Kind bekommt Sparvertrag ausgezahlt - Lösung?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
Hallo,

Mein bei seiner Mutter lebendes Kind soll demnächst einen von seiner verstorbenen Oma angelegten Sparvertrag ausgezahlt bekommen. Der Sparvertrag war von seiner Oma als Finanzierung von Führerschein und 1. Auto geplant.

Mutter bezieht ALG II. Kind ist derzeit in Ausbildung bezieht allerdings als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft ergänzende Leistungen (ich habe eine Benachrichtigung der ARGE erhalten).

Ich bin in Arbeit beziehe keine Leistungen. Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass der Sparvertrag bei Auszahlung (bei Verbleib in BG) wohl futsch ist.

Nun meine Frage: Könnte man den Sparvertrag retten, wenn mein Kind (zumindest formal) zu mir zieht? Ich denke, da kann ja niemand verbieten? Kind wird vor Auszahlung volljährig. Wenn auch die ARGE evtl. ein Interesse daran hat, dass es bleibt, da es nicht unerheblich zum Einkommen der BG beiträgt.

Lösungsansätze?

Bei Fragen, fragen.

danke euch.
 

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
Hallo,

Mein Gedanke war, dass er sich ummeldet zu mir und damit "frei" von Nachweisen etc. ist. Er kann einziehen, Kinderzimmer ist da (er ist bis zur Trennung hier groß geworden)
Darf er das (evtl. auch ohne Zustimmung seiner Mutter) ?
Er kann sich auch weiterhin bei seiner Mutter aufhalten. Ich trete da in keinen Wettbewerb. :smile:
Zur Erklärung: ich denke dass Sie bei Auszug finanzielle Einbußen in Kauf nehmen muss. Er gibt Geld zuhause ab, KdU für 3 Personen -> dann nur noch 2 (Wohnungsgrösse - Haus gemietet)
mein Kind hat sich an mich gewandt, weil seine Mutter meinte der Sparvertrag könne ja "einfach" auf mein Konto überwiesen werden. Da ich weiß, dass das nicht praktikabel ist (Begünstigter im Vetrag ist ja das Kind) und ich auch nicht in Betrugsverdacht kommen möchte suche ich eine Alternativlösung.

Es geht mir darum eine möglichst praktikable Lösung zu finden an erster Stelle steht mein Kind.
Als ALGII-Geschädigter will ich vorbereitet sein, mal davon abgesehen, war es der Wille seiner Oma, dass ihm das Geld zugute kommt und nicht der ARGE.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
19.408
Bewertungen
27.087
Ist der sparvertrag dem Jobcenter bekannt?

Hat die Oma auf ihren Namen gespart, oder ist das Kind als kontoinhaber eingetragen?

Du siehst ja, ohne detaillierte Informationen ist es schlecht zu helfen.

Wenn daa Kind kontoinhaber ist, wurden Anträge gestellt um der zinsabgeltungssteuer zu entgehen?

Wir können natürlich nur helfen, wenn der rechtliche Rahmen eingehalten wird, also ganz wie du es ja möchtest.
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.779
Bewertungen
4.359
Ich vermute mal ummelden aber nicht tatsächlich umziehen.

So denn zutreffend, laut Meldegesetz nicht erlaubt, denn man muss dort angemeldet sein, wo man sein Lebensmittelpunkt hat. Ratschläge in Richtung einer Scheinanmeldung um evtl. die Auszahlung eines Sparvertrag vor den Sozialleistungstraeger zu schützen, wird es hier im Thema dann auch nicht geben.
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.779
Bewertungen
4.359
Wenn ch das rictig verstanden habe, ist das Kind eh nicht bedürftig und ein Teilseines Einkommens fleisst in die BG.

Laut Darlegungen des TE bezieht das Kind ergänzende Leistungen als Mitglied der BG und somit ist es auch hilfebedürftig. Wenn das Kind seinen Bedarf durch Einkommen selbst decken würde, dann wäre es anders und es wäre somit dann auch kein Mitglied der BG mehr, da es mit der Bedarfsdeckung aus diese rausfallen würde.
 

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
Laut Darlegungen des TE bezieht das Kind ergänzende Leistungen als Mitglied der BG und somit ist es auch hilfebedürftig.

Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Mutter verwahrt den Bescheid des Kindes. Ihre Mitwirkung wird auch gegen 0 gehen. Und die ARGE ist nicht verpflichtet mir den Bescheid zugänglich zu machen.

Wenn das Kind seinen Bedarf durch Einkommen selbst decken würde, dann wäre es anders und es wäre somit dann auch kein Mitglied der BG mehr, da es mit der Bedarfsdeckung aus diese rausfallen würde.

Gibt es dafür eine Quelle? Mein Kenntnisstand ist folgender:
solange Sohn noch nicht 25 Jahre alt ist und im Haushalt seiner Mutter lebt, ist er automatisch Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, auch wenn er über ausreichende eigene Einnahmen verfügen würde.
 
E

ExUser 2606

Gast
KOmmt das Kind nicht selber an den Bescheid ran? Wenn die Mutter den nicht rausrückt, dann sollte das Kind desm JC mitteilen, dass es sich ab sofort selber vertreten will. Spätestens mit Volljähigkeit geht das. Dann müsste Kind auch den Bescheid bekommen.
 

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
Weder ARGE noch JC werden sich daran bereichern. Evtl. ist das begünstigte Kind aber weniger bedürftig. Schrecklich? Ja, so geht es vielen Menschen...

Darum geht´s ja nicht. "Bereichern" habe ich auch nicht benutzt. :icon_evil: Dass es vielen Menschen so geht, macht es nicht gerechter. Er kann für das Handeln seiner Mutter nichts - er macht seine Ausbildung.
 

Flodder

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2012
Beiträge
1.279
Bewertungen
739
Gibt es dafür eine Quelle? Mein Kenntnisstand ist folgender:
solange Sohn noch nicht 25 Jahre alt ist und im Haushalt seiner Mutter lebt, ist er automatisch Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, auch wenn er über ausreichende eigene Einnahmen verfügen würde.
§ 7 Abs. 3 Nummer 4 SGB II
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
...die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
 

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
So denn zutreffend, laut Meldegesetz nicht erlaubt, denn man muss dort angemeldet sein, wo man sein Lebensmittelpunkt hat. Ratschläge in Richtung einer Scheinanmeldung um evtl. die Auszahlung eines Sparvertrag vor den Sozialleistungstraeger zu schützen, wird es hier im Thema dann auch nicht geben.

Er wird hier seinen "Lebensmittelpunkt" haben, keine Bange. Als "betroffener" Trennungs-Vater werde ihm aber nicht den Umgang (und auch dessen Volumen) mit seiner Mutter verbieten. Unser Familienrecht soll aber hier kein Thema sein :sorry:
 

Sportlerin

Elo-User*in
Mitglied seit
22 August 2013
Beiträge
171
Bewertungen
116
Sicher hat seinerzeit die verstorbene Oma den Sparvertrag eröffnet und unterschrieben, hat da wer von den Elterteilen eine Vollmacht für diesen Sparvertrag oder soll der automatisch bei Volljährigkeit dem Kind ausgezahlt werden?

Ich würde versuchen, das Geld in eine sogenannte Altersvorsorge o.ä. für das Kind umzuwandeln, soweit ich weiß, ist das Geld dann nicht mehr angreifbar. Dazu würde ich eine fachliche Beratung hinzuziehen. Natürlich muss das dann volljährige Kind damit einverstanden sein.

Und ja, könnte man das Kind ummelden. Das wirft aber einige Änderungen auf in Bezug auf Kindesunterhalt und Kindergeld und ggf. für die Wohnung der Mutter, die nach einem offiziellen Auszug des Kindes, nicht mehr den KdU-Richtlinien entsprechen könnte.
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.779
Bewertungen
4.359
Er wird hier seinen "Lebensmittelpunkt" haben, keine Bange. Als "betroffener" Trennungs-Vater werde ihm aber nicht den Umgang (und auch dessen Volumen) mit seiner Mutter verbieten. Unser Familienrecht soll aber hier kein Thema sein :sorry:

Bange habe schon mal keine und somit wäre ja dann auch alles in Butter und dies unsinnige "zumindest formal" könnte ja dann auch gestrichen werden, nicht war.:wink:

Mein Hinweis aufs Meldegesetz muss man natürlich auch verstehen wollen und dies hat natürlich nix mit Familienrecht am Hut und ist eine ganz andere Baustelle und darauf spielte ich auch gar nicht drauf an.

Dass es vielen Menschen so geht, macht es nicht gerechter. Er kann für das Handeln seiner Mutter nichts - er macht seine Ausbildung.

Irgendwie hast Du wohl ein Verständnisproblem zum ganzen oder wie soll das zu verstehen sein, er kann für das handeln seiner Mutter nichts ??
Zur Trennung gehören immer zwei und da ist die Mutter die mit den Kindern lebt und die nicht genug Einkommen erzielen um ihren Bedarf zu decken und somit auf Sozialleistungen angewiesen sind und da bist Du mit Erwerbseinkommen und nicht hilfebedürftig. Wie wäre es denn, wenn Du den von Dir zu leistenden Unterhalt erhöhen würdest und dafür ggfls. auch ein Nebenjob annehmen würdest, damit sie ggfls. nicht mehr hilfebedürftig wären und somit würde sich dann auch die Frage betreffend der Auszahlung des Sparvertrags, dann auch nicht mehr stellen, auch ein Lösungsansatz, oder.

Setzt euch zusammen, so wie ich es damals auch gemacht habe und versucht alles miteinander zu klären und dann ebend auch, was den Umgang betrifft. Hinweise was auf euch ggfls. zukommen wird und gerade auch auf die Kindsmutter, wurden ja im letzten Absatz des vorherigen Beitrags gegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.585
Bewertungen
9.883
Hier kann man doch gar nichts antworten, weil schlichtweg Fakten fehlen. Es ist ja noch nicht mal bekannt, welcher Art Sparvertrag es ist. Ausbildungsversicherung mit Kind als begünstigte Person (dann sollte allerdings der Versicherungsfall mit dem Tod der Oma eingetreten sein) oder Sparkonto auf den Namen des Kindes, dann war es schon immer Vermögen des Kindes und wurde anscheinend bei Antragstellung ALG2 verschwiegen.
 

neuhartzi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2012
Beiträge
168
Bewertungen
31
oder wie soll das zu verstehen sein, er kann für das handeln seiner Mutter nichts ??
Wie wäre es denn, wenn Du den von Dir zu leistenden Unterhalt erhöhen würdest und dafür ggfls. auch ein Nebenjob annehmen würdest, damit sie ggfls. nicht mehr hilfebedürftig wären und somit würde sich dann auch die Frage betreffend der Auszahlung des Sparvertrags, dann auch nicht mehr stellen, auch ein Lösungsansatz, oder.

Setzt euch zusammen, so wie ich es damals auch gemacht habe und versucht alles miteinander zu klären und dann ebend auch, was den Umgang betrifft. Hinweise was auf euch ggfls. zukommen wird und gerade auch auf die Kindsmutter, wurden ja im letzten Absatz des vorherigen Beitrags gegeben.

Er kann für das Handeln seiner Mutter in Sachen Erwerbstätigkeit (nämlich keine) nichts.
Der Ansatz mit dem KU ist schon angedacht( btw: ich zahle schon mehr)

Wie wäre es denn, wenn Du den von Dir zu leistenden Unterhalt erhöhen würdest und dafür ggfls. auch ein Nebenjob annehmen würdest, damit sie ggfls. nicht mehr hilfebedürftig wären

Mutter ist erneut verheiratet - "ich finanziere erfolgreich ein fremdes Familienunternehmen?"
Ich bitte um Verständnis, dass mich ihre Familie nix angeht bzw. dass beide nicht arbeiten. Ich alleine meinem Sohn verpflichtet.
Mal davon abgesehen, dass ein Nebenerwerb über meinen AV ausgeschlossen ist (ich leiste ausserhalb der regulären Arbeitszeit Bereitschaftsdienste)

Da Mutter nur über ihren Anwalt oder Kind mit mir kommuniziert, fällt "zusammensetzen" leider (zu meinem Bedauern) aus. Deswegen fehlen mir auch einige Fakten.

Ich melde mich nochmals hier, wenn ich mehr weiß.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten