Kind in der BG oder nicht?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

michaelulbricht

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2005
Beiträge
1.030
Bewertungen
83
Hallo,

helft mir da bitte weiter.

Gesamtsituation:

1 Alleinerziehende/der
+ 1 Kind (6 Jahre)
Arge 211,00 € Regelleistung und 115.52 € anteilige KDU (326,52 € Bedarf)
+1 Kind (3 Jahre)
Arge 211,00 € Regelleistung und 115.52 € anteilige KDU (326,52 € Bedarf)
+1 Kind (1 Jahr)
Arge 211,00 € Regelleistung und 115.52 € anteilige KDU (326,52 € Bedarf)


Nun bekommt der 6 Jährige

Unterhaltsvorschuß in Höhe von +158,00 €
Kindergeld in Höhe von +164,00 €
gewerblich / freiberufliches Einkommen +105,00 €
-------------
+ 427,00 €

+ 427,00 €
Einkommensfreibetrag - 100,00 €
-------------
327,00 €


Ist der 6 Jährige noch Mitglied in der BG, da er nicht bedürftig ist ?

Was habe ich da übersehen ?

Klaus
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.583
Für mich sind alle Kinder "draußen", da sie jeweils ein Einkommen von 322,00 EUR haben. Dem steht ein Bedarf von 326,62 EUR gegenüber. Sie erhalten also lediglich einen KdU-Anteil von 4,62 EUR.

Ich würde den Wohngeldanspruch der Kinder ausrechnen lassen. Das Wohngeld hat sich ja aktuell erhöht (Heizkosten mit berücksichtigt).
 

michaelulbricht

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2005
Beiträge
1.030
Bewertungen
83
hmm,

bei den anderen ist der Unterhaltsvorschuss nur 117,00€ da unter 6 Jahre.

Das heist der 3 Jährige bekommt 117,00 Unterhaltsvorschuß und 164,00 € Kindergeld = 281,00 €

Der 1 Jährige bekommt 117,00 Unterhaltsvorschuß und 170,00 € Kindergeld
= 287,00 €

Klaus
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.437
Bewertungen
1.637
hmm,

bei den anderen ist der Unterhaltsvorschuss nur 117,00€ da unter 6 Jahre.

Das heist der 3 Jährige bekommt 117,00 Unterhaltsvorschuß und 164,00 € Kindergeld = 281,00 €

Der 1 Jährige bekommt 117,00 Unterhaltsvorschuß und 170,00 € Kindergeld
= 287,00 €

Klaus
ich würde sofort einen Wohngeldantrag stellen, denn mit Wohngeld sind sie raus.
Viele Argen verweisen von sich aus auf das Wohngeld.
 

michaelulbricht

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 Dezember 2005
Beiträge
1.030
Bewertungen
83
dann muß da also jedes Kind bzw der / die Alleinerziehende in vertretung einen Wohngeldantrag stellen oder ?

Der 6 Jährige wäre ja sowieso raus da er mit seinem Einkommen über dem Bedarf liegt.

Klaus
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.583
Der Haushaltsvorstand/Mieter der Wohnung als hier in diesem Fall Nicht-Antragsberechtigter, da Alg-II-Bezieher, beantragt für die anderen antragsberechtigten Mitglieder des Haushalts Wohngeld bzw. lässt sich erst den Anspruch ausrechnen und den Antrag ruhend stellen, da es wohl nicht bewilligt wird, wenn die Kinder noch im Alg-II-Bescheid stehen.

Ludwigsburg meinte:


Zum Wohngeld:


In Mischhaushalten ist es möglich, dass wenn ein minderjähriges Kind nicht bedürftig ist, Wohngeld für eben dieses Kind auch von einem erwachsenen bedürftigen ALGII- Empfänger beantragt werden kann, meist HH-Vorstand benannt.

Dabei ist das Wohngeld "Zweckgebunden"
Dass zweckgebundene Leistungen nicht angerechnet werden dürfen, ergibt sich einmal direkt aus dem SGB II im § 11 und im WoGG auch noch mal unter § 1 WoGG. (Nur dann, wenn ungerechtfertigt geleistet wurde! Also z. Bsp. gleichzeitig Leistungen nach ALG II - ist aber nicht der Fall wenn es eine 0-Leistung ist)

Eindeutig schreibt da sogar die BA in ihren Ausführungen, als pdf-Datei:
https://www.arge-hagen.de/downloads/Merkblatt__Wohngeld__pdf.pdfErhält jedoch z. B. ein ALG II empfangender Haushaltsvorstand Wohngeld für andere (siehe oben Antragstellung in Mischhaushalten), zählt dies nicht zu seinem Einkommen (§ 1 Abs. 4 WoGG). Dieses Wohngeld ist Einkommen der anderen Familienmitglieder. Seite 4

Und

9. Rückwirkende Aufhebung von ALG II/SozG
Werden bereits bewilligte Leistungen des ALG II/SozG unter Rückforderung rückwirkend aufgehoben, sind nach § 40 Abs. 2 SGB II 56 % der berücksichtigten KdU (ohne Heizungs- und Warmwasserkosten) grundsätzlich nicht zu erstatten. Ein Wohngeldanspruch besteht in diesen Fällen nicht. Seite 6

Der Wohngeldanspruch besteht dann wie unter 9. deshalb nicht, weil die 56 % wie Wohngeld behandelt werden.
Quelle: https://www.elo-forum.org/25/25871-kindesunterhalt-kindergeld-=-ausreichend-eigenes-einkommen-wohngeldanspruch.html
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten