Kind raus aus BG

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farger4711

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Hallo ihr Lieben,

mein Sohn (16) zieht zu seinem Vater (ALG II),
ich (kein ALG II) werde den Kindesunterhalt an den
Vater zahlen. Er wird auch der Kindergeldberechtigte sein.

Er hat bei Antragstellung mitgeteilt, dass sein Sohn nicht im
Bezug sein wird. Die SB hat darauf zur Antwort gegeben, dass
er ihr das wohl überlassen müsse, wie sie das rechnet...
Irgendwas wurde gesagt, die würden in Vorkasse gehen und sich
den Unterhalt dann bei mir holen?????
Ich werde den Unterhalt ganz normal per Dauerauftrag anweisen.

Was kann der KV dagegen tun? Welche Rechtsgrundlage könnte er anführen?

Mir ist in Erinnerung, wenn kein Antrag gestellt wird (für Sohnmann) dann kann auch
nichts "gerechnet" werden. Ist doch richtig?

Nun ist es auch so, dass ich für meinen Sohn auch Schulgeld zahle. Das kann ich aber nicht mehr, wenn ich den Unterhalt an den KV bezahle,
Mein Sohn geht seid 5 Jahren auf eine Privatschule. Wie sieht es mit dem Kindergeld aus? (UN)normalerweise wird das dem KV zugerechnet (ist nicht in Ordnung für mich), aber davon müßte das Schulgeld bezahlt werden können.
Wie ist das zu regeln?

Ich bedanke mich für eure Antworten!!!
 

farger4711

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Es hat sich doch nichts daran geändert, dass ein Kind mit
genügend eigenem Einkommen aus der BG raus ist, oder?

Mir versucht gerade jemand vehement einzureden, dass das falsch wäre...
 

gelibeh

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Mir versucht gerade jemand vehement einzureden, dass das falsch wäre...
Natürlich fallt das Kind dann aus der BG. Das nicht benötigte Kindergeld wird dann beim Vater angerechnet. Wie sich der Bedarf des Kindes berechnet, weiß ich nicht.
 

Helga40

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Ob das Kind Teil der BG wird, hängt von der Höhe des Bedarfs und des Einkommens ab. Also Regelsatz des Kindes 302 Euro + Mietanteil, das wäre sein Bedarf. Kindergeld sind sicherlich 184 Euro. Nehmen wir einen Mietanteil von 250 Euro, wäre der Bedarf 552 Euro. Abzüglich des Kindergeldes müssten also mind. 368 Euro Unterhalt gezahlt werden, damit das Kind nicht zur BG gehört.

Wieviel Unterhalt soll denn fließen und wie hoch ist die Miete des Vaters, wohnen noch andere Personen dort?
 

doppelhexe

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der bedarf des kindes errechenet sich nach dem regelsatz seinses alters entsprechend + anteilmäßige KDU

mit 16 jahren hat er anspruch auf 302€ regelbedarf
+ mietanteil (warmmiete bei engemessener wohnung durch kopfzahl)

wenn er diesen bedarf mit unterhalt und kindergeld (+ evtl. wohngeld) decken kann, fällt er aus der BG raus. im berechnungsbogen erscheint das kind aber mit zahlbetrag NULL
was überschüssig ist wird bis zur höhe des kindergeldes beim vater angerechnet., weil kindergeld einkommen des kindergeldberechtigten ist und nicht einkommen des kindes. wenn unterhalt regelmäßig gezahlt wird, dürfen die das auch nicht vorschiessen und vom unterhaltpflichtigen zurückholen, nur um das gesamte einkommen der bg zuzurechnen...

schulgeld für privatschule mss das amt nicht übernehmen, da der bedarf durch staatliche schulen gedeckt wird. man kann also das schulgeld auch nicht gegenrechnen.
 

Cha

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.... Die SB hat darauf zur Antwort gegeben, dass er ihr das wohl überlassen müsse, wie sie das rechnet...
Diese Auskunft ist Quark !

Der Vater ist zunächst verpflichtet, dem JC mitzuteilen, ab wann sein Sohn bei ihm wohnt.
Er hat durchaus das Recht zu sagen, dass sein Sohn nicht hilfebedürftig ist.

- Dann werden für den Sohn keine Leistungen gezahlt.
- Bei den Kosten für die Unterkunft fehlt der Kopfteil des Kindes.
- Das Kindergeld bleibt Einkommen des Vaters.
- Eine Prüfung zur Unterhaltspflicht wird nicht notwendig.

Es kommt allerdings eher selten vor, dass ein Kind seinen Lebensunterhalt einschließlich seinem Kopfteil der Kosten für die Unterkunft alleine aus dem Unterhalt bestreiten kann.
Nach meiner Einschätzung stellt sich der Vater mit seinem Wunsch schlechter.

Viele Grüße

Cha
 

farger4711

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Ob das Kind Teil der BG wird, hängt von der Höhe des Bedarfs und des Einkommens ab. Also Regelsatz des Kindes 302 Euro + Mietanteil, das wäre sein Bedarf. Kindergeld sind sicherlich 184 Euro. Nehmen wir einen Mietanteil von 250 Euro, wäre der Bedarf 552 Euro. Abzüglich des Kindergeldes müssten also mind. 368 Euro Unterhalt gezahlt werden, damit das Kind nicht zur BG gehört.

Wieviel Unterhalt soll denn fließen und wie hoch ist die Miete des Vaters, wohnen noch andere Personen dort?

Die Miete beträgt 486€. Bewilligt wurden 428€.
Es würden dort nur Sohn und Vater wohnen.

302€ + 214€ - 184 = 332€ ...Also müsste der Unterhalt 332€ betragen, damit Sohnemann nicht im Bezug ist?
 

Helga40

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Kommt drauf an. Ggf. erkennt ja das JC wieder mehr Miete an, wenn es dann 2 Personen werden. Dann müsste der Unterhalt entsprechend höher werden.
 

Balindys

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302€ + 214€ - 184 = 332€ ...Also müsste der Unterhalt 332€ betragen, damit Sohnemann nicht im Bezug ist?

Der aktuelle Mindestunterhalt für die Altersstufe 12-17 Jahre liegt bei einem Zahlbetrag von 334 €. Den wird das Jobcenter auch anrechnen. Es kommt aber noch auf dein Gehalt an und auf die Höhe des Titels. Ist noch kein Titel vorhanden, kann es gut passieren, dass das Jobcenter den Vater auffordert, den Unterhalt titulieren zu lassen. Und dann kann sich ggf. der Unterhalt noch erhöhen.
 

farger4711

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Also hat mein Sohn sozusagen keinen Überhang der seinem Vater zu Gute käme?

Das heißt mein Sohn kann auch nicht zum Jobcenter "eingeladen" werden, wegen Zeugnis oder Ähnlichem?
 

Balindys

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Das JC kann nur anrechnen, was wirklich gezahlt wird.
Das ist die Summe, die das Abteilung für Unterhalt im Jobcenter mindestens berechnen wird.
Alles Andere wird sich aus der Überprüfung des Einkommen des Barunterhaltspflichtigen ergeben. Und das Jobcenter berechnet diese Summe und wird erst im Folgemonat die Summe korrigieren und nachzahlen, wenn gar kein Unterhalt bzw weniger als berechnet geflossen ist.
 

Helga40

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Na ja, erstmal wird angerechnet, was tatsächlich fließt. Das JC schickt ja erstmal eine Rechtswahrungsanzeige raus und die Prüfung dauert dann auch noch ne Weile, ich glaube nicht, dass es vorliegend schon einen Titel gegen die TE gibt, wenn das Kind bisher bei ihr gelebt hat.

Also hat mein Sohn sozusagen keinen Überhang der seinem Vater zu Gute käme?

Ja, wieviel Unterhalt wirst du denn nun zahlen und wie wird sich das mit der Miete deines Ex entwickeln? Die wird doch wahrscheinlich jetzt höher anerkannt werden. Von daher kann man es ohne konkrete Zahlen echt schlecht sagen. Außerdem steht doch noch das Schulgeld für die Privatschule als Problem im Raum.
 

Hartzer81

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Es kann dir doch völlig egal sein, wie es sich mit der BG des Vaters verhält. Du zahlst den Unterhalt und gut. Nachweise über die Zahlung solltest du unbedingt aufheben.

Dem Kind passiert gar nichts, so lange es eine Schule besucht. Du solltest dir lieber Sorgen über das Schulgeld machen. Da steckt das eigentliche Problem.
 
E

ExitUser

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Dass jemand im Bezug von ALG2 kein Schulgeld zahlen kann, sollte eigentlich logisch sein. Egal ob das Kind in der BG bleibt oder nicht, er wird kaum das Geld dafür haben.
Wie hoch ist es? 150? Er kann das KG nicht dafür nehmen, weil es das Kind braucht und der Überhang, wenn es einen gibt, bis zur Höhe des Kindergeldes mit seinem Regelsatz verrechnet wird.
Kindergeld ist Einkommen der Eltern und wird zum Einkommen des Kindes, wenn das Kind seinen Bedarf im H4 nicht decken kann.
 
P

Pichilemu

Gast
Wird Schulgeld überhaupt beim Unterhaltsanspruch berücksichtigt? Oder müsste das Kind in dem Fall wieder auf eine öffentliche Schule wechseln?
 
E

ExitUser

Gast
Wird nicht berücksichtigt. Es kann aber als Sonderausgabe bei der Steuer mit 30% und bis 5000€ im Jahr abgesetzt werden. Aber das hat sie sicher schon genutzt.
 

farger4711

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Na ja, erstmal wird angerechnet, was tatsächlich fließt. Das JC schickt ja erstmal eine Rechtswahrungsanzeige raus und die Prüfung dauert dann auch noch ne Weile, ich glaube nicht, dass es vorliegend schon einen Titel gegen die TE gibt, wenn das Kind bisher bei ihr gelebt hat.

Ja, wieviel Unterhalt wirst du denn nun zahlen und wie wird sich das mit der Miete deines Ex entwickeln? Die wird doch wahrscheinlich jetzt höher anerkannt werden. Von daher kann man es ohne konkrete Zahlen echt schlecht sagen. Außerdem steht doch noch das Schulgeld für die Privatschule als Problem im Raum.

Es gibt tatsächlich noch keinen Titel. Ich werde auf jeden Fall, falls die reale Miete anerkannt wird, die Differenz zum Unterhalt drauflegen.
Macht es Sinn das JA von mir aus um Prüfung zu bitten?


Ich werde eine Schulgeldermäßigung beantragen. Bei mir sind ja Kind und ca. 500 € weg. Ich wüsste nicht wovon ich das Schulgeld tragen könnte. Der KV wird wohl auch einen solchen Antrag stellen.

Es kann dir doch völlig egal sein, wie es sich mit der BG des Vaters verhält.

Dem Kind passiert gar nichts, so lange es eine Schule besucht. Du solltest dir lieber Sorgen über das Schulgeld machen. Da steckt das eigentliche Problem.

Ganz schlicht: ich gönne ihm das Geld meines Kindes nicht...je weniger ihm zugeschoben werden kann umso besser.

Wird nicht berücksichtigt. Es kann aber als Sonderausgabe bei der Steuer mit 30% und bis 5000€ im Jahr abgesetzt werden. Aber das hat sie sicher schon genutzt.

Die 30% Prozent werden bei der Steuererklärung berücksichtig.
 

Balindys

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Es gibt tatsächlich noch keinen Titel. Ich werde auf jeden Fall, falls die reale Miete anerkannt wird, die Differenz zum Unterhalt drauflegen.
Drauflegen würde ich nicht so ohne weiteres, denn was er an Geld bekommt, wird ihm auch angerechnet - mach über die Summe lieber einen Darlehensvertrag mit deinem Ex.

Macht es Sinn das JA von mir aus um Prüfung zu bitten?
Nein, denn in der Regel ist das Jugendamt raus, wenn das Jobcenter involviert ist, da eigene Unterhaltsabteilung. Den Mindestunterhalt bist du dem Kind auch ohne Titel schuldig.

Ganz schlicht: ich gönne ihm das Geld meines Kindes nicht...je weniger ihm zugeschoben werden kann umso besser.
Ob du es ihm nun gönnst oder nicht - das Kind ist unterhaltsberechtigt und da es noch nicht volljährig ist, ist der Elternteil, bei dem es lebt, rechtlich befugter Unterhaltsempfänger. Wenn du euren Sohn zu seinem Vater ziehen lässt, traust du dem Vater wohl zu, dass er euren Sohn auch erziehen und versorgen kann - und dann sollte auch gewährleistet sein, dass die Mittel dafür da sind.
 

farger4711

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Oh man oh man. Ich kann dich beruhigen. Er wird ganz sicher nicht im Geld schwimmen bei 302€ Regelsatz für das Kind und du weißt doch sicher auch, dass auch dein Unterhalt als Einkommen gegen gerechnet wird. ironieaus
Deshalb willst du Überhang vermeiden.

??? Hilf mir mal von der Ringleitung runter...
 
E

ExitUser

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Warum denken eigentlich die meisten Unterhaltszahler, dass der andere das Geld für das Kind für sich nimmt?
Wäre dem so, müssten doch diese Kinder nackt rumlaufen und verhungern.
Letztendlich gibt es ein Gesamteinkommen, von dem alles bestritten wird oder er gibt dem Sohn die 302€ und dieser muss dann alles davon bestreiten.
 

farger4711

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Warum denken eigentlich die meisten Unterhaltszahler, dass der andere das Geld für das Kind für sich nimmt?
Wäre dem so, müssten doch diese Kinder nackt rumlaufen und verhungern.
Letztendlich gibt es ein Gesamteinkommen, von dem alles bestritten wird oder er gibt dem Sohn die 302€ und dieser muss dann alles davon bestreiten.

Wie kommst du auf die Idee, dass ich annehme das Geld für den Vater zu zahlen?

Ich gönne ihm nichts was ich an Unterhalt für mein Kind zahle, es aber ihm zugerechnet wird. Ich habe bis heute keinen Cent Unterhalt von ihm für meinen Sohn bekommen, da er im Bezug ist (warum sei dahingestellt). Für meine Kinder immer, aber nicht für einen Fremden.

Ich bin NICHT "die meisten Unterhaltszahler".
 

farger4711

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Dann hast du was falsch verstanden - alles was ihm zugerechnet wird, bekommt er weniger. Also gibt es da doch gar nichts "zu gönnen".

Wenn ich noch so viel Unterhalt für meinen Sohn bezahle bleibt es bei 302€ und dem Mietanteil. Alles was drüber ist wird seinem Vater rübergeschoben.
Bei mir steht dem Jungen das Geld zur Verfügung und nicht mir.
Indirekt unterstütze ich meinen EX.
 
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