Kind geteilt, Amt rechnet vollen Kindergeldbetrag zum Unterh

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pipilotta

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Ich habe ein Kind, was zu gleichen Hälften bei mir und bei seinem Vater lebt.
Bisher war es so, dass der Kleine bei seinem Vater mit Hauptwohnsitz gemeldet war und bei mir mit Nebenwohnsitz. Kindergeld hatte der Vater beantragt und mir immer die Hälfte überwiesen.
Jetzt ist er arbeitslos geworden hat ALg II für sich und das Kind beantragt und Knall auf Fall die Zahlung des Kindergeldes eingestellt. Das Amt würde den ganzen Kindergeldbetrag vom Satz des Kindes abziehen.

Ich bin allerdings meines Wissens nach zum einen nicht unterhaltspflichtig, weil ich mich ja hälftig um mein Kind kümmere. Zum anderen bin ich auf das Kindergeld auch angewiesen, weil ich mit meiner Ich-AG am Existenzminimum lebe.
Als ich mich vor 3 Jahren mal beraten lassen habe, wurde mir gesagt, dass das Amt den Unterhalt fürs Kind wahrscheinlich nur halb zahlen würde.

Weiß hier jemand wie es tatsächlich ist? Es handelt sich um die Bremer BAGIS.

Beim Wohnungsamt habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie dieser Aufteilung Rechnung tragen. Ich hab natürlich unter dem Gender-Aspekt argumentiert. Hab meinen B-Schein als auch Wohngeld bekommen.
 
A

Arco

Gast
... ich gehe mal davon aus das Ihr das weiterhin untereinander ausmachen müßt - denn

da das Kind bei dem Vater gemeldet ist, bekommt der Vater wie Du schreibst das KG ausgezahlt.

Somit wird dies KG voll bei Alg2-Bezug richtigerweise bei dem Vater von der RL des Kindes als "Einkommen" abgerechnet und mindert die RL. und somit rechnerisch den Bedarf der BG.

Soweit von der Arge erstmal richtig.

Allerdings da das Kind zur Hälfte bei Dir wohnt, müßte ER theoretisch weiterhin die Hälfte des KG und auch die Hälfte der RL für diese Zeit geben da ER ja für diese Zeit keine "Kosten" hat.

Aber ich gehe mal davon aus das das der Arge erstmal egal ist.

Im Unterhaltsrecht kenne ich mich allerdings nicht aus.....
 

Rupi

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Hallo pipilotta,

bei mir ist das ähnlich, mit der Ausnahme, dass ich das KG nicht hälftig überwiesen bekomme, sonder wir eine Vereinbarung (schriftl.über Anwalt) getroffen haben, dass er das KG bekommt und dafür die Kosten für Kleidung, Schule usw. übernimmt(daran hält er sich aber meist nicht).

Ich habe beim Amt diese Vereinbarung in Kopie vorgelegt. Ich bekomme fürs Kind (gemeinsames Sorgerecht im Wechselmodell, wie bei dir) die halbe Regelleistung. Kindergeld wird nicht abgezogen, da ich dies ja nicht erhalte.

Der Vater müßte gegen die Anrechnung des vollen Kindergeldes Widerspruch einlegen.

Andererseit, wenn die ihm das volle KG anrechnen (abziehen), hat er vielleicht auch die volle RL fürs Kind beschieden bekommen und könnte Dir somit auch die Hälfte der RL überweisen.

Bist Du auch Leistungsempfänger, wenn ja, zahlen sie Dir die RL fürs Kind voll oder auch nur halb? Wird bei Dir das KG(evtl. hälftig) abgezogen?

VG Rupi
 

Arwen

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Guten Morgen zusammen,

auch wir praktizieren das Wechselmodell.

Nach Mangelfallberechnung kam es vor Gericht zu folgendem Vergleich:
Ich selbst erhalte Trennungs-, die Kinder ihren Kindesunterhalt, wobei dieser wegen der hälftigen Betreuung halbiert wurde. Das Kindergeld erhalte ich.

Bisher wird aufgrund der Betreuungssituation (noch...) nichts vom Regelsatz der Kinder abgezogen - außer natürlich Kindergeld und Kindesunterhalt.

Gruß
von
Arwen
 

pipilotta

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Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich selbst bekomme den Existenzgründungszuschuß im 2. Jahr, zählt ja nicht als Einkommen und ist aber auch nicht mehr so viel, und außerderm Wohngeld.
Da ich jetzt natürlich mehr eingenommen habe als im ersten Jahr, muss ich auch mehr Krankenkassengebühr und Rentenversicherung zahlen.
Und ich befürchte ein saftige Zurückzahlung an Wohngeld, Nachzahlung für die Krankenkasse und das weiß ich, für die Rentenversicherung (das wär echt viel: 40 Euro pro Monat). Weiß jemand das mit der Rentenversicherung?
Echt, da verdient man mal ein bißchen mehr, wird einem das gleich wieder abgezogen. DAs ist der riesen Haken bei dieser ach so tollen Ich-AG Geschichte, man muss in die staatliche Rentenversicherung einzahlen. Ich kenn Leute die verbrauchen ihren Existenzgeldzuchuß nur für die Sozialabgaben. Ich bin wenigstens mit der Krankenversicherung über die Künstlersozialkasse pflichtversichert, dann ist das nicht so viel und nur die Hälfte des Beitrags. Aber Rentenversicherung ging leider nicht über die KSK.
 

pipilotta

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Hallo weiß jemand wie ich jetzt intervenieren muss, damit ich trotzdem noch an das mir wohl zustehende Kindergeld komme?
Der Kindsvater wird da nichts unternehmen wollen, ist für ihn ja auch ganz nett den vollen Satz zu bekommen.

Muss ich jetzt den rechtlichen Weg einschlagen?

Oder kann ich beim Amt Widerspruch gegen seinen Bescheid einlegen?
Aber er wird mir dann wahrscheinlich trotzdem nicht das Kindergeld aushändigen.


Gruß Pipi
 

Arwen

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pipilotta meinte:
Hallo weiß jemand wie ich jetzt intervenieren muss, damit ich trotzdem noch an das mir wohl zustehende Kindergeld komme?

Ja, ich denke, du wirst dir wohl einen Anwalt suchen müssen. In diesem Zusammenhang wird dann wohl aber gleich das Thema Unterhalt mit einbezogen werden - u.U. wirst du dann herangezogen. Bedenke, dass dann (wenn noch nicht der Fall), dem Amt auch bekannt wird, dass ihr hälftig betreut und dein Kind dann nur noch den halben Regelsatz erhält, wenn es unter 14 J. ist, wäre das die Hälfte von 207 Euro - möchtest du das?

Der Kindsvater wird da nichts unternehmen wollen, ist für ihn ja auch ganz nett den vollen Satz zu bekommen.

Falls du mit vollem Satz das Kindergeld meinst ... er hat nichts davon, weil es voll angerechnet, also von den 207 Euro abgezogen wird, weil Einkommen des Kindes. Wenn du den Regelsatz für ein Kind unter 14 J. meinst ... nicht für i h n "ist es ganz nett, den vollen Satz zu bekommen", sondern für d e i n K i n d ... und selbst der reicht nicht aus. Versuche, den Vater außen vor zu lassen, und denk' daran, dass dein Kind dann mehr zur Verfügung hat.



Muss ich jetzt den rechtlichen Weg einschlagen?

Oder kann ich beim Amt Widerspruch gegen seinen Bescheid einlegen?

Gegen seinen Bescheid kann nur er Widerspruch einlegen. Es ist zwar auch dein Kind, aber es steckt in der Bedarfsgemeinschaft des Vaters, und für diesen gilt der Bescheid. Evtl. weiß hier jemand anderer mehr ... tja, schwieriges Thema das Wechselmodell, aber kaum Richtlinien an Ämter ausgegeben, z.B. doppelter Hauptwohnsitz. Gibt es nicht, soviel ich weiß, und darum bekommt auch derjenige das Kindergeld ausgezahlt, bei dem das Kind mit Hauptwohnsitz gemeldet ist.

Aber er wird mir dann wahrscheinlich trotzdem nicht das Kindergeld aushändigen.

Könnt ihr euch nicht so einigen, wie es bei Rupi läuft? Ich denke, das ist die beste Möglichkeit. Er erhält das Kindergeld, begleicht aber dafür auch diejenigen Kosten, die für das Kind anfallen?

Gruß Pipi

Gruß, Arwen
 

pipilotta

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Hallo Arwen,

Falls du mit vollem Satz das Kindergeld meinst ... er hat nichts davon, weil es voll angerechnet, also von den 207 Euro abgezogen wird, weil Einkommen des Kindes. Wenn du den Regelsatz für ein Kind unter 14 J. meinst ... nicht für i h n "ist es ganz nett, den vollen Satz zu bekommen", sondern für d e i n K i n d ... und selbst der reicht nicht aus. Versuche, den Vater außen vor zu lassen, und denk' daran, dass dein Kind dann mehr zur Verfügung hat.


Klar bedenke ich sowas mit.
Wenn ich richtig verdienen würde, wäre mir das auch ziemlich schnuppe.
Das Ding ist, dass er jetzt mehr Geld hat als ich und ich ab März gezwungen bin, ebenfalls einen Alg II-Antrag zu stellen. Außerdem hat er schon in den letzten 2 Jahren das komplette Sparbuch (5.000 Euro) unseres Kindes aufgebraucht. Das habe ich kurz davor erfahren, bevor er auch die Kindergeldzahlungen an mich eingestellt hat. Davon ist er mit seinen 3 Kindern in den Spanienurlaub geflogen, hat einen 3-wöchigen Bauernhofurlaub mit seiner Kinderschar gemacht. Er ist nach dem Erziehungsurlaub weiterhin auf halber Stelle geblieben, um weiter zu studieren, obwohl er immer damit rechnete, dass er irgendwann gekündigt wird. Er hatte 2 JAhre lang zu seinem halben Gehalt auch noch BAfög bezogen, also eigentlich hatte er ziemlich viel Schotter. Und so viel ich weiß, mußte er bisher auch keinen Unterhalt an seine anderen beiden Kinder zahlen.

Könnt ihr euch nicht so einigen, wie es bei Rupi läuft? Ich denke, das ist die beste Möglichkeit. Er erhält das Kindergeld, begleicht aber dafür auch diejenigen Kosten, die für das Kind anfallen?

Ich versuche schon die ganze Zeit mich mit ihm zu einigen. Und irgendwie eine für beide Seiten befriedigende Einigung zu finden. Es ist mit ihm nicht möglich! :kotz:
MEine bisherige finanzielle Situation ist ihm bisher auch egal gewesen. Als ich einen Wohnberechtigungsschein benötigte, hat er sich absolut quer gestellt. Den Hauptwohnsitz wollte er partout nicht rausrücken, konnte mir dafür aber keinen trifftigen Grund nennen. Außerdem vermute ich, dass er den Kinderzuschlag zum Kindergeld beantragt hatte, und mir den die ganze Zeit vorenhalten hat.

Gruß Pipi
 

Arwen

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Hallo pipilotta,

brauchst nichts weiter zu erklären ... es läuft also bei euch genauso wie es bei uns war... Da bleibt nur eins:

Such' dir einen Anwalt/-in für Familienrecht. Bei mir lag der Fall ähnlich. Wie gesagt, ich erhalte trotz Wechselmodell noch Ehegatten- und Kindesunterhalt und bekomme auch das Kindergeld (Mangelfallberechnung). Das Negative an der Sache: Ihr - du und der Vater - werdet in euerer Kommunikation und "Beziehung" wieder auf einen Stand zurückgeworfen, den ihr meint, schon längst überwunden zu haben; euer Kind wird es auch spüren.

Mittlerweile ist einige Zeit seit der Trennung vergangen und ich überdenke gerade genau die Punkte, zu denen ich dir geraten habe, weil ich vom Kopf her weiß, dass es das einzig Wahre ist. Mit wird alles als Einkommen angerechnet, also müsste ich ihm logischerweise das Kindergeld abtreten und auch den Unterhalt, damit das "Familien"-Einkommen steigt, alle würden davon profitieren. Aber das Vertrauen ist noch nicht wieder da - wenn ich wüsste, dass er dann die Extras bezahlt wie Tanzkurs etc. pp. ... im Augenblick wohl kaum... das hört sich in deinem Fall ähnlich an.
Aber es kann doch nicht sein, dass es nur darum geht, dem anderen Schaden zuzufügen, so groß die Verletzungen und der "Hass" auch sind...

Wenn du eh bald AlgII beantragen musst: du weißt ja, das evtl. hälftige Kindergeld würde dir voll angerechnet werden. Oder meinst du, dass es durch den Kindergeldbetrag erst gar nicht dazu kommen müsste, dass du in AlgII "fällst"?

Gruß von Arwen
 

pipilotta

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HAllo Arwen,

einen Anwalt muss ich jetzt eh einschalten, weil er behauptet hat (so ganz glauben kann ich es noch nicht), dass er ein Verfahren um das Aufenthaltsbestimmungsrecht eingeleitet hat. Das hat er mir bei einem Gespräch bei der Familienberatungsstelle eröffnet, was eigentlich einen anderen Zweck hatte als jetzt solche Kriegserklärungen zu äußern.

Ohne das Kindergeld werde ich ab Februar/März voraussichtlich unter das Existenzminimum fallen, da sich mein Existenzgründungszuschuss um 120 Euro verringert. Kann natürlich auch sein, dass ich doch mehr verdiene. Aber Moment weiß ich nur, dass ich ab Januar mindestens 3 SchülerInnen weniger habe. Ist so 'ne Sache mit der Selbständigkeit - riesengroße Unsicherheit.
Eventuell habe ich jetzt sogar schon einen Alg II - Anspruch, je nachdem ob das Amt den Existenzgründungszuschuss als Einkommen wertet oder nicht.

Warum muss das mit den Exen immer so schwierig sein?

Gruß

pipilotta
 

Rupi

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Hallo,

so einfach läuft das bei uns auch nicht. Haben damals gegenseitig auf Unterhalt verzichtet. Ich auch, weil ich mit diesem Menschen nichts mehr zu tun haben wollte. Keine Vorhaltungen mehr wegen der Kohle und so. Schließlich beginnt man nach der Scheidung auch ein neues Leben und zwar unabhängig von dem Anderen, auch finanziell. Mit Kind allerdings ist das nicht so einfach, da muss man ja noch miteinander kommunizieren. Lief auch über 2 J. nach der Scheidung relativ gut. Die Vereinbarung wurden, was die Kleidung fürs Kind anging, dann nicht mehr so eingehalten. Als er dann ne neue Freundin hatte, bezahlte er nicht mal mehr die Ausflüge von der Schule aus. Ich bin immer im Zugzwang gewesen. Wenn ich nicht Klamotten gekauft o. die Ausflüge gezahlt hätte, wäre mein Kind immer schlechter gestellt gewesen. Also hab ich getan u. tue es immer noch. Ich werde bei dem nicht betteln. Aber ich werde auch nicht zusehen, wie er das Kindergeld auf den Kopf kloppt. Also bin ich erst zur Beratungsstelle und dann zum Anwalt.

Lese gerade, dass dein Ex Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht eingereicht hat.
Meine Anwältin sagte, dass man damit schlechte Chancen hat, weil solange nichts Schwerwiegendes vorliegt, wir das nicht an eine Person gegeben. Wird wahrsch. nicht mal gross verhandelt.


Hast Du was Schriftl. für die Kindergeldteilung?
VG Rupi
 

Arwen

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Du wirst lachen: Mein (Noch-)Mann hat neulich den Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht gestellt - hätte ich auch nie gedacht... immer unter dem Deckmäntelchen, dass dies "zum Wohl der Kinder" ist... wir wissen, worum es in Wirklichkeit geht.

Ich an deiner Stelle würde ihn ernst nehmen und mich vorsorglich schon einmal jetzt um einen guten Anwalt bemühen.

Familienberatung ... die Worte, die du dazu geschrieben hast, könnten ebenfalls von mir stammen... hat bei uns nichts gebracht. Das einzige, was unsere Kommunikation verbessert hat, war - und ich wusste es durch Gespräche mit Freunden vorher schon - die Zeit... Wir waren eigentlich soweit, dass es hätte gut laufen können ... naja, und jetzt sein Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht mit Jugendamt und allem Pipapo, der uns in unserer Kommunikation um ein Jahr zurückgeworfen hat - wieder "zum Wohl der Kinder".
Was bei uns gerade abläuft, würde als Kinoverfilmung wegen Unglaubwürdigkeit und scharf an der Realität vorbei von Kritikern zerrissen werden...

Warum muss das mit den Exen immer so schwierig sein?
... fragen unsere "Exe" gerade wohl auch jemanden...

Gruß von Arwen
 

Rupi

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Das hört sich alles verdammt gleich an. Es gibt mehr dieser Art.
Die Verhaltensweise meines Ex hat man mir bei einer Frauenberatungsstelle in der Scheidungsphase ja schon vorausgesagt und es ist wirklich so gelaufen.
Allerdings mischt er sich jetzt wieder in mein Leben ein u. versucht mir Vorschriften zu machen. Erwähnt sogar meinen Mitbewohner in den Schreiben, die ich von seiner Anwältin bekomme.

Hoffe nur, dass sich bald alles ändert, was den Ex angeht. Der Anfang ist auf jeden gemacht.

VG Rupi
 

pipilotta

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Den schlimmsten Ex hab bestimmt ich. Wetten?

Nein eigentlich bin ich ja ganz froh, dass er sich hälftig um das Kind kümmert. Aber das ist schon das einzig positive.
Für meinen Seelenzustand wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn er für immer komplett aus meinem Leben verschwunden wäre.
Irgendwie gibts mit ihm nur Streß. Und nicht nur ich hab da Probleme mit ihm, auch die ErzieherInnen und andere Eltern von der Kindergruppe, sind genervt.
Er verhält sich immer noch wie ein aufmüpfiger Teenager (der ewige Rebell halt). Immer wenn ich denke, jetzt geht es und ich hab auch genügend Abstand, kommt garantiert wieder eine Hammeraktion von ihm. Die Beratungsgespräche sollten endlich mal aus diesem Dauerzustand herausführen.

Jetzt mit seinen rechtlichen Schritten gegen mich, habe ich das Gefühl, dass er jede chance zerstört hat. Mein Gefühl der Ablehnung hat sich ums tausendfache multipliziert. Ich habe zudem das Gefühl, dass er da eigentlich was stellvertretend gegen mich ausagiert: seine Ex hat vor 3 Jahren mit ihm genau das selbe abgezogen. Und er hat sich nicht gewehrt. Dann hat er sich von mir getrennt und hat seine gesamte Wut gegen mich gerichtet. Bei der anderen kann und darf er das ja nicht mehr.

Ich will dass dieser Wahnsinn endlich aufhört. Aber andere Mütter haben mir erzählt dass es solange weitergeht, bis die Kinder erwachsen sind.

Euch alles Gute und viel Durchhaltevermögen

pipilotta
 

Arwen

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Kann ich wieder mal unterschreiben, was du da erzählst...

Ich wünsch' dir auch nur das Allerbeste... und melde dich doch mal zwischendurch, wenn es was Neues gibt.

Gruß von Arwen
 

pipilotta

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Hallo Arwen,

was machst du denn nun in Sachen Aufenthaltbestimmungsrecht?
Und will er die Kinder jetzt mehr haben?

Ich hab heute mit einer Rechtsanwältin telefoniert, die ist allerdings gegen das Wechselmodell. Ist wahrscheinlich nicht ratsam, sie zu engagieren, oder? Gibt es überhaupt Rechtsanwälte und Richter, die für das Wechselmodell sind?
Sie meinte auch, dass es den Richtern, nicht darum geht, was die Eltern wollen, sondern was dem Kind angeblich gut tut. "Kinder müssen wissen wo sie zu Hause sind, sie brauchen einen Lebensmittelpunkt" etc.
Ich bin z.B. auch beruflich auf dieses Wechselmodell angewiesen. Ich muss meine Kurse abends und an Wochenenden geben und in unserer Stadt gibt es leider keine Kindergruppen, die von Nachmittags bis Abends gehen. Und ehrlich gesagt bin ich nicht scharf darauf Vollzeitalleinerziehend zu sein. Ich finde mein Leben jetzt schon anstrengend genug: Geld für mich und den Kleinen heranzuschaffen und dann auch für ihn da zu sein.

Ich bin jetzt völlig verunsichert wie ich vorgehen soll. Ich hab das Gefühl wenn jetzt erst mal das ganze in die juristische Tretmühle gegangen ist, dass es ein Selbstläufer wird, und ich da keinen Einfluss mehr habe.

Gruß Pipi
 
E

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pipilotta meinte:
Aber andere Mütter haben mir erzählt dass es solange weitergeht, bis die Kinder erwachsen sind.

Auch dann hörts nicht auf
Dann wird mit den Kindern weitergemacht...kaum war meine Tochter 18 hat sie vom Anwalt ihres Vaters Post bekommen, nicht von ihm...


komisch, dabei war ich doch immer die Böse, die....???

Gruß aus Ludwigsburg
 

Rupi

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Hallo,

@pipilotta

Das mit dem Arbeiten und Kind wird den meisten so gehen, die sich allein kümmern müssen, wenn viell. auch nur alle 2 Wo. Bei mir ist das auch so.Gehe zwar nur Teilzeit, aber dafür bis auf einen Tag den Rest der Wo. nachmittags. Da bleibt vom gemeinsamen Teil nicht viel, der ist dann aber auch noch mit Hausaufg. kontrollieren, Essen machen bestückt. Das belastet schon, wenn man nicht mal mehr Zeit fürs Kind hat.
Meine Anwältin ist auch gegen das Wechselmodell, macht ihren Job aber trotzdem gut. Und mein Kind kommt auch mit dem Wechseln klar. Wenn jetzt wieder die Kommunikation zw. uns als Eltern klappen würde, wäre es optimal. Ich find das Wechselmod. ansich auch gut, da weiss das Kind vor allem das es den anderen Elternteil regelmäßig sieht und kann sich darauf auch verlassen. Ich sag meinem auch immer hier gelten Mamas Regeln und bei Papa o. Oma halt deren Regeln und das klappt.

VG Rupi
 

Arwen

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Hi Pipi

... was machst du denn nun in Sachen Aufenthaltbestimmungsrecht?
Und will er die Kinder jetzt mehr haben?...

Sein Antrag liegt gerade eben erst dem Gericht vor und natürlich folgte mein Antrag, diesen Antrag abzuweisen...
Der Vater hat schon nicht 3 zu 4 Tage akzeptiert, das Wechselmodell durchgedrückt (zur Probe für 1/2 Jahr; klar, die Kids sind ja auch Versuchskaninchen...) und mir war klar, dass es letztendlich nicht das ist, was er von Beginn an wollte - nämlich die Kinder ganz und gar - gemeinsam mit seiner neuen Lebensgefährtin.


Ich hab heute mit einer Rechtsanwältin telefoniert, die ist allerdings gegen das Wechselmodell. Ist wahrscheinlich nicht ratsam, sie zu engagieren, oder? Gibt es überhaupt Rechtsanwälte und Richter, die für das Wechselmodell sind?

Ich war auch gegen das Wechselmodell, zumal es auf ein 1/2 Jahr begrenzt war (läuft aber schon seit Januar). Ich muss sagen, dass ich meine Meinung dazu geändert habe, weil ich merke, dass die Kinder gut damit klar kommen. Sie haben sowohl bei mir als auch bei meinem Ex gute soziale Kontakte, der Schulweg ist etwa gleich weit und an eine Woche kidsfrei musste ich mich zwar erst gewöhnen, gewinne dem mittlerweile aber auch viele positive Seiten ab. Tja, es könnte alles so gut laufen ... wenn der Vater nicht von Anfang an beabsichtigt hätte, die Kinder ganz bei sich haben zu wollen (hat dies evtl. mit Geld zu tun???!...) und zwischendurch immer mal wieder die hälftige Betreuung schlechtredet, provoziert und stört, damit ja nicht der Eindruck beim Jugendamt und bei Gericht entsteht, es würde reibungslos klappen.
Auf deine Frage: ich war bei Gericht im Januar dagegen, mein Mann wollte das Wechselmodell und der Richter hat es letztendlich beschlossen. Also ja, es gibt Richter, die dies befürworten. In einigen Ländern wird es ja schon sehr lange so gehandhabt und es läuft wohl gut - weil dort sorgerechtlich verankert und mit allem Pipapo wie doppeltem Wohnsitz, Mitspielen der Ämter. Google mal ein bisschen - auch bei papa.com.

Ich glaube, es gibt keinen Anwalt, der dieses Modell befürwortet - wäre ja auch schlecht für diese, wenn sich die Eltern da einig wären... Was ich in der Vergangenheit anwaltmäßig gelernt habe: sie verrichten eine Dienstleistung und tun das, womit du sie beauftragst, nicht mehr, nicht weniger. Und sie wollen mit Informationen gefüttert werden, am besten schriftlich. Mit meiner Anwältin bin ich - trotz der vielen Arbeit auf meiner Seite - bisher zufrieden.


Sie meinte auch, dass es den Richtern, nicht darum geht, was die Eltern wollen, sondern was dem Kind angeblich gut tut. "Kinder müssen wissen wo sie zu Hause sind, sie brauchen einen Lebensmittelpunkt" etc.

Tja, wenn die denn mal erkennen würden, was den Kindern gut tut - Manipulationen der einen Seite werden selten ohne psychologisches Gutachten erkannt, und selbst dann nicht immer... Und wenn das Kind dann sagt "ja, ich möchte lieber ganz und gar bei Mama/Papa wohnen" ... interessiert nur diese Aussage - dann muss es ja besser für's Kind sein, wenn es so möchte. Ich bin der Überzeugung: Kindeswille ist nicht immer Kindeswohl.

Fakt ist allerdings, dass Folgen des Wechselmodells noch nicht hinreichend erforscht wurden ... und selbst wenn dies mal so sein sollte - was heute für gut befunden wurde, wird einige Jahre später oft wieder verrissen, wir kennen das ja...


Ich bin jetzt völlig verunsichert wie ich vorgehen soll. Ich hab das Gefühl wenn jetzt erst mal das ganze in die juristische Tretmühle gegangen ist, dass es ein Selbstläufer wird, und ich da keinen Einfluss mehr habe.

Was sagt dir dein Gefühl? Du hast vorher geschrieben, dass dieser Wahnsinn endlich aufhören soll. Der momentante Zustand soll also verändert werden. Dann ändere was. Ob es dann zu dem führt, was dich/euch glücklich macht, kann niemand vorhersagen. Ich hatte auch Angst ... jetzt - obwohl mittendrin - nicht mehr, denn es besteht zumindest die Chance, dass es sich zum Besseren wendet und wenn die niemand beim Schopfe packt...

Gruß von Arwen
 

pipilotta

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HAllo Arwen,

Was sagt dir dein Gefühl? Du hast vorher geschrieben, dass dieser Wahnsinn endlich aufhören soll. Der momentante Zustand soll also verändert werden. Dann ändere was. Ob es dann zu dem führt, was dich/euch glücklich macht, kann niemand vorhersagen. Ich hatte auch Angst ... jetzt - obwohl mittendrin - nicht mehr, denn es besteht zumindest die Chance, dass es sich zum Besseren wendet und wenn die niemand beim Schopfe packt...

damit dieser wahnsinn endlich aufhören kann, müßte sich der Kindsvater entweder verändern oder komplett aus meinem Leben verschwinden.
Beides wird nicht geschehen.
Grade hab ich das Gefühl, ich sollte versuchen das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen und weiterhin das Wechselmodell mit ihm vereinbaren. Birgt aber das Risiko in sich, dass er sich aus Trotz gar nicht mehr um sein Kind kümmert.

Gruß Pipi
 

Arwen

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Grade hab ich das Gefühl, ich sollte versuchen das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu bekommen und weiterhin das Wechselmodell mit ihm vereinbaren. Birgt aber das Risiko in sich, dass er sich aus Trotz gar nicht mehr um sein Kind kümmert.

Es geht auch ums Finanzielle, wie schon weiter oben geschrieben.
Wovon soll der Vater den Umgang finanzieren? Ich habe das für mich auch schon durchgerechnet, sollte der schlimmste Fall eintreten und ich nicht schleunigst eine Arbeit finden (bisher 400€-Job) ... von meinem Regelsatz kann ich den Kids nichts bieten (und damit meine ich keine Kino-Besuche, sondern Essen, Trinken, mal ein T-Shirt, ein Eis oder Schwimmbad ...) bei ihren Besuchen. Ganz davon abgesehen, dass deinem Ex bei AlgII-Bezug auch nur noch angemessener Wohnraum für eine Person zugestanden würde.
Also müsstest du ihm evtl. etwas von deinem Kindesregelsatz abgeben im Fall der Fälle.

Also er würde nicht nur aus Trotz (wäre auch typisch für meinen Ex) seiner Pflicht des Umgangs nicht nachkommen, sondern es auch aus finanzieller Not heraus nicht können. Oder du. Horrorvorstellung auch für mich.

Lies auch mal in diesem Forum-Thema:
https://www.elo-forum.org/search/7829247.html

Dort habe ich unten auch ein Urteil zu den Kosten des Umgangs vom BSG eingestellt.

Gruß von Arwen

PS: Wenn du ein Zitat wiedergeben möchtest, kopierst du die entsprechenden Zeilen. Klicke dann im Antwortfenster auf "Quote" (oben im Kopf), füge den Text ein und klicke wieder auf "Quote"
 

pipilotta

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Hallo Arwen,

das ist aber auch wieder mal typisch, oder? Wir Frauen machen uns Gedanken darüber,welche Auswirkungen unser Handeln hat und die Männer starten einfach ihre Aktionen ohne Rücksicht auf Verluste. Ich versuche die ganze Zeit mit diesem Mann darüber zu reden, ihm klar zu machen, dass wenn ich jetzt Alg II beantragen muss, er gar nichts davon hat, meinen Kindergeldanteil für sich zu beanspruchen. Er stellt einfach auf stur. :|
Seine Telefonnummer hat er jetzt auch ändern lassen. Im Wechselmodell muss Kommunikation möglich sein. Er verweigert sie seit einfach. Kann sein dass die Richter deshalb beschließen 'ne klappt so nicht, das kind bekommt jetzt einer alleine.

Am 10.1. haben wir noch mal ein Beratungsgespräch, meine letzte Hoffnung, dass er vielleicht doch noch mal anfängt nachzudenken. Die Feiertage hat er mir aber trotzdem versaut. Den Brief von seinem Rechtsanwalt habe ich bisher nicht bekommen, kann also keine Aktionen starten. Das Jugendamt erreiche ich nicht. Ich bin bis zum Ende genervt.

Gruß Pipi
 

Arwen

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Hallo Pipi,

Er stellt einfach auf stur. Seine Telefonnummer hat er jetzt auch ändern lassen. Im Wechselmodell muss Kommunikation möglich sein. Er verweigert sie seit einfach.

Genau das ist der Punkt ... ohne zumindest den Willen, die Kommunikation mit dem anderen zu verbessern, würden weder Richter noch sonstwer dieses Modell befürworten.

Außerdem zeigt dein Ex hier wenig bis gar keine Bindungstoleranz, wenn er sogar die Telefonnummer ändert. Dies ist nämlich auch noch ein wichtiger Punkt... demjenigen, der die höhere Bindungstoleranz aufweist, wird wohl eher das Kind zugesprochen werden. Da hat sich der Vater deines Kindes aber nicht sehr schlau gemacht... Mein Ex jedenfalls spielt genau mit diesen Karten nach außen hin das perfekte Schauspiel und äußert so oft er kann bei Stellen, die für sein Vorhaben wichtig sind, wie sehr er doch an einer guten Kommunikation interessiert wäre und dass er auch in der Zeit, in der die Kinder bei ihm sind, den Umgang mit der Mutter fördert, ich jedoch den Kindern z.B. verbieten würde, mit ihm zu telefonieren ... hallo?????!! Nach Beendigung des Stücks, wenn halt keine Zuschauer mehr da sind, wetzt er wieder die Messer.

Als Bindungstoleranz bezeichnet man im engeren Sinne die Fähigkeit und Bereitschaft getrenntlebender Eltern, die Beziehung des anderen Elternteils zum gemeinsamen Kind zu respektieren oder auch fördern.

Sagst du mir, wie alt dein Kind ist? Ich frage, weil in einem bestimmten Alter die Kids eh selbst bestimmen wollen/sollen, wo's langgeht. Und wenn dein Kind dann äußert, ich möchte lieber bei dem einen bzw. dem anderen leben, dann muss man es akzeptieren, es sei denn, man hätte durch ein Gutachten das PAS-Syndrom nachgewiesen.

Ich bin bis zum Ende genervt.

Frag' mich mal... Wenn ich bloß wüsste, wo das verdammte Ende ist!

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass der Anwaltbrief erst nach Weihnachten bei dir ankommt, am besten erst im neuen Jahr, damit du die Weihnachtstage und den Jahreswechsel wenigstens ein bisschen ausspannen kannst. Ich flüchte zwischendurch immer mal zu meinem Freund, der 20km entfert wohnt. Dort liegen keine Anwaltbriefe, ausgedruckte Seiten über Wechselmodell blablablabla rum und ich bin eben daran gehindert, mich zumindest praktisch damit zu beschäftigen. Austauschen kann ich mich mit ihm natürlich, aber wenn's ihm zuviel wird, sagt er SCHLUSS - und das ist gut so, weil Erholung pur für Kopf und "Bauch"!

Grüße von Arwen
 
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