auszubildende bei Benutzung der günstigsten Verkehrsverbindungen für Hin- und Rückweg eine Wegzeit von insgesamt mehr als 2 Stunden benötigt. Zu der Wegzeit gehören auch die notwendigen Wartezeiten vor und nach der täglichen Arbeitszeit. Jeder volle Kilometer Fußweg ist mit 15 Minuten zu berechnen. Maßgebend sind die Verkehrsverhältnisse bei Beginn des Bewilligungszeitraumes. Die Wegzeit zur Berufsschule ist für die Prüfung der Angemessenheit unerheblich.

(2) Ausnahmsweise kann wegen Besonderheiten hinsichtlich der Arbeitszeit (z.B. Bäckerhandwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe) der Zweistundenzeitraum unterschritten werden.
Quelle: Weisungen zur Berufsausbildungsbeihilfe - § 64 SGB III (ist seit dem 1.4.2012 § 60!!)

Wenn Azubivergütung, Kindergeld und BAB nicht reichen sollten, um neben der fiktiven Regelleistung auch die Unterkunftskosten zu decken, wäre ein KdU-Zuschuss für Azubis nach § 27 SGB II vom Jobcenter (ist kein Alg II!) möglich (also falls sich ein Fehlbetrag ergeben würde) - Alg II würde es ja nicht geben, da er vom Alg II ausgeschlossen wäre durch die betriebliche Ausbildung.
Der im BAB enthaltene Teil für die Unterkunft würde bei der Berechnung eines eventuellen KdU-Zuschusses allerdings angerechnet werden auf die Unterkunftskosten bzw. auf diesen Zuschuss. Der KdU-Zuschuss wäre also gedeckelt auf den Betrag für angemessene Unterkunfts- und Heizkosten nach dem SGB II minus dem im BAB enthaltenen Anteil für die Unterkunft.


na ich finds erstaunlich, dass keine Antworten kamen :icon_eek:
Das tut mir leid. Ich zumindest seh' Deinen Beitrag durch Dein Wiederhochholen heute das erste Mal. :confused:
 

Cocolinchen

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könnte sie dann nicht Wohngeldzuschuß beantragen?

wie alles finanziell reicht müssen wir dann erst sehen ..... aber danke für eure Antworten - auch wenn ihre Wunsch-Schule nix wird, hoffen wir wenigstens auf den gewünschten Ausbildungsplatz
 

biddy

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Ich glaube, Wohngeld ist nur möglich, wenn noch jemand anderer mit in ihrem Haushalt leben würde, der dem Grund nach KEINEN BAB-Anspruch hätte. Müsste sich noch mal jemand anderer zu äußern.
KdU-Zuschuss nach dem SGB II für Azubis (wie gesagt, dass ist KEIN Alg II - siehe § 27 SGB II) wäre aber möglich, falls die angemessenen Unterkunftskosten plus Heizkosten durch eigenes Einkommen nicht gedeckt wären.
 

Erolena

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Für den Mietzuschuss vom Jobcenter ist (nur) beim unter 25Jährigen Voraussetzung, dass das Jobcenter den Auszug anerkennt. Das dürfte kein Problem sein, denn der Auszug erfolgte zum Zweck der Ausbildung.

Ich denke, dass ein Azubi in eigener Unterkunft, der auf den KdU-Zuschuss verzichtet, Wohngeld beziehen kann.
(2) Verzichten Haushaltsmitglieder auf die Leistungen nach § 7 Abs. 1, um Wohngeld zu beantragen, gilt ihr Ausschluss vom Zeitpunkt der Wirkung des Verzichts an als nicht erfolgt; § 46 Abs. 2 des Ersten Buches Sozialgesetzbuch ist in diesem Fall nicht anzuwenden.

Quelle: § 8 WoGG – Dauer des Ausschlusses vom Wohngeld und Verzicht auf Leistungen | wohngeld.orghttps://www.wohngeld.org/wohngeldgesetz-wogg/paragraph8.html
Im § 7, Absatz 1 steht ja der KdU-Zuschuss vom Jobcenter nach § 27 SGB II.
Deshalb denke ich, wer auf den - ihm zustehenden - Mietzuschuss verzichtet, der hat Wohngeldanspruch.
Diese Möglichkeit müsste dann allen offenstehen, die im § 27 Abs 3 SGB II als Mietzuschussberechtigte genannt sind. Vorausgesetzt, ich hab keinen Denkfehler.

Biddys Beispiel bezieht sich sicher auf einen bafögberechtigten Studenten, der in eigener Unterkunft wohnt. Der Student soll in der Regel nebenbei arbeiten gehen, meint der Gesetzgeber. Er bekommt nur in Ausnahmefällen Wohngeld. So z.B. wenn er mit Nicht-Ausbildungsförderungsberechtigten zusammenlebt.
 

Erolena

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Vorsicht. Ich glaube, ich bin im vorigen Beitrag bezüglich Wohngeld von förderberechtigten Azubis (die alleine in eigener Unterkunft leben) auf einem ziemlich breiten Holzweg herumgeirrt. Dann Entschuldigung bitte.

§ 20 Abs 2 Wohngeld-Gesetz
§ 20 Gesetzeskonkurrenz

(2) Stehen allen Haushaltsmitgliedern Leistungen zur Förderung der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz oder den §§ 56, 116 Absatz 3 oder § 122 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch dem Grunde nach zu oder stünden ihnen diese Leistungen im Fall eines Antrages dem Grunde nach zu, besteht kein Wohngeldanspruch. Satz 1 gilt nicht, wenn die Leistungen ausschließlich als Darlehen gewährt werden. Satz 1 gilt auch, wenn dem Grunde nach Förderungsberechtigte der Höhe nach keinen Anspruch auf Förderung haben. Ist Wohngeld für einen Zeitraum bewilligt, in den der Beginn der Ausbildung fällt, ist das Wohngeld bis zum Ablauf des Bewilligungszeitraums in gleicher Höhe weiterzuleisten; § 27 Abs. 2 und § 28 bleiben unberührt.
§ 20 WoGG Gesetzeskonkurrenz - dejure.org

OVG Sachsen, 24.06.2011 - 4 D 47/11
Ausschluss von Wohngeld wegen der Förderfähigkeit der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG; Ablehnung von Prozesskostenhilfe für ein auf die Gewährung von Wohngeld gerichtetes Klageverfahren
2. Gemessen hieran hat die beabsichtigte Rechtsverfolgung der Klägerin keine
hinreichende Aussicht auf Erfolg. Zu recht weist das Verwaltungsgericht im
angefochtenen Beschluss darauf hin, dass die Ausbildung der Klägerin zur
Gesundheits- und Krankenpflegerin gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG dem Grunde nach
förderfähig ist. Somit ist im streitgegenständlichen Zeitraum ein Anspruch auf
Wohngeld gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 und 3 WoGG ausgeschlossen.
 

Cocolinchen

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BaföG fällt raus, also BaB mit dem Wohnzuschuß .... wenn der Nettolohn net zu hoch ist, wovon ich kaum ausgehe als Azubi

danke euch
 
G

gast_

Gast
na ich finds erstaunlich, dass keine Antworten kamen :icon_eek:
Ich seh dein Thema auch erst jetzt... manchmal muß man hochschubsen, damit es wenigstens später gesehen wird.

Aussagen würde ich nie glauben.

Selbst schlau machen, welche Möglichkeiten es gibt - und beim Jobcenter Antrag auf Auskunft und Beratung schriftlich stellen... und schriftliche Antwort einfordern.

Auf was für eine Schule möchte deine Tochter denn gehen?
 

Cocolinchen

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ich verzeih euch das *überlesen* :icon_knutsch:

mein Kindchen möchte die 2-jährige Höhere Handelsschule mit direkt anschliessender allgemeinen Fachhochschulreife besuchen - wir hatten dort auch angerufen --> nicht BaföG gefördert


Sie könnte zwar auch auf eine Berufsfachschule in unserem Bundesland und Landkreis gehen und dort eine ähnliche Handelsschule mit abschliessendem Fachabitur besuchen, was ihr in NRW nichts bringt :icon_dampf:
und
nach Abschluss dieser zweijährigen Schule müsste sie zusätzlich 3 Jahre Berufsoberschule machen, damit sie die allgemeine Fachhochschulreife erlangt.
Zudem ist auch der öffentliche Nahverkehr in den Ort extrem schlecht.


die betreffenden Links zum selbst vergleichen:

Höhere Handelsschule

Höhere Berufsfachschule + zusätzlich 3-jährig BOS II


ZUSATZ

Schule Nr2 hat nur *entweder-oder* Fächer zur Wahl
- Handel und E-Commerce
- Organisation und Officemanagement
- IT-Systeme






während an der Höheren Handelsschule alles gemeinsam unterrichtet wird!!
 
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