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Keiner zuständig und ich kann nicht mehr

Karuli

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#1
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe viel gesucht, aber noch nichts gefunden, Verzeihung, falls ich doppelposten sollte. Ich fass es kurz:

Arbeitsamt will, dass ich ALG I beantrage, bevor ich ALG II beantrage, inklusive soll ich vorlegen die Bescheinigung von meinem Krankengeldbezug. So habe ich Krankenkasse den Zettel geschickt zum Ausfüllen und zurücksenden.

Krankenkasse sagt, ich muss Ende der Krankschreibung vom Arzt bescheinigen lassen und ihnen zuschicken, dann füllen sie es mir aus. Problem ist - ich bin aber noch krank. Fazit: Sie sind eigentlich zuständig, weiterhin zu zahlen bis zum Krankengeldende -

Aber - ich habe eine Unterbrechung von nun 2 Monaten in meiner Krankengeldbeantragung - sprich der Krankenkasse keine Krankenbescheinigung mehr zugesandt (weil ich erst probieren wollte nochmal zu arbeiten, hatte ich meinem Arzt gesagt, ich möchte erstmal keine Krankschreibung mehr,) dann war er im Urlaub und die Krankenkasse meinte, ich muss dann zu einem anderen Arzt gehen, aber weil mir das alles zuviel ist, bin ich dann psychisch wiedermal zusammengebrochen. Ich bin in Therapie und gerade geht es mir wieder einigermaßen. Es muss doch einen weg geben, ohne psychiatriereif zu werden, einen bezug zu erhalten. Zumal ich schon dort war.

Krankenkasse sagte, dass ich keinen anspruch mehr habe auf krankengeld und das erneut geprüft werden müsse, sollte ich einen neuen antrag stellen. Aber ich solle mich sicherheitshalber schonmal an die gemeinde wenden, ob die mir hartz iv spenden oder irgendsowas.

Ich war beim sozialpsychiatrischen Dienst. Der Mann ruft nächste Woche mal meine KK an. Ist aber nicht so engagiert. Wisst ihr zufällig ob und was ich tun könnte? Ich glaube ich bin wieder reif für die Psychiatrie. Sorry und danke!

Das nervigste an der ganzen Sache ist, dass ich weiß und dem Arbeitsamt gesagt habe, dass ich kein ALG I Anspruch habe, weil ich nur 2 Monate fest gearbeitet habe (nach der Ausbildung) und das ist nachweislich von meinem Arbeitgeber bescheinigt. Ich bräuchte diesen ganzen Mist eigentlich noch nichteinmal.

Lg Karuli
 

EMRK

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#2
Das Schreiben der AfA bitte mal (anonymisiert) online stellen.
 

gelibeh

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#3
Arbeitsamt will, dass ich ALG I beantrage, bevor ich ALG II beantrage,
Du meinst das Jobcenter? Denn beim Arbeitsamt beantragt man ALG1. Es ist üblich, dass das Jobcenter einen erst einmal zum Arbeitsamt schickt. Du brauchst dann von denen eine Bescheinigung, dass Dir kein ALG1 zusteht.
 

snafu

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#4
Willkommen im Forum,

Bitte schaue dir § 43 SGB I Vorläufige Leistungen - dejure.org an.

Denn wenn 2 [oder mehr] Sozialversicherungstraeger sich streiten, freut sich der Leistungsbezieher.

Ich wuerde [da vermutlich der Krankengeldbezug hoeher ausfallen wird] bei der Krankenkasse nachweislich einen Antrag auf vorlaeufige Leistungen stellen. Sollte dieser nach 30 Tagen, nicht beschieden sein am Folgetag 1 sofort und mitleidlos eine Untaetigkeitsklage beim Sozialgericht einreichen.

Btw. du solltest nur schriftlich mit den Sozialversicherungstraegern korrespondieren und um auf der sicheren Seite zu sein dies auch ggf. nachweisen koennen [Einschreiben, Fax mit qualifiziertem Sendebericht, Zustellung durch den Gerichtsvollzieher].

Tip: Im Krankenkassenforum finden sich aehnliche Posts dieser 'Leistungsverweigerung' durch die Leistungstraeger.

Sollte sich in deiner Naehe eine Erwerbsloseninitiative befinden nehme bitte Kontakt auf.

Und for allem sprich mit dem 'Arzt deines Vertrauens' ueber diesen Verschiebebahnhof [es muss u.U. sichergestellt werden, dass keine Unterbrechung der Krankschreibung auftritt]. I.S.v. Nahtlosigkeit.
 

Anna B.

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#5
Hallo,

du warst im KG-Bezug und hast dich dann gedacht..o.k. ich probier mal, ob ich wieder arbeiten kann...

bist du denn auch zur Arbeit erschienen?

wenn du dann erneut krank geworden bist, dann hätte dir der beh. ARzt (wenn er in Urlaub war, dann der Vertreter) eine AU-Bescheinigung ausstellen müssen...

hast du das alles so gemacht?

..und dann hat dir die KK mitgeteilt, dass du keinen Anspruch mehr auf KG hast, weil....egal welche Gründe..und sie haben die Zahlung eingestellt?

Hast du Widerspruch eingelegt?
Hast du weiterhin Nachweise, dass du AU bist?

WEnn du kein KG mehr bekommst und du auch nicht au bist...dann mußt du ALG I beantragen...das ist richtig...

wenn du dann au werden solltest, dann zahlt die Afa 6 Wochen das ALG I weiter..danach wäre die KK wieder mit Krankengeld dran...

erkläre mal alles ein wenig genauer...wer wann was gesagt oder geschrieben hat..und ob du noch au bist..usw. usw..
 

Karuli

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#6
So viele Antworten, danke! Ich gehe mal alle Fragen nach der Reihe ab:

Es handelt sich um die "Hinweise zu Ihrem Antrag auf Arbeitslosengeld". Da hat die Frau "Bescheinigung über Krankengeld" orange makiert. Dass ich erst ALG I beantragen soll, trotz meiner Erwähnung keinen Anspruch darauf zu haben, wurde mir per E-Mail mitgeteilt: "Bitte sprechen Sie am Empfang vor und melden sich anschließend im x Stock im Bauteil x. Hier wird geklärt, ob ein Anspruch besteht. Sollten Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können Sie aufstockend Arbeitslosengeld II beantragen."

Da wurd ich dann erstmal weggeschickt von einer Sachbearbeiterin mit der Begründung, ich müsse mein Krankengeld erst bis zum Ende ausschöpfen und dann habe ich erst wieder Anspruch, obwohl ich gesagt habe, gerade nicht mehr krankgeschrieben zu sein. Daraufhin rief ich verwirrt die Krankenkasse an, die dann sagte, dass ich gerade keinen Anspruch mehr habe, weil ich mich nicht lückenlos krankgemeldet habe (Das war die Zeit wo ich Arbeit suchte und mein Arbeitsversuch stattfand. Der nur einen Tag funktionierte.)

Mein Arzt war noch im Urlaub und ich bin zu keinem Alternativarzt gegangen. Ich weiß nicht inwiefern mich das rechtfertig, ich hab ne soziale Phobie, - das bedeutet Angst vor Fremden und dazu eben die schwere Depression (antriebslos).
Ich müsste nochmal eine Bescheinigung einreichen und dann müsste erneut geprüft werden, ob noch Anspruch besteht, aber weil sie dem keine hohen Chancen beimisst, solle ich mich anderweitig schonmal umsehen.

Jobcenter und Arbeitsamt sind bei mir in ein und dem selben Gebäudetrakt. Da war ne neue am Empfang, die die ganze Zeit ihre Kollegin gefragt hatte, die aber selber Kunden hatte und die neue war dann der Meinung, ich könne nur beim Jobcenter mich arbeitslos melden, das schon zu hatte. Ich denke mal das war einfach persönliches Pech, eine neue da zu haben, die aber schon ziemlich unfreundlich war.

Vielen Dank für den Link zu den vorläufigen Leistung, das Krankenkassenforum und für die Empfehlung der Erwerbsloseninitative. Ich werde mich damit Schritt für Schritt eingehend auseinandersetzen.

Also meine letzte Einreichung von Krankengeldbescheinigun an die KK war vor 2 Monaten. Dann hatte ich mich um Arbeit bemüht und n Monat später ne Stelle gefunden, wo ich dann ein Tag da war, sie sagten "super" und dann war ich wieder weg, weil ich wieder irgendwo im Erdboden vor mich hindeprimierte.

Mein Arzt und andere Ärzte sehen auch davon ab, dass ich erstmal wieder arbeite, sie sehen Erwerbsunfähigkeit als am geeignetesten fürs erste. Ich habe Angst, dass ich da keinen Anspruch habe, weil ich noch unter 30 bin und hatte mich zur Hilfe für den Antrag an den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt, der meine Bitte ignoriert hat und mich am Liebsten erstmal wieder in den zuständigkeitsbereich der ARGE gebracht hätte.

Nun wollen die meine Krankenkasse mal anrufen... und ich solle "den Erwerbsunf.antrag einfach mal so stellen, auch wenn er unvollständig sein sollte und dann würden die sich schon melden, was sie noch bräuchten"..........................

Sooo. Nun lauten die Möglichkeiten:
Entweder Endbescheinigung der Krankheit vom Arzt holen, KK schicken, die schickt mir dann (vorher nicht) den Schrieb, den ich für ALG I Antrag brauch, stelle dann noch ALG II und kriege dann letzteres 6 Wochen lang, bis die KK wieder zuständig ist. Das Problem ist nur, -ich bin nicht gesund und mein Arzt sieht vor, dass ich Erwerbsunfähigkeitsrente beantrage. -Prüfung würde Ewigkeiten dauern.

Oder Krankengeldantrag erneut bei KK einreichen und bei ihrer Absage mich an das Sozialgericht wenden und hoffen, dass die sich durchsetzen. Eigentlich hab ich ja keinen Anspruch mehr, weil nicht lückenlos krankgemeldet (Abstand 2 Monate).

Deshalb hab ich grad grobgesehen nirgendswo Anspruch. Aber ich werd jetzt mal euren Tipps nachgehen. Vielen Dank!

Ich engagiere mich hier auch sobald es mir besser geht! Tolles Forum,

liebe Grüße!
 

gelibeh

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#7
Ich bin der Meinung, dass Du einen ALGII-Antrag stellen musst. Falls Du einen Anspruch auf Krankengeld haben solltest, wird das intern verrechnet. ALG1-Anspruch hast Du nicht, wenn Du krank geschrieben bist. Solange die Rentenversicherung nicht über die Erwerbsminderung entschieden hast, bist Du rein rechtlich über 3 Stunden täglich erwerbsfähig und hättest deshalb auch einen ALGII-Anspruch. Erwerbsfähigkeit nicht mit Arbeitsunfähigkeit verwechseln.
 

Makale

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#8
Du meinst das Jobcenter? Denn beim Arbeitsamt beantragt man ALG1. Es ist üblich, dass das Jobcenter einen erst einmal zum Arbeitsamt schickt. Du brauchst dann von denen eine Bescheinigung, dass Dir kein ALG1 zusteht.
Falsch, denn aus § 31 Abs. 2 Nr. 3, 4 i.V.m. § 5 Abs. 1 SGB II geht klar ersichtlich hervor, dass das JC einen ALG I Anspruch zu prüfen hat. Siehe für Weiteres FL oder BT-Drs. 15/1516, S. 51ff.
 
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