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Kind 17 raus aus der BG ?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Rine

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#1
Hallo zusammen, habe das Forum bei meiner Suche im Internet gefunden und finde es sehr interessant.

Ich habe im Moment ein Problem mit meiner Tochter und trotz lesen der verschiedenen Threads noch immer keinen Plan was richtig und falsch ist. Vielleicht kann mir da jemand weiter helfen.

Ich (alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern 15 und 17) bekomme ALG II.
Nun ist es so das meine Tochter ein ganzjähriges Vorpraktikum in der Altenpflege angetreten hatte mit dem Nettoverdienst von 350,00 Euro.

Davon wurden ihr nun 200 Euro als Verdienst angerechnet und mir defakto damit abgezogen.

Die Berechnung der Arge sieht nun wie folgt aus:
Bedarf der Tochter 276,00
anerkannte Kosten Unterkunft 154,34
Gesamtbedarf der BG 430,34
Einkommen Kind 354,00 (Lohn350,00-Freibetrag150+Kindergeld154) (Kindesunterhalt bekommt sie keinen da ihr Vater nicht leistet)
=Einkommensüberhang 78,00

Kosten Unterkunft 154,34
Einkommensüberhang 78,00
= Kosten Unterkunft 76,34

Nun wird sie in Kürze eine weiteres Praktikum beginnen (mit Anrecht auf Ausbildungsplatz) und da wird sie 380,00 netto verdienen.

Bekomm ich nun das Kind aus der BG raus (reicht der Verdienst) und kann dann für sie Wohngeld beantragen ?
Ich begreif die Rechtslage im Moment leider nicht, obwohl ich mich durch die meisten Threads gelesen habe.

Vielen Dank für Hilfe

Gruss Rine
 
E

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Gast
#2
Willst du deine Tochter jetzt ganz raus aus der BG haben? ich meine damit ganz raus aus deinem Haus bzw deine wohnung?

Wenn ja würde ich sagen das wird nicht gehen.

Da Wohngeld erst ab einem bestimmten Einkommen gezahlt wird

Die Wohngeldstelle will einen Nachweis an eigenem Einkommen in Höhe von 300,00 € + Kaltmiete: D.h. man braucht ca. 500,00 € / Monat Einkommen, um wohngeldberechtigt zu sein. Liegt man darunter, ist man laut Wohngeldstelle nicht überlebensfähig und hat somit auch keinen Anspruch auf Wohngeld. Da Studenten genügsamer sind, nimmt die Wohngeldstelle (zumindest die in Chemnitz) einen Einkommenssatz von 80% des o.g. an.
Deshalb muss Sie ergänzend ALG 2 beantragen. Da aber bei ihr die U25 Regel eintritt wird sie gezwungen in deiner BG zu bleiben. Es sei den es sind umstände die notwendig sind da sonst die berufliche ausbildung gefährdet ist.

Aber das lese ich aus deinem Beitrag nicht heraus.

Daher wird die Arge nicht einwilligen.

Tut mir leid das ich dir nichts anderes berichten kann, aber so ist nunmal die gesetzliche Lage derzeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren
 
E

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Gast
#3
Willst du deine Tochter jetzt ganz raus aus der BG haben?

ja, das kann man beantragen

ich meine damit ganz raus aus deinem Haus bzw deine wohnung?

Wozu? Das ist nicht nötig...

Kinder mit ausreichend eigenem Einkommen gehören nicht in die BG /(auch wenn sie weiter in der Wohnung der Eltern leben)


Wenn ja würde ich sagen das wird nicht gehen.

Du irrst - lies mal meine Beiträge

Da Wohngeld erst ab einem bestimmten Einkommen gezahlt wird

das kann man ja ausrechen lassen,ih denke das Einkomen reicht für Whngeld, es ist ja ein Überhang da



Deshalb muss Sie ergänzend ALG 2 beantragen.

Muß man nicht! Auch nicht, wenn man unter seinem Bedarf liegt...das ist freie Entscheidung...

Da aber bei ihr die U25 Regel eintritt wird sie gezwungen in deiner BG zu bleiben.

Falsch!

Es sei den es sind umstände die notwendig sind da sonst die berufliche ausbildung gefährdet ist.
Auch falsch

Aber das lese ich aus deinem Beitrag nicht heraus.

Daher wird die Arge nicht einwilligen.

Tut mir leid das ich dir nichts anderes berichten kann, aber so ist nunmal die gesetzliche Lage derzeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren wenn sie kein ausreichend eigenes Einkommen haben
Lies wirklich mal meine Beiträge, ist nicht gut wenn man Leute was Falsches erzählt und die Knder dadurch weniger Geld zur Verfügung haben oder in den "Fängen der ARGE" bleiben :)
 
E

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Gast
#4
Ich habe im Moment ein Problem mit meiner Tochter und trotz lesen der verschiedenen Threads noch immer keinen Plan was richtig und falsch ist. Vielleicht kann mir da jemand weiter helfen.

Kann dir die nötigen Infos geben, weilich meine beiden Kinder aus der BG geholt habe.

Ich (alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern 15 und 17) bekomme ALG II.
Nun ist es so das meine Tochter ein ganzjähriges Vorpraktikum in der Altenpflege angetreten hatte mit dem Nettoverdienst von 350,00 Euro.

Davon wurden ihr nun 200 Euro als Verdienst angerechnet und mir defakto damit abgezogen.

Die Berechnung der Arge sieht nun wie folgt aus:
Bedarf der Tochter 276,00
anerkannte Kosten Unterkunft 154,34
Gesamtbedarf der BG 430,34
Einkommen Kind 354,00 (Lohn350,00-Freibetrag150+Kindergeld154) (Kindesunterhalt bekommt sie keinen da ihr Vater nicht leistet)
=Einkommensüberhang 78,00

Kosten Unterkunft 154,34
Einkommensüberhang 78,00
= Kosten Unterkunft 76,34

Nun wird sie in Kürze eine weiteres Praktikum beginnen (mit Anrecht auf Ausbildungsplatz) und da wird sie 380,00 netto verdienen.

Bekomm ich nun das Kind aus der BG raus (reicht der Verdienst) und kann dann für sie Wohngeld beantragen ?
Ich begreif die Rechtslage im Moment leider nicht, obwohl ich mich durch die meisten Threads gelesen habe.

Vielen Dank für Hilfe

Gruss Rine
350 € Einkommen aus dem Praktikum (reicht für ihren Lebensunterhalt) + 154 € Kindergeld (reicht für ihren Mietanteil)

Dagegen, daß Geld übertragen wird, kann man etwas tun...

Das Einkommen reicht in jedem Fall, um sie aus der BG zu nehmen, wenn du das willst.

Übertragen werden auf dich darf übrigens nur Kindergeld, aber auf die Berechnung der ARGE geh ich nur ein, wenn du sie nicht aus der BG holen willst.

Ich würde noch diesen Monat einen Wohngeldantrag stellen,(das mußt du machen) darin vermerken daß du deine Tochter aus der BG holen willst und den Änderungsbescheid nachreichst. (Wohngeld gibts nicht rückwirkend, aber wenn du jetzt einen Wohngeldantrag stellst, kannst du später noch eine Widereinsetzung in den vorherigen stand beantragen, dazu später)


 

Rine

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#5
@Ludwigsburg

Aufgrund deiner Threads kam ich erst auf die Idee, die Tochter aus der BG zu nehmen, habe aber die Vor- bzw. Nachteile noch nicht ganz verstanden.

Wäre toll wenn man sich da mal "in Ruhe" drüber unterhalten könnte, ich möchte auch dem Kind weitere Briefe von der Arge ersparen, die sich jetzt mittlerweile auch in die berufliche Situation des Kindes einmischen will.

LG Rine

PS: Das Kind bleibt in meiner Wohnung, geht nur um Austritt aus der BG
 
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Gast
#6
@Ludwigsburg

Aufgrund deiner Threads kam ich erst auf die Idee, die Tochter aus der BG zu nehmen, habe aber die Vor- bzw. Nachteile noch nicht ganz verstanden.
1. Vorteil, und für mich der Wichtigste: die Kinder werden vor dem Systewm /den SB geschützt...kein Antanzen, keine Stallpflicht, keine Ausgrenzung, bessere Beratung, weildann das Arbeitsamtzuständig ist usw


2. Vorteil: das Kind hat unter Umständen mehr Geld....Wohngeld kann nicht angerechnet werden auf deinen Bedarf

Wäre toll wenn man sich da mal "in Ruhe" drüber unterhalten könnte, ich möchte auch dem Kind weitere Briefe von der Arge ersparen, die sich jetzt mittlerweile auch in die berufliche Situation des Kindes einmischen will.

Also: sofort schriftlichen Antrag bei der ARGE stellen, Frist zur Bearbeitung setzen...daß die deine Tochter, die nicht in deine BG gehört, weil sie ausreichend eigenes Enkommen hat, sofort per Änderungsbescheid aus dem Bescheid entfernen...bzw nur noch mit 0,00 überall drin stehen lassen, denn sonst können die den Alleinerziehendzuschlag nicht gewähren. Unter Bemerkung muß stehen, daß es technisch nicht anders machbar ist als mit 0,00 ... sie aber definitiv icht mehr in der BG ist.

PS: Das Kind bleibt in meiner Wohnung, geht nur um Austritt aus der BG

klar:)
Ihren Mietanteil muß sie dir dann natürlich zahlen....

Und was Übertragung von Kindergeld angeht, da hab ich ja auch schon x mal geschrieben, wie man das vermeiden kann.
Das kann man aber auch zurückstellen bzw nach dem Änderungsbescheid einen Überprüfungsantrag stellen, dann muß man sich nicht in mehreren Punkten gleichzeitig rum ärgern...

Und dran denken: am besten persönlich abgeben, auf Kopie Eingang bestätigen lassen!
 

Rine

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#7
Es eilt jetzt nicht so sehr, da das erste Praktikum des Kindes beendet wurde (zum Ende April) und das nächste erst im September beginnt und sie in dieser Zeit kein eigenes Einkommen hat.
Was für uns im Moment schwierig ist, das Jobcenter davon zu überzeugen das Kind für die Zeit dazwischen in Ruhe zu lassen, da ihr bereits vorgeschlagen wurde einen 1-Euro Job anzunehmen von einer Sachbearbeiterin U25.
Wobei ich sie lieber noch auf ein BVJ schicken werde bevor ihr das blüht, da sie ja noch schulpflichtig ist.

Daher wollte ich mich auch rechtzeitig erkundigen bevor sie wieder Einkommen hat, dann ihres steigt auf jeden Fall auch mit der Aufnahme der Lehrstelle nach dem Praktikum.

LG Rine
 
E

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Gast
#8
Es eilt jetzt nicht so sehr, da das erste Praktikum des Kindes beendet wurde (zum Ende April) und das nächste erst im September beginnt und sie in dieser Zeit kein eigenes Einkommen hat.

Gut, aber während der Zeit des Praktikums hat sie nicht in die BG gehört, deshalb solltest du dann statt eines Antrages einen Überprüfngsantrag stellen... gehörte während der zeit des Praktikus nicht in die BG - ihr könnt doch sicher ein paar zusätzliche Euro gebrauchen? Und wenn ihr das jetzt durchboxt, gehts beim nächsten Praktkum hoffentlich ohne Probleme...
Und wegen Wohngeld - dann wißt ihr auch schon, ob und was ihr zusteht...

Was für uns im Moment schwierig ist, das Jobcenter davon zu überzeugen das Kind für die Zeit dazwischen in Ruhe zu lassen, da ihr bereits vorgeschlagen wurde einen 1-Euro Job anzunehmen von einer Sachbearbeiterin U25.

Ich hoffe, du gehst zu den Terminen mit?

Wobei ich sie lieber noch auf ein BVJ schicken werde bevor ihr das blüht, denk ich auch...

da sie ja noch schulpflichtig ist.

Sie tut grad nichts? Wieso?

Daher wollte ich mich auch rechtzeitig erkundigen bevor sie wieder Einkommen hat, dann ihres steigt auf jeden Fall auch mit der Aufnahme der Lehrstelle nach dem Praktikum.

LG Rine
Warum sucht sie sich nicht noch ein Praktikum?
 

Rine

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#9
Das letzte Praktikum sollte eigentlich länger gehen, ich habe es fristlos kündigen müssen (nach einem 3/4 Jahr) da die sich dort nicht an das Jugenschutzgesetz gehalten haben und das Kind auf einmal 8 Tage am Stück arbeiten musste.

Ist eine etwas verzwickte Angelegenheit, mir wurde jedenfalls dann von dem Altenheim wo sie ihr Praktikum machte ein Auflösungsvertrag angeboten den ich auch nach Rücksprache mit dem Jobcenter angenommen habe. (Hab jetzt nicht den Nerv mit dem Arbeitgeber aufs Gericht zu rennen, bin grad am wiederholten Male beim Einklagen des Kindesunterhaltes)

Es war so geregelt das sie nach Ablauf des ersten Praktikums in einem anderen Haus ein weiteres Praktikum anfängt (wäre nahtlos übergegangen) bei dem man ihr dann eine Ausbildungsstelle nach dem Praktikum verbindlich zugesagt hatte.

Daher jetzt der Leerlauf zwischen den beiden Praktika.

Wobei wir nun der neuen Stelle angeboten haben, das sie auch früher anfangen könnte und wir nun auf deren Antwort warten, da wohl Interesse besteht.
Sollte dies nicht möglich sein, werde ich sie wohl ins BVJ für die Übergangszeit einschreiben.

LG Rine
 
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